Startseite  Spielberichte  Saison 2016/17  23.06.2017 Punktspiel

WSG Mitte - BW West

Zum Spiel erschienen;

Matthias, Michael Kr., Christian Sch., Marcus, Tino, Michael Kl., Maik, Rene T., Robert, Jonas, Michael R.,Sebastian und Raphael

 

Verantwortliche:

Uwe, Thomas und Christian B.

 

Die Start-Elf

Ein 3-1-4-2

Tor: Tino

Abwehr: Christian, Matthias, Michael Kl.

Mittelfeld: Raphael, Jonas, Michael Kr. Marcus, Maik

Sturm: Michael R., Sebastian

 

Wechselspieler: Robert und Rene T.

 

Zuschauer: 4

 

Kurzbericht:

06. Minute: 1:0 Michael Kr.

10. Minute: Wechsel; Maik fuer Michael Kl.

12. Minute: 2:0 Michael Kr.

36. Minute: Wechsel; Michael Kl. fuer Robert

37. Minute: 2:1

57. Minute: Wechsel; Robert fuer Michael Kl.

64. Minute: Wechsel; Rene T. fuer Maik

 

Versoehnlicher Saisonabschluss mit Haengen und Wuergen

Das wir an die vergangene Spielzeit so schnell wie moeglich einen dicken Haken machen wollten, kann jeder, der den Saisonverlauf mit den Ergebnissen unserer Mannschaft verfolgt hat, durchaus nachvollziehen. Das wir die rote Laterne, welche uns West 03 am 9.Spieltag uebergab, bis zum letzten Spieltag nicht wieder loswurden, war schon fuer uns alle sehr frustrierend. So sollte wenigstens dieser fuer uns mit einem positiven Ergebnis enden, moeglichst ein Sieg herausspringen. Die Vorzeichen zum Spiel gegen einen unserer Dauerrivalen BW West standen nicht schlecht. Trotz aller Unkenrufen im Vorfeld des Spieles waren 13 Maenner erschienen, die heute etwas bewegen wollten. Unser Gast von der Kieler Straße hatte da ganz andere Probleme. Nur 8 Spieler standen zum Warmmachen auf dem Platz und der Schiedsrichter lies Gnade walten, indem er das Spiel eine knappe Viertelstunde spaeter anpfiff. Aber zu diesem Zeitpunkt waren es auch nicht mehr geworden.

