Startseite  Spielberichte  Saison 2018/19  05.04.2019 Pokalspiel

Zum Spiel erschienen: Oli, Christian Sch., Paul., Marcus, Rene, Maik, Christian B., Lucas, Mathias, Robert, Jasper, David,

 

Verantwortliche und Mitglieder: Uwe, Stefan

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Oli

Abwehr: Christian S. Mathias, Paul

6er: Marcus

Mittelfeld: Robert, Jasper, Christian B., David,

Sturm: Lucas, René

Wechselspieler:Maik

 

Zuschauer: 7

 

Kurzbericht:

 

07.Min. Wechsel Maik fuer Robert

16.Min. Wechsel Robert fuer Maik

20.Min 0:1

23.Min 0:2

36.Min Wechsel Maik fuer René

51.Min. René fuer Paul

53.Min 0:3

55.Min 0:4

59.Min 0:5

63.Min 0:6

68.Min Gelbe Karte: Christian B.

 

Trotz halben Dutzend wacker geschlagen

Ja, da hatten wir doch tatsaechlich nach vielen, vielen Jahren des Scheiterns in der ersten Runde endlich einmal die naechste Runde im Pokalgeschehen des Leipziger Volkssports erreicht. Auch hatten wir das dazu gehörende gewisse Losglueck. Denn zum ersten Mal bekamen wir einen Gegner auf Augenhoehe zugelost und konnten den SV Ost auch ueberraschend ziemlich klar mit 4:0 bezwingen. Doch der naechste Gegner, welcher fuer uns anschließend aus dem Lostopf gefischt wurde, der sollte es wieder in sich haben. TUS Leutzsch II, derzeitig Platz 2 in der hoechsten Spielklasse, der Stadtliga, kam mit der Empfehlung, erst letzte Woche den gegenwaertigen Spitzenreiter BSV Schoenau II mit 4:0 aus dem eigenen Stadion geschossen zu haben. Respekt. Nun es war von vornherein klar, wie in unserem Duell die Rollenverteilung aussehen wuerde. Uns blieb nur die des absoluten Außenseiters. Aber damit konnten wir ganz gut umgehen. Zwar hatten wir das erste Vorbereitungsspiel der Saison bei MOGONO I mit 0:5 verloren, aber auch bereits wieder abgehakt. Zu viele Stammspieler fehlten aus den unterschiedlichsten Gruenden und neue Spieler, wie unsere Newcomer Oli und Jasper, müssen sich zunaechst erst einmal integrieren. Das geht nun mal nicht von heute auf morgen. Und so hatten wir auch in diesem Pokalmatch Probleme bei der Aufstellung. Oli besetzte die Schiessbude. Davor organisierte nach langer Zeit wieder mal Matthias die Abwehr, die mit Christian Sch. und Paul mittlerweile Stammcharakter hat. Marcus ging zunaechst auf die Position vor der Abwehr. Das Mittelfeld besetzten Robert, Jasper, Christian B. und David. Im Sturm liefen Lucas und Rene auf. Maik stellte sich auch in den Dienst der Mannschaft und zog das WSG-Leibchen als einziger Ersatzspieler an. Und er kam schneller in den Genuss des Einwechslers als ihm lieb war, denn bereits nach sieben gespielten Minuten musste er Robert ersetzen, der aus Nahdistanz von Oli bei einer Fussabwehr den Ball genau auf die Zwoelf bekam. Da das sich stauende Blut nicht warten wollte bis das Spiel zu Ende ging, kam es auch schon geschossen. Kein Gedanke an Weiterspielen. Robert brauchte sofortige Hilfe. Nach 16 Minuten war der Spuk vorbei und Robert (hart im Nehmen, wie immer) stand wieder auf dem Rasen für Maik. Nun jedoch zum Spielverlauf. Wie erwartet, hatten die Gaeste aus dem Westen unserer Stadt das Heft des Handelns nach dem Anpfiff des Unparteiischen in die Hand genommen. Unsere Philosophie war die einer massiv gesicherten Abwehr, welche durch das Mittelfeld entsprechend unterstuetzt werden sollte. Aufgrund dieser Taktik spielte sich natuerlich viel in und an unserem Strafraum herum ab. Aber mit Glueck und Geschick und auch dem teilweise umstaendlich angelegten Spiel unseres Kontrahenten, der den Ball immer wieder bis in den Fuenfmeterraum spielen wollte und scheiterte, konnten wir das Treffen