Startseite  Spielberichte  Saison 2019/20  06.09.2019 Punktspiel

Zum Spiel erschienen: Paul, Maik, David, Michael Kr., Robert, Konrad K., Sebastian, Oli, Stefan, Denny, Jasper, Ronny und Vincent

 

Verantwortliche und Mitglieder: Uwe

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Ronny

Abwehr: Denny, Paul, Vincent

6er: David

Mittelfeld: Robert, Michael Kr., Konrad, Sebastian

Sturm: Oli, Jasper

Wechselspieler: Maik, Stefan

 

Zuschauer: 8

 

Kurzbericht:

18.Min. 0:1

21.Min. 0:2

33.Min 0:3

36.Min. Wechsel Stefan fuer David

36.Min. Maik fuer Konrad

42.Min. 0:4

50.Min. Wechsel David fuer Michael Kr.

57.Min. Wechsel Konrad fuer Robert

63.Min. 0:5

64.Min. Wechsel Michael Kr. fuer Jasper

66.Min. Wechsel Robert fuer David

 

Fast chancenlos gegen den Tabellenfuehrer

Der FC Kickers gab am Freitagabend seine Visitenkarte erstmals bei unserem Heimspiel in der Döllingstrasse ab. Dieses Team, welches sich erst 2018 gegründet hat und im letzten Spieljahr in der Kreisklasse Staffel 2 mit Erfolg und dem dritten Platz (wie wir in Staffel 1) durch die Saison kam, eilt gegenwaertig von Sieg zu Sieg. Mit der Empfehlung als aktueller Tabellenfuehrer mit drei Siegen aus drei Spielen und damit maximaler Punktzahl stand unser Gast unserem Team um 18:00 Uhr am Anstosskreis gegenueber. Unsere Ausbeute aus den bisherigen Partien steht bisher leider nur bei zwei Punkten. Nichtsdestotrotz wollten wir auch diesem Gegner heute das Spielfeld nicht kampflos ueberlassen. Die Mannschaft stellte sich dabei fast selber auf. Maik musste viele lang- und kurzfristige Absagen registrieren, die unser Gesamtniveau fuer die erste Elf nicht gerade optimal aussehen liess. Nach Ronnys gutem Einstand letzte Woche bei PKM stand er natuerlich wieder zwischen unseren Pfosten. Die Abwehr aber musste fast komplett umgebaut werden. Paul wurde Organisator und holte sich Vincent zur linken und Denny zur rechten Seite als seine Abwehrsaeulen. David musste die 6 er Position uebernehmen. Im Mittelfeld wurden Sebastian, Michael Kr., Konrad und Robert eingesetzt und im Sturm standen Oli und Jasper zur Verfuegung. Stefan, der sich im letzten Match leider eine schmerzhafte Brustprellung zugezogen hatte, sass erst einmal auf der Bank. Ebenso Maik, der sich mit hartnaeckigen Beinkraempfen bereits die ganze Woche herumgeschlagen hatte. Die Aufstellung sagte alles aus: Kampf ohne grosse Schnoerkel und Verzierung war wohl heute ueber die gesamte Spielzeit von Noeten. Dennoch sah das, was wir die ersten zehn Minuten nach Spielbeginn auf den knochenharten ausgetrockneten grasarmen Platz hinlegten, gar nicht so schlecht aus. Der Ball sprang zwar wie er wollte, aber noch sprangen wir mit. Gefaellige Spielzuege aus unserer Abwehr praegten unser Anfangsniveau. Das Mittelfeld wurde schnell ueberbrueckt und Oli und Jasper schwaermten vorne aus. Da auch Robert sich ueber die rechte Seite mit Anbot, hatten wir sogar nach ca. 5 Minuten eine kleine Minichance, die nach seinem Vorstoss mit Ablage auf Jasper und dieser wieder weitergeleitet auf Oli, einen Schuss auf das Tor der Kickers nach sich zog. Leider ohne Erfolg, da Oli nur mit der Kieke traf und dieser am rechten Pfosten vorbeiging. Aber wir versuchten weiter unser Glueck. Sebastian zog unwiderstehlich auf der linken Seite bis fast zur Grundlinie und flankte ins Zentrum. Leider dem bereitstehenden Torwart direkt in die Arme. Weitere Versuche den Gegner in seinem Feld zu binden, scheiterten aber leider meist am Strafraum und zogen Gegenstoesse nach sich. Die Kickers hatten sich nach ca. 10 Minuten, bei einzelnen, aber oft ungenauen Paessen in und vor allen Dingen hinter unsere Abwehr, die meistens ins Aus gingen, gestrafft und gingen nun gezielter mit Doppelpaessen vor, um uns auszuhebeln. Dabei wurde es immer gefaehrlicher fuer unser Team und die Befreiungsaktionen verloren immer mehr an System. Entlastung war durch die herausgeschlagenen Baelle fuer unsere an der Mittellinie wartenden Stuermer kaum noch gegeben. Wie sie das Leder erreichte, war es auch schon wieder in Gegners Hand oder wie bei Jasper, der die Baelle noch sehr gut kontrollierte, aber dann am naechsten oder uebernaechsten Gegner