Startseite  Spielberichte  Saison 2017/18  25.08.2017 Punktspiel

WSG Mitte - West 03

Zum Spiel erschienen;

Maik, Jonas, Raphael, Stefan, Paul, Michael D., Marcus, Rene M., Christia Sch., Robert, Tino und Michael R.

 

Verantwortliche:

Heiko, Michael Kl. und Uwe

 

Die Start-ELF

Ein: 3-1-4-2

Tor: Tino

Abwehr: Schobi, Michael D., Paul

Mittelfeld: Robert, Stefan, Marcus, Raphael, Jonas

Sturm: Kretsche, Michael R.

 

Wechselspieler: Maik

 

Zuschauer: 22

 

Kurzbericht:

21. Minute: 0:1

44. Minute: Wechsel; Maik für Raphael

50. Minute: Wechsel; Raphael für Paul

60. Minute: Wechsel; Paul für Robert

65. Minute: Gelb für Michael D.

66. Minute: 0:2

68. Minute: Gelb für Michael R.

68. Minute: 1:2 HE Raphae

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Inkonsequentes Spiel – verdiente Niederlage

Die bisherigen Punktspiele der noch jungen Saison und deren Ergebnisse liessen uns mit positiven Erwartungen in das Match gegen West 03 gehen. Die Vergleiche der letzten Saison gingen mit je einem Auswaertssieg der beiden Mannschaften unendschieden aus, wobei man nicht vergessen darf, dass im Rückspiel beim Sieg der Westler ein ganz anderes Team, von der Aufstellung her, auf dem Platz stand. Und mit etwa dieser Aufstellung nahmen sie auch diesmal das Spiel bei uns auf. Wir hielten mit der zuletzt bewaehrten Truppe dagegen, wobei Christian Sch. und Michael Kr. wieder zur Mannschaft stiessen und Sebastian und Rene M. ersetzten. Maik blieb zunaechst der Platz auf der Ersatzbank vorbehalten. Ein, uns bis dato noch unbekannter, Schiedsrichter pfiff das Spiel bereits fünf Minuten vor der offiziellen Anstosszeit an, er hatte sicher noch etwas im Anschluss vor. Unsere Gaeste von der Schafswiese hatten auch etwas vor, naemlich uns so schnell wie moeglich einen einzuschenken. Sie berannten von der ersten Minute unser Tor, als waere der Leibhaftige hinter ihrer Seele her. Unsere Abwehr um Michael D., Christian Sch. und Paul hatten mit Unterstuetzung der Mittelfeldreihe um Robert, Jonas, Marcus, Raphael und Stefan alle Fuesse voll zu tun, um sich des energischen Forecheckings der Westler zu erwaehren. Ein gezieltes Ausbrechen, geschweige denn organisiertes Kontern war in den ersten fuenf Minuten ueberhaupt nicht moeglich. Zwar konnten wir immer wieder die Baelle mit letztem Einsatz aus der jeweiligen Gefahrenzone herausbefoerdern, aber diese kamen sofort postwendend zurueck. Nach fuenf Minuten kamen wir, in Person von Stefan, das erste Mal ueber die Mittellinie und sogar bis an den Strafraum der Gaeste. Stefan bekam dort einen Ball zugespielt und zog mit einem Direktschuss aufs Tor. Keine Gefahr fuer den Torwart, aber wir hatten uns nun auch aktiv am Spielgeschehen beteiligt. Das sollte aber fuer die naechsten 15 Minuten die einzige annaehernd gefaehrliche Spielsituation sein, welche unser Team kreieren wuerde. Wir bekamen das Spiel unseres Gegners einfach nicht in den Griff. Sie waren meist einen Schritt eher am Ball und verteilten ihn klug vor unserem Strafraum auf die jeweiligen Seiten. Wir konnten uns meist nur mit letztem Einsatz zu Eckbaellen retten, welche dann wiederum brandgefaehrlich unseren Strafraum heimsuchten. Wir hatten so recht und schlecht die ersten zwanzig Minuten ueberstanden, da wurde eine Abwehraktion von Christian Sch. gegen seinen Gegenspieler auf der halblinken Angriffseite, ca. 20 Meter vor unserem Tor, als Foul geahndet. Die Mauer wurde von Tino eingewiesen und er selbst bewegte sich in die sogenannte Torwartecke. Der Spieler mit der Nr.6 der Gaeste, ein flinker aber auch staendiger Lautsprecher, legte sich das Leder zurecht