Startseite  Spielberichte  Saison 2018/19  24.05.2019 Punktspiel

Zum Spiel erschienen: Paul, Maik, Michael D., Jasper, David, Michael R., Bassel, Robert, Raphael, Konrad K., Michael Kr., Christian Sch., Christian B., Oli und Mathias

 

Verantwortliche und Mitglieder: Uwe, Thomas, Michael Kl., Stefan, Sebastian, Lucas

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Konrad K.

Abwehr: Michael R , Michael D., Paul

6er: Christian Sch.

Mittelfeld: Robert, Raphael, Christian B. David

Sturm: Oli, Jasper

Wechselspieler: Bassel, Rene, Maik

 

Zuschauer: 6

 

Kurzbericht:

15.Min. 1:0

25.Min. 2:0

36.Min. Wechsel Maik fuer Paul

36.Min. Wechsel Mathias fuer Konrad K.

36.Min. Konrad K. fuer Robert

40.Min. 2:1 Michael Kr.

47.Min. 2:2 Oli

55.Min. 2:3 Raphael

 

Versoehnlicher Saisonausklang

Das letzte Spiel in der Spielzeit 2018/19 war ein Auswaertsspiel.  Eigentlich war es das gar nicht. Denn es fand bei Glueckauf 74 auf unserem gemeinsam genutzten Platz in der Doellingstrasse statt.  Nun wissen wir ja, dass solche Spiele gegen den Ortsnachbarn auch Derbys genannt werden und eine hohe Brisanz besitzen. Die Brisanz in unserem Derby bestand darin, dass wir unserem Gastgeber die Moeglichkeit zum Aufstieg in die Stadtklasse mit einem Auswaertssieg vermasseln konnten. Glueckauf lag vor dem Spiel drei Punkte vor uns und damit noch aussichtsreich im Rennen um die Meisterschaft in der 1.Kreisklasse. Wir dagegen hatten unsere  Titelambitionen, wenn es diese in unserem Fall ueberhaupt gegeben hatte, spaetestens mit der Niederlage in Doelzig ad acta gelegt. Dennoch fasste Maik vor dem Anpfiff seine Vorstellungen zum Spiel konkret zusammen und die endeten mit der Massgabe:  Sieg gegen den Ortsrivalen.  Er hatte in unserem letzten Saisonspiel die wunderbare Qual der Wahl bei der Aufstellung der Mannschaft aus dem Vollen schoepfen zu koennen. Fuenfzehn spielfaehige Maenner, einschliesslich seiner Wenigkeit, standen bereit um Glueckauf die Stirn zu bieten. Im Vergleich zum wenig erbaulichen Match in Doelzig,  wurde auf einigen Positionen umgebaut. Konrad K. bekam wieder, trotz mancher Zittereinlage, das Vertrauen ausgesprochen unser Tor zu hueten. Die Abwehr organsierte diesmal Michael D. Ihm zur Seite standen Paul und Michael R. Christian Sch., der sein vorlaeufig letztes Spiel fuer unsere WSG absolvierte, wurde vor der Abwehr eingesetzt. Das Mittelfeld setzte sich aus Robert, Raphael, Christian B. und David zusammen. Im Sturm traten Jasper und Oli an. Auf der Bank tummelten sich Michael Kr., Bassel, Mathias und wie o.a. Maik. Unterstuetzt wurden sie von unseren Langzeitverletzten Lucas, Sebastian und Stefan, den ein Infekt zum Spielverzicht gezwungen hatte. Unser Gastgeber hatte dagegen gerade einmal elf Spieler zusammen bekommen und begann das Spiel zunaechst auch sehr zurueckhaltend.  Wir machten uns diese Spieltaktik zu Nutze und uebernahmen bei herrlichem Sonnenschein das Spielzepter. In den ersten zehn Minuten sah dies auch von Aussen ganz gut aus, aber, wie schon in den letzten Spielen, brachte es keine fruehzeitige Fuehrung  fuer unser Team. Gerade einmal eine Torchance erspielten wir uns. Michael R. hatte eine Ecke genau auf den Kopf von Christian B. gebracht, der am kurzen Pfosten hoch gegangen war. Leider wurde sein wuchtiger Kopfball auf der Linie von einem 74 er geklaert. Mehr war dann aber auch nicht.  