Startseite  Spielberichte  Saison 2016/17  01.08.2016 Pokalspiel

TuS Leutzsch gegen WSG Mitte

Zum Spiel erschienen;

Stefan, Michael D., Patrick, Jonas, Marcus R., Rene, Christian Sch., Michael R., Tino, David. Sebastian, Paul, Raphael und Robert

 

Verantwortliche:

Uwe, Heiko, Maik und Thomas

 

Die Start-Elf

Ein 3-1-4-2.

Tor: Michael D.

Abwehr: Christian B., Raphael, Paul

6 er: Marcus R.

Mittelfeld: Patrick, Stefan, Jonas, Sebastian

Sturm: Michael R., David

Wechselspieler: Rene, Robert, Tino

 

Zuschauer: 8

 

Kurzbericht:

07. Minute: 1:0

27. Minute: 2:0

32. Minute: 3:0

33. Minute: 4:0

Halbzeit: Wechsel; Tino für Christian Sch. und Robert für Patrick

39. Minute: 5:0

50. Minute: Wechsel; Christian Sch. für Michael D.

50. Minute: Wechsel; Rene für Michael R.

51. Minute: Wechsel; Patrick für Sebastian

54. Minute: 6:0

58. Minute: 7:0

60. Minute: Wechsel; Michael R. für Jonas

67. Minute: 8:0

69. Minute: 8:1 Patrick

 

Lehrstunde beim Pokalsieger

Als vor einigen Wochen die erste Runde im Volkssportpokal ausgelost wurde, da stoehnte manch WSG-Aktiver und Nichtaktiver ueber den Losentscheid. Wieder einmal hatte uns in der ersten Runde ein wahrer Hammer erwischt. Waren es allein in den letzten Jahren Mannschaften wie Markkleeberg als Stadtmeister sowie zweimal die Loksche aus Probstheida als Vizemeister bzw. Tabellenfuenfter der hoechsten Spielklasse im Volkssport, der Stadtliga, so setzte sich unser „Losglueck“ auch in diesem Spieljahr fort. Keinem Geringeren als dem Pokalsieger TuS Leutzsch, welcher bereits zum vierten Mal in Folge den Pott sein eigen nennen konnte, wurden wir zugelost. Unsere Devise konnte nur lauten: Augen zu und durch und sich so teuer wie moeglich verkaufen. Denn schon auf dem Papier war dies ein ungleiches Duell.

Für einen so zeitig beginnenden Saisonstart, wie die erste Pokalrunde, waren erstaunlich viele Spieler unserer Mannschaft anwesend, so dass wir mit Tino, Robert und Rene sogar noch drei Wechselspieler zur Verfuegung hatten. Da sich unsere Torwartproblematik mit dem aus gesundheitlichen Gruenden ausgeschiedenen Franz Ho. (alles Gute für die Zukunft) nicht gerade verbessert hat, standen dennoch drei Kandidaten zur Verfügung. Die Entscheidung fiel auf Michael D., da er fuer eine Feldposition gesundheitlich nicht in bester Verfassung war. Raphael organisierte wieder die Deckung mit seinen Schaefchen Christian Sch. und Paul. Vor ihnen sollte Marcus die Verbindung zum Mittelfeld herstellen, welches sich diesmal aus Patrick, Stefan, Jonas und Sebastian zusammensetzte. Im Angriff liefen David und Michael R. auf.