haengenblieb und den Strafraum der Kickers nur noch mit dem Fernglas sehen konnte. Es kam so, wie es kommen musste. Nachdem Ronny, durch beherztes Herauslaufen, einem voellig freigelaufenen Gegner den Schuss mit ausgestrecktem Bein noch abwehren konnte, wurde ein weiter Einwurf in der 18.Minute von der rechten Angriffseite der Gaeste hoch ins Feld gebracht. Robert, der sofort reagierte und nach oben stieg, unterlief leider den Ball, so dass sein Gegenspieler hinter ihm den Ball kontrollieren konnte. Denny, der nun eingreifen wollte, wurde von ihm mit schoenem Trick versetzt und ein knallharter Schuss aus dem Fussgelenk folgte. Dieser schlug, unhaltbar fuer Ronny, flach bei uns im linken Eck ein. Da war sie die Fuehrung der Gaeste. Leider schien der Schreck uns zu lange zu beschaeftigen, denn drei Minuten spaeter lag der Ball wieder in unserem Kasten. Diesmal in unserer rechten Ecke. Wieder hatten sich die Gaeste an unserem Strafraum durchkombiniert, ohne ernsthaft daran gehindert zu werden. Ein Schuss, aehnlich wie der Erste, ohne Ansatz, knallte in unser Tor. Da schienen eigentlich die ersten Messen schon gelesen. Wir hatten auch bei diesem Tor nur Begleitschutz gegeben, ohne ernsthaften Widerstand zu leisten. Was sollte man nun tun? Erst einmal versuchen wieder Ruhe ins Spiel zu bringen. Gar nicht so einfach, denn die Kickers hatten jetzt Blut geleckt und sahen jetzt satte Beute fuer ihr Torverhaeltnis, wenn wir hier einbrechen wuerden. Das musste unter allen Umstaenden verhindert werden. Aber wie? Wir schafften es zumindest, dass fuer eine Weile solche Aktionen nicht mehr auftraten und wir auch wieder Zweikaempfe gewinnen konnten. Aber nach ganz vorn ging weiter so gut wie nichts. Keine Chance, welche man hier erwaehnen koennte. Nach 33 Minuten folgte das 0:3. Ein Duseltor, aber es zaehlte. Ein Freistoss war ihm vorausgegangen. Dieser wurde auf halblinks ca. 30 Meter vor unserem Tor ausgefuehrt. Der Ball wurde halbhoch in unseren Strafraum gespielt, wo leider wieder kein Abwehrspieler entscheidend stoerte und der Schuetze zum 0:1 wieder present war, den Ball aus der Luft nahm und an den Innenpfosten schoss. Von dort prallte der Ball wieder heraus an Ronnys Bein, von da ins Tor. Billardtreffer. Gluecklicherweise machte der Schieri puenktlich Pause. Es sah nicht gut aus und noch eine ganze Halbzeit stand uns bevor. Maik munterte dennoch alle auf, stellte um und wechselte aus. Stefan, der sich ein ganzes Spiel wegen seiner Verletzung nicht zugetraut hatte, kam jetzt fuer David, der mit seiner Rolle vor der Abwehr nicht richtig gluecklich war. Maik ersetzte Konrad, der zeitweise nicht erklaerbare Orientierungsprobleme auf dem Platz hatte. Sicher waren auch noch andere Spieler der Meinung, dass sie nach dieser verkorksten Haelfte eine Denk- und Erholungspause verdient haetten, aber mehr Wechsler standen leider nicht zur Verfuegung und sie mussten wieder in die Schlacht. Eine Schlacht war es natuerlich nicht. Im Gegenteil. Es ging fair auf und neben dem Rasen her. Der uns sehr bekannte Schieri, zog wie immer seine Linie durch, ohne aber diesmal den Oberlehrer darzustellen und Stimmung zu erzeugen. Leider liess uns der Gegner wieder nur 7 Minuten in der Hoffnung, dass vielleicht noch was gehen koennte. In der 42. Minute pfiff der Schieri Freistoss wegen zu hohem Bein von Stefan an unserem linken Strafraumeck gegen uns. Ronny ordnete die Mauer vor sich und platzierte sich auf der Linie in der Naehe der linken Torseite. Er ahnte wohl, dass der Ball dorthin kommen wuerde. Leider hatte er nicht mit der Wucht gerechnet, mit der dieser auf sein Gehaeuse gewummert wurde. Der Ball zog scharf und platziert ueber die Scheitel unserer Abwehr und auch durch die bereitstehenden Haende von Ronny. Er sah zumindest von Aussen nicht haltbar aus. Damit hatte der Torschuetze vom Dienst der Kickers zum dritten Mal bei uns eingenetzt. Kopf hoch und weiter. 