Startseite  Spielberichte  Saison 2019/20  30.08.2019 Punktspiel

Zum Spiel erschienen: Paul, Michael D., David, Michael R., Robert, Konrad K., Christian, Jasper, Lucas, Marcus, Oli, Stefan, Vincent, Raphael und Ronny

 

Verantwortliche und Mitglieder: Uwe

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Ronny

Abwehr: Marcus, Michael D., Paul

6er: Vincent

Mittelfeld: Lucas, Stefan, Raphael, Christian,

Sturm: Oli, Jasper

Wechselspieler: Konrad, Michael R., Robert und David

 

Zuschauer: 10

 

Kurzbericht:

32.Min. 1:0 Jasper

35.Min. 1:1

36.Min. Wechsel Michael R.fuer Michael D.

36.Min. Wechsel Robert fuer Lucas

36.Min. Wechsel David fuer Raphael

49.Min. Wechsel Konrad fuer Oli

55.Min. Wechsel Oli fuer Jasper

62.Min. Wechsel Jasper fuer Vincent

 

Mit Glück und Geschick zum zweiten Punkt

In der Saison 2008/2009 kreutzten wir zum ersten Mal die Klingen mit der Mannschaft von PKM Anlagenbau in der 1.Kreisklasse. Beide Spiele gingen seinerzeit mit 3:1 jeweils verloren. Auch in der nächsten Saison zogen wir zweimal, zwar schon knapper, den kürzeren (1:0 und 2:1). Dann verloren wir uns einige Jahre aus den Augen, da PKM nach oben marschierte, wir leider nicht folgen konnten. Erst 2016/2017 waren wir wieder in einer Staffel, wieder in der 1.Kreisklasse gemeinsam am Start und bekamen mit 3:1 und 9:1 wieder zwei Niederlagen serviert. Die deftigste Klatsche aber hagelte es am 20.04. des letzten Jahres beim 10:1 auf dem Kunstrasenplatz der DFB-Sportschule Egidius Braun im letzten Spiel der Vorrunde der 1.Halbserie. Die meisten aller heute noch spielenden WSG-Mannen erinnern sich. Wir sahen keinen Stich, hatten gerade einige neue Leute in die Mannschaft zu integrieren (u.a. Konrad H. als neuen Torhüter, dem die Baelle nur so um die Ohren pfiffen). Nun ja – Vergangenheit. Die Staffelauslosung wollte es nun so, dass wir uns in dieser Saison wieder trafen. PKM hatte sich ein Jahr von der Fussballbuehne komplett zurueckgezogen und dieses Jahr wieder neu angemeldet. Einige Spieler der alten Truppe konnte man aber doch wiedererkennen. Unser Team war wieder mit einem ansehnlichen Aufgebot nach Abtnaundorf angereist. Mit dabei unser, unter der Woche neuverpflichteter Torwart Ronny, der mit frisch ausgestellter Spielberechtigung bereits unser Tor hueten sollte. Vor ihm agierten in bewaehrter Manier Michael D. mit Marcus zur rechten und Paul zur linken Seite. Vincent in seinem zweiten Spiel, besetzte die Position vor der Abwehr. Das Mittelfeld setzte sich aus Lucas, Stefan, Raphael und Christian B. zusammen. Und ganz vorn liefen unsere Youngster Oli und zum ersten Mal in dieser Saison Jasper auf. Reservespieler waren diesmal Michael R., Robert, Konrad und David, welcher aber erst waehrend der 1.Halbzeit zu unserem Team stiess. Auf Kunstrasenplatz entwickelt sich ja bekannterweise eine ganz eigene Dynamik, welche mit einem Spiel auf Naturrasen, mit seinen natuerlichen und weniger natuerlichen Unebenheiten, einfach nicht vergleichbar ist. Der Ball muss gespielt werden und weniger geschlagen. Und das probierten wir gleich nach dem Anpfiff auch ganz ordentlich aus. Spielzuege wie auf dem Reissbrett waren es vielleicht nicht ganz, aber es sah von der Ersatzbank gar nicht so uebel aus. Gerade auf unserer rechten Seite war es immer wieder Lucas, der den Doppelpass mit seinen Mitspielern, wie Marcus, Stefan und Jasper suchte und teilweise auch fand. Wir spielten gut mit und arbeiteten