Startseite  Spielberichte  Saison 2017/18  20.04.2018 Punktspiel

PKM - WSG Mitte

Zum Spiel erschienen;

Stefan, David, Christian B., Christian Sch., Robert, Maik, Michael Kr., Sebastian, Michael D., Michael R., Raphael, Konrad, Marcus, Paul und Arne

 

Verantwortliche und Mitglieder:

Michael Kl., Uwe und Heiko

 

Die Start-ELF

Ein: 1-3-1-4-2

Tor: Konrad

Abwehr: Schobi, Michael D., Paul

6er: Arne

Mittelfeld: Marcus, Stefan, Raphael, Maik

Sturm: Michael Kr., Michael R.

 

Wechselspieler:

David, Sebastian, Christian B., Robert

 

Zuschauer: 11

 

Kurzbericht:

07. Minute: 1:0

08. Minute: Gelb für Christian Sch.

09. Minute: 2:0

17. Minute: Wechsel; Sebastian für Maik

19. Minute: 3:0

19. Minute: Wechsel; Robert für Christian Sch.

21. Minute: Wechsel; David für Michael R.

27. Minute: 4:0

32. Minute: 5:0 HE

36. Minute: 5:1 Michael Kr.

38. Minute: 6:1

39. Minute: Gelb für Raphael

40. Minute: Wechsel; Christian B. für Marcus

45. Minute: Wechsel; Mark für Arne

51. Minute: 7:1

56. Minute: 8:1

58. Minute: 9:1

58. Minute: Wechsel; Christian Sch. für Michael Kr.

61. Minute: 10:1

 

