Startseite  Spielberichte  Saison 2015/16  03.06.2016 Punktspiel

WSG Mitte gegen LFC

Zum Spiel erschienen;

Stefan, Michael D., Michael Kr., Raphael, Jonas, Robert, Marcus R.,Rene , Christian Sch., Michael R.,Matthias, Sebastian und Paul

Verantwortliche:

Uwe, Michael Kl., Maik und Tino (2.Halbzeit)

Die Start-Elf

Ein 3 - 1 - 4 - 2.

Tor: Michael D.

Abwehr: Christian Sch., Mathias., Paul

6er: Raphael

Mittelfeld: Jonas,, Stefan, Marcus, Sebastian

Sturm: Michael Kr., Michael R.

Wechselspieler: Rene, Robert

 

Zuschauer: 5

 

Kurzbericht:

11. Minute: 0 : 1

25. Minute: Wechsel; Robert für Paul

36. Minute: Wechsel; Paul für Robert

45. Minute: Wechsel; Rene für Michael Kr.

50. Minute: Wechsel; Michael Kr. für Michael R.

53. Minute: Wechsel; Michael R. für Paul

60. Minute: Wechsel; Robert für Rene

64. Minute: 0 : 2

 

4 x Alu oder warum die bessere Mannschaft verlor

Nach der Beendigung unserer Negativserie letzte Woche gegen BW West kam zum nächsten Heimspiel der Tabellenführer LFC 07 zu Besuch. Noch schmerzhaft in Erinnerung war allen beteiligten unseres Teams die demütigende Niederlage aus dem Hinspiel am Gontardweg. Diese wollten wir auf jeden Fall mit einer guten Leistung und dem Schwung aus dem letzten Spiel vergessen machen.

Leider mussten wir wieder auf einigen Positionen personell umstellen, da wichtige Spieler aus den unterschiedlichsten Gruenden nicht zur Verfügung standen. Die erste Schluesselposition war die des Torhüters. Leider zum x-ten Mal in dieser Saison stand diese zur Disposition, da Franz nicht anwesend war. Da sich Jonas nicht entschließen konnte, Matthias noch das Glückauf-Spiel im Kopf hatte und Tino erst zur zweiten Halbzeit vorbeischaute, stellte sich Michael D. wieder einmal in den Dienst der Mannschaft und in die Schiessbude. Die Abwehr musste daher umgestellt werden. Neben dem Organisator Matthias nahmen Christian Sch. und diesmal Paul für den indisponierten Michael Kl. die Plaetze in der Abwehr ein. Für das defensive und offensive Mittelfeld standen Jonas, Stefan, Marcus Sebastian und Raphael bereit. Vorn sollten es Michael Kr. und einer unserer Newcomer Michael R. richten, da David, Patrick und Christian B. nicht zur Verfügung standen. Auf der Wechselbank nahmen Rene und unser Debuetant Robert Platz.

Das dieses Spiel von der Intensität ein Anderes als das von letzter Woche werden wird, war jedem von uns klar. Zumal die Umstellungen in unserer Mannschaft nicht unbedingt zur Stabilitaet beitragen koennten. Also sollten alle unsere Spieler von Anfang an hellwach sein und absoluten Einsatz zeigen.

