Startseite  Spielberichte  Saison 2020/21  04.09.2020 Punktspiel

Zum Spiel erschienen: Paul, David, Michael D., Robert, Sebastian, Stefan, Ronny, Raphael, Matthias, Peter, Christian B., Maik , Markus und Christian Sch.

Verantwortliche und Mitglieder: Uwe

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Ronny

Abwehr: Matthias, Paul, Michael D., Sebastian

6er: Christian Sch.

Mittelfeld: Robert, Markus, Raphael, David

Sturm: Stefan

Wechselspieler: Christian B., Peter und Maik

 

Zuschauer: 20

 

Kurzbericht:

25.Min. 1:0 Robert

40.Min. Wechsel Christian B. für Raphael

62.Min. Wechsel Peter für Robert

63.Min. 1:1

69.Min. Wechsel Maik für David

70.Min. Gelbe Karte für Michael D.

 

Da war mehr drin

Nachdem das Corona-Virus die Rueckrunde der vergangenen Spielzeit 2019/20 voellig lahm gelegt hatte, konnte nun die neue Saison 2020/21 wieder in Angriff genommen werden. Unser Team hatte sich in mehreren Freundschaftsspielen und in den verschiedensten, zum Teil bunten Aufstellungen, versucht, sich das Ruestzeug fuer die neue Spielzeit zu holen. Die Spielbegegnungen waren sicherlich nicht aussagekraeftig, was die Spielphysis und das technische Zusammenspiel betrafen, aber es war zumindest ein Anfang nach der langen spielfreien Zeit wieder gemacht. Das Pokalspiel letzte Woche hatte da schon andere Qualitaeten zu bieten, denn mit dem immer noch aktuellen letzten Meister der Volkssportliga BSV Schoenau II hatten wir ein ordentliches Pfund vor der Brust, konnten uns aber nach einem 0:3 erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb verabschieden.

