Startseite  Spielberichte  Saison 2014/15  12.06.2015   Punktspiel

WSG Mitte gegen Glück Auf

Zum Spiel erschienen;

Tino, Christian Sch., Marcus, Raphael, Michael Kl., Franz, Michael Kr., Maik, David, Jonas und Patrick

Verantwortliche:

Uwe, Heiko, Thomas, Rainer

 

Die Start-Elf

Tor: Franz

Abwehr: Tino, Raphael, Michael Kl.

Mittelfeld: Jonas, Christian, Marcus., Maik

Mittelfeld: David, Patrick

Sturm: Michael Kr.

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 29

 

Kurzbericht:

61. Minute: 1 : 0 Maik

68. Minute: Gelb für Christian Sch.

 

Den Bock endlich umgestoßen

Die Spielansetzung wollte es so, dass wir am offiziellen vorletzten Spieltag das „Ortsderby“ gegen die Mannen von Glückauf 74 bestreiten sollten. Das Häuflein, dass das Hinspiel im letzten Herbst gegen unsere Gäste bestritt, hatte das damalige 1:1 noch im Hinterkopf. Keiner von den Beteiligten wollte, dass sich das wiederholen sollte. Zumal mit diesem Ergebnis unser Abwärtstrend für die folgenden Spiele eingeläutet wurde und wir uns mittlerweile auf dem vorletzten Platz der Tabelle wieder gefunden haben. Michael Kl. sprach schon weit vor dem Spiel die Parole aus, dass es nur einen Sieger in diesem Spiel geben kann. Das sollte unsere Marschrichtung für die Begegnung sein.

Zur Aufstellung für dieses Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Die gleiche Elf, welche in Lausen sich gut verkauft hatte, musste wieder antreten, da auch diesmal kein weiterer Spieler dazukam. Die Rekonvaleszenten Matthias und Michael D. machten ihren Gesundungsspaziergang zur Döllingstrasse und unterstützten mit ihrer Anwesenheit unsere Truppe. Zum Wetter gab es auch nicht viel zu sagen. Nur ein paar Grad weniger als in Lausen, aber dennoch drückend warm. Die Jungs wussten Bescheid.

Unser Gegner, der sich letzte Woche mit einem Paukenschlag aus der Versenkung gemeldet hatte (2:1 gegen den Dritten der Liga Spvgg. 1899) wollte sich sicher auch gegen uns mit ihrem letzten Spiel von der Saison mit Würde verabschieden und so konnte das Match beginnen. Aber so richtig kamen beide Mannschaften nicht ins Spiel. An beiden Strafräumen war in der Anfangsphase für beide Seiten meistens Schluss und die Abwehrreihen hatten die mäßigen Angriffsbemühungen relativ sicher im Griff. Die erste Möglichkeit ergab sich nach ca. 10 Minuten für Michael Kr., der plötzlich völlig frei im Strafraum den Ball erhielt und von halb links aber nur einen Kullerball auf das Tor zustande brachte. Das war aber so etwas wie ein Wecksignal für uns, denn nun ergaben sich häufigere Möglichkeiten, die aber alle nichts einbrachten. David bot sich auf allen möglichen Positionen an, um in Ballbesitz zu kommen und den Gegner zu überlaufen. Allein viele Jäger sind des Hasen Tod. Und diese hatte er zeitweilig am Hacken, so dass seine Abschlussversuche im letzten Moment noch unterbunden wurden oder er sie nur ungenau beenden konnte. Über rechts kamen immer wieder Flanken von ihm, aber weder Michael Kr. der wieder frei vor dem Tor einfach keine Ruhe in seine Aktion brachte und scheiterte, noch Patrick, der ebenfalls in Ruhe im Strafraum den Ball annehmen konnte und dann in Rückenlage das Leder zwei Meter über das Tor bugsierte, konnten für unsere Farben treffen. Es sah teilweise nicht schlecht aus, was unser Team in der Hälfte der Gäste tat, aber die Abschlussschwäche war gravierend. Auch Jonas lies sich davon anstecken und wehrte einen Eckball von David mit dem Körper ab, anstatt ihn Richtung Glückauf-Tor zu bewegen. Weitere Aktionen Richtung Gehäuse der 74´er endeten in den Armen des Keepers. Auf der anderen Seite hatte aber auch Glückauf Chancen, die sicher nicht so zahlreich waren, aber von der Gefährlichkeit effektiver als unsere. Ein Stürmer der 74´er hatte die erste Chance. Nach einer Flanke auf ihn, konnte er, von unseren Verteidigern interessant betrachtet, mutterseelenallein den Ball in unserem Strafraum annehmen. Glücklicherweise ging sein Schuss an unserem rechten Torpfosten vorbei. Franz, der bis dahin den Bemühungen der Gäste gelassen entgegen sehen konnte und alle Bälle ruhig und sicher aufnahm, musste bei einem Freistoss aus ca. 18 Metern von halb links mit Effet getreten, sein ganzes Können aufbieten und den Ball mit einem Reflex noch aus dem Angel holen. In diesen Szenen mussten wir alle erst einmal kräftig durchatmen. Sicher waren wir die spielgestaltendere Mannschaft im Zug nach vorn, aber wir konnten uns nicht zu sicher sein.