und schoss den Ball scharf an der Mauer vorbei ins Tor. Aber wo war Tino? Leider hatte er sich bei der Ausfuehrung des Freistosses von seiner Position in der langen Torwartecke nach rechts entfernt. Darauf hatte der Westler irgendwie spekuliert. Unhaltbar schlug der Ball zur durchaus verdienten Fuehrung in unserer Kiste ein. Jeden bisherigen Angriff hatten wir unterbinden koennen. Erst ein Standard brachte das 0:1. Wir brauchten uns aber auch nichts vorzumachen. Hatten wir doch bis dahin und auch in der Folgezeit bis zur Halbzeit kaum etwas zum Spielgeschehen beigetragen. Alle spielten mit angezogener Handbremse. Michael R., der vorne meist allein auf verlorenem Posten gegenüber der Abwehr der Westler stand, machte sich zum Ende der 1.Haelfte einmal Luft, in dem er unserer Hintermannschaft den lautstarken Tip mit auf den Weg gab, dass sie doch endlich einmal enger an den Gegenspielern dran sein sollten. Zu leicht kamen sie weiterhin an die Baelle und nur das Ergebnis zur Halbzeit war mit uns gnaedig. Denn bis auf einen weiteren Schussversuch von Michael R. von der Strafraumgrenze abgegeben, nachdem er wunderbar von Stefan in den freien Raum vor dem Tor geschickt worden war, hatten wir nichts auf der Habenseite zu verzeichnen. Der Torwart der Gaeste bekam nur wenige Bewaehrungsmoeglichkeiten. Tino haette gerne mit ihm tauschen moegen. Er musste einige Male in hoechste Not eingreifen und auch der Pfosten rettete uns das knappe Ergebnis in die Pause. Alle waren unzufrieden mit ihrer eigenen Leistung. Die positiven zarten Verbesserungen der ersten beiden Spiele der Saison, waren wie weggeblasen. Da musste sich etwas in der zweiten Haelfte aendern, wollten wir nicht Gefahr laufen, die zweite Niederlage in Folge zu kassieren. Die Jungs machten sich, soweit es ging, Mut und los ging die 2.Halbzeit. Aber auch in dieser war irgendwie der Wurm drin. Wir hatten nun zwar etwas mehr vom Spiel, da West 03 nicht mehr so stark mit voller Kapelle uns unter Druck setzte, aber es hatte von Aussen den Eindruck, als ob heute jeder nur fuer sich, statt fuer die Mannschaft spielte. Hatte man den Ball muehevoll erkaempft, verlor man ihn sofort wieder durch zu langsames Umschalten, zu langes Laufen ohne Abspiel an den naechsten Mann oder Fehlpass an den Gegner. Das Anbieten zum Anspiel, um den Mitspieler aus einer misslichen Situation zu retten, fand teilweise nicht statt, so dass der Ballfuehrende auf dem Platz nach einer Anspielstation foermlich suchen musste. Aber auch unsere Gaeste mussten dem enormen Anfangstempo der ersten Haelfte Tribut zollen und schalteten im Laufe der zweiten Haelfte einige Gaenge herunter. Da ihr Sieg zu keiner Zeit gefaehrdet schien, konnten sie sich das durchaus leisten. Zur Mitte des zweiten Durchganges kamen wir aber dennoch zu einigen gefaehrlichen Angriffen. So wurde Michael R. in Mittelstuermerposition von Stefan hoch bedient, konnte aber die gute Flanke nicht mit einem platzierten Kopfball verwerten, da er zu sehr in Rueckenlage geraten war. Der Ball ging knapp links vorbei. Michael R. war es auch, der bei einer Bogenlampe in den gegnerischen Strafraum am schnellsten reagierte und mit dem Torwart der Gaeste zugleich zum Aufsetzerball ging. Dass der Kister der Westler dabei mit nicht ganz fairen Mitteln zu Werke ging und Michael R. mit angezogenem Knie in die Horizontale befoerderte, entging einzig und allein dem Schieri, der noch einige merkwuedige Entscheidungen in der Folge zu diesem Spiel beitrug. Nach gespielten 44 Minuten verliess Raphael das Spielfeld. Er war aufgrund einer Erkaeltung schon angeschlagen ins Match gegangen. Fuer ihn kam