uns in der ersten Viertelstunde immer weiter nach vorn. Oli und Jasper boten sich fuer die Anspiele aus dem Mittelfeld staendig an, aber die letzte Konsequenz vor dem Tor kam ihnen leider immer wieder abhanden. Paesse von der rechten Seite in den Strafraum wurden knapp verpasst (Oli) oder durch die gegnerische Abwehr im letzten Moment vereitelt (Jasper). Der Gegner stand gut in der Deckung und liess nicht sehr viel zu. Fernschuesse waren Mangelware. Christian B. der ueber rechts vor dem Strafraum der Anlagenbauer freigespielt wurde, konnte hinter seinen Schuss nicht genug Druck geben, so dass dieser weit am linken Tor vorbeiging. Die zweite Moeglichkeit, etwas spaeter durch ihn, konnte der Torwart locker entschaerfen. Auf der anderen Seite stand unsere Abwehr ebenfalls gut, musste aber immer auf der Hut vor den schnellen Aussen sein. Ronny machte seine Arbeit ausgezeichnet. Er hielt alles, was auf seinen Kasten kam und konnte sogar mit Flugparaden glaenzen. Als Mitte der ersten Haelfte unsere linke Abwehr ausgehebelt wurde, ergab sich die bis dahin groesste Chance des Spieles fuer PKM. Der Rechtsaussen zog allein auf unser Tor zu und Ronny eilte ihm aus seinem Kasten entgegen. Eigentlich hatte er keine Chance gegen den Angreifer, aber er hechtete sich in den auf ihn zustuermenden Mann und verunsicherte ihn scheinbar so, dass dieser, obwohl schon an Ronny vorbei, den Ball rechts neben das Tor vorbeisetzte. Da hatten wir zum ersten Mal grosses Glueck in diesem Spiel gehabt. Gluecklicherweise konnten wir diese Szene schnell abhaken und das Spiel ausgeglichen gestalten. Es ging munter hin und her, ohne das ein Team groessere Spielanteile fuer sich verbuchen konnte. Leider trug der Schieri nicht immer mit seinen Entscheidungen zum allseits guten Niveau bei. Wir hatten den Eindruck, dass der Gegner bei ihm meistens bessere Karten hatte und bevorteilt wurde. Wobei man auch zugeben muss, dass es Situationen gab, wo wir uns nicht haetten beschweren muessen, wenn es gegen uns einen Strafstoss gegeben haette (Foul Michael D., Handspiel Jasper). So wurden aber aus unserer Sicht zuviele Konzessionsentscheidungen aus nichtigen Gruenden gegen uns gegeben. Diese wurden aber alle vereitelt. Zu unserer grossen Freude belohnten wir uns drei Minuten vor der Halbzeit, dieser genannten Widrigkeiten zum Trotz, mit dem 1:0. Wir hatten wieder einmal einen Angriff der Anlagenbauer in der Abwehr abgefangen und fuhren einen phantastischen Konter, diesmal ueber die linke Seite. Stefan, der den Ball aus der Abwehr trieb, sah vorn links Oli sich anbieten und schlug einen Milimeterpass auf ihn. Oli konnte seinen indisponierten Gegenspieler abschuetteln und lief allein auf den Torhueter zu. Dieser wollte seine Huette nicht unbedingt leer zuruecklassen und kam nur halbherzig aus seinem Kasten. Das waere Jasper fast zum Verhaengnis geworden, der in der Mitte, ebenfalls ohne Gegner, sich ihm zur Hilfe anbot. Denn dieser wurde nun von Oli angespielt und hatte die Aufgabe das Runde in das Eckige zu befoerdern. Das tat Jasper dann auch, aber der zoegernde Torhueter, haette fast noch in den nicht gerade optimal getroffenen Schuss eingreifen koennen. Allein er kam nicht mehr dran und Jasper konnte ueber sein erstes Tor fuer unsere Farben jubeln. So wie wir alle draussen auf der Bank. Bis zur Pause war es nicht mehr lang. Die Hoffnung mit einer Pausenfuehrung in die Kabine zu gehen, war gross. Leider machte uns