Nun stand die Saisoneroeffnung des Punktspielbetriebes gegen den Neuling SV Sternburg Luetzschena-Stahmeln ins Haus. Ein, aus unserer Sicht, unbeschriebenes Blatt, was aber nichts bedeuten sollte. Unser Team konnte 14 Spieler aufbieten, so dass mit Christian B, Maik und Peter drei Spieler zunaechst die Reservebank besetzten. Um unseren Torwart Ronny bauten Michael D. Matthias, Paul und Sebastian mit Christian Sch. die Abwehr auf, das Mittelfeld bestand aus David, Markus, Raphael und Robert. Im Angriff sollte es Stefan richten. Das Ziel war klar. Mit einer sicheren Deckung den Gegner beeindrucken, massiv aus allen Mannschaftsteilen dann nach vorn angreifen und unsere einsame Spitze entsprechend in Szene zu setzen. Zum vorgesehenen Anpfiff 18:00 Uhr waren die beteiligten Mannschaften vollzaehlig erschienen, nur der angesetzte Referee glaenzte mit Abwesenheit und fand sich erst 10 Minuten spaeter ein. Das Spiel begann aber dann doch recht zuegig und wir benoetigten erst einmal eine Viertelstunde um unser Spiel auszuloten. Dem Gegner ging es aehnlich, dennoch uebernahm er zunaechst das Spielzepter. Da Stefan vorn auf weiter Flur allein agierte, hatten wir Probleme das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Die Abwehr stand, der SV fand keine sonderlichen Mittel uns zu beeindrucken. Was durchkam war die Beute von Ronny. Nachdem das Abtasten auf beiden Seiten sich dem Ende neigte und wir uns langsam aus unserer Haelfte bewegten, kam es auch schon zu ersten Chancen. Stefan der einen schoenen Pass aus unserer Abwehr erhielt, tankte sich auf der linken Seite durch und passte auf Raphael, der sich in seinem Ruecken ebenfalls in die zentrale Spitze bewegt hatte. Leider verpasste er in guenstiger Schussposition den Ball und damit die erste richtige Gelegenheit des Spieles. Diese Szene aber war fuer uns das Signal nun endlich unsere Zurückhaltung abzulegen und mutiger nach vorn zu spielen. Nach 25 Minuten zahlte sich das endlich in klingender Tormuenze aus. Wieder brach Stefan auf der linken Angriffseite in den Strafraum der Sternburger ein und befoederte den schon im Zweikampf verloren geglaubten Ball von der Grundlinie mit letzter Kraft ins Spielfeld zurueck, so dass dieser fast auf der Torlinie an allen Gegnern vorbeitrudelte. Am rechten Pfosten war Robert zur Stelle und brauchte nur noch den Fuss dagegenzuhalten. Kurzer Jubel, mehr auch nicht. Der Anfang schien gemacht. Sternburg diskutierte kurz darueber, ob der Ball noch regulaer im Spiel gewesen waere, aber der Schieri zeigte zur Mitte. Jetzt waere die Zeit gewesen mit Ruhe und Gelassenheit das Spiel gaenzlich auf unsere Seite zu ziehen. Stattdessen zogen Unsicherheit und unuebersichtliche Zustaende in unser Spiel ein. Der Gegner war nun angestachelt und versuchte uns wieder hinten einzuschnueren. Leider gelang es ihm auch in einigen Momenten, so dass uns der Pfosten helfen musste, als ein Spieler der Gaeste, der ploetzlich zu viel Platz hatte, den Ball aus der Drehung aus ca. 10 Metern abzog. Leider trug jetzt zu der allgemeinen Unruhe, die langsam sich um unseren Strafraum bemerkbar machte, auch der Schiedsrichter seinen Teil dazu bei. Entscheidungen, wie Eckball statt eines Einwurfes, falsche Ausfuehrung eines Schiedsrichterballes auf Grund seines eigenen schlechten Timings der Position auf dem Platz sowie Handfreistoss, obwohl klar fuer alle zu sehen der Ruecken getroffen wurde, wurden zu unseren Ungunsten getroffen. Die Abwehr bekam jetzt alle Haende voll zu tun und ein Freistoss aus halbrechter Position sauste durch unseren Strafraum an Freund und Feind und an unserem langen Eck knapp vorbei. Nur mit Muehe konnten wir uns wieder etwas Luft verschaffen und den Gegner von unserer Haelfte fernhalten. Dazu trugen unsere Konter bei, die jetzt wie kleine Nadelstiche den Strafraum der Gaeste erreichten. Markus spielte auf der rechten Seite seinen Gegner mit einem Hackentrick aus und lief in den 16 er ein. Leider endete seine Flanke in den Armen des sicher fangenden Torwarts der Sternburger. Raphael wurde vor dem Strafraum freigespielt, reagierte leider zu langsam, so dass er den Ball an einen nachsetzenden Gegenspieler, mangels fehlender Kommunikation der eigenen Mitspieler, wieder verlor. Stefan zog auf der rechten Seite auf und davon. Sein scharfer Schuss von der rechten Strafraumgrenze ging leider ca. einen Meter am linken Pfosten vorbei. Weitere zu nennende Spielszenen gab es leider nicht, so dass zur Halbzeit puenktlich gebeten wurde. In dieser wurden leichte Blessuren von Raphael und Sebastian geprueft. Dennoch erfolgten noch keine Wechsel. Das Ziel fuer die zweite Haelfte musste lauteten: wieder stabil hinten stehen und vorn auf das