Ja, wie faengt man ein Spiel in numerischer Ueberzahl eigentlich an? Die Aufstellung war zumindest klar. Tino war wieder der Herr unserer Kiste. Davor baute Matthias seine Abwehr mit Christian Sch. und Michael Kl. auf. Raphael davor. Das Mittelfeld sollten Jonas, Marcus, Michael Kr. und Maik beleben und im Angriff gingen Michael R. und Sebastian ins Rennen. Auf der Bank tummelten sich zunaechst Rene T. und Robert. Die Situation war schon ein wenig grotesk. Wir konnten ein wenig mit unserem Gast mitfuehlen, denn in Unterzahl zu spielen waren wir leider aus zu vielen Vergleichen der Saison, erst zuletzt gegen PKM, gewohnt. Aber in Ueberzahl zu spielen, das war neu. Und so sahen auch die ersten Spielminuten aus. Der Gegner, trotz der misslichen Lage, zog sich nicht in seinen Strafraum zurueck, sondern bemuehte sich schon weit davor unseren Spielrythmus zu stoeren. Das gelang die ersten fuenf Minuten ganz gut, denn wir begannen unruhig und nervoes. Dann wurde ueber unsere linke Seite von hinten ein wunderschoener Angriff eingeleitet. Jonas schickte Sebastian ueber Linksaussen mit einem herrlichen Pass. Dieser zog unwiderstehlich in Richtung Grundlinie und schob den Ball zentimetergenau dem dort frei einlaufenden Michael Kr. in den Fuss. Der brauchte nur noch den Ball ueber die Linie zu druecken. Nach 6 Minuten mit 1:0 in Fuehrung zu gehen, dieses Gefuehl war uns in dieser Saison voellig abhandengekommen. Aber so musste es jetzt weitergehen. Wir machten weiter Druck, waren aber in vielen Situationen zu unkonzentriert in der Ballannahme und im Abspiel, so dass BW West immer wieder dazwischen gehen und die Situation beruhigen konnte. Nach ca. 10 Minuten verlies Michael Kl., der heute zum letzten Mal seine Toeppen fuer die WSG schnuerrte, zum ersten Mal das Feld, um fuer Robert Platz zu machen. Nach weiteren zwei Minuten klingelte es zum zweiten Mal im Gehaeuse der Westler. Michael R. hatte einen Pass aus dem Mittelfeld auf halb rechts erhalten und versuchte Richtung Strafraum zu gehen. Leider hatte er mit der Ballkontrolle Probleme und sein anschliessender Schussversuch wurde von einem Abwehrspieler geblockt. Der Ball sprang nach rechts in den Strafraum, wo Michael Kr. mitgelaufen war, der auf ein Abspiel spekuliert hatte. Er nahm diesen abhanden gekommenen Ball dankbar an und versenkte ihn im Tor. Und als er zwei Minuten spaeter den Ball auf Vorlage ueber rechts, nach Grundliniendurchbruch von Michael R. wieder aus Nahdistanz ins Netz befoerderte, da waeren eigentlich alle Messen gelesen gewesen. Waeren. Denn wie lautet der schoene Spruch. Erstens kommt es anders, als man meistens zweitens denkt. Das Tor fand beim sehr jungen Schieri keine Anerkennung wegen Abseitsstellung von Michael Kr., der auch nicht diskutierte, da er zu lange vor dem Tor auf die entscheidende Flanke gewartet hatte. So blieb es bei der 2:0 – Fuehrung und fuer lange Zeit, die letzte Begegnung unserer Stuermer mit dem gegnerischen Strafraum. Denn nun kam der von unserem Gast scheinbar heiss ersehnte neunte Mann. Und der machte gleich ordentlich Dampf in unseren Reihen. Wir hatten uns in einen gewissen sicheren Trott gespielt, der jetzt in Unordnung geriet. Der bisherige verbliebene Stuermer der Westler tauschte mit dem bisherigen Torwart die Rollen und dieser wurde in der Verteidigung eingesetzt. Sie bekamen dadurch ihr bisheriges Spiel besser in den Griff und wir keinen richtigen Fuss mehr auf den Boden. Trotz weiterer anzahlmaessiger Ueberlegenheit, war davon nicht viel auf dem Platz zu spueren. Der neue Angreifer der Gaeste konnte bei seinen Sturmlaeufen manchmal nur noch vom dritten oder sogar vierten Mann in unserem Abwehrgefuege gestoppt werden. Nach einer Ecke ging ein Westler am hoechsten in die Luft und Raphael konnte den Ball gerade noch von der Linie kratzen. Mancher unserer Jungs hatte unwahrscheinliche Probleme auf dem aeusserlich gut aussehenden, aber dennoch harten Gelaeuf klar zu kommen und die springenden Baelle unter Kontrolle und zum naechsten Mann zu bringen. Maik unterliefen in der 1.Haelfte mehrere solcher Fehler und er verfluchte lautstark die oertlichen Gegebenheiten. So spielte sich vieles im Mittelfeld ab, in den Strafraeumen war nicht mehr viel los. Unsere Stuermer hingen sozusagen in der Luft, da Paesse Mangelware waren. Michael R. zeigte darueber seine Unzufriedenheit, indem er lautstark der Bank mitteilte, dass er keine Lust mehr hatte weiter zu spielen. Er musste in der Pause zunaechst von Thomas wieder gerade gerueckt werden. Unser Spiel hatte nach der ersten Viertelstunde so was an Substanz verloren, da mussten auch mal harte Worte fallen. Gerade die Bereitschaft fuer den Anderen zu kaempfen, was uns in Unterzahlspielen