nun wieder der o.a. Schieri einen Strich durch die Rechnung. Er liess ueber 4 Minuten nachspielen (ja sicher gab es eine Trinkpause, welche aber auf keinen Fall diese Ueberzeit rechtfertigte). Und zu allem Uebel glich unser Gastgeber in der letzten dieser Minuten aus. Durch unsere Fuehrung wirkten die Spieler von PKM natuerlich angefressen und erhoehten das Tempo und draengten uns massiv in unsere Haelfte. In dieser bewussten Minute, konnte Paul auf der linken Abwehrseite seinem Gegenspieler nicht mehr folgen und musste ihn in den Strafraum ziehen lassen. Von dort zog dieser mit Flachschuss ab und der Ball schlug aus seiner Sicht im linken unteren Eck ein. Unhaltbar fuer Ronny. Der Schieri pfiff nicht einmal mehr an. Frechheit und Dublizitaet der Ereignisse. Eine Woche zuvor gab es fast die gleiche Szene gegen MOGONO I. Auch da hatten wir nach unserer Fuehrung kurz vor der Halbzeit, ueber die gleiche Seite, ebenfalls den Ausgleich erhalten. Fast ein Dejavu. Froehlich kam nun keiner zum Pausentee. Raphael, unser Kapitaen, erinnerte an die doch ganz passablen Spielzuege, die den Gegner immer wieder zu hoechster Aufmerksamkeit gezwungen haetten und an unseren Einsatz aus allen Mannschaftsteilen, der das Angriffsspiel der Anlagenbauer immer wieder an seine Grenze brachte. Weiter so und den Kopf oben behalten. Leichter gesagt als getan. Er sowie Michael D. und Lucas, alle drei angeschlagen, verliessen das Feld und fuer sie sollten nun Michael R., Robert und David in die Bresche springen. Doch gerade Lucas fehlende Persoenlichkeit auf dem Platz machte sich mit zunehmender Spielzeit bemerkbar. Die Kreativitaet unseres Angriffsspiels baute sich immer mehr ab. Oli und Jaspers Bemuehungen nach vorn Entlastung zu bringen wurden spaerlicher. Das Mittelfeld hatte sich immer mehr dem Verteidigungsring der Abwehr unterzuordnen, da jetzt unser Gastgeber Naegel mit Koepfen machen wollte. Wir hatten zeitweise Land unter im Strafraum und alle Fuesse voll zu tun, um nicht in Rueckstand zu geraten. Baelle aus der eigenen Haelfte spielen war Luxus geworden und unser Spiel sah teilweise sehr zerfahren aus. Gluecklicherweise ging die Ordnung nicht ganz verloren, denn Christian B., welcher nach der Halbzeit die Organisation in der Abwehr uebernommen hatte, behielt meistens kuehlen Kopf und stand wie ein Fels in der Brandung. Marcus und Paul kaempften was das Zeug hielt und klaebten foermlich an ihren Gegenspielern. Sie fighteten um jeden Ball. Robert, setzte des oefteren seinen Koerper ein und brach durch die Reihen der angreifenden Gegner, um Entlastung zu suchen. Und siehe da. Wir bekamen wieder kleine Moeglichkeiten. Michael R., der nun die kreative Seite der WSG zusammen mit Stefan bildete, tauchte Mitte der zweiten Halbzeit ploetzlich auf der linken Angriffseite auf und wurde im Doppelpass mit Stefan herrlich freigespielt. Er entwischte seinem Gegenspieler und zog bis in Hoehe der linken Grundlinie. Leider versagte sein linkes Bein beim Versuch in die Mitte zu flanken und die dort eingelaufenen Oli und Jasper zu bedienen. David hatte Minuten spaeter aus aehnlicher Position eine Gelegenheit beide zu bedienen. Er war mit einem schoenen hohen Pass von Michael R. aus 25 Meter Entfernung auf links Aussen bedient wurden und zur Grundlinie gezogen. Sein Rueckpass mit dem linken Fuss war ihm zwar gelungen, aber in den Ruecken unserer beiden eingelaufenen Angreifer. Die letzte Grosschance besass Michael