Startseite  Spielberichte  Saison 2020/21  07.09.2020 Punktspiel

Zum Spiel erschienen: David, Michael D., Robert, Sebastian, Stefan, Ronny, Raphael, Matthias, Maik, Lucas, Jasper und Christian Sch.

 

Verantwortliche und Mitglieder: Uwe und Thomas

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Ronny

Abwehr: Matthias, Robert, Sebastian

6er: Christian Sch.

Mittelfeld: Lucas, Raphael, David, Maik

Sturm: Jasper, Stefan

Wechselspieler: Michael D.

 

Zuschauer: 5

 

Kurzbericht:

06. Min. 1:0

08. Min. 2:0

16. Min. 2:1 Jasper

34. Min. 3:1

41. Min. 4:1

52. Min. Wechsel Michael D. fuer Maik

54. Min. Wechsel Maik fuer Christian Sch.

55. Min. 5:1

58. Min. Christian Sch. fuer Maik

61. Min. 6:1

62. Min. Maik fuer Michael D.

 

Ernuechterndes Ergebnis

Nach der kurzen Erholungsphase von zwei Wochenendtagen nach dem Sternburg-Spiel stand fuer unsere Mannschaft das zu erwartende schwere Auswaertsspiel bei SV West 03 an der Friesenstraße an. Fuer unsere Gastgeber war es das erste Punktspiel der Saison. In manchen Knochen unserer Maenner steckten noch die Schmerzen des Freitagspieles. Dazu kam, dass wir nur einen Wechselspieler in Gestalt von Michael D. zur Verfuegung hatten, der aber auch nur zu hoechstens 25% verletzungsbedingt einsetzbar war. Ja, das waren alles keine rosigen Voraussetzungen um beim Meister der 1.Kreisklasse Staffel 1 von 2018/19 ordentlich bestehen zu koennen.

