Startseite  Spielberichte  Saison 2016/17  21.04.2017 Punktspiel

WSG Mitte - Roter Stern

Zum Spiel erschienen;

Tino, Christian B., Paul, Christian Sch., Rene M., Jonas, Marcus, Stefan, Sebastian, Michael Kr., Michael R., René T. und Robert

 

Verantwortliche:

Uwe, Heiko, Rainer und Maik

 

Die Start-ELF

Ein 3-1-4-2

Tor: Tino

Abwehr: Christian Sch., Christian B., Rene M.

6er: Paul

Mittelfeld: Jonas, Marcus, Stefan, Sebastian

Sturm: Michael Kr., Michael R.

Wechselspieler: Rene., Robert

 

Zuschauer: 7

 

Kurzbericht:

20. Minute: 0:1

35. Minute: Wechsel; Robert für Michael R.

48. Minute: 0:2

52. Minute: Wechsel; Rene T. für Paul

 

Solide gekaempft – zu hoch verloren

Obwohl wir ja seit geraumer Zeit die rote Laterne in der Kreisklasse unser Eigen nennen, waren wir auch vor dem Spiel gegen die Mannschaft vom Roten Stern motiviert, diese nicht unbedingt begehrenswerte Beleuchtung vielleicht mit Glueck und Geschick nach dem Spiel abgeben zu koennen. Von der Papierform ein für den neutralen Betrachter unmoegliches Unterfangen, denn unser Gast steht schon seit vielen Wochen im vorderen Teil der Tabelle und z.Z. sogar auf einem Aufstiegsplatz. Für dieses Unternehmen stellten sich 13 Spieler unseres Teams zur Verfuegung. Raphael und Michael Kl. mussten aus Urlaubs- bzw. betrieblichen Gruenden pausieren. Dafür rueckten Jonas (zum ersten Mal in diesem Jahr wieder am Ball) und Rene T. in unser Aufgebot. Da sich, leider zum wiederholten Mal, kein Schiedsrichter bis zum Anstoß gegen 18:30 Uhr blicken liess, nahm Heiko die Pfeife in den Mund und pfiff das Spiel an. Die Umstellung in unserer Abwehr, die wir aufgrund des Fehlens der oben Erwaehnten durchfuehren mussten, gestaltete sich wie folgt: Zu den bekannten Saeulen wie Tino im Tor und Christian Sch. auf der rechten Seite übernahm Christian B. die Organisation der Abwehr und Rene M. die linke Abwehrseite. Paul wurde zum Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld, indem sich Jonas, Marcus, Stefan und Sebastian bewegten. Den Angriff besetzten Michael Kr. und Michael R.. Robert und Rene T. nahmen zu Beginn auf der Ersatzbank Platz. Das Spiel begann mit mutigen Angriffen unseres Teams. Ueber die linke Seite kaempfte sich Sebastian durch und eine Flanke in den Strafraum stiftete sogleich Verwirrung bei unseren Gaesten. Kurz danach gelang ein Angriff von rechts über Michael R. dessen Flanke Michael Kr. im Strafraum nicht mehr unter Kontrolle bringen konnte. Diese Chancen und noch weitere Feldvorteile, die wir uns in den ersten 5 – 10 Minuten erarbeiteten, brachten aber leider nicht den erhofften Ertrag, sprich Tore. Die Sterne befreiten sich mit Ablauf der ersten Viertelstunde immer mehr von unserem Druck, den wir nicht aufrecht erhalten konnten und wie von Geisterhand waren unsere Angriffsbemuehungen ploetzlich abgeschnitten. Alle Mannschaftsteile, bis auf Michael R. zogen sich nach und nach in unsere Haelfte zurueck und standen sich teilweise im eigenen Strafraum selber auf den Zehen. Der Mut und die Entschlossenheit der Anfangsminuten war wie weggeblasen. Die Abwehr fand nach abgefangenen Baellen keine Anspielstationen mehr, da es den Anschein hatte, dass sich zu viele versteckten und nicht bereit waren Verantwortung zu uebernehmen. Die Angst vor dem Gegentor laehmte den Spielgeist unseres Teams und die auffordernden Worte von Christian Sch. sich mehr zu bewegen und den Gegner aus unserer Haelfte zu ziehen, verhallten mit dem