Startseite  Spielberichte  Saison 2016/17  30.09.2016 Punktspiel

WSG Mitte - Wacker

Zum Spiel erschienen;

Stefan, Sebastian, Christian B., Rene, Christian Sch., Michael D., Robert, Marcus und Raphael

 

Verantwortliche:

Rainer, Uwe und Heiko

 

Die Start-Neun

Ein 3-1-3-1

Tor: Rene

Abwehr: Christian Sch., Christian B., Raphael

6er: Michael D.

Mittelfeld: Robert, Marcus, Sebastian

Sturm: Stefan

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 12

 

Kurzbericht:

05. Minute: 0:1

14. Minute: 0:2

20. Minute: 0:3

31. Minute: 0:4

38. Minute: 0:5

47. Minute: 0:6

57. Minute: 1:0 Stefan

 

Der Unterzahl Tribut gezollt

Auch wenn diese Aussage abgedroschen klingt, aber mit 9 Spielern (incl. Torwart) kann man kein Spiel, gegen eine gutbesetzte und auf dem derzeitig zweiten Tabellenplatz stehende Mannschaft, mit einem positiven Ergebnis beenden. Das mussten wir wieder einmal am vergangenen Freitag auf qualvolle Weise erleben. Denn die Mannschaft stellte sich von alleine auf. Zum nun wiederholten Mal fanden sich vor dem Spiel gegen unsere Gäste von SV Wacker nur eine Handvoll williger Spieler zum Kampf um die Punkte ein. Acht Mann, darunter kein Torwart, denn Tino hatte noch ca. eine Stunde vor Anpfiff abgesagt. Es hätte nicht schlimmer kommen koennen. Bei der Wahl des Schiessbudenveralters haette man Lose ziehen koennen. Aber Renne befreite alle anwesenden Kicker von dieser Farce. Er meldete sich freiwillig. Frei nach dem Motto: Ob nun draussen oder drinnen, es wird sowieso nichts bringen. Der Rest verteilte sich nach den Anweisungen von Raphael so auf dem Platz, dass unsere Kiste moeglichst lange von gegnerischen Toren freigehalten werden sollte. Darueber, ob nach vorn etwas gehen koennte, machten wir uns von vornherein keine Gedanken. Keine guten Voraussetzungen und sehr traurig. Es war klar, dass wir mit dem Anpfiff unter Dauerdruck geraten sollten, aehnlich wie im letzten Spiel gegen TuS Leutzsch. Und so kam es auch. Der Gegner schnuerte uns sofort ein und bearbeitete unsere Abwehr von allen Seiten. Die Abwehrspieler Christian Sch. und B., Michael D. sowie Rapahel hatten alle Fuesse voll zu tun. Sebastian, Stefan und Robert kamen gar nicht dazu, nach Ballgewinn ein Spiel nach vorn aufzubauen, da ihnen der Gegner sofort auf den Struempfen stand. Selten, dass ein Abwehrball kontrolliert ueber die Mittellinie kam. Nach 5 Minuten schlug es zum ersten Mal in unserem Kasten ein, nachdem Wacker unsere Abwehr ausgespielt hatte. Kurz nach dieser Fuehrung erweiterte Marcus unseren Spielerkreis auf 8 Feldspieler. Aber auch er konnte nur wenige Minuten mit seinen Kameraden den knappen Rückstand verwalten, denn in der 14. Minute folgte das 0:2 aus unserer Sicht. Nach einer Flanke von der rechten Seite, nahm der im Strafraum voellig allein gelassene Mittelstuermer der Gaeste den Ball aus der Luft und schoss ihn ins linke Eck unseres Kastens. Und so folgten Tor Nr. 3 in der 20. Minute und Nr.4 in der 31.Minute. Rene schien schon bereut zu haben, dass er sich für das Amt des Kisters gemeldet hatte, denn zumindest Tor 3 ging auf seine Kappe. Er versuchte den, nicht sehr scharf, aufs Tor geschossenen Ball mit den Haenden abzuklatschen, statt weg zu fausten. Der am schnellsten reagierende Wackeraner schob den ins Feld zurückprallenden Ball locker ins Netz. Und beim vierten Gegentreffer, sah es von Aussen so aus, als wenn die gesamte Mannschaft den Spielbetrieb eingestellt hatte. Der Gast spielte sich den Ball, ohne nennenswerte Abwehr, ins Tor. Ja, man musste in dieser Phase des Spieles schon maechtig Angst um unsere Mannschaft bekommen, denn es stand ein moegliches Debakel ins Haus. Nach vorn kamen nur sporadische Angriffe, wie sollte es auch anders sein. Aber dennoch kamen wir über Sebastian auf der linken Seite zu einem Angriff, welcher uns sogar zu einem Eckball verholf, spaeter sogar noch ein zweiter. Leider waren aber unsere Mittel so bescheiden, dass wir den gegnerischen