Startseite  Spielberichte  Saison 2018/19  10.05.2019 Punktspiel

Zum Spiel erschienen: Oli, Christian Sch., Paul, Marcus, Maik, Michael D., Jasper, David, Stefan, Michael Kr., Bassel, Christian B., Robert, Raphael

Verantwortliche und Mitglieder: Uwe

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Oli

Abwehr:Christian Sch. , Michael D., Paul

6er: Raphael

Mittelfeld: Robert, Marcus, Stefan, Bassel

Sturm: Michael Kr., Jasper

Wechselspieler: Christian B., David, Maik

 

Zuschauer: 2

 

Kurzbericht:

25.Min. 1:0 Stefan

36.Min. Wechsel David fuer Bassel

36.Min. Wechsel Maik fuer Oli

36.Min. Wechsel Oli fuer Robert

55.Min. 2:0 Raphael

55.Min. Wechsel Christian B. fuer Raphael

68.Min. 2:1

70.Min. 3:1 Oli

 

Drei Punkte – mehr nicht

Nach der Vorwoche, welche mit einer Niederlage bei West 03 begann und mit einem Sieg gegen Gruen-Weiss Miltitz endete, sollte gegen unseren naechsten Heimgegner TSV 76 auf jeden Fall wieder ein Sieg folgen. Die Maenner von der Roschkampfbahn, welche bereits nach der Hinrunde hoffnungslos abgeschlagen schienen, kamen mit einer Empfehlung von zwei Siegen in Folge und der Abgabe der roten Laterne an den SV Dölzig auf unseren Platz. Wir waren also gewarnt und wollten das Spiel entsprechend ernst nehmen. In diesem Sinne gab unser Kapitaen Raphael vor dem Spiel diese Order an alle Mitspieler aus, zumal unsere Gaeste nur mit neun Spielern das Match aufnahmen. Wir waren dagegen gut aufgestellt mit drei Wechselspielern (David, Christian B. und Maik) auf der Reservebank. Da wir aus den letzten Spielen drei Verletzte zu beklagen hatten (beste Genesungsgruesse an Konrad, Sebastian und Lucas), ging Oli wieder ins Tor. Vor ihm organisierte Michael D. wieder mit den Stammverteidigern Christian Sch. und Paul die Abwehr, vor der Raphael Posten bezog. Im Mittelfeld standen diesmal Robert, Marcus, Stefan und Bassel und im Angriff wurden Jasper und Michael Kr. aufgestellt. Wir wollten von Anfang an mit ruhigem, zielgerichtetem und praezisem Spiel den Gegner ausgucken, laufen lassen und dann entscheidend zuschlagen. Gesagt, aber leider dann doch nicht getan. Aber von Anfang an. Der Schieri pfiff an und wir übernahmen, wie erwartet, die Spielhoheit. Die Taktik unserer Gaeste, sofern es eine gab, konnte nur lauten: Hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott. Natürlich weiss jeder kleine oder grosse Fussballexperte, dass diese theoretische Floskel nur bedingt aufgehen kann und meistens ueber kurz oder lang ueber den Haufen geworfen wird. Bei uns, die diesen Riegel, welcher sich vor, am und im gegnerischen Sechzehner aufbaute, knacken wollten, dauerte dies gefuehlt sehr lange. Der TSV, der uns weit mehr als die Haelfte des Spielfeldes ueberliess, konzentrierte sich nur auf das Zerstoeren unserer Aktionen und setzte gelegentlich seine einzige Spitze ins Bild, die sich zeitweise vier Verteidigern unseres Teams gegenueber sah. Leider waren wir in den ersten 25 Minuten nicht in der Lage, unsere zahlenmaessige Ueberlegenheit in ein zaehlbares Ergebnis umzusetzen. Anstatt die Baelle ueber die Fluegel zu verteilen, um die Abwehr herauszulocken und dann im Kurzpassspiel auszuhebeln, wurde viel zu viel in die Mitte gespielt. Unsere Stuermer konnten teilweise die schlecht servierten Baelle nicht kontrollieren und mussten immer wieder hinterherlaufen. Viel zu langsames Nachruecken und teilweise Standfussbal l bestimmten zu oft unser