Sofort nach dem Anpfiff, des bis zur letzten Minute soliden Schiedsrichters, war klar, wessen Musik heute gespielt wurde. TuS Leutzsch uebernahm sofort das Heft des Handelns in die Hand, ohne das es gleich zu Torchancen fuer sie kam. Wir versuchten uns auf ihr Spiel zu konzentrieren und die Laufwege zu unterbinden. Um selbst das Spiel zu bestimmen, waren wir technisch und spielerisch kaum in der Lage. Im Verlauf der ersten Minuten merkten wir bereits, dass wir mit langen Paessen auf unsere Stuermer zwar für Entlastung hinten sorgten, aber unsere Spitzen maechtig in der Luft hingen. Patrick und David versuchten ueber die rechte Seite, die wenigen Moeglichkeiten auszuspielen, blieben aber, wie auch Michael R, auf der linken Seite immer wieder an ihren Gegenspielern haengen. Ein Torabschluss war in der ersten Haelfte so gut wie gar nicht zu verzeichnen. Dagegen schoss Leutzsch in der 7.Minute das 1:0. Das passierte nach Davids Ballverlust in Hoehe der Mittellinie und dem kurz danach geschlagenen Luftloch von Christian Sch. an unserem 16 er. Der Gegenspieler bedankte sich in dem er sich auch noch Michael D. in unserem Tor ausguckte und ihn mit einem Schuss in die kurze Ecke auf dem falschen Bein erwischte. Ein absolut unnoetiges Tor. Leutzsch machte jetzt weiter Druck, aber mit Glueck und Geschick verteidigten wir, zeitweise in hoechster Not , den knappen Rueckstand. Dass es dabei nicht bleiben wuerde, war beim Anblick der hochüberlegen gefuehrten Partie unserer Gastgeber jedem klar. Raphael versuchte staendig seine Vorderleute zu lenken um die schnellen und trickreichen Angreifer zu stellen und den Sturmlauf zu unterbinden. Und das gelang weitere 20 Minuten nach der Fuehrung ganz gut. Zwar musste Michael D. im Tor noch einige Male mit letztem Einsatz auf der Linie retten, aber es hatte den Anschein dass wir uns gefangen haetten. Leider truegte der Schein. Denn binnen 6 Minuten waren alle unsere Hoffnungen auf ein solides Halbzeitresultat nur noch Makulatur. In dieser Zeit zwischen der 27. und 33. Minute schien unsere Abwehr außer Rand und Band zu sein. Keiner fuehlte sich ploetzlich mehr an seine Position gebunden. Der Vergleich Huehnerhaufen traf die Situation voll und ganz. Leutzsch spielte jetzt all seine Staerken aus und nutzte jeden unserer Fehler und Unkonzentriertheiten . Trotz dass wir in der Abwehr in Ueberzahl waren, liefen sie durch unsere Reihen, wie durch Slalomstangen. Teilweise reichte eine Koerpertaeuschung schon aus, um zwei unserer Abwehrspieler ins Leere laufen zu lassen. Die Baelle, welche muehevoll erkaempft wurden, landeten mit dem naechsten oder spaetesten übernaechsten Pass beim Gegner, der gnadenlos diese Vorlagen zu seinen Gunsten nutzte und in zwei, drei schnellen Zuegen alles aushebelte, was sich noch in den Weg warf. Michael D. hatte nicht die Spur einer Chance in seiner Schiessbude. Gottseidank beendete der Schieri puenktlich die 1.Haelfte. Was sollte man den Jungs nun noch für die zweite Halbzeit auf den Weg geben? Thomas appelierte an alle, auch nach Ballverlusten weiter nachzusetzen und zu kaempfen. Leichter gesagt als getan. Tino loeste Christian Sch. ab, der in zwei Situationen, welche zu Toren fuehrten, keine gute Figur gemacht hatte. Robert kam für Patrick, der viel gerannt war, aber vorn kaum zur Entfaltung kam. Schadensbegrenzung war angesagt. Doch der Zustand sollte nur 4 Minuten halten. Da klingelte es erneut in unserem Kasten. Ueber rechts wurde unsere linke Abwehrseite ausgespielt. Flanke in den Strafraum. Wer am hoechsten sprang war ein Gruener. Und das das Alles nicht schon besch…. genug waere, stieß auch noch Michael D. in der 50.Minute mit einem Gegenspieler beim Abwehrversuch in unserem Strafraum so heftig zusammen, dass er verletzt das Spielfeld verlassen musste (beste Genesungswuensche). Da nun wieder ein Schiessbudenverwalter gesucht wurde, bot sich Tino an. Christian Sch. musste dadurch erneut ins Spiel und Rene kam fuer Michael R., der sich eine Verschnaufpause erbat. Kurz danach wechselte Patrick mit Sebastian. Tino hatte nicht viel Zeit sich im wahrsten Sinne des Wortes warm zu halten, denn in der 54. und 58. Minute vielen Tor Nr. 6 und 7 nach Flanke wieder von rechts und Kopfball bzw. Schuss von der Strafraumlinie aus zentraler Position, nachdem alle unsere Jungs ausgespielt waren. Das sah schon sehr nach Demoralisierung aus. Michael R. ging noch einmal ins Spiel fuer Jonas, dem man heute auch einen gebrauchten Tag angedreht hatte. Gegenangriffe unserer Mannschaft hatten auch in dieser 2.Haelfte Seltenheitswert und wenn mal etwas durchkam, dann fehlte das Zielwasser (Stefans Schuss und Raphaels Freistoss ueber das Tor). Um noch der Chronistenpflicht nachzukommen, das 8.Tor der TuS fiel in der 67. Minute. Man brauchte schon gar nicht mehr hinzuschauen. Na nicht ganz. Denn auch wenn wir in den letzten Jahren immer mit Packungen gegen die oben erwaehnten Gegner vom Platz geschickt wurden, so hatten wir dennoch stets ein Ehrentor erzielt. Auch das war uns in diesem Spiel vergoennt. Raphael hatte sich den Ball in der vorletzten Minute im Mittelfeld erkaempft und sah Patrick in Richtung gegnerischer Strafraum laufen. Diesen bediente er mit einem schoenen Pass, der Abwehrspieler kam zu spät und Patrick schob den Ball am herausstuerzenden Torwart der Leutzscher in die Maschen. Ein kleiner Schoenheitsfleck im Spiel der Gastgeber, mehr nicht. Für uns eine Fortsetzung der „Tradition“, mehr nicht. Patrick hatte sogar mit dem Schlusspfiff noch eine Kopfballgelegenheit. Aber der Schieri pfiff die unuebersichtliche Situation im 5-Meterraum ab und auch das Spiel.

Fazit: Wir hatten alle (Spieler wie Zuschauer) in 70 Minuten eine echte Lehrstunde über Fussball erhalten und mussten dies schmerzhaft zur Kenntnis nehmen. Aber die Saison geht erst los und wir konnten sicherlich einige Erkenntnisse aus der Niederlage fuer unser Spiel in der nahen Zukunft gewinnen. Wir muessen sie nur noch in die kommende Praxis umsetzen.

Uwe Krost