Startseite  Spielberichte  Saison 2015/16  29.04.2016 Punktspiel

Turbine gegen WSG Mitte

Zum Spiel erschienen;

Tino, Michael D., Rene, Raphael, Michael Kl., Marcus H., Marcus R., Stefan, Jonas, Christian Sch., Michael Kr. und Paul

Verantwortliche:

Uwe, Thomas, Maik

Die Start-Elf

Ein 3 - 1 - 4 - 2.

Tor: Tino

Abwehr: Christian Sch., Michael D., Michael Kl.

6er: Marcus R.

Mittelfeld: Marcus H., Raphael, Stefan, Paul

Sturm: Michael Kr., Rene

Wechselspieler:

 

Zuschauer:

 

Kurzbericht:

04. Minute: 1 : 0

46. Minute: 2 : 0

Revanche missglückt

Zunächst möchte der Autor dieses Spielberichtes der Mannschaft von Rasenballsport Leipzig zum erkämpften Punkt gegen Arminia Bielefeld und all den Mannschaftskameraden der WSG Leipzig Mitte gratulieren, welche sich diesen Punktgewinn life und in Farbe im Zentralstadion zu Gemüte geführt haben. Am anderen Ende der Stadt standen gerade mal 11 Spieler, welche nicht alle zu 100% einsatzfähig waren, auf dem Platz von Turbine Leipzig. Dass unser Gegner selbstverständlich mit voller Kapelle zum Spiel antrat, wurde durch deren Kapitän mit stolzer Brust vor dem Spiel auf Anfrage bestätigt. Wir mussten dagegen auf sage und schreibe 6 Positionen, im Vergleich zum Heimspiel gegen Energetik, die Mannschaft umstellen. Da kein Torwart zur Verfügung stand, erklärte sich Tino bereit, die Kiste zu besetzen. Davor organisierte Michael D. die Abwehr, die sich wieder aus den bewährten Christian Sch. und Michael Kl., der sich trotz eines Infekts als elfter Mann zur Verfügung stellte, zusammensetzte. Im Mittelfeld gab Marcus H. auf der rechten Seite seinen Einstand. Ihm zur Seite standen Raphael, Markus R., Paul und Stefan. Vorn wurden Michael Kr. und Rene positioniert. Das mit dieser Aufstellung eine Revanche vom Hinspiel, welches wir sehr unglücklich wegen eines angeblichen Handelfmeters in der allerletzten Minute verloren hatten, sehr schwer sein würde, war allen Beteiligten unseres Teams klar. Und auch der Spielverlauf nach Anpfiff bestätigte dies auf sehr schmerzvolle Weise. Denn nach kurzem Abtasten kam Turbine in der 4. Minute über die linke Angriffsseite völlig freigespielt zum Flanken. Der Linksaußen konnte sich ganz bequem den Ball bis zum 16 er vorlegen und dann seinen am rechten Pfosten eingelaufenen Mitspieler per Flanke bedienen. Unsere Spieler waren bei diesem Spielzug nur schmückendes Beiwerk und Tino hatte in unserem Tor kaum eine Abwehrchance. In dieser Situation zeigte sich das ganze Dilemma, welches uns dann nach und nach über die ganze 1. Halbzeit begleitete. Marcus H. zeigte, natürlich zwangsläufig aufgrund fehlender Spielpraxis auf Großfeld, gravierende Fehler im Stellungsspiel, die unser Gegner immer wieder versuchte auszunutzen. Nach dem wir diesen Angriffsschwung nach ca. einer Viertelstunde überstanden hatten, konnten auch wir Akzente in diesem Spiel liefern. Vor allen Dingen Stefan zog an allen Ketten und verzog nach schönem Angriffsspiel einen Schuss aus ca. 20 Metern weit am Tor vorbei. Er hatte aber kurz danach wieder eine große Möglichkeit, als er sich bis in den Fünfmeterraum von Turbine tankte und erst am gegnerischen Torhüter scheiterte. Wiederum kurz nach dieser Chance war es erneut Stefan, der über halb rechts seine Gegner stehen ließ und in den Strafraum eindrang. Leider hatte er den mitgelaufenen Michael Kr. auf rechts nicht in sein Spiel mit eingebunden und konnte vom Gegner erfolgreich