unangenehmen Wind, der seit Beginn des Spieles über dem Spielfeld wehte. Und so kam es, wie es dann in solchen Situationen kommen muss. Die Sterne zogen ihren Belagerungsring um unsere Kiste immer enger. Die noch abgefangenen Baelle wurden mangels Anspielmoeglichkeiten nur noch unkontrolliert herausgeschlagen. Diese kamen jeweils wie ein Boomerang wieder zurück und in der 20. Minute war es dann soweit. Kurz vor unserem Strafraum in zentraler Position bekam ein Gegenspieler, der nicht attakiert wurde und dadurch viel Platz hatte, den Ball unter seine Kontrolle und zog einfach halbhoch auf unser Tor ab. Kein Abwehrbein konnte daran noch etwas aendern und ueber Tino, der sich noch so strecken konnte, schlug der Ball im Dreiangel ein. Unser Gast, der bis dahin keine einzige Torchance hatte, ging 1:0 in Fuehrung. Die gute Laune war erst einmal dahin. Wieder mussten wir einem Rueckstand hinterher rennen. Die folgenden Minuten bis kurz vor der Halbzeit wurden ausgeglichen absolviert. Unsere Abwehr fing sich wieder. Die Sterne hatten ihre Fuehrung und fuhren einen Gang zurueck. Aber wir konnten uns einfach angriffsmaessig nicht verbessern. Michael R. hatte sich unter der Woche am Fussgelenk verletzt und spielte daher ohnehin nicht mit 100%, was man gerade im 1:1 - Spiel mit seinen Gegenspielern auch ohne Brille sehen konnte. Und unser Michael Kr., der jedem Ball, den er noch irgendwie erwischen konnte, hinterherhechelte, klebte dann auch noch eine Mischung aus Pech und Unvermoegen am Stiefel. Fuenf Minuten vor der Halbzeit zogen wir über das Mittelfeld einen wunderschoen anzusehenden Angriffszug auf. Den aus der Abwehr auf Marcus gespielten Pass spielte dieser exakt auf den in Richtung Strafraum draengenden Michael Kr.. Der nahm den Ball herrlich mit, haengte seinen Gegenspieler ab und hatte ploetzlich nur noch den Torhueter der Gaeste vor sich. Anstatt aber den Ball mit Vollspann in die lange Ecke zu bugsieren oder anderweitig den Ausgleich zu erzielen, entschied er sich fuer einen Schuss mit der Innenseite. Folge: der Ball ging links am Tor vorbei. Einhundertprozentiger geht eigentlich nicht mehr. Von draussen sah es danach so aus, als wollte sich Michael Kr. eingraben. Halbzeitpfiff. Wir diskutierten, ohne uns zu zerfleischen,ueber die ausgelassenen Chancen und das inaktive Verhalten der gesamten Mannschaft nach dem guten Beginn. Der Gegner musste uns keine Angst bereiten, dazu hatte auch er viel zu sehr mit sich selbst zu kaempfen. Wir waren ebenbuerdig und ein Unterschied, wie in der Tabelle, war auf dem Platz nicht zu sehen. Wir hatten noch alle Moeglichkeiten, das Spiel fuer uns freundlicher zu gestalten. Und so ging es in die 2.Halbzeit. Da Michael R. bereits in Haelfte 1 signalisiert hatte, dass ihn seine Verletzung daran hinderte, bessere Leistungen zu erzielen, wurde er gegen Robert ausgewechselt. Der fuegte sich gleich gut ins Team ein, ging jedem Ball hinterher und versuchte, für manchen ueberraschend, positive Akzente zu setzen. Auch Jonas auf rechts und Sebastian über die linke Seite unterstuetzten jetzt mehr die Angriffsbemuehungen. Leider scheiterten wir aber zu oft nicht unbedingt am Gegner, sondern an unseren eigenen teilweise begrenzten Mitteln und viel Kraft wurde wegen unnuetzer Laufarbeit (aufgrund von Fehlpaessen) und falschen Entscheidungen (langer Pass statt kurzem Zuspiel) im Laufe der Spielzeit gelassen. Dass das Spiel schlauchte, konnte man am Beispiel Pauls sehen. Dieser