Startseite  Spielberichte  Saison 2018/19  03.09.2018 Punktspiel

Zum Spiel erschienen: Maik, Konrad, Raphael, Christian S., Paul, Micha D., Bassel, Stefan, Marcus, Matthias, Micha Kr., Lucas, Rene, Christian B.

 

Verantwortliche und Mitglieder: Uwe, Michael R.

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Konrad

Abwehr: Christian S. Matthias, Paul

6er: Micha D.

Mittelfeld: Lucas, Marcus, Raphael, Michael Kr.,

Sturm: Rene, Stefan

 

Wechselspieler: Bassel, Christian B., Maik

 

Zuschauer: 5

 

Kurzbericht:

16. Min. 1:0

23. Min. Wechsel: Christian B. fuer Paul

23. Min. Wechsel: Bassel fuer Rene

28. Min. 1:1 Michael Kr.

33. Min. 2:1

36. Min. Wechsel: Paul fuer Raphael

36. Min. Wechsel: Maik fuer Michael Kr.

49. Min. Wechsel: Michael Kr. fuer Marcus

55. Min. Wechsel: Marcus fuer Maik

55. Min. Wechsel: Raphael fuer Paul

57. Min. 2:2 Michael Kr.

60. Min. 2:3 Christian B.

64. Min. 2:4 Stefan

70. Min. Wechsel: Rene fuer Stefan

70. Min. Wechsel: Paul fuer Bassel

 