Unser Spiel endete zumeist am und im gegnerischen Strafraum, trotz manch aufwendigen Spiels unserer beiden Sturmspitzen Jasper und Oli.  Mit der eigentlich ersten halbwegs gefaehrlichen  Aktion der Gastgeber, die normalerweise nie eine haette werden duerfen, gerieten wir in Rueckstand.  Mit einem hohen langen Pass aus der gegnerischen Abwehr wurde unsere linke Abwehrseite in Person von Paul ueberspielt. Der sich in seinem Ruecken geloeste Angreifer sah sich Michael D., als unseren letzten Mann  gegenueber und fuhr sein langes Bein aus, um den Ball ueber ihn zu heben. Dies gelang auch, ohne dass der Schieri auf gefaehrliches Spiel entschied. Michael R., der das Unheil ahnte, versuchte von der rechten Abwehrseite  kommend, den Gegner abzudraengen und  am Einschuss zu hindern. Paul hatte sich ebenfalls schnell nach hinten begeben, um Aergeres zu vermeiden. Im nun entstehenden Tohuwabohu kam Michael R. nicht konsequent  hinter den Ball um ihn aus der Gefahrenzone zu schlagen und Paul erwischte nur noch das Bein des gegnerischen Angreifers. Der war nun im Strafraum und fiel folgerichtig. Dem Schieri blieb nichts weiter uebrig als Elfmeter zu pfeifen. Von Aussen sah dies alles sehr daemlich aus. Glueckauf war bis dahin nicht einmal im Ansatz richtig ueber die Mittellinie gekommen und hatte nun die Moeglichkeit unverdient in Fuehrung zu gehen. Aber wen interessiert das schon in so einer Situation. Wir hatten ja bereits in den letzten Spielen einige solcher Geschenke an die beteiligten gegnerischen Mannschaften verteilt. Nun kurz und gut. Glueckauf  liess sich natuerlich diese Moeglichkeit nicht entgehen und der angetretene Schuetze  Konrad K. in unserem Tor keine Chance. Trocken und humorlos versenkte er das Runde in das Eckige. Leider kamen wir durch diesen Rueckstand von unserem Plan gehoerig ab und Glueckauf machte nun ploetzlich mehr Druck. Und nicht lange danach haetten wir uns nicht wundern muessen, wenn der Schieri wieder auf den Punkt in unserem Strafraum gezeigt haette. Wieder eine unuebersichtliche  Aktion, in der zwei unserer Abwehrspieler einen gegnerischen Spieler zangenmaessig zum Fallen zwangen. In diesem Moment stockte manchem WSG-Fan der Atem, aber es wurde nicht geahndet. Dennoch konnten wir unsere immer staerker aufkommende Unsicherheit in allen Mannschaftsteilen nicht kaschieren und Glueckauf die Fuehrung ausbauen. Ein Angriff ueber  die rechte Seite der 74 er, der ein nichtgepfiffenes Foul an Michael R. vorausging, endete mit einer Flanke in unseren Strafraum. Mehrere WSG-Spieler waren dort hineingelaufen, um den ebenfalls dort befindlichen einzigen Glueckauf-Spieler am Einschuss zu hindern. Doch nur Christian S. war es vorbehalten einzunetzen. Der Ungluecksrabe, der sich sicher fuer sein Abschiedsspiel heimlich ein Tor gewuenscht haette, rutschte in die Flanke hinein und klaerte den Ball zum Entsetzen unseres Teams ins eigene Tor.  