Doch noch war eine andere Herausforderung zu meistern. Puenktlich 18:30 Uhr standen alle Spieler beider Mannschaften auf dem Platz. Wer nicht erschien, war der Mann in Schwarz. Sollte das Spiel nicht in Gefahr geraten auszufallen und dadurch entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen, musste improvisiert werden. Da wir platzbauende Mannschaft, sprich Gastgeber waren, sollte der Schiedsrichter aus unseren Reihen nominiert werden. Nach Einigung mit dem Gegner stellte sich Michael Kl. für die erste Halbezeit zur Verfuegung, Maik übernahm die zweite Hälfte. Das Spiel begann mit Vorstoessen des LFC in unsere Hälfte und ein erster Warnschuss aus dem Hinterhalt jagte an unserem Kasten knapp rechts vorbei. Wir brauchten ein wenig um uns auf das Spiel des Tabellenführers abwehrmäßig einzustellen und die Zuordnung zu gewährleisten. Leider hatten wir diesen Prozess bis zur 11.Minute noch nicht ganz abgeschlossen, denn da wurden wir, wieder durch den gleichen Schützen aus den Anfangsminuten, aus allen Traeumen gerissen. Dieser war an unserer Strafraumgrenze durch eine Kombination völlig freigespielt wurden und der anschließend trockene ansatzlose Schuss schlug aus Sicht des Schuetzen knapp rechts neben dem Pfosten ein. Michael D.´s Fußabwehr sah ungluecklich aus und kam ausserdem zu spaet. Ein unnoetiges Tor, da wir bis hierhin ordentlich mitgespielt hatten, aber vorn auch noch keine Baeume ausgerissen hatten. Das sollte sich aber jetzt aendern. Die Mannschaft machte sich noch einmal Mut, bliess zum Angriff. Und kurz danach hatten wir die Ausgleichschance auf dem Fuss. Ein schoener Angriffszug über halb rechts sah Michael Kr. im Ballbesitz. Dieser zog in den Strafraum hinein und bediente den links neben ihn laufenden Michael R. Der wiederum hatte nur noch den gewichtigen Torhueter, der sich entsprechend breit machte, vor sich. Ob es nun die Gedanken an die letzten vergebenen Großchancen in seinem Debuetspiel letzte Woche waren (zweimal kurze statt lange Ecke) oder auch nicht, er suchte sich die lange Ecke des Tores aus. Doch in diese sprang der Kister des LFC wie ein Panther und konnte so den Ball noch aus der Ecke fischen. Schade, denn das waere die richtige Antwort auf die Führung gewesen. So ging es im Verlauf der ersten Halbzeit immer hin und her. Michael D. konnte sich während dieser Zeit mehrfach auszeichnen. Bei weiteren Fernschuessen, die für Gefahr sorgten, war er jetzt auf dem Posten und machte diese unschaedlich. Im Gegenzug auf der anderen Seite, sorgte Michael R. immer wieder auf der rechten Seite für ordentlich Betrieb und bereitete seinem Gegenspieler arge Probleme, die z.T.im Festhalten endeten. Wieder zog er in den Strafraum hinein und bediente den im Strafraum einlaufenden Stefan mit einer, etwas zu hoch angesetzten, scharfen Eingabe. Stefan kam vor seinem Gegenspieler an den Ball, nahm das Leder direkt und vollendete leider hoch über das Tor. Aber genauso mussten wir weiterspielen. Unser Gegner zeigte sich nun anfälliger in der Abwehr. Sebastian ging über die linke Seite keinem Zweikampf aus dem Weg und eine verunglueckte Flanke haette fast den Weg ins Tor gefunden, aber der zurueckgelaufene Torhüter bekam wieder noch ein paar Finger an den Ball. Das Uebergewicht war jetzt eindeutig auf unserer Seite und Raphael, Jonas und Marcus kaempften im Mittelfeld um jeden Ball. Die Zuordnung in der Abwehr klappte nun wesentlich besser. Nach 25 Minuten mussten wir wechseln, da sich Paul, der sich im letzten Spiel kurz vor Schluss bei einem unnötigen Foul des Gegners eine Schulterverletzung zugezogen hatte, am Bein verletzte. Für ihn wurde Robert eingewechselt. Der Fußballdebuetant hatte erst einmal Probleme aus der Kalten sich in diesem nun sehr intensiven Spiel zu Recht zu finden. Paul dirigierte ihn von Aussen zu seinen Positionen. Nach einem Angriff im LFC-Strafraum hatte er sogar eine Chance im Nachschuss aus dem Gewuehl aufs Tor zu schiessen. Leider traf er in diesem Moment die falsche Entscheidung: Das Abspiel zum schlechter postierten Nebenmann. Bis zum Halbzeitpfiff waren wir naeher am Ausgleich, ohne uns aber weitere absolute Chancen herauszuspielen. In der Halbzeit machten sich alle Mut, dass dieser Gegner zu knacken ist und wir fortan so mutig und forsch nach vorn spielen wollten, ohne die Abwehr zu vernachlässigen. Alle waren sich sicher, dass dies nicht das Endergebnis sein konnte. Gewechselt wurde nicht nur auf der Schieri-position. Alle hatten sich Mühe gegeben, ohne größere Fouls Probleme beim Pfeifen zu bereiten und so pfiff Maik die 2.Hälfte an. Robert waren die ersten 10 Minuten in seinem aktiven Fußballerleben schon maechtig in die Gebeine gefahren. Der wiedergenesene Paul erloeste ihn vorerst wieder mit dem Rueckwechsel. Nun sollte der Versuch einer Aufholjagd beginnen, an die sich alle Besucher dieses Spieles noch lange erinnern werden. Wir verschaerften noch mehr das schon hohe Tempo und unsere ueber die linke und rechte Seite vorgetragenen