Ein Spiel zum Lernen

Der Ansetzer des letzten Spieltages der sogenannten Vorrunde schickte unsere Mannschaft zum Auswaertsspiel bei PKM Anlagenbau. Spielten wir noch letzte Saison dieses Match im Mariannenpark, so empfing uns unser Gastgeber in diesem Spieljahr auf dem Kunstrasenplatz der Sportschule Abtnaundorf. Die Konstellation vor dem Anpfiff war eindeutig. Bei der Tabellensituation (PKM auf dem 3., wir auf dem 10.Tabellenplatz) war eigentlich von vornherein klar, wer heute das Spiel bestimmen wuerde. Wir sicher nicht. Trotz der kleinen Serie von drei ungeschlagenen Spielen, konnte das nicht darueber hinweg taeuschen, dass in allen Spielen noch sehr viel Luft nach Oben war und die Gegner alle aus unserer unteren Tabellenhaelfte kamen. PKM war da schon aus anderem Holz geschnitzt. Das sollten wir bald nach Anpfiff zu spueren bekommen. Zuerst waren wir aber ueber die zahlreich erschienen WSG-Spieler ueberrascht, welche ihre Teilnahme an diesem Spiel zugesagt hatten und die dann auch noch erschienen. 15 Spieler boten sich fuer Heiko an und dieser hatte zum ersten Mal seit x-Jahren wieder die Qual der Wahl bei der Aufstellung. Im Tor begann unser Neuzugang Konrad. Michael D. hatte die Abwehr unter sich, diesmal wieder mit Paul und Christian Sch. Vor ihnen agierte Arne, der die Verbindung zum Mittelfeld mit Marcus, Stefan, Raphael und Maik herstellen sollte. Im Sturm sollten die beiden Michaels K. und R. moeglichst fuer Entlastung sorgen, denn das uns ein stuermischer Abend trotz herrlichen Sommertemperaturen ab 19:00 Uhr erwartete, war abzusehen. Und so kam es auch. Nach kurzem Abtasten uebernahm unser Gastgeber das Zepter und gab es eigentlich bis zum Schluss nicht mehr aus den Haenden. Wir zogen uns nach dem Abpfiff leicht zurueck und ueberliessen PKM die Spielhoheit. Dass so etwas nicht lange gut gehen kann, erfuhren wir nach 10 Minuten. Denn da stand es schon 2:0 fuer die Anlagenbauer. Nachdem wir bereits 6 Minuten heil ueberstanden hatten, klingelte es in der 7.Minute zum ersten Mal in unserem Tor. Ein Angriff ueber die linke Angriffsseite endete mit einer Flanke in unseren 5-Meter Raum. Dort musste der postierte Mittelstuermer gar nicht gross sich nach dem Leder recken, er bekam es auch so auf seinen Kopf und der Ball schlug ueber Konrad, der leider auf der Linie kleben blieb, ein. Aber auch seine Vorderleute hatten dem Gegner keine entscheidende Abwehr entgegen bringen koennen, um ihn am Kopfball zu hindern. Zwei Minuten spaeter entschied der, auch im weiteren Spielverlauf, sehr aufmerksame Schiedsrichter auf Freistoss fuer PKM ca. 20 Meter vor unserem Tor auf der halblinken Angriffsseite. Christian Sch. hatte seinen Gegenspieler leider unfair vom Ball getrennt und dafuer den gelben Karton zu sehen bekommen. Der Gegner bedankte sich mit einem scharf getretenen Ball hoch ins rechte Dreiangel. Da schienen eigentlich die Messen alle schon gelesen. Dennoch konnten wir gelegentlich auch in des Gegners Haelfte gelangen und eine schoene Aktion ueber unsere linke Angriffsseite mit Doppelpass zwischen Stefan, Arne und Michael K. sah uns sogar schon in Torreichweite. Allein das Durchsetzungsvermoegen und die dazu benoetigte Kaltschnaeuzigkeit waren leider auch in dieser Szene Mangelware. Unser Gegner hatte davon mehr als genug. Sie waren staendig in Bewegung. Das Spiel ruhte eigentlich nie um uns Verschnaufpausen zu goennen. Man hatte zu jeder Zeit den Eindruck, dass sie mindestens ein Mann mehr waren auf dem Platz. Das war aber leider auch unserem Spielsystem zu danken, da wir uns mit Mann und Maus im weiteren Spielverlauf immer mehr nach hinten orientierten und uns in Richtung eigener Strafraum druecken liessen. Dort war natuerlich mit fortlaufender Spielzeit immer mehr los und ein entsprechendes Gedraengel. Da Maik angeschlagen schon konditionsmaeszig durch das staendige Hinterhergerenne auf der Felge lief, kam in der 17.Minute Sebastian fuer ihn aufs Feld. Doch das brachte auch keine Punkte. Zwei Minuten spaeter gongte es zum dritten Mal in unserem Kasten. Weitere Wechsel folgten. Christian Sch., der sich aus lauter Verzweiflung ueber die inkonsequente Abwehrarbeit mit weiteren angesetzten Blutgraetschen beim Schieri in Erinnerung brachte, musste geschuetzt werden. Er wurde gegen Robert getauscht. Danach starteten wir wieder einmal einen im Ansatz gut aussehenden Angriff ueber die rechte Angriffsseite. Arne sendete einen Steilpass auf Michael R. Der setzte sich auf der rechten Seite in Bewegung und flankte den Ball gar nicht einmal so ungefährlich vor das PKM-Tor. Leider war kein Veredler unseres Teams in der Naehe. Dafuer ein kurzer