Startseite  Spielberichte  Saison 2018/19  15.05.2019 Punktspiel

Zum Spiel erschienen: Paul, Maik, Michael D., Jasper, David, Stefan, Michael R., Bassel, Robert, Raphael, Konrad K., Danny, Rene und Mathias

 

Verantwortliche und Mitglieder: Uwe

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Konrad K.

Abwehr: Danny , Mathias, Paul

6er: Michael D.

Mittelfeld: Robert, Raphael, Stefan, David

Sturm: Michael R., Jasper

Wechselspieler: Bassel, Rene, Maik

 

Zuschauer: 10

 

Kurzbericht:

27.Min. 0:1 Raphael (EM)

29.Min. 1:1

37.Min. 2:1

46.Min. 3:1

46.Min. Wechsel Maik fuer David

56.Min. Wechsel Bassel fuer Robert

65.Min. Wechsel Rene fuer Michael D.

 

Den Kampfgeist vermissen lassen

Nach dem zwar gewonnenen, aber qualitaetsmaessig sehr sparsamen Spiel gegen den TSV 76, stand schon am Mittwoch das Auswaertsspiel beim SV Doelzig an. Nun, nach der Tabellensituation war unser Gastgeber in den letzten Spielen auch nicht auf Rosen gebettet. Kurz, man hatte seit dem Hinspiel bei uns (1:1) alle Spiele verloren und war auf den letzten Platz in unserer Klasse zurueckgefallen. Wir versuchten diese interessante Konstellation natuerlich im Vorfeld des Spieles auszublenden, aber es klang schon immer mal durch, dass hier drei Punkte eigentlich zu holen waeren. Wir hatten uns zwar, wie oben erwaehnt, im letzten Spiel nicht gerade mit Ruhm bekleckert, aber mit einem Aufgebot, welches 14 einsatzfaehige Spieler sein Eigen nannte, sollte doch das Unternehmen Sieg durchaus moeglich sein. Aber wir mussten unsere Mannschaft auf einigen Positionen wieder umstellen. Zu unseren gegenwaertigen Verletzten Lucas, Sebastian und Konrad H. kamen nun auch noch die arbeitsmaessig verhinderten Christian Sch., Michael Kr. und Oli. Dafuer erhielt unser brandneuer Torwartzugang Konrad K. gleich eine Bewaehrungschance. Ihm zur Seite standen in der Abwehr Mathias mit Denny rechts und Paul links sowie Michael D. davor. Im Mittelfeld begannen Robert, Stefan, Raphael und David. Der Sturm bestand diesmal aus Michael R. und Jasper. Auf der Bank nahmen zunaechst Rene, Bassel und Maik Platz. Zur Freude vor allem von Michael R. leitete ein mittlerweile alter Bekannter das Spiel, welcher uns nun schon zum dritten Mal in der Rueckrunde mit seinen Kuensten auf der Pfeife beglueckte. Die Platzverhaeltnisse machten einen guten Eindruck und es regnete leicht. Zum Fussballspielen eigentlich ideal. So konnte das Spiel beginnen. Wir machten gleich Druck und hatten mit dem ersten Angriff, der bis unmittelbar vor das Tor des Gegners ueber die rechte Seite erfolgte, fast die Fuehrung auf dem Fuss. Leider verpasste David im Zentrum den scharf hereingeschlagenen Ball von Stefan nur knapp und hinter ihm kam auch keiner mehr an das Leder. Eine unmittelbar danach folgende brenzlige Situation konnte der Gegner gerade noch klaeren. Leider war dies aber auch die einzige Chance. Weitere folgten lange nicht. Wir banden den Gegner noch knappe fuenf Minuten im und am eigenen Strafraum, dann war Ruhe. Man hatte den Eindruck Doelzig war noch nicht ganz auf dem Platz gewesen, schnaufte nun aber tief durch und begann sein Spiel aufzubauen. Das gelang am Anfang noch etwas holprig, aber es wurde immer besser. Sie bauten ihr Kurzpassspiel von hinten mit Ruhe und Besonnenheit langsam auf und versuchten dann mit langen hohen Paessen ihre offensiven Spieler zu fuettern. Trotz staendigen Anrennens unserer Stuermer Jasper und Michael R. auf die Deckungsspieler der Doelziger, liesen diese unsere Angreifer