Startseite  Spielberichte  Saison 2015/16  05.10.2015 Punktspiel

Roter Stern gegen WSG Mitte

Zum Spiel erschienen;

Marcus, Michael Kr., Rene, Maik, Raphael, Michael Kl., Paul, Stefan, Mathias und David

Verantwortliche:

Uwe, Rainer, Michael D.

Die Start-ZEHN

Ein 3 - 1 - 4 - 2.

Tor: Mathias

Abwehr: Paul Raphael, Michael Kl.

6er: Marcus

Mittelfeld: Rene, Michael Kr., Stefan, Maik

Sturm: David

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 5

 

Kurzbericht:

04. Minute: 0 : 1 David

45. Minute: 1 : 1

50. Minute: 2 : 1

70. Minute: 3 : 1

 

Der Unterzahl wieder einmal Tribut gezollt

Nachdem sich unser Team gegen die Mannschaft von Dölzig letzten Freitag trotz vieler Chancen wieder einmal nicht belohnte und am Ende mit 1:2 den Kürzeren gezogen hatte, sollte es gegen die Mannen vom Roten Stern besser gelingen. So war man sich nach der knappen Niederlage vor Wochenfrist einig gewesen. Aber schon der Blick auf die Mannschaftsaufstellung kurz vor Spielbeginn am Montagabend ließ nichts Gutes ahnen. 10 Mann waren es nun schon zum wiederholten Mal, welche die Töppen für unsere Farben schnürten. Da kein Torwart zur Verfügung stand, stellte sich Mathias zwischen die Pfosten. Die Abwehr um Raphael bildeten Michael Kl. und Paul. Davor bezogen Maik, Rene, Stefan, Marcus und Michael Kr. im Mittelfeld Stellung und David war wieder mal der einsame Stürmer, der es irgendwie schaffen sollte zumindest ein Tor zu schießen. Und er schaffte es. Denn nach vier gespielten Minuten hieß es 0:1 aus Sicht der Sterne. Nach dem allgemeinen Abtasten in den ersten Minuten spielten wir einen maßgerechten Konter. Der Ball wurde in unserer Hälfte erobert. David erhielt den Ball vor der Mittellinie und passte ihn genau auf den mitgelaufenen Stefan auf halblinks. David lief sich danach sofort frei und erhielt das Leder wieder genau auf seinen Fuß in halbrechter Position. Sein Gegenspieler war meilenweit von ihm entfernt und auch der Torwart machte keine Anstalten aus seiner Kiste herauszukommen. So hatte David leichtes Spiel und schob den Ball links am Torwart vorbei zu unserer Führung. Ähnlichkeiten sind rein zufällig, aber fast genau vor einem Jahr hatte David beim Roten Stern ebenfalls das 1:0 für uns in den Anfangsminuten erzielt (direkte Ecke-wer sich noch erinnert). So könnte es nun weitergehen, wir hatten den Fehdehandschuh geworfen. Es schien als hätten die Sterne noch gar nicht mitbekommen, dass wir in Unterzahl spielten. Sie rannten nun gegen unsere gut gestaffelte Deckung an, waren aber im Abschluss zu uneffektiv. Wir hatten zunächst die Partie ganz gut im Griff und setzten immer mal wieder über David und Stefan nadelstichartige Konter. Aber die Abwehr unseres Gastgebers stellte sich nun immer besser auf unsere Spitze ein und es gelangen im weiteren Verlauf der 1.Halbzeit nicht mehr viele gelungene Gegenangriffe. Dagegen musste jetzt unsere Abwehr immer mehr auf der Hut sein. Über links und rechts versuchte sich der Rote Stern an und in unseren Strafraum zu spielen, aber es bekam immer einer unserer Abwehrspieler das entscheidende Körperteil dazwischen und mit Glück und Geschick überstanden wir die brenzligen Situationen. Aber nicht immer konnten die Zweikämpfe fair geklärt werden und wir hatten die Standards zu fürchten, mit denen der Rote Stern versuchte den Ball ins Netz zu befördern. Mathias, der ja heute eigentlich nur als Ersatz vom Ersatz ins Tor musste, wuchs über sich hinaus und rettete in diesen heißen Minuten unseren Vorsprung mit geistesgegenwärtigen Reaktionen per Hand und Fuß, die den Gegner fast zur Verzweiflung brachten. Auch der Schieri ließ in einer Situation Gnade vor Recht ergehen und uns die Führung. Nochmals war es dann David, der nach einem Befreiungsversuch den Ball hinter der Mittellinie aufnahm und ihn volley aus der Luft auf das Tor schlug. Der Torwart war darauf nicht gefasst und konnte diesen nur mit allerhöchster Mühe aus der bedrohten kurzen Ecke kratzen. Danach kam nicht mehr viel auf beiden Seiten und die herbeigesehnte Pause war da. Natürlich pumpten viele schon wie die Maikäfer, denn angesichts des Überangebotes an Wechselspielern unseres Gegners (wie eigentlich bei jedem Spiel), hatte es jeder unserer Spieler immer wieder mit rotierenden frischen Einwechslern von der Bank zu tun. Und das sollte sich nach der Halbzeit gegen uns auswirken. Der Rote Stern, gefrustet über das Ergebnis, kam wieder mit Vollpower auf den Rasen. Am liebsten hätten sie wahrscheinlich durchgespielt, um uns kaputt zu laufen. Es war allen klar, was jetzt auf