Ein Ergebnis, dass bis hierher sicher nicht den Anteilen am Spielgeschehen entsprach, aber die Effektivitaet unseres Gastgebers klar darstellte. Man musste befuerchten, dass wir uns nicht mehr von diesem Rueckstand erholen wuerden, da das Zustandekommen der Tore schon sehr gewoehnungsbeduerftig war. Natuerlich wurden noch einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt und gerade ueber unsere rechte Seite Druck auf das gegnerische Tor ausgeuebt, aber nur eine richtige Gelegenheit sprang noch vor der Pause heraus. Michael R. war wieder ueber rechts nach vorn gegangen. Sein Querpass erreichte Jasper, der den frei stehenden Oli im Zentrum ca. 20 Meter vor dem Tor bediente. Leider schoss dieser den Ball in Rueckenlage weit ueber das Tor. Aber genau diese Aktionen fehlten unserem Team in dieser ersten Haelfte. Fernschuesse, die den Torwart der 74 er zu Fehlern zwingen sollten.  Einen einzigen solchen Schuss musste dieser im ersten Durchgang parieren und konnte ihn nur abprallen. Christian B., der nachsetzte, kam zu spaet. Der Schieri gab noch ein paar Nachspielminuten drauf und pfiff dann zum Pausentee. Das sah nach wenig Hoffnung aus, was da vom Platz geschlichen kam.  Maik besprach sich mit Kapitaen Raphael ueber die neue Taktik der zweiten Haelfte. Radikal wurde gewechselt. Mathias ging ins Tor. Aber nicht weil Konrad K. Fehler gemacht haette. Nein, er hatte am Rueckstand keinen Anteil gehabt. Er ging auf die rechte Offensivseite um mit seinem Koerper auch mal den Gegner ins Aus zu stellen. Denn wir hatten wieder mal gesehen, dass unsere  Maenner  mit ihrer Koerpersprache in Zweikaempfen oefters den Kuerzeren gezogen hatten. Paul und Robert verliessen den Platz. Für sie kamen Michael Kr. und Maik.  Christian Sch. ging wieder auf seine Stammposition auf die rechte Abwehrseite, da das Spiel vor der Abwehr  nicht Seines war. Nochmals schwor Maik die Truppe ein, dass noch nichts verloren sei und alle nochmal die aufgesparten Koerner  aktivieren sollten. Und tatsaechlich hatte man mit Beginn der zweiten Halbzeit das Gefuehl, dass eine andere Mannschaft auf dem Platz war. Wir machten, wie zu Beginn des Spieles, entsprechenden Druck auf den jeweils ballfuehrenden Spieler des Gegners und zwangen sie zu unkontrollierten hektischen Aktionen in ihrer Spielhaelfte. Immer wieder konnten sie nur die Baelle herausschlagen, so dass wir in Ballbesitz kamen und unsererseits gefaehrliche Spielsituationen entwickelten. Michael Kr., der  mit seiner Einwechslung zusaetzlich den Angriff unterstuetze,  griff seinen Gegenspieler nun staendig an und verunsicherte ihn. Auch unsere anderen Angriffsspieler gingen in das Forechecking gegenueber der Abwehr der 74. Ein Sprichwort lautet: „Der Krug geht solange zu Wasser bis er bricht“. Auf unser Spiel uebertragend  ging die Abwehr von Glueckauf  nun auch langsam in die Knie bis sie brach. In der 40. Minute fing sie damit an. Michael Kr. bekam das Leder auf Linksaussen zugespielt, ging in den Strafraum und servierte den Ball zurueck auf Jasper. Der versuchte noch einen Gegenspieler auszutanzen und auf das Tor zu schiessen. Zum Glueck prallte der Ball vom parierenden Torwart zu Michael Kr. und von diesem ins Tor.  Kurios, aber der Treffer zaehlte.  Da hatte sich doch unser vehementes Anrennen nach der Halbzeit schon einmal gelohnt. Und es sollte noch besser werden.  