Ein hartes Stueck Arbeit

Am 3.Spieltag stand die naechste Auswaertsaufgabe auf dem Spielplan. Wir traten beim Tabellenschlusslicht TSV 76 an. Die sind schon seit einiger Zeit quantitativ (Mannschaftsstaerke) und qualitativ (Punktausbeute) nicht gerade auf Rosen gebettet. Und so waren die ersten beiden Begegnungen der Saison schon maechtig in die beruehmte Hose gegangen. Wir dagegen hatten fast einen Start nach Mass, sieht man mal davon ab, dass in Miltitz eigentlich mehr drin war, als das erzielte Remis. So war die Konstellation vor dem Spiel eigentlich klar. Dort weiter machen, wo wir in Miltitz aufgehoert hatten. Die Mannschaft war wieder gut aufgestellt. 14 Spieler hatten sich ca. eine halbe Stunde vor Spielbeginn auf dem Platz an der Roschkampfbahn eingefunden. Maik konnte aus dem fast Vollen schoepfen, denn trotz dass Sebastian, Michael R., Arne und Robert aus dem letzten Spiel fehlten, sprangen Christian B., Michael D., Matthias und Rene fuer sie ein. Und so liefen wir auf: Konrad im Tor, davor diesmal Mathias als Lenker der Abwehr, neben sich Christian Sch. und Paul. Michael D vor der Abwehr und im Mittelfeld Marcus, Raphael, Lucas und Michael Kr. Im Angriff startete Rene neben Stefan. Die Wechselbank belegten Christian B., Bassel und Maik. Der Anpfiff erfolgte puenktlich und wir legten los wie die Feuerwehr. Angriff auf Angriff rollte von links und rechts auf das Tor der 76 er. Besonders Lucas tat sich mit hohem Engagement auf der rechten Mittelfeldseite hervor. Seine Flanken suchten immer wieder unsere Leute in der vordersten Linie. Nur mit viel Muehe und Glueck konnte so der TSV die ersten Minuten gegentorlos ueberstehen. Stefan hatte dabei die groessten Gelegenheiten. Einen wunderbaren Schuss von der halblinken Position halbhoch in Richtung rechtes Toreck konnte der Keeper der Gastgeber gerade noch aus dem Winkel fischen. Ein Kopfball von ihm klatschte an den Pfosten. Aber auch seine Mitspieler, wie Michael Kr., Marcus und Raphael rueckten immer wieder nach und versuchten mit Doppelpaessen den Abwehrriegel des Gegners aufzubrechen. Allein die Masse der Angriffe endete zu oft in der vielbeinigen Abwehr des TSV, die die Baelle meist nur aus dem Strafraum unkontrolliert herausschlug. Leider verloren wir bei unserem massiv ausgeuebten Druck nach einer Viertelstunde etwas unsere Linie und die 76 er, die bis dahin kaum ueber die Mittellinie gekommen waren, wurden aktiver. Dazu brauchten Sie nur unsere Fehler auszunutzen. Nachdem Konrad bereits einen Konter mit einer klasse Fussabwehr noch klaeren konnte, war er in der 16. Minute machtlos. Wir hatten gerade einen Angriff abgefangen und der Ball wurde von hinten auf den sich anbietenden Raphael gepasst. Dieser unterschaetzte den ihn von hinten angreifenden Spieler der 76 er und verlor den Ball im Zweikampf. Obwohl noch ca. 25 Meter zum Tor vor ihm lagen, setzte dieser Mann einen Weitschuss an, da er Konrad zu weit vor seinem Tor stehen sah. Die Vermutung ging auf. Der Ball als herrliche Bogenlampe getimt, schlug hinter Konrad zur 1:0 Fuehrung fuer den TSV ein. Verkehrte Welt – eine andere Bezeichnung fuer das, was bisher auf dem Platz stattgefunden hatte, konnte man nicht finden. Aermel hoch und weiter. Das konnte uns doch nur noch mehr anstacheln. Aber wir hatten bereits in Miltitz feststellen muessen, dass es ein ganzes Stueck Arbeit sein kann, einem Rueckstand, der wieder wie der Blitz aus heiterem Himmel bei uns eingeschlagen war, hinterherzulaufen. Da wir nun unseren Druck auf des Gegners Tor noch erhoehen mussten, wurde gewechselt. Paul, der etwas indisponiert schien, was er selbst auch aeusserte, wechselte mit Christian B. und Bassel kam fuer Rene. Schon war wieder mehr Zug im Spiel und Christian erwischte eine sehr gute Flanke von Stefan mit dem Kopf. Der Ball ging leider vorbei. Zu allem Uebel schien uns der Schieri nicht so wohlgesonnen, denn nachdem Stefan vom Gegner mit einem abgefaelschten Pass bedient wurde, entschied dieser auf Abseits. Stefan stand blank vor dem Tor. Das Pech auf unserer Seite hatte kurzzeitig eine Pause eingelegt als Michael Kr.in der 28.Minute wunderbar am 16 er freigespielt wurde, noch einen Gegner aussteigen liess und dann knallhart ins linke Dreiangel abzog. Das musste doch jetzt wie eine Befreiung wirken, oder? Weit gefehlt. Vier Minuten spaeter hatten wir mit einem genialen Spielzug ueber die rechte Angriffsseite, von Lucas ausgehend, die gesamte linke Abwehrseite der 76 er ueberspielt und standen mit mehreren Angreifern dem Torwart gegenueber. Marcus, der noch seitlich von hinten kam, blieb es ueberlassen zu unserer Fuehrung einzunetzen. Ein herrlicher Angriffszug. Doch leider nicht fuer den Schieri, der das Tor wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte. Die