Startseite  Spielberichte  Saison 2015/16  22.04.2016 Punktspiel

WSG Mitte gegen Energetik

Zum Spiel erschienen;

Tino, Michael D., Rene, Raphael, Michael Kl., David, Patrick, Stefan, Franz Ho., Jonas, Christian B., Christian Sch. und Sebastian

Verantwortliche:

Uwe, Heiko, Maik

Die Start-Elf

Ein 3 - 1 - 4 - 2.

Tor: Franz Ho.

Abwehr: Christian Sch., Michael D., Michael Kl.

6er: Christian B.

Mittelfeld: Jonas, Stefan, Raphael, Sebastian

Sturm: David, Patrick

Wechselspieler: Rene, Tino

 

Zuschauer: 15

 

Kurzbericht:

04. Minute: 0 : 1

13. Minute: 0 : 2

36. Minute: Wechsel; Tino für Michael Kl.

47. Minute: 1 : 2 Raphael

60.Minute: Wechsel; Michael Kl. für Christian B.

62. Minute: 1 : 3

65. Minute: Wechsel; Rene für Raphael

 

Dem Gegner die Bälle aufgelegt

Nach dem doch sehr grauseligen Spiel letzte Woche gegen Glückauf 74 empfingen wir an diesem Freitag an gleicher Stelle die Mannschaft von Energetik. Wieder ein Gegner aus dem unteren Tabellenfeld, aber erfahrungsgemäß wesentlich schwerer zu bespielen. Das zeigten die Ergebnisse aus der letzten Saison, als wir zweimal mit 3:2 den Kürzeren zogen. Und auch das Hinspiel am Viadukt war ein sehr Kämpferisches, welches 0:0 ausging. Beim Einlaufen der Mannschaften konnte man sehen, dass sich der Gegner im Laufe der Winterpause nominell verstärkt hatte. Im späteren Verlauf des Spieles zeigte sich dies auch in einer qualitativen Verbesserung.

Unser Team wurde auch verstärkt. David und Patrick waren wieder mit von der Partie und präsentierten sich im Sturm. Franz stand endlich wieder zwischen den Pfosten. In der Abwehr nahmen wir eine Veränderung vor. Michael D. übernahm die Organisation der Abwehr, die sich wieder aus den altbewährten Christian Sch. und Michael Kl. zusammensetzte. Christian B. ging dafür auf die Position vor der Abwehr und Raphael verstärkte das Mittelfeld um Jonas, Stefan und Sebastian. Auf der Wechselbank nahmen zunächst Tino und Rene Platz.

Da es aus unserer Sicht keine Steigerung der miserablen Leistung vom letzten Punktspiel geben konnte, hatten sich unsere Mannen einiges vorgenommen. Die Schmach sollte aus den Köpfen heraus und möglichst schnell getilgt werden. Doch da hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn nach gespielten 4 Minuten holten wir zum ersten Mal den Ball aus unserem Tor. Ein Angriff des Gegners endete in unserem Strafraum und Michael D., der das Leder aus dem um- kämpften Bereich herausschlagen wollte, schoss in seiner Not Christian Sch. an. Von da prallte der Ball einem einlaufenden gegnerischen Spieler vor die Füße, so dass dieser gar nicht anders konnte, als das Runde in das Eckige zu befördern. Toller Beginn. Und da dies noch lange nicht der Höhepunkt des Kuriositätenkabinetts der WSG Mitte an diesem Tag sein sollte, zeigten wir in der 13.Minute die Wiederholung dieses „Meisterstücks“. Diesmal mit etwas veränderten Rollen, aber Michel D. war wieder mit dabei. Für ihn musste es wie ein Dejavu vorgekommen sein, als er erneut im Strafraum einen Ball klären wollte und diesmal Sebastian ihm im Wege stand. Ein Energetiker war auch diesmal der lachende Dritte und netzte zum 0:2 aus unserer Sicht ein. Wir hatten nach Meinung der außenstehenden Betrachter bis dahin kein so schlechtes Spiel gemacht, aber wieder einmal dem Gegner zu zwei Erfolgserlebnissen verholfen, was uns zu so einem frühen Zeitpunkt mächtig unter Druck setzte und ihm in die Karten spielte. Was unser Spiel nach diesem Anfangsschock auszeichnete war, dass wir weiterhin versuchten Energetik zu beschäftigen und sie zu Fehlern zu zwingen. Dabei kam uns zugute, dass der Gegner angesichts seiner Führung uns das Spielfeld mehr oder weniger überließ und nur sporadisch, aber dennoch gefährlich, seine Konter fuhr. Wir wiederum rannten uns leider zu oft am Sechzehner fest und obwohl David, Patrick und Stefan versuchten die vielbeinige Abwehr oft bis zur Grundlinie auszuspielen, fehlte der letzte Pass zum freien Mann. Wir konnten diese gefährlichen Situationen, welche dem Gegner zwei Tore auf unserer Seite beschert hatten, nicht in seinem Strafraum genauso erzeugen. Das Glück war nicht auf unserer Seite, so sehr wir es auch bemühten. Dabei übte unser Torhüter noch Schadensbegrenzung aus, da, kurz vor Ende der ersten Hälfte, bei zwei Durchbrüchen des Gegners auf unserer rechten Abwehrseite, Franz die Übersicht bewahrte und reaktionsschnell aus dem Tor herausgelaufen war. Er konnte in beiden Fällen den jeweils anstürmenden Gegner den Ball abnehmen bzw. vom Tor abdrängen.