Angriffe, wurden für den Aufstiegsaspiranten immer prekaerer. Sie konnten sich aus unserer Fluegelzange Michael R. und Sebastian zeitweise nur noch mit unkontrollierten Schlaegen befreien. Diese Baelle wurden prompt durch unsere, an der Mittellinie aufgerückte, Abwehr wieder zurück in unser Angriffsspiel gebracht. Ein typisches Forechecking. Sebastian vernaschte mehrfach im Zusammenspiel mit Stefan und Michael Kr. die linke Abwehrseite und ging z.T. bis zur Grundlinie. Leider konnten seine Flanken nicht von den mitgelaufenen Mitspielern veredelt werden. Auch Michael R. über die rechte Bahn versuchte ständig im eins gegen eins sich am Gegner spielerisch durchzusetzen und nur mit Hilfe mehrerer Abwehrspieler wurde er am finalen Schuss gehindert. Und waren alle gegnerischen Spieler endlich ausser Gefecht gesetzt, dann hatten sie heute noch einen zwölften Mann in Form des Torgebaelks auf ihrer Seite. Es begann mit einem Durchbruch von Jonas auf der rechten Seite. Seine beabsichtigte Flanke in den Strafraum rutschte ihm ab und der Ball senkte sich über Freund und Feind auf die Latte ueber der langen Ecke. Wenn der reingeht- Tor des Monats. Aber nichts mit ARD-Sportschau. Dennoch kamen jetzt die Chancen im Minutentakt. Mit einem herrlichen Pass bediente Sebastian Michael R. wieder über rechts. Dieser chipte den Ball phantastisch in den Strafraum auf den Kopf des dort am Elfmeterpunkt frei eingelaufenen Raphael. Leider setzte Raphael den gut getroffenen Ball etwas zu niedrig an, so dass der Tausendsassa von Torwart des LFC den Ball im Hechtflug noch an die Lattenunterkante befördern konnte. Den von dort leider wieder ins Feld springenden Ball konnte der unmittelbar vorher für Michael Kr. eingewechselte Rene nicht kontrollieren und die Chance war vorbei. Aber wieder unmittelbar nach dieser Szene, die nächste Großchance. Raphael flankte den Ball von der rechten Seite direkt vor das Tor und wieder rettete die Latte. Den schwierig zu kontrollierenden Nachschuss schiebt Stefan- na wohin wohl- an den Pfosten. Viermal Aluminium in kuerzester Zeit. Niemand im weiten Rund, der sich an solche kuriosen Szenen in so kurzer Abfolge erinnern konnte. Selbst dem Betreuer des LFC war dies schon peinlich und es kam die Frage, ob wir denn heute kein Tor schiessen wollten. Unmittelbar nach dieser Szene bestätigte Stefan diese Anfrage, indem er in zentraler Position aus ca. 15 Metern einen zu kurz abgewehrten Ball vor die Fuesse bekam, aber seinen Schuss nicht platziert genug abgeben konnte. Wer ihn im zweiten Nachfassen hatte, war wieder einmal der letzte Mann vom LFC. Es war zum Maeusemelken. Wir versuchten alles. Jetzt war bei uns, wie auch beim Gegner, staendiges Wechseln an der Tagesordnung. Das engagierte Spiel auf beiden Seiten forderte Tribut. Michael Kr. kam für Michael R. Dieser wieder drei Minuten spaeter für Paul, bei dem sich nun seine angegriffene Schulter bei einem Zweikampf schmerzhaft meldete und last but not least Robert für Rene. Dieser arme Kerl landete aber nicht im Sturm, wo Rene bisher seine eingeschraenkten Kreise zog, sondern durch erneute Umstellung, wieder hinten auf der Rechtsverteidigerposition für Paul. Der LFC hatte sich mittlerweile aus der fast schon zugezogenen Schlinge befreit und erarbeitete sich nun seinerseits Möglichkeiten, das Spiel endgültig zu entscheiden. Dem Druck, den wir gute 20 Minuten auf die gesamte Spielhaelfte des LFC erfolglos ausgeübt hatten, mussten wir nun Tribut zollen. Das Mittelfeld, das im staendigen Nachrücken nach Vorn kraeftemaessig bis an die Grenzen gegangen war, konnte die jetzt entstehenden groesseren Lücken zur Abwehr bzw. zum Angriff nicht mehr schliessen. Der LFC zeigte jetzt, warum er nicht zu Unrecht an der Spitze der Tabelle steht. Doch es musste schon ein Fehler unseres Debuetanten Robert reichen, dass unser Gast endgültig als Sieger den Rasen verliess. Ein Fehlpass im Aufbauspiel, des in die Zange genommenen Robert, hebelte unsere nach vorn aufrueckende Abwehr völlig aus. Der letzte Mann, in diesem Fall Christian, wurde klassisch im Dreieck ausgespielt und der daraufhin voellig frei stehende Stürmer, brauchte sich nur die in diesem Moment aermste Sau unseres Teams-Michael D.- auszugucken und schob den Ball an ihm vorbei zum 0:2-Endstand. Denn trotz jeglichen nochmaligen Aufbegehrens war jetzt unsere Moral so gut wie gebrochen und an eine Wende in diesem Spiel nicht mehr zu denken. Der Gegner hatte sein Ziel erreicht und spielte die Uhr herunter, so dass sich auf beiden Seiten nichts Erwaehnenswertes mehr ereignete.

Fazit:

Der liebe Fußballgott, sollte er da oben irgendwo sein (Un)wesen treiben, war heute mit der Truppe vom Gontardweg und hatte in Form des Keepers und dessen Gehaeuse seinen Diener auf Erden. Dennoch sollten wir jetzt nicht alle glaeubig werden, sondern nur an unsere eigene Stärke glauben, die wir heute, wie auch beim letzten Spiel, mehrfach gezeigt haben. Denn nicht die bessere Mannschaft hatte heute gewonnen.

Uwe Krost