ausgeglichen gestalten. Matthias, Christian und Paul konnten gegen ihre Gegenspieler bestehen und die Baelle abwehren und was dennoch durchkam, wurde die sichere Beute von Oli. Leider konnten wir aber unsere Gegenangriffe meistens nur bis zur Mittellinie und knapp dahinter fuehren, denn es kam zu wenig bei unseren Spitzen Lucas und Rene an. Diese sollten die gegnerische Abwehr beschaeftigen , hatten aber numerisch und spielerisch kaum Durchsetzungschancen. Dazu kam, dass Lucas auch immer wieder nach hinten arbeitete, um das Angriffsspiel des Gegners zu stoeren. Es waren nun 20 Minuten gespielt und von Aussen hatte man nicht den Eindruck, dass sich hier zwei Spielklassen Unterschied auf dem Spielfeld gegenueberstanden. Uns konnte das natuerlich nur Recht sein, denn wir hatten uns auf Aergeres eingestellt. In dieser 20. Minute jedoch war es dann soweit. Die rechte Angriffsseite der Leutzscher hatte unser linkes Mittelfeld mit David und unserem linken Abwehrspieler Paul ueberlaufen. Christian Sch., welcher in der Mitte das Unheil auf sich zukommen sah und seinen Gegenspieler, dem das folgende Zuspiel gelten sollte, zunaechst im Abseits waehnte, verlor ploetzlich die Orientierung. Im Moment der punktgenauen Flanke auf das Haupt des Mittelstuermers, der nun nicht mehr im Abseits stand, war Christian Sch. viel zu weit weg von ihm und mit wuchtigem Kopfstoss erzielte der Center das 1:0 fuer unsere Gaeste. Oli konnte aus Nahdistanz nur noch impulsiv die Haende nach oben werfen. Verhindern konnte er das Einschlagen des Geschosses nicht mehr. Da war er hin, der schoene Zwischenstand. Und nach weiteren gespielten drei Minuten klingelte es schon wieder bei uns. Diesmal kam der Gegner ueber die linke Seite, spielte Robert und Christian aus und schoss den Ball aus Nahdistanz den im Fuenfmeterraum eingelaufenen Mitspieler auf den Pelz. Von dort sprang er, wie gegen die Bande geschossen, ins Tor hinein. Matthias konnte nicht mehr eingreifen - 0:2. Aus Leutzscher Sicht nun endlich ein standesgemaesser Zwischenstand. Wir haetten uns eigentlich aergern muessen, denn diese Tore konnten durchaus , wie geschildert, verhindert werden koennen. Was nun aber kam noetigt unserer Mannschaft einen gewissen Respekt ab. Wir liessen uns trotz des Ergebnisses nicht haengen und spielten weiter mutig mit. Und siehe da, Leutzsch liess es etwas ruhiger angehen. Die Fehlpassquote, die durch den holprigen Rasen noch erhoeht wurde, tat ihr uebriges dazu. Viele Paesse kamen hueben und drueben nicht beim potentiellen Empfaenger an. Und wir bekamen wieder Luft. Zwar konnten wir die Spielanteile nicht gross erhoehen, aber jetzt taten sich Torchancen auf. Der Zufall hatte ein Einsehen mit uns und so kam nach ca. 25 Minuten Christian Sch. kurz hinter der Mittelllinie auf der rechten Seite zu einem Freistoss. Er nahm sich einfach ein Herz und wummerte das Leder in Richtung gegnerisches Tor und wenn der Ball etwas weiter vor dem gegnerischen Torwart aufgesetzt waere, haette dieser ganz schoen bloed aus seiner Waesche geschaut. Der Ball setzte im Strafraum ohne Zwischenberuehrung auf und ging nur knapp ueber den Torwart und ueber die Latte ins Grundlinienaus. Nicht lang danach, ca in der 30. Minute, kamen wir ueber Lucas, der mittlerweile mit Rene die Seite gewechselt hatte, in Angriffsposition und der Ball wurde in die Mitte zum dort eingelaufenen Paul geschickt. Dieser versuchte den Ball direkt auf‘s Tor zu schlagen. Er bekam aber den Fuss nicht richtig hinter den Ball und das Leder hob sich wie eine Bogenlampe Richtung Gehaeuse der Leutzscher. Leider sollte es auch diesmal nicht