bekämpft werden. Es sah zeitweise gar nicht so schlecht aus für unsere Farben, aber unser Tordilemma zeigte sich wieder einmal in der fehlenden Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor des Gegners. So konnte Turbine sich wieder aus der durchaus für sie gefährlichen Situation befreien und seinerseits Angriffe zu gestalten. Diese brachten aber im Verlauf der 1. Halbzeit keine weiteren Möglichkeiten für die Gastgeber, obwohl unsere rechte Abwehrseite teilweise sehr entblößt wirkte. Die Halbzeit kam und wir konstatierten, dass unsere Leistung zumindest zu einem zwischenzeitlichen Remis gereicht hätte. Aber was sollte alles „Wenn und Aber“. Wir lagen hinten. Die Konsequenz: Marcus H. wurde weiter nach vorn verschoben, da das Risiko zu hoch war, ihn auf der bisherigen Position verbleiben zu lassen. Wir wollten noch einmal alles versuchen. Der knappe Rückstand ließ uns alle Möglichkeiten offen. Das Spiel gestaltete sich jetzt relativ ausgeglichen zwischen den Strafräumen, da immer wieder ungenaue Abspiele auf beiden Seiten den Gegner wieder ins Spiel kommen ließen. Wir hatten sogar Möglichkeiten, in Tornähe zum Erfolg zu kommen, wie z.B. ein schöner Pass von Michael Kr., der sich in der Turbine-Hälfte an mehreren Spielern vorbeigetankt hatte und Markus R. wunderbar im Strafraum bediente. Leider stand der nach Meinung des Schiedsrichters im Abseits und das daraufhin erzielte Tor konnte nicht anerkannt werden. Auch Rene kämpfte mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und bediente Michael Kr. mit einem schönen Zuspiel. Leider ließ sich Michael Kr. daraufhin in mehrere Duelle mit gegnerischen Abwehrspielern ein, welche er nicht gewinnen konnte. Ein Direktschuss nach Ballannahme wäre angebrachter gewesen. Leider war das schon alles von unserem Angriffsschwung nach dem Pausentee und in der 46. Minute machte unser Gastgeber den Sack zu. Christian, der heute leider auch einen gebrauchten Tag angedreht bekommen hatte, stand schlecht zu seinem Mann. Dieser freistehende Spieler bediente dadurch den links aufs Tor durchbrechenden Außen, der sich Markus R. wie eine lästige Fliege per angelegtem Arm entledigte und frei gnadenlos mit links genau ins rechte untere Eck einschoss. Tino war chancenlos. Der Rest des Spieles ist schnell erzählt. Trotz der noch zu spielenden knappen 25 Minuten war bei uns der Riemen runter. Jetzt zeigte sich, dass keine Wechselspieler anwesend waren, die unser angeschlagenes Team hätten entlasten können. Marcus H. kroch auf seiner neuen Position auf der Felge. Muskuläre Probleme und mangelnde Kondition plagten ihn zunehmend. Teilweise spielte wir nur mit 10 Mann. Auch wenn sich unsere Spieler, wie Paul und Raphael, ins Zeug warfen, Tino Übersicht im Kasten bewahrte und uns vor einem größeren Rückstand bewahrte, nach vorn ging nichts mehr. Der Torhüter von Turbine hatte einen relativ geruhsamen Abend in der 2. Hälfte, auch wenn er immer mal seine Vorderleute aufforderte aufmerksamer zu sein. Zu harmlos waren unsere Spielzüge in Richtung seines Tores.

So wurde es nichts aus unserer erhofften Revanche und das Fazit, nach nunmehr drei Niederlagen in Folge, kann nur lauten: Wir werden aus dieser gegenwärtigen Situation nur herauskommen, wenn sich a l l e Spieler unserer Mannschaft hinterfragen, ob sie A l l e s für unseren Verein geben und mit ihrem Herzen dabei sind. Der Freitagabend ließ dazu einiges an Fragen offen.

Uwe Krost