Spiel. Der Gegner bekam staendig Zeit sich wieder neu zu stellen und seine Reihen zu ordnen. Wurde doch mal lang gespielt, erreichten die Paesse nicht den betreffenden Mann oder gingen ins Grundlinienaus. Was durchkam konnte der Torwart des TSV sicher herunterpfluecken. Bis auf eine Chance nach ca. 20 Minuten hatten wir den Gegner kaum beunruhigt. Diese war aber auch eine 100 prozentige. Raphael war im Strafraum auf Hoehe des Elfmeterpunktes in Ballbesitz gekommen und hatte gleich abgezogen. Der Ball verfehlte um Zentimeter den linken Pfosten. Vielleicht war aber diese Szene wie ein kleiner Wacheffekt zu werten, denn irgendwie hatte man jetzt, von außen gesehen, den Eindruck, dass die imaginaeren Schlaftabletten, die, so schien es, seit der ersten Minute bei fast jedem von uns seine Wirkung entfaltet hatten, ihre Staerke verloren und mehr Konzentration unsere Handlungen auf dem Feld bestimmten. Zumindest bei Stefan, der fast als Einziger immer wieder an den Ketten gezogen hatte, aber bisher auch mit seinen Aktionen immer daneben lag. Er fasste sich nach einem abgewehrten Ball aus ca. 20 Metern ein Herz und wummerte das Leder unhaltbar fuer den 76 iger Keeper ins linke aeussere Eck. Das Aufatmen unserer Truppe konnte man bestimmt bis nach Timbuktu hoeren. Man, was war das fuer eine schwierige Kiste bisher. 25 Minuten hatte es gedauert bis wir den Abwehrriegel geknackt hatten. Und dabei hatte unser Gegner noch zwei aeltere Spieler unter den neun verbliebenen, bei denen der eine sich von der ersten Minute an nur ueber das Feld schleppte und einen gefuehlten Bewegungsradius wie ein groesserer Bierdeckel hatte. Aber unser Spiel schleppte sich weiter zaeh ueber die verbleibenden zehn Minuten der ersten Halbzeit. Denn auch trotz unentwegten Einsatzes von Jasper ,Michael Kr. und natuerlich Stefan, die sich immer wieder im Strafraum des TSV die Klinke in die Hand gaben, konnten die Baelle, die aus dem Mittelfeld und Abwehr sie erreichen sollten, nicht entscheidend festgemacht bzw. zweite Baelle fuer die Rueckraumspieler zum Nachsetzen aufgelegt werden. Wir rannten uns bis zur Halbzeit weiter fest. Unsere Gaeste taten sich sicher wundern, was wir mit unserer zahlenmaessigen Ueberzahl, zu ihrem Glueck, alles liegen liessen. Der Halbzeitpfiff erloeste uns von diesem Grottenkick und statt mit erhobenem Haupt bei einer Fuehrung, kamen die meisten unseres Teams mit gesenktem Kopf vom holprigen Rasen. Denn dieser hatte auch nicht gerade zu einem technisch anspruchsvollen Spiel beigetragen. Maik wollte und musste jetzt reagieren. Wechsel mussten her. Aber eigentlich haette jeder unserer elf Spieler der ersten Halbzeit eine Denkpause verdient. Nein, nicht jeder. Oli hatte seine Aufgabe als Torwart mit Bravour geloest. Sein Kasten war sauber geblieben. Aber er hatte auch ausser ein paar nicht zu erwaehnender Aktionen, nichts zu tun, obwohl unser Gast ab und zu doch ueber die Mittellinie gefunden und sogar einmal in unserem Strafraum, mit einem Mann, fuer Unruhe gesorgt hatte. Nun, Oli wurde von Maik in den Sturm berufen, damit dort mehr Druck auf den Gegner ausgeuebt werden sollte. Maik uebernahm fuer ihn das Amt des Kisters. Robert war der Leidtragende dieses Wechsels und musste auf die Bank. David ersetzte Bassel, da dieser zeitweise bei der Ballbehandlung doch mehr mit sich als mit dem Gegner zu tun hatte. Christian B., der in der Halbzeit auch noch einmal auf unser Team