zweite Tor gehen. Und das hatten wir kurz nach Beginn auch fast vor Augen. Stefan ging diesmal auf der rechten Seite an den Strafraum heran und servierte Raphael, der vom Strafraumzentrum sich nach rechts bewegte, den Ball in den Fuss. Leider zog dieser nicht sofort ab, sondern wollte den Ball noch unter Kontrolle bringen, in dem er sich das Leder etwas vorlegte. Diesen Moment benoetigte sein Gegenspieler um im letzten Augenblick den angesetzen Schuss zur Ecke zu blocken. Kurz nach dieser signalisierte Raphael den Wechsel. Der Mann, der mit Stefan unsere kleine Offensivkraft im heutigen Spiel darstellte, musste seinem Koerper Tribut zollen. Christian B. ging auf seine Position. Und wir hatten weiterhin unsere Chancen auf Resultatserhoehung. Die Groesste besass Stefan, der im Fuenfmeterraum einen abgewehrten Ball auf das scheinbar leere Sternburg-Tor koepfte, der Torwart schon geschlagen war, aber irgendwie der Ball von der Linie noch an den Innenpfosten abgewehrt wurde. Von dort trat dieser leider wieder den Weg ins Spielfeld zurück an und der Torschrei erstickte in unseren Kehlen. Das war schon sehr bitter. Ein 2:0 haette zu einer Vorentscheidung und Beendigung des hektischen Treibens auf dem Platz beigetragen. So blieb es weiter spannend und auch unsere Abwehr bekam wieder mehr zu tun. Ronny nahm aber alle durchkommenden Baelle mit Gelassenheit auf und hatte spaetestens beim zweiten Nachfassen die Pille unter Kontrolle. Stefan, der einen Wadenbeisser die gesamte Spielzeit an seinen Hacken spuerte, versuchte sich, trotz einiger Fehlversuche, im Zweikampf durchzusetzen und zog mit links am Tor vorbei oder scheiterte am sicher haltenden Torwart. Das dieser nicht gerade die Gestalt eines Goliath besass, konnten wir mangels Schuessen aus der Distanz nicht ausnutzen. So bliess 10 Minuten vor Schluss Sternburg zum Halali auf unser Tor. Waehrend sie in der ersten Haelfte hauptsaechlich ueber ihre linke Seite kamen, wurde nun auch die rechte Seite aufgrund einer Einwechslung belebt. In der 62. Minute wechselten wir wieder. Peter sollte auch seine heutige -Duschberechtigung -(mangels Gelegenheit – haha) erhalten und zu seinem ersten Punktspieleinsatz fuer die WSG auflaufen. Getauscht wurde mit Robert, was einige in unserer Hintermannschaft gar nicht gluecklich fanden, da diese mit Unterstuetzung von ihm bis zu diesem Zeitpunkt funktioniert hatte. Er war seinem Gegenspieler staendig gefolgt und hatte die Zweikaempfe ueberwiegend erfolgreich bestritten. Eine Minute nach dem Wechsel schlug es jedoch in unserem Kasten ein. Unsere Abwehr hatte sich noch nicht auf die Veraenderung eingestellt, da wurde Roberts ehemaliger Gegenspieler am Strafraum straeflich allein gelassen. Den Pass, den er von einem Mitspieler erhielt konnte er ohne Bedraengnis annehmen und auf unser Tor schiessen. Ronny, der das Unheil auf sich zukommen sah, machte sich so breit er konnte und wehrte den Ball hervorragend ab. Leider prallte das Leder direkt auf den eingelaufenen Schuetzen zurueck und von ihm per Brust nun doch in unser Tor. Eine sehr unglueckliche Szene, aehnlich kurios wie das Zustandekommen unserer Fuehrung. Anscheinend hatten wir uns mit dem Wechsel selbst ins Knie geschossen. Sternburg, die schon Minuten vor dem Ausgleich lautstark den Ausgleich herbeigerufen hatten, fuehlten sich nun zwangslaeufig bestaetigt und angestachelt mehr zu tun. Dass es dabei nicht immer fein zuging, zeigte die letzte zu schildernde Szene. Bei einem Konterversuch aus unserer Abwehr heraus wurde Paul niedergestreckt und unser Team erwartete einen Freistosspfiff. Doch der bereits in vorangegangenen Spielsituationen unsicher und inkonsequent wirkende Schieri zoegerte zwar, aber lies weiterspielen. Das rief Michael auf den Plan und das naechste ein paar Meter abseits stattfinde Duell war seins. Er, der vorher am eigenen Strafraum bereits unfair gelegt worden war, ging ohne Wenn und Aber in den Zweikampf, wo bereits vorher klar war, wer hier nur verlieren konnte. Der Gegner am Boden und Michael mit der gelben Karte. Zu diesem Zeitpunkt war eigentlich alles erledigt. Maik kam noch fuer David ins Spiel und bot sich bei einem letzten Angriff Stefan zum Anspiel an, aber dieser blieb im engmaschigen Netz der Sternburg –Abwehr haengen. Der Abpfiff wurde nun erwartet. Aber nicht mit unserem Schieri. Volle fuenf Minuten wurden nachgespielt. Trotz der wenigen Unterbrechungen nicht nachzuvollziehen. Unruhig wurden diese Zeit heruntergespielt. Ein Spielfluss war nicht mehr zu erkennen. Der Abpfiff erloeste alle Beteiligten. Gemessen an den Chancen des Spieles war der erzielte Punkt eigentlich zu wenig. Was er wert ist, werden die naechsten Spiele zeigen.

Uwe Krost