Die Halbzeit kam und wir waren uns jetzt schon einig, dass sich trotz der zwei dummen Gegentore unser Spiel wesentlich, im Vergleich zu voriger Woche, verbessert hatte. Wir wollten die Hoffnung nicht aufgeben und uns gegen die drohende Niederlage energisch stemmen. Wichtig war weiterhin, auf die beiden Spielmacher der Energetiker zu achten, die in der ersten Halbzeit mehrfach von ihrem Können gezeigt hatten. So gingen wir in die zweite Hälfte. Tino kam absprachegemäß für Michael Kl. Wir übernahmen wieder das Zepter und versuchten nun mehr Druck auf das Energetik-Tor auszuüben. David bot sich überall im Angriff an und versuchte auch teilweise die Bälle schon aus dem Mittelfeld zu schleppen, was eigentlich gar nicht seine Aufgabe gewesen wäre und ihm letztendlich auch die entsprechende letzte Kraft beim Eindringen in den Strafraum kostete. Jonas, der rechts hinter ihm spielte, versuchte ihn dabei zu unterstützen. Er hatte aber selbst mit dem runden Leder seine Schwierigkeiten, so dass mancher bis dahin gut ausgesehener Angriff, beim letzten Doppelpass scheiterte und der Gegner, dass entscheidende Bein noch dazwischen bekam. Aber auch auf den anderen Positionen wurde jetzt engagierter gekämpft und Christian B., der schon zur Halbzeit über Schmerzen im Oberschenkel klagte, versuchte sich unmittelbar hintereinander an mehreren Fernschüssen, die aber leider das Tor weit verfehlten. Auch Christian Sch., aus dem Hintergrund kommend, nahm einen Abpraller aus der Abwehr direkt aus 20 Metern. Auch dieser ging an Freund und Feind links am Tor vorbei. Da kam die 47.Minute gerade recht. In dieser erhielten wir auf der linken Seite, ca. 20 Meter vor dem Tor einen Freistoß zugesprochen, was in diesem Spiel, dank des nie auf Ballhöhe agierenden schwerbeleibten alten Schiedsrichters, eine Seltenheit darstellte. Stefan schoss den Ball in Richtung Strafraum, aber dieser wurde wieder zu Ihm herausgeschlagen. Im zweiten Anlauf hob er den Ball nun etwas höher in den Strafraum hinein und Raphael, welcher sich dort positioniert hatte, konnte diesen mit einem gefühlvollen Kopfball ins lange Eck vollenden. Anschlusstreffer und neue Hoffnung. Wir hatten noch alle Zeit der Welt und der Gegner schien angeknockt zu sein. Also weiter Richtung Energetik-Kasten. Das sah auch weiterhin ganz gut aus und wir hatten wesentlich mehr Spielanteile, da sich unsere Gäste jetzt noch mehr zurückzogen, um den Vorsprung über die Runden zu bringen. Leider fehlten uns aber bei unserem ständigen Anstürmen, vor allem bei Standards, wie Ecken und Freistöße, die Präzision und Übersicht um diesen Riegel zu knacken. Und wenn wir doch einmal diesen durchbrochen hatten, dann bewahrte der gute Torwart die Nerven und war im letzten Moment dazwischen, wie bei Raphaels Chance kurz vorm Fünfmeterraum oder dem Fernschuss von David, welche er noch unter der Latte herausholte. Christian B. war dann endgültig wechselreif und nach 60 Minuten ging Michael Kl. nochmals ins Rennen. Energetik merkte jetzt, dass das Halten des Ergebnisses ins Auge gehen könnte und steuerte nun mehr zum Spiel bei. Aber unsere Deckung stand gut und konnte entsprechend klären. Franz hatte bis dahin alles soweit im Griff und eigentlich nicht viel zu tun. In der 62.Minute sollte sich das ändern. Nach einem missglückten Angriff waren wir soweit an der Mittellinie aufgerückt und erwarteten eigentlich einen Freistoßpfiff nach Foul an Stefan auf unserer rechten Angriffsseite. Da dieser wieder einmal, wie vorher schon im Strafraum, nicht gegeben wurde, schlug der Gegner einen hohen Pass hinter unsere linke Abwehrseite. Abseits konnte man ausschließen. Der startende Stürmer der Energetiker nahm den Ball auf und lief auf unser Tor zu. Michael D. und Michael Kl., die gute Chancen hatten, den langsamer werden Angreifer einzuholen, hinterher. Franz, der bereits oben erwähnt am Ende der ersten Hälfte auf diese Weise zwei Chancen vereitelt hatte, rannte mit Verzögerung aus dem Kasten dem Stürmer jedoch entgegen. Was zweimal geklappt hatte, sollte doch auch ein drittes Mal klappen. Da hatte er aber mit Zitronen gehandelt. Der Stürmer, welcher eigentlich noch einen weiten Weg bis zu unserem Tor hatte, bewahrte die Übersicht und schoss den Ball aus ca. 25 Metern an Franz vorbei ins verwaiste WSG-Tor zum spielentscheidenden Treffer. Dass dieser das Tor vielleicht noch verfehlen könnte, war ja bei unserm erwähnten heutigen Pechtag sowieso ausgeschlossen. Drei Minuten später war bei Raphael der Riemen runter und Rene holte sich noch die Duschberechtigung für die restlichen 5 Minuten incl. 4 Minuten Nachspielzeit. Denn nun hatten es unsere Gäste überhaupt nicht mehr eilig und merkwürdige Verletzungsunterbrechungen raubten uns auch den letzten Hauch von einer Anschluss- geschweige denn Ausgleichschance. Wieder hatten wir dem Gegner in allen drei Situationen, die zum Endstand führten, die Chancen aufgelegt. Das sollte nicht zur Tradition werden. Die Kabinendiskussionen gingen in die gleiche Richtung und das Kabinenbier, diesmal gesponsert von Sebastian (Herzlichen Glückwunsch zur Vermählung!!!!) konnte nur bedingt darüber hinweg trösten.

Uwe Krost