Raphael organisierte die Abwehr ordentlich und kein Abwehrspieler lies sich im Zweikampf auf irgendwelche Experimente ein, sondern klärte gefährlich anmutende Situationen eindeutig. Unser Mittelfeld hatte zeitweise nicht die Kraft unseren Angriff voll und ganz zu unterstützen, da sich immer wieder Stockfehler bei Abspiel und Ballannahme sowie im Zweikampf einstellten und mühsam aufgebaute Offensivaktionen dadurch unterbrochen wurden. Marcus, der wenig Ballbesitz in der 1. Hälfte hatte, hätte sich eigentlich mehr ins Spiel bringen können, achtete aber mehr auf die Absicherung unserer Abwehr, in dem er sich sehr defensiv verhielt. Jonas versuchte sich mit einer Chance als Distanzschütze und lag mit seinem Schuss gar nicht so schlecht. Auch David versuchte sich kurz danach aus dieser Position. Leider auch nicht erfolgreich. So ging unter der Leitung eines sehr korrekten aber auch zu Zeiten kleinlich pfeifenden Schiris, das Spiel in die Halbzeit. Zeitweise sah es leider wirklich wie ein Spiel zwischen den beiden Letzten der Tabelle aus und die Floskel „Not gegen Elend“ machte schon mal die Runde. Durch unsere miserable Chancenverwertung hatten wir uns bis jetzt um den Lohn unserer Bemühungen gebracht und Michel Kl. machte noch einmal allen klar, dass heute nur ein Sieg zählt. So ging es nach mehreren Schlucken aus der Wasserpulle wieder auf den sonnenüberfluteten Rasen. Zunächst bestimmten wir das Spiel und versuchten mit langen Bällen unsere vorderen Spitzen zu schicken. Michael Kr. und David jagden nun ständig den mehr oder weniger toll getimten Bällen hinterher und versuchten vor den Verteidigern an den Ball zu kommen. Wenn es ihnen gelang, wurden diese leider mit wenig Erfolg veredelt. Entweder sie rieben sich im nächten Zweikampf auf oder die folgenden Anspiele auf die sich weiter anbietenden Patrick und Maik kamen nicht an. Bei gelegentlichen Kontern der Glückauf-Spieler mussten sich Tino und Michael Kl. dennoch ins Zeug legen,um diese effektiv abzuwehren. Dennoch landete ein Fernschuss der Gäste auf der Latte und Franz konnte bei einem weiteren Versuch gerade noch die Fangarme weit nach oben reissen, um eine gute Gelegenheit zu unterbinden. Wir wiederum gingen gegenüber einfach zu unkonzentriert mit unseren nun häufiger werden Chancen um. Der Gegner wurde jetzt müder und die Löcher in seiner Abwehr größer. Aber Marcus, aus ausichtsreicher Position, Raphael, nach wunderbarer Dreierkombination über die rechte Seite und Jonas, nach herrlichem Pass von Raphael, trafen immer wieder in Rückenlage halb rechts über das Tor. Als ob dort ein Magnet hängen würde. Patrick ging, nach Pass aus dem Mittelfeld , wieder in den Strafraum und traf den Ball nicht voll, so dass er durch den Strafraum rollte, statt das Tor zu treffen. Die größte aller Chancen aber, die nun im Minutentakt folgten, vergab Michael Kr.. Er hatte sich wunderbar in Höhe des Elfmeterpunktes freigelaufen und bekam den Ball genau auf den Fuss serviert. Die vergebenen Chancen der vergangenen Minuten noch im Hinterkopf, wollte er es ganz sicher machen und den Ball stoppen, bevor er den Schuss ansetzte. Der Ball rutschte ihm jedoch unter dem Stiefel durch und weg war er. Mit Sicherheit hätte er jetzt im Boden vesinken wollen. Aber dieser tat sich nicht auf. Michael Kr. hatte heute die berühmte Sch...... am Fuss und die war nicht loszuwerden. Es war zum Verzweifeln. Der Minutenzeiger schob sich immer weiter vorwärts und wir scheiterten immer wieder an unseren eigenen Unzulänglichkeiten. Unmut machte sich am Spielfeldrand breit. Aber wir gaben nicht auf. Irgendwie mussten wir doch den Glückauf-Riegel knacken können. Und in der 61.Minute war es dann soweit. Wieder ging David über rechts an den Strafraum und hob den Ball bogenlampenmäßig in den Fünfmeterraum. Der große Torwart der 74´er unterlief den Ball und konnte ihn nur noch mit den Fingerspitzen nach hinten abwehren. Am langen Pfosten liefen zeitgleich Maik, Patrick und Michael Kr. ein. Maik blieb es vergönnt den Ball mit dem Oberkörper endgültig über die Grundlinie zur vielumjubelten 1:0 Führung zu bugsieren. Alle Anwesenden außerhalb des Spielfeldes waren sich einig. Der Verlauf des Spieles mit all seinen vergebenen Chancen konnte nur durch so ein Tor in seiner Entstehung gekrönt werden.

Die letzten 10 Minuten konnten wir nun aus der Konterstellung bestreiten, aber wir erarbeiteten uns keine nennenswerte größeren Torchancen. Wir verwalteten jetzt mehr und mehr das Ergebnis und gelegentliche Konterversuche der Gäste wurden bei Zeiten im Keim erstickt , sei es auch durch taktische Fouls. Christian holte sich dabei noch eine gelbe Karte ab, als er einen Gegner hinter der Mittellinie beim Gegenangriff von den Beinen holte. Dann war Schluss. Endlich hatten wir nach einer sehr langen Durststrecke den berühmten Bock umgestossen.

Mit dem Wissen aber, dass wir noch siegen können, sollten wir in die beiden restlichen Spiele der Sainson gehen.

Uwe Krost