Wir liessen nun unserem Gastgeber keine Zeit mehr fuer Gegenangriffe. Die ahnden wohl schon, was da auf sie zukam und die fehlenden Wechselmoeglichkeiten machten sich konditionsmaessig langsam bei ihnen bemerkbar. Sieben Minuten spaeter war es Raphael der sich den Ball  ca. 25 Meter vor dem Tor erkaempfte und auf den Kasten zustrebte. Nachdem sich ein Gegner ergebnislos an ihm zu schaffen machte, rueckte ein zweiter von der anderen Seite an ihn heran und beide nahmen unseren Mann in die Zange. Bevor sie ihn gemeinsam zu Fall brachten, gelang der Ball zu Oli. Der Schieri, der kurz vor dem faelligen Freistosspfiff stand, erkannte die Situation vorbildlich und entschied auf Vorteil fuer uns. Bombenrichtige Entscheidung. Oli nahm den Ball an und versenkte diesen mit herrlichem Schuss von der Strafraumlinie ins, von ihm aus gesehene, linke obere Eck.  Ausgleich. Jetzt war die Stimmung wieder hergestellt. Zumindest unsere. Das Ziel konnte, nein musste jetzt sein, doch noch das Unglaubliche zu schaffen. Die Fuehrung. Acht Minuten spaeter war es soweit. Wieder  waren wir im Sechzehner der 74 er present. Raphael hielt es einfach nicht mehr im Mittelfeld. Er orientierte sich weiter nach vorn. Glueckauf kam nicht mehr aus ihrer Haelfte und verteidigte mit Mann und Maus. Nach mehrfachem intensivem Nachsetzen bekam Oli den Ball und schoss auf das Tor.  Ein Abwehrspieler haute sich in den Ball hinein, dieser prallte zu Raphael ab, der vor dem Fuenfmeterraum die Situation beobachtet hatte. Raphael nahm den Ball direkt und hob diesen in das rechte Dreiangel. Das war ein Jubel. Wir hatten das Spiel innerhalb von 15 Minuten gedreht. Aber noch war nicht Schluss. Wir sollten uns nicht auf dem Ergebnis ausruhen und entsprechend weiterspielen. Raphael, der eigentlich zwei Minuten vorher ausgewechselt werden sollte, ging jetzt vom Feld. Zwischenzeitlich hatte es noch mehrere Wechsel gegeben. Hervorzuheben die Auswechslung von Maik, der sehr engagiert ca. zwanzig Minuten auf dem Feld war und natuerlich die von Christian Sch., der  unter kraeftigem Applaus unseres Teams kurz vor Spielende das Feld verliess.  Auch wenn nun Glueckauf wieder mehr Luft zum Atmen bekam und wir etwas die Zuegel lockerer liessen, hatte unser Gastgeber nur noch eine Situation, welche fuer unser Team Gefahr hervorrief. Ein Freistoss, der 25 Meter vor unserem Tor erfolgte. Aber dieser wurde ueber das Tor von Mathias geschossen, der nur zwei weitere Baelle in dieser Halbzeit locker herunterpfluecken musste. Ansonsten hatten wir das Spiel im Griff, konnten aber bis zum Ende, trotz mehrerer weiterer Fernschuesse und Torwartparaden, kein weiteres Tor erzielen. Puenktlich kam der Abpfiff und wir lagen uns in den Armen.  Ein versoehnlicher  Abschluss einer guten zweiten Halbserie mit vier Siegen und zwei Niederlagen, welche uns insgesamt 20 Punkte und damit einen guten Platz im oberen Tabellenfeld der ersten Kreisklasse, Staffel 1 beschert. Mit diesem Ergebnis sollten die Aussichten auf die naechste Saison doch gar nicht so schlecht stehen.

PS: Wir danken unseren bisherigen Mitgliedern Rene und Konrad H. fuer ihren Einsatz und Ihr Engagement fuer die WSG und wuenschen Euch fuer die Zukunft im privaten und sportlichen Bereich alles Gute. Besonders danken wir unserem langjaehrigen  Mitglied Christian Sch. fuer sieben schoene Jahre, in denen er immer, bis zum letzten Spiel, vollsten Einsatz fuer die WSG-Familie gezeigt hat. Fuer die neuen Aufgaben wuenschen wir auch Dir gutes Gelingen und vielleicht ein Wiedersehen ueber kurz oder lang bei unserem Verein.

Uwe Krost