mit einem Tor klappen, denn der Ball kam wie eine Bombe genau auf der Latte herunter und ging von dort ebenfalls ins Grundlinienaus. Schade, aber wir hatten unserem Gegner ein paar unruhige Sekunden bereitet. Und noch eine Chance bot sich Lucas kurz vor Ende der 1. Haelfte als er nach Flanke von der rechten Seite, die durch den Strafraum der Leutzscher strich, am linken Strafraumeck den Ball direkt nahm, aber das Tor leider weit verfehlte. Leutzsch begnuegte sich derweil damit das Spiel zu gestalten, aber dabei keine grosse weitere Gefahr fuer uns heraufzubeschwoeren. In der Halbzeit lobte Maik die Einstellung unserer Mannschaft und appellierte weiterhin konzentriert zu spielen. Leutzsch konnte eigentlich nicht mit dem Spielstand zufrieden sein und wir mussten uns auf eine stuermischere zweite Haelfte einstellen. Maik wechselte sich nun fuer Rene, wie vereinbart, ein und verstaerkte das Mittelfeld. Vorn war jetzt nur noch Lucas zu finden, der in dieser zweiten Haelfte noch einen schwaereren Stand gegen die TUS-Abwehr hatte. Dennoch hielten wir uns tapfer und konnten immer wieder die Angriffe des Gegners abwehren, obwohl die Einschlaege nun immer naeher kamen. Die stuermischen, wuetenden Angriffe der Leutzscher nahmen zu, dass uns die Abwehrmittel langsam ausgingen. Gerade ueber unsere rechte Abwehrseite kamen sie ein um das andere Mal gefaehrlich nah in unseren Strafraum. In der 51. Minute zeigte Paul eine Verletzung an und musste das Feld leider verlassen, der Muskel im Oberschenkel hatte zugemacht und liess ein Weiterspielen nicht mehr zu. Rene musste wieder aufs Feld und wir in der Abwehr umstellen. Das sollte uns zum Verhaengnis werden. Maik und Marcus bestellten jetzt unsere linke Abwehrseite. Zwei Minuten spaeter stand es 0:3. In Ballbesitz hatte Maik den Ball leider nicht an seinem Gegenspieler vorbei bekommen und prallte von diesem in Richtung unseres Strafraumes. Marcus, der das Problem sofort erkannte, eilte zurueck, konnte aber nur noch das Bein des in den Strafraum einfallenden Gegenspielers treffen, der das dankend annahm und entsprechend fiel. Der Schieri zeigte, trotz fehlendem Videobeweis und Linienkamera sofort auf den ominoesen Punkt. Oli hatte keine Chance. Der Kaese war gegessen. Die Tore vier bis sechs fielen nun im Minutentakt innerhalb der naechsten 10 Minuten, denn unsere Abwehr hatte den Kampf leider aufgegeben. Oli wehrte sich in seinem Kasten nach allen Regeln der Torwartkunst und konnte an allen Toren, bis auf das Letzte, nichts ausrichten. Im Gegenteil, er verhinderte mit seinem Einsatz Aergeres. Dann hatte Leutzsch genug und wir auch. Die letzten Minuten konnten wir das Spiel wieder ausgeglichen gestalten ohne noch irgendwelche Baeume auszureissen. Nach einem Mittelgerangel zwischen Christian B. und seinem uebermotivierten Gegenspieler sahen beide noch den gelben Karton des relativ aufmerksamen und ruhigen Schieris. Der Schlusspfiff beendete nach zwei Minuten Nachspielzeit das Spiel, welches am Ende nun doch standesgemaess fuer unsere Gaeste aus der Stadtliga endete.

Auch wenn das Ergebnis klar gegen uns spricht, war dieses Match fuer uns wieder ein kleiner Meilenstein auf dem Weg zur neuen Findung des Kaders in Bezug auf die anstehenden wichtigen Punktspiele gegen unsere kommenden Kontrahenten, welche uns auf Augen- und nicht auf Nabelhoehe in den naechsten Wochen begegnen werden.

Uwe Krost

 

PS: In tiefer Anteilnahme hat unsere Mannschaft am Freitag vom ploetzlichen Ableben unseres jahrelangen Platzwartes erfahren. Wir waren mit seinem Einsatz stets zufrieden und werden ihn in unserem Gedenken behalten.