hatte auch bereits zur Halbzeit angezeigt, dass es konditionsmaessig mit ihm nicht zum Besten staende. Dennoch nahm er die 2.Haelfte wieder in Angriff. In der 48.Minute hatte sich seine Konzentration aber total verabschiedet. Beim Versuch, einen hohen Ball abzufangen und mit dem Fuss herunterzunehmen, sprang ihm die Pille gefuehlte 5 Meter vom Fuss weg Richtung unseres Tores. Diese Beute sich unter den Nagel reissend, sprintete die Sturmspitze der Sterne heran und mit dem Ball auf unser Tor zu. Christian B., der noch versuchte zu retten was nicht mehr zu retten war, rannte hinterher. Den gnadenlosen Schuss ins linke Toreck konnte jedoch auch er nicht verhindern. Tino blieb wieder keine Abwehrchance. Fuer Paul zogen wir kurz nach dem weiteren Gegentor die Reissleine und wechselten Rene T. fuer ihn ein. Was machst Du nun in so einer Situation? Alles oder nichts. Wir versuchten es. Kurz nach dem 2:0 ging Stefan, der immer wieder versuchte ueber die unterschiedlichsten Positionen torgefaehrliche Situationen für unsere Mannschaft zu erzeugen, über die linke Seite nach vorn. Mit einem ploetzlichen Richtungswechsel ging er nach rechts in die Mitte des Spielfeldes und zog aus 25 Metern knallhart ab. Nicht mehr als 50 cm fehlten. Der Ball ging knapp über das Torgestaenge der Roten Sterne. Und nicht minder gefaehrlich die Standardsituation nach gespielten ca. 55 Minuten. Freistoss für unsere Farben aus der halbrechten Position ungefaehr 30 Meter vor dem Tor. Stefan zog den Ball sauber in Richtung 5-Meterraum des Gegners. Dort hatte sich bereits Christian B. waehrend der Flugphase hinbegeben und nahm den Ball in Empfang. Die Abwehr der Sterne konnte seinen Einsatz nicht komplett unterbinden und der Ball gelang urploetzlich halbhoch auf Marcus, welcher weiter rechts auf der 5-Meter-Linie lauerte. Seinen Kopfball sahen wir schon hinter der Linie, aber der in dieser Sekunde glaenzend reagierende Gaestekeeper konnte unseren Anschlusstreffer gerade noch verhindern. Es war zum Maeusemelken. Warum konnte das Glueck nicht einmal auf unserer Seite sein? Wir konnten jammern wie wir wollten, dass Spiel ging trotzdem weiter. Wir wechselten noch einmal aus. Da auch Rene M. auf unserer linken Abwehrseite Verschleisserscheinungen anzeigte, ging Michael R. noch einmal fuer Ihn ins Spiel. Aber nun als Abwehrmann. Viel ging nicht mehr bei beiden Mannschaften. Alles noch einmal nach vorn wurde jetzt zur Devise. Aber bringen tat dies fuer uns nichts mehr. Im Gegenteil. Da sich die Verteidigung in Aufloesung befand und zeitweise nur noch zwei oder ein Spieler die Abwehrfunktion uebernahm, war das 3:0 nur eine Folgeerscheinung. Vier Minuten vor Schluss ergab sich fuer den Schuetzen des zweiten Tores wieder eine aehnliche Szene, wie bei seinem Treffer zuvor. Diesmal bediente ihn aber ein Mitspieler vor unserem Strafraum und er konnte erneut relativ unbedraengt in unseren 11-er eindringen und in die gleiche Ecke abschliessen. Das Spiel war entschieden und wir wechselten noch einmal. Paul kam, Rene T. ging. Die restlichen Minuten wurden heruntergespielt und der Abpfiff leider herbeigesehnt. Die Mannen vom Roten Stern hatten mit wenig Aufwand viel erreicht und wir standen wieder mit leeren Haenden da. Beim Frustbier (Danke an Maik) danach in der Kabine waren sich alle einig, dass wir sicher alle solide gekaempft hatten und der Sieg unseres Gastes, gerechnet an den Spielanteilen und Chancen, zu hoch ausgefallen war.

Uwe Krost