R. dann noch einmal selber, als er eine hohe Flanke, die von der linken Seite auf die rechte Seite des Strafraumes von PKM geschlagen wurde, direkt aus der Luft nahm. Leider traf er den Ball nicht umfaenglich, so dass dieser seitlich ueber das Tor ging. Leider standen diese geschilderten Gegenstoesse, in keinem ausgeglichenen Verhaeltnis zu den Gelegenheiten und Spielanteilen unserer Gastgeber in und an unserem Strafraum. Der Gegner hatte mehrfach den Torschrei auf den Lippen, aber Ronny und seine Vorderleute zeigten enorme Moral und konnten die Pille kurz vor oder auf der Linie gerade noch entschaerfen. Dauerecken und leider nicht immer nachvollziehbare Freistoesse waren jetzt an der Tageordnung. Der Druck wurde immer groesser. PKM versuchte viel mit der sogenannten Brechstange und stand sich gluecklicherweise manchmal selbst im Weg. Schuesse gingen ueber und neben das Tor. Ronny, der sah, das wir wankten, beruhigte das Spiel nach abgefangenen Baellen, indem er souveraen den Ball in unseren Reihen hielt und keine langen Abschlaege mehr durchfuehrte, welche in der 1.Haelfte sehr gut angekommen waren. Unser Gegner hatte seine Abwehr immer mehr zur Mittellinie vorgezogen, um unsere kuemmerlichen Entlastungsversuche bereits dort zu unterbinden und noch mehr Druck aus allen Mannschaftseilen auf uns auszuueben. Waere der Schieri nicht gewesen, haetten wir vielleicht aus einer von zwei Situationen, die sich um die 60. Minute abspielten, doch noch Kapital schlagen koennen. In der ersten Szene stand Oli beim Konterversuch nach Pass aus der Abwehr mit dem letzten Mann vermeindlich auf gleicher Hoehe. Abseitspfiff. Das konnte man gerade noch so akzeptieren. Kurz danach eine aehnliche Situation. Diesmal wurde Jasper mit Pass von hinten geschickt. Der letzte Mann von PKM stand mindestens einen Meter hinter Jasper. Wieder Abseitspfiff. Nicht akzeptierbar. Der Schieri hatte aus unserer Sicht von seinem Platz in der Naehe des Anstosskreises noch nicht einmal richtig hingesehen. Unmoeglich. Kurz danach wurde ein klarer Einwurf fuer den Gegner, uns zugesprochen. Sarkastisches Lachen von unserer Bank und eine wuetende Ausserung eines gegnerischen Spielers fuehrten daraufhin zur einzigen gelben Karte des Spieles. Der Schieri haette sich sauberer verabschieden koennen. Die letzte Chance fuer PKM kurz vor Ultimo liess uns fast das Blut in den Adern gefrieren. Als waere unsere Abwehr von allen guten Geistern verlassen, tat sich ploetzlich bei einem Pass an den Sechzehner unseres Strafraumes ein riesen Loch auf. Kein Abwehrspieler mehr da, der den mutterseelenallein gelassenen Mittelstuermer am klaren Torschuss hindern konnte. Dieser konnte sich die Ecke aussuchen, in der er den Siegtreffer platzieren wollte. Er entschied sich fuer die rechte aus seiner Sicht. Falsche Entscheidung. Der Ball strich am Tor vorbei. Schlechte Nerven. Gottseidank. Ronny haette keine Moeglichkeit mehr gehabt einzugreifen. Nach zwei nachgespielten Minuten, war das Spiel, welches bei drueckender Hitze einem zeitweise den Atem nehmen wollte, dann endlich Geschichte. Geschichte, die an diesem Tag unsere Mannschaft geschrieben hatte. Mit viel Glueck am Ende, aber auch viel Geschick, vor allem im ersten Abschnitt, hatten wir zum ersten Mal im Vergleich mit unserem Gegner, wie oben erwaehnt, einen Punkt geholt. Und auch auf diesem werden wir weiter aufbauen.

Uwe Krost

PS: Danke an Ronny fuer seinen Einstand (Spiel und Bier).