des oefteren geschickt ins Leere laufen und gefaehrliche lange Baelle nach vorn schlagen. Mit diesen muste sich unser Mittelfeld und unsere Abwehr leider mit zunehmender Spielzeit zu viel beschaeftigen, so dass unser eigenes Angriffsspiel immer mehr in den Hintergrund geriet. Kamen wir vor das Tor unserer Gastgeber, blieb es leider bei Stueckwerk. Schuesse, wie von Stefan oder Michael D. aus groesserer Entfernung abgegeben, entschaerfte der sicher wirkende Torwart der Doelziger. Dribblings, wie von Jasper des oefteren versucht, blieben in der vielbeinigen Abwehr leider haengen. Auch konnte man feststellen, dass der SV mit einigen zwar aelteren und beleibten, aber dafuer routinierten Spielern besetzt war, die in einigen Spielsituationen unseren jungen Dachsen mit einigen Koerperbewegungen zeigten, wo heute der Bartel den Most herholt. David, Robert und noch einige andere unserer Jungs bekamen das nicht nur einmal in diesem Spiel zu spueren. Mit Verlauf der 1. Halbzeit kamen da sicher schon dem einen oder anderen Spieler der WSG Zweifel auf, ob das Spiel einen positiven Verlauf fuer unsere Farben nehmen wuerde. Zumal jetzt auch noch die ersten Situationen vor unserem Tor die ganze Aufmerksamkeit unserer Abwehrspieler in Anspruch nahm. Die erste klaerte Konrad gefaehrlich mit dem Fuss, der einen Schuss auf seine Kiste irrtuemlich als Rueckpass wertete. Beim zweiten Mal warf er sich todesmutig auf einen Ball, den ein gegnerischer Spieler in unserem Strafraum fast schon am Fuss hatte. Doelzig hatte nun endgueltig jeglichen Respekt vor uns abgelegt und drueckte uns zeitweise in und an unseren Strafraum. Dadurch bekamen wir keine wirkliche Ordnung mehr in unser Angriffsspiel und die Spitzen hingen vorn in der Luft. Robert auf rechts und David auf links mussten staendig auf die lang geschlagenen Baelle achtgeben und hatten fuer das eigene Aufbauspiel kaum Entfaltungsmoeglichkeiten. Stefan versuchte wenigstens die Verbindung zu den Spitzen zu halten und bei Entlastungsangriffen diese zu unterstuetzen. In der 27. Minute waren wir wieder mit einem Angriff praesent und Stefan passte das Leder zu Jasper, welcher schoen in den Strafraum der Doelziger eingelaufen war. Jasper wurde von den Beinen geholt und der Schieri zeigte sofort auf den Punkt. Raphael legte sich das Leder zurecht und versenkte den Ball gnadenlos ins rechte Eck. Nun hatten wir die erhoffte Fuehrung. Aber lange waehrte die Freude darueber nicht. Ganze zwei Minuten. Denn da bekamen wir einen Angriff des SV ueber unsere linke Abwehrseite einfach nicht geklaert. Zunaechst konnte Paul den Ball nur mit einer Kerze nach Oben schlagen. David der dem landenden Ball am naechsten stand, koepfelte diesen statt nach vorn oder ins Aus, wieder zurueck auf den Gegner. Da wir bereits im Vorwaertsgang waren, gab es zwischen Michael D. und einem Gegenspieler einen Zusammenstoss, welchen der Schieri aber nicht als Foul an unserem Spieler wertete und so auf Weiterspielen plaedierte und dies auch anzeigte. In diesem Chaos, das von draussen gesehen nur so bezeichnet werden kann, tat sich ploetzlich eine grosse Luecke zwischen unseren drei Abwehrspielern und unserem wie gelaehmt hinterher sehenden Mittelfeld auf. Der Rechtsaussen der Doelziger schaltete sofort und ging in den Strafraum. Dort spielte er den Ball von der Grundlinie genau auf den im Rueckraum wartenden Mitspieler, der mit etwas Glueck den Ball ueber Konrad an die Lattenunterkante schoss und von dort im Netz landete. Ausgleich und nicht einmal unverdient. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel und so wurden die Seiten gewechselt. Maik versuchte, trotz des unmittelbar nach unserer Fuehrung erzielten Ausgleichstreffers des Gastgebers, unserer Truppe Hoffnung zu geben und positiv zu animieren, aber alle hatten nun endgueltig gemerkt, dass das heute ein ganz enges Hoeschen werden koennte. Und genau das wurde es schon unmittelbar nach Wiederbeginn. Unser Team, welches unveraendert bestehen blieb, sah sich mit dem Anpfiff sofort in die eigene Haelfte gedrueckt und Abwehraufgaben verrichten. Nach zwei Minuten stand es 2:1 fuer den SV. Ein Angreifer der Gastgeber hatte sich einfach mal ein Herz genommen und einen Ball aus ca. 20 Metern direkt auf unser Tor geschossen. Dieser landete am Querbalken. Leider konnte den Abpraller keiner unserer Verteidiger wegbefoerdern, da keiner in der Naehe war. Dafuer ein Doelziger, welcher das Leder an Konrad vorbei zur Fuehrung einnetzte. Das war wie ein Schlag ins Kontor. Jetzt lagen wir in Rueckstand und es musste ganz dringend ein Notfallplan her. Aber dieser war nicht auffindbar. Zumindest nicht an diesem kühlen, grauen und regnerischen sch…. Tag. Natuerlich versuchte jeder sich gegen das drohende Unheil zu stemmen, aber fast jede Aktion endete leider in den Fuessen der gegnerischen Mannschaft. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hatte Konrad in der 46. Minute einen totalen Blackout. Wieder war er der Meinung, dass bei einem Zweikampf Dennys mit einem Doelziger, der Ball von unserem Mann auf ihn zurueckkam und er den Rueckpass mit dem Fuss klaeren muesste. Ein fataler Irrtum. Sein Klaerversuch endete direkt in den Beinen eines Gegners, welcher sicher verwundert, aber dennoch nicht ungluecklich darueber, den Ball nur noch in unser leeres Tor schieben brauchte. Nun koennte man ja denken, alle Messen waeren gelesen, aber wir hatten immerhin noch 24 Minuten Zeit hier noch das unmoeglich scheinende moeglich zu machen. Aber heute war davon nichts zu spueren. Unser Angriff hing weiter vorne in der Luft. Das Mittelfeld rueckte, aus Angst vor gefaehrlichen Gegenangriffen, nicht mehr konsequent nach vorn. Die Abwehr hatte ohnehin staendig zu tun. Maik versuchte mit seiner Einwechslung fuer David nochmals den verloren geglaubten Kampfgeist direkt auf dem Feld anzusprechen und mit seinem Einsatz alle nochmals zum Widerstand aufzufordern. Allein er schaffte es nicht mehr. Auch Bassel, der Robert nach 56 Minuten erloeste, brachte nur noch geringen Schwung in unser zaehes Spiel. Der Wechsel von Rene fuer Michael D. kurz vor Schluss hatte nur noch statistischen Charakter. Eine Chance, die noch erwaehnt werden muss, hatten wir jedoch noch. Eine Eingabe in den Strafraum von der rechten Seite, verlaengerte Jasper in den Fuenfmeterraum zu Michael R., der, freistehend vor dem Torhueter, den Ball diesem leider nur in die auffangbereiten Arme koepfte. Vielleicht haette ein Anschlusstreffer nochmals verloren geglaubte Kraefte in unserer Mannschaft freigelegt. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Kurz vor Schluss holte er sich wenigstens noch seine obligatorische gelbe Karte, wegen angeblich versuchten Foulspiels. Das er vielleicht nur ausgerutscht war, sah der Schieri anders. Die Beiden werden sicher keine Freunde mehr in diesem Leben. Der Schlusspfiff erloeste uns dann endlich von diesem Spiel. Wir haetten sicher noch stundenlang spielen koennen ohne ein weiteres Tor zu erzielen. Ohne Kampfgeist geht es halt nicht.

Uwe Krost