des oefteren ausgezeichnet hatte, war heute im Ueberzahlspiel nicht zu sehen. Alle sollten sich fuer die letzten 35 Minuten der Saison noch einmal zusammenreissen und das Spiel solide ueber die Buehne bringen. Dazu kam Michael Kl. wieder ins Spiel fuer Robert, der aber, zumindest kaempferisch, einen guten Part seit seiner Einwechslung gespielt hatte. Aber nach zwei Minuten der zweiten Halbzeit schienen die aufmunternden Worte von Thomas und Raphael vergessen zu sein. Wir verloren in der Vorwaertsbewegung auf unserer linken Seite den Ball. Der schnelle Gaestestuermer zog rechts durch und flankte den Ball auf den in den Strafraum einlaufenden Mitspieler. Dieser konnte trotz Bedraengnis von Christian Sch. und Matthias den Ball direkt an Tino vorbei ins Netz einschieben. Da war nun die Situation eingetreten, welche wir auf jeden Fall verhindern wollten. Mit zwei, drei Zuegen war unsere gesamte Abwehr ausgehebelt wurden. BW West feierte den Treffer gebuehrend, denn das staendige Stoeren unseres zoegerlichen und ungenauen Aufbauspieles hatte sich treffermaessig bezahlt gemacht. Und um dem ganzen fast noch die Krone aufzusetzen, knallte Minuten spaeter ein Fernschuss aus 20 Metern an unsere Querlatte. Man musste jetzt schon um unsere Fuehrung fuerchten. West mobilisierte alle Kraefte, da sie registrierten wie unser Team taumelte, wie ein angeschlagener Boxer. Michael Kl. muszte links hinten hoellich aufpassen, dass er nicht die Hacken seines Gegenspielers zu sehen bekam, der ihm ein ums andere Mal versuchte einen Knoten in die Fuesse zu spielen. Und dieser Mann war es auch, der im weiteren Spielverlauf die groesste Chance fuer seine Mannschaft auf dem Fuss hatte. Bei einem hohen Steilpass auf ihn, standen sich Matthias und Michael Kr., der inzwischen die Linksverteidigerposition fuer Michael Kl. eingenommen hatte, beim Abwehrversuch selbst im Wege und verpassten den Ball. Jetzt hatte der West-Stuermer freie Bahn und sprintete auf unser Tor zu. Geistesgegenwaertig hatte aber Tino die brenzlige Situation erfasst und konnte das Leder, das sich der Gegner etwas zu weit vorgelegt hatte, ins Seitenaus schlagen. Das war der negative Hoehepunkt der zweiten Halbzeit. Zwar wieder Glueck im Unglueck, aber so konnte es nicht weitergehen. Unser spielerisches Niveau war auf dem Tiefpunkt angekommen. Marcus, der im letzten Spiel bei PKM unser aktivster und torgefaehrlichster Spieler war, bekam einfach keinen Zugriff auf das Spiel. Auch Jonas unterliefen ebenfalls zu viele Stockfehler. Aber dennoch hatten wir nun Spiel und Gegner wieder etwas besser im Griff, da auch BW West jetzt dem hohen Tempo, was sie uns aufgedrueckt hatten, Tribut zollen mussten. Wir kamen wieder an und in den Strafraum der Gaeste, aber konnten teilweise die Ueberzahl (vier gegen zwei, drei gegen zwei) nicht mehr in Tore ummuenzen. Anstatt im Direktspiel den Ball und den nun mueden Gegner laufen zu lassen, wurde der naechste Mann nicht oder zu spaet gesehen. Wo geschossen werden musste, wurde abgespielt. Wo der naechste Mann besser zum Tor stand, wurde geschossen. Das konnte nichts werden. Wir wechselten nach 64 Minuten noch einmal. Rene T. kam fuer den in der zweiten Halbzeit besser spielenden Maik, der sogar eine Torchance hatte, leider aber den Ball, in guter Position halblinks vor dem Tor nicht richtig traf. Der sehr korrekt wirkende Schiedsrichter, der zu Beginn die Spielkleidung der Spieler akkurat pruefte, in der Halbzeit mit dem Ball in seiner Kabine verschwand und danach nochmals die Netze auf Durchlaesssigkeit inspizierte, pfiff dann zu unserem erleichterten Aufatmen endlich ab. Eigentlich ein Spiel zum schnellen Vergessen, aber es war am letzten Spieltag, der erste Heimsieg und erst der zweite Sieg insgesamt in dieser Saison. So ueberwog dann doch eine bescheidene Freude in unseren Reihen. Ein versöhnlicher Saisonabschluss mit Haengen und Wuerken.

Bei der anschliessenden kleinen Feier mit Bratwurst und Bier (vielen Dank an die edlen Spender) wurde Bilanz ueber die vergangene und fuer uns ziemlich trostlose Saison gezogen. Thomas richtete an alle anwesenden und nichtanwesenden Mitglieder unseres Vereins die Bitte, sich zukuenftig mehr fuer den Verein zu engagieren. Die Teilnahme an den angesetzten Punktspielen muss wieder fuer jeden Einzelnen mehr in den Fokus ruecken, so dass wir in der Lage sind, die Spiele in voller Staerke angehen zu koennen. Die leider in dieser Saison sehr oft durchgefuehrten Spiele in Unterzahl muessen der Vergangenheit angehoeren. Nur so haben wir eine Chance als Verein weiter zu existieren. Dazu muss sich jeder Spieler unseres Teams persoenlich hinterfragen. Ein kleiner Anfang wurde dabei am letzten Spieltag gemacht.

Uwe Krost