Aufschrei und Michael R. blieb verletzt nach der Flanke auf dem Rasen liegen. Ohne Gegnereinwirkung war er auf dem Platz umgeknickt. Ein Weiterspielen kam nicht mehr in Frage. Und schon kam unser naechster Wechselspieler relativ zeitig zu seiner Duschberechtigung. David, heute Premiere als Feldspieler, ging fuer Michael in den Sturm. Aber das weitere muntere Scheibenschiessen liess nicht lange auf sich warten. Nach sieben Minuten wieder ein Freistoss von der halblinken Angriffseite, aehnlich wie zuvor. Dieser war nicht so scharf geschossen, doch fuer Konrad reichte das. Er griff daneben und der Ball fand den Weg erneut ins Netz. Kurz danach hatten wir unsere groesste Gelegenheit im bisherigen Spiel. Ein Angriff ueber unsere linke Angriffsseite. Der Ball kommt endlich einmal in den Strafraum und findet dort David, der ploetzlich voellig ungedeckt freisteht. David nimmt den Ball an und hebt ihn wunderbar am herausstuertzenden Torwart vorbei. Ins Tor? Nein. An den linken Aussenpfosten? Ja. Da brat mir doch mal einer einen Storch. Auch fuenf Minuten spaeter stand er im Mittelpunkt des traurigen Abends, als Konrad eine vom Gegner abgerutschte Flanke eigentlich schon sicher waehnte, diese jedoch abklatschte und einem nachsetzenden Gegner vor die Fuesse legte. Dieser zoegerte nicht lange, trat an den abtropfenden Ball und David, der sich in diesen Ball hineinwarf, bekam ihn, aus Gegners Sicht an die erhobenen Haende. Er selbst bezeugte in der Halbzeit, dass sein Gesicht den Ball tuschierte. Der Schieri, annimiert durch das Elfmetergeschrei der Gastgeber, zeigte folgerichtig auf den Punkt. Verwandelt. 5:0 -Halbzeitstand. Lange nicht mehr so einem Rueckstand hinterher gelaufen. Gruselige Geschichten vom letzten Spiel bei PKM vor einem Jahr kamen im Gedaechtnis wieder hoch (9:1-Endstand-aber in hoechster Unterzahl). Alle standen nun wie betroeppelt in Grueppchen beisammen und konnten keine grossen Erklaerungen finden. Wir waren bisher in fast allen Zweikaempfen als Verlierer vom Platz gegangen. Die Baelle fanden nicht die Nebenleute, nach vorn kam so gut wie keine Entlastung und hinten schien Konrads Debuet in die Hose zu gehen. Es konnte eigentlich nur besser werden. Und fuer einen Moment sah es fast danach aus. Der Anpfiff zur zweiten Haelfte war gerade vollzogen, da sauste Michael K. ueber die linke Seite einem Steilpass aus unserer Abwehr hinterher. Die PKM-Abwehr war scheinbar noch im Pausenmodus und so konnte Michael K. den Ball am Torwart vorbeischlenzen und unser Ehrentor erzielen. Sollte jetzt der ersehnte Ruck durch unsere Mannschaft erfolgen? Weit gefehlt. Raphael kassierte die naechste Verwarnung, da er einen Zweikampf gegen sich in unserem Strafraum als ahnenswert seitens des Schieris waehnte. Dieser unterbrach jedoch das Spiel nicht und Raphael haemmerte ihm seine Meinung darueber so lange ins Gedaechtnis, bis der sich genoetigt fuehlte ihn mit Gelb dafuer zu belohnen. Der Gegner tat sein Uebriges. Er belohnte uns auch. Aber mit dem naechsten Gegentor. Es ist jetzt an dieser Stelle muessig aufzuzaehlen, wer an den folgenden Toren beteiligt war und wie sie entstanden. Unser Huehnerhaufen, denn teilweise konnte man die Un-(Ordnung) nicht mehr anders beschreiben, die da an und in unserem Strafraum herrschte, beschleunigte das Toreschiessen des Gegners ungemein. Auch wenn wir nach 40 Minuten nun noch unseren letzten Trumpf in Form von Christian B. aus dem Aermel zogen und ihn in die Brandung warfen. Er konnte die Welt, sprich unser Spiel auch nicht mehr retten. Marcus erhielt die ersehnte Pause. Maik ersetzte 5 Minuten spaeter nochmal Arne. Der Gegner gab weiterhin Gas und dann fielen die Tore im Minutentakt (51., 56., 58., 61.). Christian Sch., der sich wieder mental gefangen hatte, wollte es noch mal wissen und ging fuer Michael K. in den Sturm. Ob er bis zum Schluss ueberhaupt einen Ball bekommen hat, wissen die Goetter. Der Fussballgott jedenfalls hatte aber nun bis zum Abpfiff irgendwie ein Einsehen mit uns, denn Konrad musste die letzen neun Minuten nicht mehr den Ball aus unserem Netz holen und hatte selbst doch noch ein paar positive Szenen, in denen er unser Team vor einem noch hoeheren Rueckstand bewahren konnte. Alles in allem ein maechtig gebrauchter Tag fuer unsere Farben. Natuerlich war PKM eine andere Hausnummer und wir nur ein einfacher Sparringspartner. Stefan brachte es aber, beim Abgang vom Spielfeld in die Kabine, auf den Punkt. Man kann aus solchen Spielen, die wie Lehrstunden wirken, nur lernen. Und darueber wurde dann beim Geburtstagsbier von Maik und Uwe auch reichlich im Anschluss an das Spiel diskutiert.

Uwe Krost