mit einer kleinen Rede bzgl. der Spieltaktik einwirkte, hatte schon einige Minuten nach Wiederanpfiff das Gefuehl, dass die Wechsel erste Wirkungstreffer zeigten und unser Spiel gefaehrlicher vor dem Strafraum wurde. Die Chancen haeuften sich jetzt und zweimal rettete das Aluminium den TSV vor einem hoeheren Rueckstand. Dennoch uebertrafen wir uns weiterhin beim Auslassen hochkaraetiger Chancen. Mehrfach hatte man den Torschrei auf den Lippen, aber es sollte nicht sein. Selbst im Liegen versuchte es Michael Kr. Allein der Gegner vereitelte mit letztem Einsatz und viel Glueck unsere Moeglichkeiten. Und wenn nicht er, dann standen wir uns selbst im Weg. Es nahm schon beinah groteske Zuege an, was sich da auf dem Platz vor dem Tor des TSV abspielte. Jedoch jede Durststrecke geht einmal zu Ende. In der 55. Minute ging Stefan wieder einmal ueber die linke Angriffsseite nach vorn und flankte den Ball massgerecht auf den Kopf des am rechten Pfosten eingelaufenen Raphael. Von diesem fiel das Leder ins kurze Eck zur 2:0-Fuehrung. Jetzt mussten doch eigentlich alle Verteidigungsdaemme der Gaeste gebrochen sein. Aber denkste. Sie gaben nicht auf und wir rannten weiter an. Jetzt mit neuer Kraft in Form von Christian B., der fuer den frischgebackenen Torschuetzen zum Einsatz kam. Leider konnte er auch keine entscheidenden Akzente nach vorn setzen und so ging das rumpelige Spiel weiter. Aber es kam noch einmal Farbe und sogar Spannung auf. Es waren noch zwei Minuten zu spielen und auf einmal bekam der einzige offensive Spieler des TSV seine Chance. Ein Befreiungsschlag aus der eigenen Haelfte landete in unserer rechten Abwehrhaelfte. Der Ball konnte nicht kontrolliert werden und landete im Seitenaus zum Einwurf fuer unsere Gaeste. Dieser wurde schnell ausgefuehrt. Christian Sch. der den einzigen sich anbietenden offensiven Spieler, der sich waehrend der ersten Halbzeit immer mal wieder bei unserer Abwehr in Erinnerung gebracht hatte, decken sollte, bekam diesen im Zweikampf nicht in den Griff. Er schuettelte Christian Sch. ab und sah sich sofort im naechsten Zweikampf mit Michael D. der als letzter Mann die Tuer zu machen wollte. Aber auch Micha ging ungluecklich zu Werke und konnte seinen Gegner nur noch mit einem Foulspiel am Einzug in den Strafraum hindern. Ein Pfiff und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Das konnte doch nicht wahr sein. Es war die einzige offensive Aktion des TSV 76 in der zweiten Haelfte dieses Spiels. Und die sollte zum Anschlusstreffer fuehren? Maik im Tor hatte noch keinen einzigen Ball in den 33 Minuten seit seiner Selbsteinwechslung in den Haenden gehalten und es blieb auch dabei. Der Gefoulte trat selber an und verwandelte eiskalt. Diese Aktion war die Kroenung unseres heutigen Schlafwagenfussballs. Gottseidank hatte Oli etwas dagegen, dass dies der Endstand sein sollte. Nach einer schoenen Flanke von Christian Sch. aus dem rechten Mittelfeld hoch in den Strafraum sprang er am hoechsten und wuchtete den Kopfball zum 3:1-Endstand in die Maschen. Der Schieri hatte nun auch die Faxen dicke und pfiff die Partie puenktlich ab. Mehr waere auch nicht mehr auszuhalten gewesen. Was sagt uns das Ergebnis? Drei Punkte. Was sagt uns das Spiel? Schnell vergessen, Mund abputzen und nach vorn sehen. Denn da warten noch zwei Spiele. Hoffentlich treten die Gegner vollzaehlig an. Denn sonst werden wir wieder maechtig Probleme bekommen.

Uwe Krost