uns zukam. Wir bekamen nun so gut wie keinen Spielzug aus unserer Hälfte mehr zustande. Es bildete sich ein Riegel um unseren Strafraum, der sich immer enger zog. Man wollte uns ausspielen und wir mussten uns wehren. Aber leider immer mehr auf Kosten von Eckbällen und Freistößen. Das dies nicht lange gut gehen konnte, war allen klar. Dennoch war es ärgerlich, wie es dann zur Ergebniswende in diesem Spiel kam. Mathias hatte gerade erst wieder in Teufelsart einen schon im Tor geglaubten Ball mit der Hand noch aus dem Angel geholt, da versuchten die Sterne nach nun 10 gespielten Minuten zum wiederholten Mal auf der rechten Angriffsseite durchzubrechen. Trotz des Einsatzes unserer Abwehr ging der Rechtsaußen durch, musste aber, da er behindert wurde, den Ball ins Grundlinienaus passieren lassen. Der Schieri, der Vorteil abgewartet hatte, pfiff nun den Freistoß. Der Ball flog in unseren Strafraum und nach unserem Abwehrversuch gelang einem der Sterne aus dem Hintergrund ein Schuss, den nun auch Mathias nicht mehr parieren konnte. Der Ball ging links an den Innenpfosten und von da ins Tor. Und nun noch 25 Minuten zu spielen. Unser Gastgeber hatte nun erst einmal das zur Halbzeit ausgegebene Minimalziel erreicht. Aber damit wollten sie sich nicht zufrieden geben. Wir spielten immer ängstlicher um unseren Strafraum herum, denn keiner wollte den entscheidenden Fehler machen. Und so kam was kommen musste. Wieder war es ein Standard in Form eines Freistoßes. Wieder bekamen wir den hereingeschlagenen Ball nicht weg. Mathias wehrte kurz ab. Mehrere Beine unserer Abwehr schlugen Ping-Pong mit dem Ball und zum Schluss war es Stefan vorbehalten den Ball selbst über die Linie zu befördern. Großer Jubel bei den Sternen. Das Spiel war gedreht. Genauso wie am vergangenen Freitag gegen Dölzig. Es war zum Mäuse melken, aber absehbar. Wir hatten einfach keinen Zugriff auf das Spiel mehr gehabt. Erst nach dieser Führung, ließen es die Mannen vom Goethesteig wieder ruhiger angehen und wir konnten zaghafte Versuche machen uns wieder zu befreien. Maik lieferte dabei einen schönen Spielzug, indem er von hinten sprintend einen feinen Pass von David auf Linksaußen aufnahm und auch noch mehrere Abwehrspieler aussteigen ließ. Leider war dann in aussichtsreicher Schusssituation sein Pulver verbraucht und der Schuss auf das Tor endete in den auffangbereiten Armen des letzten Mannes der Sterne. Aber das gab wieder so etwas wie Mut unserer arg gebeutelten Truppe. Da der Rote Stern jetzt den Eindruck hinterließ, den Vorsprung nur verteidigen zu wollen, zogen wir wieder an und gewannen plötzlich im Mittelfeld wieder Zweikämpfe. Alle gingen noch mal drauf und es entwickelten sich wieder ansehnliche Spielzüge. Den besten davon pfiff uns leider der bis dahin gute umsichtige Schieri aus unserer Sicht zu Unrecht ab. Er hätte zum Ausgleich geführt. Stefan hatte nach Ballgewinn, kurz hinter der Mittelinie den Ball wunderbar auf den im Bogen halbrechts an seinem Gegenspieler vorbeilaufenden David geflankt und dieser das Runde in wunderbarer Manier aus 10 Metern am Torwart vorbei ins Eckige befördert. Der Unparteiische entschied jedoch zu unserer Bestürzung auf Abseits. Diese Meinung hatte er exklusiv, denn auch die Sterne standen zunächst resigniert in der Gegend herum und meldeten keinen Protest an. Nun alles jammern half nichts. Die Entscheidung stand. Leider bekamen wir nach dieser Aktion keine Bessere mehr zustande. Raphael, der hinten alles versucht hatte mit der Mannschaft gegenzuhalten, hielt es nicht mehr aus und ging in Absprache nach vorn. Alles oder Nichts. Allein er konnte keine Gefahr mehr entwickeln. Marcus schoss noch unseren letzten Freistoß aufs Tor aber der Torwart konnte den zentral platzierten Ball ohne Komplikationen herunterpflücken. Die letzte Minute lief und wir, in Person von Maik, hatten den letzten Angriff der Roten Sterne eigentlich schon abgefangen. Leider hatte Maik etwas die Orientierung in unserem Strafraum verloren, zumindest schien es so. Er wollte den Ball nicht ins Grundlinienaus befördern, um die letzte Ecke zu vermeiden. Mathias konnte auch nicht mehr angespielt werden. Da entschied er sich für einen Drehschuss aus unserem Strafraum hinaus. Leider blieb dieser beim ersten mitgelaufenen Gegner hängen und dieser brauchte nur noch den Fuß dranzuhalten. Danach wurde nicht mehr angepfiffen. Wieder ein Spiel, dass uns nach gutem Beginn aus den Fingern geglitten war, diesmal aber in Unterzahl. Hoffen wir auf ein erfolgreicheres Spiel zum Halbserienhalali bei BW West.

Uwe Krost