Maik, der in den bisherigen gespielten Minuten von der Bank seinen Kameraden oefters Anfeuerungsrufe mit auf den Weg gegeben hatte. In der 50. Minute wurde Paul an der Aussenlinie von seinem Gegner etwas unsanft auf die Aschenbahn befoerdert, so dass er erst einmal angeknockt war und fuer Raphael, der sich wieder erholt hatte, ausgewechselt wurde. In dieser Phase hatten wir unsere Gaeste etwas von unserem Strafraum weghalten koennen und Michael R. konnte sogar bei einem Konter den Ball ca. 20 Meter vor dem Strafraum annehmen und sofort aus der Luft aufs Tor abschliessen. Allein der Torwart pflueckte das Leder unbeeindruckt herunter. Nach 60 gespielten Minuten war Paul wiederhergestellt und loeste Robert ab. Aber auch dieser Wechsel brachte nicht den noetigen Punsh, um zum Endspurt anzusetzen. West 03 gab sich keine Bloese und tauchte im Umkehrspiel, da sie uns nun mehr Spielanteile gewaehrten, wieder gefaehrlich vor unserem Kasten auf. Bei einem solchen Konter, war unsere Abwehr fast voellig blank und nur dem energischen Herauslaufen von Tino war es zu verdanken, dass der Angreifer der Westler mit angesetztem Flachschuss an ihm scheiterte. Tino war es auch, der eine scharfe Eingabe in den Fuenfmeterraum mit Baggerabwehr, wie beim Volleyball, aus der Gefahrenzone schlug und kurz danach einen halbhohen Schuss auf sein Gehaeuse mit Bravour ueber dieses lenken konnte. Vier Minute vor dem Ende rollte ein erneuter Angriff auf unseren Strafraum zu, dabei wurde Michael D. von seinem Gegner im Zweikampf in der unteren Koeperhaelfte getroffen, so dass er zu Boden ging. Der Schieri, der zumeist solche Auseinandersetzungen - siehe oben bereits erwaehnt, nicht als Foulspiel wertete, blieb seiner Regelauslegung treu und liess weiterspielen. Wir bekamen den Ball aus dem Strafraum heraus und Marcus befoerderte diesen als letzter der Abwehrkette mit langem Bein vor seinem angreifenden Gegenspieler ins Seitenaus. Das wiederum missfiel dem Referee total und er entschied sofort auf Freistoss. Dass er bei dieser Wertung eigentlich auf indirekten Freistoss haette entscheiden muessen, war ihm schnuppe. Er zeigte dies also nicht bei der Ausfuehrung an und der Freistossschuetze hob den Ball aus 25 Metern mit Schmackes direkt ueber Tino ins lange Eck. Weder er noch einer unserer postierten Abwehrspieler konnte das entscheidende Tor zum 0:2 aus unserer Sicht verhindern. Das unsere Spieler, sich im Rahmen dieser sehr einseitig getroffenen Entscheidungen, benachteiligt fuehlen mussten, war allen klar. Resultat: Der Schieri belohnte die entsprechenden Beschwerden von Michael D. und Michael R. mit dem Zeigen des gelben Kartons. Doch diese sehr emotionale Situation und die sich nun klar abzeichnende Niederlage weckte jetzt seltsamerweise Kraefte in allen Mannschaftsteilen unseres Teams. Wir zogen die letzten verbleibenden Minuten das Spiel auf unsere Seite und West 03 geriet, in Gedanken an den sicheren Sieg, ploetzlich in schweres Seewasser. Sie schwankten gehoerig unter unseren nun folgenden Angriffen und in der 68. Minute geriet eine gegnerische Hand an den Ball im Strafraum, wo sie nun einmal nicht hingehoert. Diesmal protestierten die Gaeste ohne Erfolg. Raphael traf vom Punkt und es wurde noch einmal spannend. Leider lief uns nun die Zeit davon und wir konnten die noch folgenden Angriffe nicht konsequent zu Ende spielen. Der Pass zum entscheidenden letzten freistehenden Mann kam nicht mehr an. So ging das Spiel knapp aber verdient verloren, da wir die letzte Konsequenz, die uns die vergangenen Spiele ausgezeichnet hatte, in zu vielen Spielsituationen vermissen liessen.

Uwe Krost