Torwart, der sich im Laufe der 1.Halbzeit hoffentlich keine Erkältung wegen Beschaeftigungslosigkeit geholt hat, nicht vor unloesbare Probleme stellten. Nur beim Wiederanstoss nach einem unserer Gegentore, zog Stefan direkt vom Anstosspunkt eine Bogenlampe auf sein Tor. Aber der Unparteiische, der uns mit manchem Abseitspfiff vor einem noch hoeheren Rueckstand gerettet hatte, legte die neue Anstossregel anders aus und liess wiederholen. Die weiterhin anrennenden Gaeste konnten wir dann aber nur mit Hilfe des Schieris stoppen. Denn der pfiff puenktlich zum Pausentee. Alle waren ziemlich geschafft und Kritik an unserer Spielweise war bei diesem ungleichen Duell von vornherein nicht akzeptabel. Also ging es mit einigen mündlich ausgesprochenen Mutmachern in die zweite Haelfte. Nach drei gespielten Minuten klingelte es schon wieder im Kasten von Rene. Ein Kopfball fand den Ball in unser Tor. Obwohl unser Mann zwischen den Pfosten genau in der Schussrichtung stand, liess er den Ball passieren. Eine aehnlich unglueckliche Figur machte er in der Szene zum 0:6 in der 47.Minute. Statt einen bereits abgewehrten Ball, den er mit dem Koerper haette sichern koennen, ins Aus zuschlagen, versuchte er diesen im Spiel zu halten und zu einem seiner Mitspieler zu passen. Dabei verliess er sein Tor in Richtung halbrechte Seite und spielte das Leder genau zu einem vor dem Strafraum lauernden Gast. Der brauchte nur noch das Runde in das Eckige zu schieben. Einfacher geht es nicht. Trotz der spielerischen und zahlenmaessigen Ueberlegenheit der Wackeraner, hatten wir mindestens 50% Eigenanteil an allen bis zu diesem Zeitpunkt kassierten Toren. Dennoch hatten wir im Verlauf der zweiten Haelfte, besonders nach dem klaren Rueckstand, auch unsere Chancen. Mit dem klaren Vorsprung im Ruecken taten unsere Gaeste nur noch das Noetigste und oeffneten ihre Abwehr. Nach dem Motto: Viele Tore, lasst mich auch eins schiessen, rueckten die Abwehrspieler auf. Stefan stiess immer oefters in diese entstehenden Luecken, besonders auf der rechten Angriffseite und beschaeftigte nun die, bis dahin arbeitslose, Abwehr. Und plötzlich bekamen wir unsere Torchancen. Wie diese, nach einer Flanke von Stefan auf den ueber links eingelaufenen Marcus. Der grossgewachsene Wacker-Torwart verschätzte sich und Marcus schoss den genau getimten Ball direkt im halblinken Strafraum aufs leere Tor. Aber wo sollte auch in so einem Spiel das Glück herkommen? Der Ball setzte vor der Linie auf und prallte an die Lattenunterkante des Gaestegehaeuses. Von da ging er nicht ueber die Linie, sondern wieder ins Spielfeld zurueck. Da kein weiterer Spieler unseres Teams mitgelaufen war, befoerderte der am naechsten stehende Abwehrspieler das Leder aus der Gefahrenzone. Dennoch gaben wir uns nicht auf und Stefan hatte in der 57.Minute mehr Glück. Er zog wieder nach einem Klassepass von Raphael in den Strafraum und hob den Ball über den herausstürzenden Keeper ins lange Eck. Ehrentor. Der Lohn fuer staendiges Kaempfen und Verteidigen. Denn hinten liessen wir jetzt nichts mehr anbrennen. Rene hatte sich gefangen und konnte mit sicherem Fangen und sogar einer Fussparade noch Aergeres verhindern. Stefan versuchte nach vorn weiter fuer Entlastung zu sorgen, aber der Gaestetorhueter hatte etwas dagegen und verhinderte mit einigen Ausfluegen aus seinem Tor a la Manuel Neuer, dass wir noch einmal nachlegen konnten.

Fazit: Trotz dieser zu erwartenden Niederlage verkaufte sich unser Team zumindest in der zweiten Halbzeit recht ordentlich und konnte noch erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen. Mit einem kompletten Aufgebot waere auf jeden Fall ein besseres Ergebnis moeglich gewesen, so mussten wir wieder einmal der Unterzahl Tribut zollen. Aber das Lied pfeifen ja bei uns schon lange die Spatzen von den Daechern.

PS: Marcus, unserem frischgebackenem Ehemann, recht herzliche Glückwünsche und Danke für das Hochzeitsbier nach Spielschluss.

Uwe Krost