Unser Team musste auf zwei Anfangspositionen gegenueber dem Freitagspiel umgestellt werden. Für Paul und Marcus rueckten Lucas (Mittelfeld)und Jasper (Angriff) ins Team. Maik kam von Anfang an und verstaerkte das Mittelfeld. Vor Ronny fand sich die Abwehr mit Matthias, Robert und Sebastian sowie davor Christian Sch. zusammen. Zu den bereits genannten Mittelfeldakteuren gesellten sich noch David und Raphael. Stefan fuellte den Sturm auf. Leider mussten wir noch vor dem Anpfiff die Nachricht entgegennehmen, dass kein Schiedsrichter fuer das Spiel zur Verfuegung gestellt werden konnte. Unser Gastgeber sah sich gezwungen einen aus seinen Reihen pfeifen zu lassen. Das hatte schon wieder so a Gschmeckle. Aber die Mannschaft wollte sich nicht von so vielen Widrigkeiten das Spiel vermiesen lassen und begann gar nicht mal so unflott. Die erste Szene hatten sogar wir. Lucas, der ueber die rechte Angriffseite urploetzlich frei gespielt wurde, flankte den Ball scharf in den Fuenfmeterraum des Gegners hinein und der Torhueter der Westler konnte diesen gerade noch vor dem kopfballbereiten David abfangen. So haette es weitergehen muessen, aber nach fuenfminuetigen Abtasten, nahmen die Maenner von West 03 das Zepter in die Hand und uns die Baelle zu einfach ab. In der 6. Minute verloren wir den Ball auf unserer linken Abwehrseite. Kurze Taeuschungsmanoever an unserem Strafraum und ein strammer Schuss in die linke untere Ecke. So schiesst man Tore. Und weil das so schoen war, wollten wir dem nicht nachstehen und zwei Minuten spaeter am naechsten Tor der Gastgeber beteiligt sein. Verlust des Balles in der eigenen Haelfte nach Missverstaendnis zwischen Stefan und Christian Sch. beim Aufbauspiel. Sofortige Reaktion des gleichen Spielers, welcher bereits gerade eingenetzt hatte. Balleroberung, kurze Finte und trockener Schuss ins linke Dreiangel aus gut 18 Metern. Wie aus einem Guss. Fantastisch koennte man sagen, wenn man nicht Mitglied oder Fan der WSG waere. Puh, von solchen Schlaegen muss man sich erst einmal erholen. Und das in unserer Situation. Aber tatsaechlich hatten wir jetzt unsere beste Zeit. Wir rissen zwar keine Baeume aus. Aber die Mannschaft fing sich wieder und man konnte von Aussen wieder eine gewisse Linie beim Spielaufbau erkennen. West hatte den ersten Schwung hinter sich, die klare Fuehrung im Kopf und wir bekamen mehr Platz. Diesen nutzte Jasper, der einen Steilpass von Christian Sch. aus der hinteren Reihe erhalten hatte und schoss den eigentlich gar nicht so gefaehrlichen Ball auf das Tor der Westler. Zur Freude unseres Teams landete er kurioserweise im Netz zum Anschlusstreffer. Der Torwart machte eine sehr unglueckliche Figur bei dieser Aktion. Nun kam wieder etwas Zuversicht in unseren Reihen auf und Raphael verfehlte bei einem der wenigen Gegenangriffe mit einem schoenen Fernschuss nur knapp das gegnerische Gehaeuse. Das war es auch fast schon mit unseren Chancen, denn außer einem Kopfball von David weit uebers Tor, hatten wir nichts zu bieten. West 03 jedoch jede Menge. Da wir, trotz unermüdlichen Ackerns vor allen Dingen von Lucas, keine Entlastung nach vorn zustande brachten, stand unsere Abwehr immer mehr im Brennpunkt. Der Gegner war auf fast allen Positionen besser besetzt. Man liess Ball und Gegner laufen und hatte staendig einen freien Mann parat, der dann alle Moeglichkeiten zum Abschluss nutzen konnte. Die Baelle flogen Ronny nur so um die Ohren. Gluecklicherweise ueber oder neben das Tor. So sehr sich auch Robert und Sebastian auf ihren Aussenverteidigerpositionen bemuehten ihre Gegenspieler zu bekaempfen und Hilfe von Maik, Lucas und Anderen dabei bekamen, es war auf Zeit ein Kampf gegen Windmuehlen. Roberts Einsatz war lobenswert, aber auch er konnte nicht verhindern, dass kurz vor der Halbzeit der alte Abstand von zwei Toren wieder hergestellt wurde. Aus einer unuebersichtlichen Situation im Strafraum mit vielen Beteiligten versuchte er den Ball aus dem Strafraum zu befoerdern und bediente ohne Absicht den Gegner. Der ging bis zur Grundlinie und servierte den Ball direkt vors Tor. Dort staubte ein Westler kurz ab und drin war er. Diskussionen ueber eine eventuelle Abseitsposition prallten am Notschieri ab. Danach war Halbzeit und ziemlich angefressen kamen unsere Maenner vom Platz. Große Worte waren Mangelware. Alle waren sich einig, dass das was bisher geboten wurde, nicht ausreichen würde, um West 03 nochmal ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Wir mussten versuchen enger am Gegner zu agieren und die Laufwege zuzustellen. Leichter gesagt als getan. Sechs Minuten nach Wiederbeginn klingelte es zum vierten Mal in Ronnys Kiste. Wieder war die Abwehr um Matthias ausgespielt und der Gegner hatte freie Bahn. Aber auch wieder wurde die Frage nach einer moeglichen Abseitsstellung laut. Sie blieb zumindest in dieser Situation unbeanwortet. Unser weiteres Bemühen um Spielberuhigung mit teilweise guten Spielzuegen endete schon beim Ueberschreiten der Mittellinie. Selten dass ein guter Pass unsere Spitzen erreichte, die dann hoffnungslos auf weiter Flur allein gegen die gegnerischen Abwehrspieler standen und scheiterten. Vielen unserer Spieler sah man im Laufe der zweiten Halbzeit an, dass die Kondition sich langsam verabschiedete und mancher sich das Ende des Spiels vielleicht herbei wuenschte. Es waren aber noch zu viele Minuten auf dem Zeiger. Maik zog noch mal an den Ketten und wuselte an allen Ecken und Enden, um unser Stuermchen zu unterstuetzen oder der Abwehr als rettender Engel beizustehen. Aber auch er kam dadurch an seine Grenzen. Michael D. loeste ihn ab. Besserung konnte er jedoch auch nicht erreichen. West 03 gab weiter den Ton an und erhielt nach 55 Minuten einen Freistoss in halblinker Position nachdem Robert seinen Gegenspieler nur noch mit einem Foul bremsen konnte. Der Freistoss wurde kurz ausgeführt und der scharf getretene Ball flog Ronny genau entgegen. Ronny hatte zwar mit der tief stehenden Abendsonne so seine Probleme, haette aber den Schuss parieren koennen. Wenn nicht Stefan in guter Absicht kurz vor ihm den Ball noch leicht tuschiert und ins eigene Tor abgelenkt haette. Es sollte heute nicht sein. Denn fuenf Minuten spaeter war bei einem Angriff ueber rechts wieder ein Westler schneller, diesmal schneller als Michael D. Statt des Balles traf er des Gegners Bein und der Elfmeterpfiff folgte auf dem Fuss. Der Vollstrecker liess sich nicht lange bitten. 6:1. Nun musste man, angesichts der noch folgenden 10 Minuten plus Nachspielzeit um unser Team fuerchten. Und auch wenn sich unsere Mannschaft teilweise nur noch ueber den Platz schleppte, die Ein- und Auswechslungen jetzt im gefuehlten Minutentakt zwischen Michael D., Christian Sch. und Maik erfolgten, stemmten sich gerade Maik, Sebastian und Matthias teilweise als Einzelkaempfer gegen die Schmach einer hoeheren Niederlage. Es blieb bei dem Ergebnis bis uns der Schlusspfiff erloeste. Mit der Erkenntnis, dass uns noch ein weiter Weg in bessere Zeiten bevorsteht, gingen wir vom Platz. Das Ergebnis war ernuechternd, der Gegner hatte unsere Grenzen entsprechend aufgezeigt. Für uns ist jetzt enorm wichtig das Spiel schnell abzuhaken und voran zu schauen. Der naechste Gegner wartet mit Doelzig auf uns. Aber die kochen auch nur mit Wasser.

Uwe Krost