zweite Fehlentscheidung. Raphael, der auch an diesem Angriff beteiligt war, konnte sich nur schwer beruhigen. Und das sollte unserem Gegner zum zweiten Mal an diesem Abend in die Karten spielen. Der Freistoss aus dem Strafraum wurde weit nach vorn geschlagen, das Mittelfeld war nur langsam nach hinten getrabt und ploetzlich sahen sich unsere letzten Maenner zwei Angreifern des Gegners gegenueber. Der Ball der auf halbrechts geschlagen war, wurde dort vom rechten Angreifer sofort in die Schnittstelle zwischen unsere Abwehrleute gepasst und der dort in stark abseitsverdaechtiger Position eingelaufene Linksaussen schob den Ball an Konrad vorbei zur erneuten Fuehrung des TSV. Alle Proteste unseres Teams, die sich gerade noch mit unserem nichtgegebenen Tor beschaeftigt hatten, liefen ins Leere. Der Schieri zeigte zur Mitte und liess die Schimpfkanonaden an sich abprallen. Zwei Minuten vor der Halbzeit lagen wir wieder zurueck. Bis zu dieser tat sich auch nicht mehr viel und die Spieler kamen zum Pausentee. Man war dass eine bescheidene Stimmung. Beim Letzten zurueckzuliegen, obwohl wir fast das gesamte Spiel dominiert hatten. Hier musste jetzt etwas passieren. Aber was? Schuldzuweisungen hatten keinen Platz. Die Betreffenden wussten woran es geklemmt hatte. Maik entschied sich auf erneute Wechsel und brachte sich dabei selbst ins Spiel. Er ersetzte zunaechst Michael Kr., der sich aufgrund seines staendigen energischen Ballnachsetzens eine Pause verdient hatte. Paul, der sich wieder im Griff hatte, ging fuer Raphael, der zur inneren Ruhe wieder zurueckfinden musste, auf den Platz. Aber irgendwie hatte man nun den Eindruck, dass trotz weiterer Ueberlegenheit, sich das Spiel einfach nicht zielgerecht verbesserte. Man rieb sich in Zweikaempfen bereits an der Mittelinie auf und die Spitzen hingen in der Luft. Der TSV machte nur soviel, wie er brauchte und zerstoerte in schoener Regelmaessigkeit unsere Angriffe. Es musste wieder mehr Power und Uebersicht in unser Spiel einziehen. Die Zeit spielte momentan gegen uns. So wechselten wir nach 49 Minuten nochmals indem Michael Kr. fuer Marcus erneut das Spielfeld betrat. Und nach weiteren 6 Minuten und einer kurzen Erholung ging dieser wieder fuer Maik ins Rennen. Dazu wechselte Raphael wieder fuer Paul. Kurz vor diesen letzten Wechseln hatte sich der TSV durch Foulspiel eines Stuermers an unserem Torhueter mit anschliessender gelber Karte und weiteren verbaler Entgleisungen gegenueber unserer Mannschaft mit gelb-rot selbst reduziert. In so einer komfortablen Ausgangsposition bei eigener Fuehrung voellig undiskutabel. Aber uns sollte dies nur recht sein. Denn nun war noch mehr Druck auf dem Kessel und der TSV fand kein geeignetes Ventil mehr. Die rot-weisse Abwehrwand wankte und wankte bis sie endlich fiel. Michael Kr. hatte in der 57.Minute den ersten Rammstoss abgegeben. Nach einem noch gescheiterten Schuss vom linken Strafraumeck durch Stefan, gelang der abgewehrte Schuss zu Michael Kr., der nicht lange fackelte und den Ball zum Ausgleich einschoss. Jetzt gab es kein Durchatmen mehr fuer die 76 er. Drei Minuten spaeter ein Angriff ueber unsere rechte Seite. Christian B. bekam das Anspiel auf den Fuss und mit einem Schuss aus der Drehung versenkte er das Leder an den linken Innenpfosten und von dort ins Tor zur Fuehrung. So konnte es weiter gehen. Und es ging so weiter. Zumindest was das 4:2 betraf. Wieder standen wir auf der halblinken Seite vor dem Strafraum. Michael Kr. in Ballbesitz, taeuschte einen Fernschuss an und legte dann den Ball mit Zauberpass auf den links einlaufenden Stefan. Der visierte das kurze Eck an und schob das Runde genau dort hinein. Seit dem Ausgleich waren gerade einmal sieben Minuten gespielt. Es ging doch. Und das muntere Scheibenschiessen haette noch weiter gehen koennen, aber bei Raphaels Kopfball stand leider wieder der Pfosten im Weg und der Schuss von Christian B. aus 18 Metern ging, dank Rueckenlage beim Abschuss, ueber das Tor. Mehrere Durchbrueche auf der rechten Seite von Lucas fanden leider keine Verwerter im und am Strafraum der 76 er. Von unseren Gastgebern war da, bis auf einen Schuss neben Konrads Kasten, schon seit einiger Zeit nichts mehr im Angriff zu sehen. Lange hatten sie auf eine Ueberraschung hoffen koennen, aber Undiszipliniertheiten, die nachlassende Kondition und Konzentration machten ihnen einen Strich durch die Rechnung. In der letzten Minute wechselten wir nochmals. Rene kam fuer Stefan und Paul fuer Bassel. Am Ergebnis aenderte sich nichts mehr. Es war fuer uns ein hartes Stueck Arbeit, dass sich mancher sicher anders vorgestellt hatte. Die momentane Tabellenführung sollte uns aber weiter Ansporn genug sein jedes Spiel weiter konzentriert von Anfang an zu bestreiten.

Uwe Krost