30 Minuten waren ja noch zu spielen. Aber am Rande des Spielfeldes machten sich schon gefluesterte Horrorszenarien breit ueber die Hoehe des heutigen Endergebnisses. Was zu diesem Zeitpunkt, angesichts der unausgewogenen Spielanteile der beiden Mannschaften, durchaus anzunehmen war. Aber irgendwie hatte man nun den Eindruck, dass die Kickers eine gewisse Saettigkeit erreicht hatten. Sie machten sich zwar immer noch lautstark heiss, aber die Konzentration bei ihren Aktionen war nicht mehr so, wie bisher gegeben. Wir konnten uns wieder etwas stabilisieren und unsere hochstrapazierte Abwehr zu entlasten, ohne aber weiterhin das Tor des Gegners nur im Ansatz zu tangieren. Oli stand mittlerweile vorne allein auf weiter Flur. Er konnte einem leidtun. Selbst wenn er einmal einen Ball festmachen konnte, hatte er Meilen vor sich um zum Sechzehner zu gelangen, die Abwehr war schneller. Der gegnerische Torwart spielte immer mit und kontrollierte seine Haelfte bis fast zur Mittellinie. Er konnte es sich leisten. David kam fuer Michael Kr., der heute auch wieder keine Baeume ausreissen wollte. Kurz nach dessen Auswechselung geschah doch noch ein Highlight, der besonderen und nicht alltaeglichen Art. Robert schien der Hafer gestochen zu haben. Er eroberte in unserer Abwehrhaelfte auf der rechten Seite den Ball und lief. Er lief und lief und lief. Es haette nur noch der Ruf – Lauf Forest lauf– gefehlt, dann waeren alle Klischees bedient gewesen. Robert liess sich von keinem ihn anlaufenden Gegenspielern (und das waren mindestens drei) beeindrucken, im Gegenteil er uberrannte sie alle foermlich mit seiner Wucht und stand kurz danach vorm Straufraum der Kickers. Selbst der herausstuertzende Torwart schien schon geschlagen. Nun war es an Robert den Ball mit dem linken Fuss vorbei und ins Tor zu befoerden. Auf der Reservebank war keiner mehr Herr seiner Nerven. Alle feuerten Robert an und schauten gebannt auf die Szenerie. Aber erstens hat er nur ein linkes Bein, damit er nicht umfaellt und zweitens so eine aufregende Situation noch nie durchgemacht. Er scheiterte am letzen Mann, der sich ihm am Elfmeterpunkt seitlich in den Ball werfen konnte. Die Nachschussmoeglichkeiten von Oli und anderen mit nachgerueckten Spielern wurden versiebt und die Chance dahin. Wir waren so nah dran am Ehrentor und danach wieder so weit davon entfernt. Denn so eine Chance ergab sich fuer uns in diesem Spiel nicht mehr. Konrad kam noch einmal fuer Robert, der sich erstmal nach dieser Szene sammeln musste. Und auch der Gegner kam wieder. Ueber unsere rechte Abwehrseite, wurde schon seit geraumer Zeit wieder viel gegnerische Musik gespielt und die linke Angriffskapelle der Kickers blies zu Beginn der letzen zehn Minuten noch mal ordentlich zur letzten Attacke. Denny, der konditionell bereits nach der ersten Viertelstunde auf der Felge lief und des oefteren nur noch die Hacken seines durchaus schnellen und wendigen Gegenspielers sehen durfte, hatte maechtige Probleme. Der Linksaussen der Kickers, hatte ihn in den letzten Minuten schon mehrmals durch schnelle Dribblings ausmanoevriert und Paul war es zu danken, der in letzter Sekunde das Schlimmste verhindern konnte. In der 63. Minute konnte jedoch auch Paul nur noch diesem Mann hinterhersehen. Der zog in unwiderstehlicher Manier an unserer gesamten rechten Abwehr vorbei, in den Strafraum hinein und schloss mit flachem Schuss in die kurze Ecke zum Endstand von 0:5 ab. Die Wechsel (Michael Kr. fuer Jasper und Robert fuer David), welche wir dann noch durchfuehrten, waren nur noch von untergeordneter Bedeutung und hatten keinen relevanten Einfluss mehr auf das Spiel. Vincent kassierte noch die einzige gelbe Karte des Spieles, als er in der Nachspielzeit beim letzten Konter der Kickers den Ball mit der Hand abwehrte. Unter dem Strich ein gebrauchter Tag fuer unsere Mannschaft, die sich aber trotz der fuenf Gegentore nicht abschlachten liess und bis zum Schluss eine gewisse Moral zeigte. Gemessen am Gegner und dem Vergleich zu den kommenden Spielen sollten keine gravierenden Rueckschluesse gezogen werden. Wir hatten schliesslich geahnt, was auf uns zukommt. Die naechsten Spiele werden sicher zeigen, dass mit uns noch zu rechnen ist und der erste Sieg bald ins Haus steht. Die Bierrunde von Jasper anlaesslich seines WSG-Premierentores bei PKM schmeckte nach Abpfiff eigentlich schon wieder ganz gut und die Stimmung war auch wieder da. Vielen Dank dem edlen Spender.

Uwe Krost