Startseite  Spielberichte  Saison 2014/15  24.04.2015   Punktspiel

WSG Mitte gegen SpVgg

Zum Spiel erschienen;

Michael D., Tino, Christian Sch., Jonas, Stefan, Maik, Michael Kl., Mathias, David, Patrick und Christian B.

Verantwortliche:

Uwe, Heiko, Rainer

 

Die Start-Zehn

Tor: Jonas

Abwehr: Christian, Mathias, Michael Kl.

Mittelfeld: Patrick, Tino. Michael D., Stefan, Maik

Sturm: David

 

Zuschauer: 16

 

Kurzbericht:

08. Minute: 0 : 1

33. Minute: 0 : 2 ET Michael Kl.

52. Minute: 0 : 3

57. Minute: 0 : 4

60. Minute: 1 : 4 Patrick

68. Minute: 1 : 5

69. Minute: 1 : 6

70. Minute: 1 : 7

 

Totaler Einbruch nach gutem Beginn

Es gibt Tage, da fällt es einem schwer, so kurz nach dem Ende des absolvierten Spieles, die richtigen Worte zu finden. Das heute auf unserem Platz stattgefundene Spiel gegen unsere Gäste von der Spielvereinigung war so eines. Zuviel lief heute schief und leider schien es so als hätte man einigen unserer Spieler einen ganz schlechten Tag angedreht. Aber erst einmal die ganze Geschichte von vorn.

Es begann schon vor dem Anpfiff. Wieder standen zu Beginn des Spieles nur 10 Spieler einsatzbereit zur Verfügung, während unser Gegner über die erforderliche Anzahl plus Reservespieler verfügte. Zum x-ten Mal in dieser Saison und darüber hinaus war damit von vornherein die Chancengleichheit außer Kraft gesetzt. Man muss den immer wieder sich dieser Problematik stellenden Restspielern ein Kompliment machen, mit Mut und Engagement in diese Spiele zu gehen. Und genauso begannen wir. Nach dem Motto – „Ihr habt keine Chance – also nutzt sie“ - hatte David nach schönem Zuspiel aus dem Mittelfeld die erste Chance in der ersten Minute. Leider konnte der Torwart den schönen Schuss zunichte machen. Und David war es wieder, der zwei Minuten später einen Pass in die Spitze erhielt, ca. 18 Meter von halb links seinem Gegner davonlief und knapp den linken Pfosten mit hervorragendem Linksschuss verfehlte. Das sah nicht nur von außen gut aus, sondern machte auch Eindruck auf unsere Gäste. Die waren noch gar nicht im Spiel und hatten schon zwei brenzlige Situationen mit Glück überstanden. Leider sollte es bei diesen beiden Gelegenheiten in der ersten Viertelstunde für uns bleiben. Die Spielvereinigung übernahm nun das Zepter und obwohl es schien, als ob wir bis dahin das Spiel relativ im Griff hätten, gaben wir es in der 8.Minute aus der Hand. Eine scheinbar schon geklärte Abwehrsituation in unserem Fünfmeterraum sah Matthias und Jonas nicht im Bilde. Nach dem Motto - „hast Du ihn – ich auch nicht „ - freute sich der bis dahin unbeteiligte Stürmer der Gäste, der wahrscheinlich die Situation bereits abgehakt hatte, denn er brauchte nur noch einzuschieben. Dem aufmerksamen WSG-Fan wird bei dieser Schilderung sicher die Szene aus einem Spiel der letzten Saison bewusst werden, als wir durch das ähnliche Missverständnis der beiden Beteiligten, beim späteren Aufsteiger BSV Schönau 0:1 nach großem Kampf leider gescheitert waren. Nun, wir versuchten uns wieder aufzurichten und ins Spiel zu finden. Michael D. ging mit gutem Beispiel voran und jagte aus ca. 20 Metern einen schönen Ball auf das Gehäuse unseres Gegners. Auch dieser strich um Zentimeter am linken Außenpfosten vorbei. Es schien sich dort ein Magnet zu befinden. Leider wurden diese Bemühungen um Resultatsverbesserung immer geringer. Unsere Gäste aus Lindenau fanden nun immer besser ins Spiel und mit der Führung im Rücken gelangen ihnen auch immer gefährlichere Spielzüge. Ein scharfer Schuss aus größerer Entfernung tuschierte die Latte. Ein Kopfball ging an unseren rechten Pfosten. Andere Angriffe wurden ohne die nötige Präzision vertan. Bis zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff hielten wir uns so, ohne dass noch große Gegenangriffsversuche unsererseits erfolgten. Bei einem dieser Versuche liefen wir jedoch in einen Konter. Alle Abwehrspieler waren sehr weit aufgerückt, so dass zwei Lindenauer auf unser Tor zuliefen. Doch der Angriff wurde wegen möglichen Abseits abgebrochen und wir hatten uns gerade wieder halbwegs gesammelt, da versuchte der den Ball führende Spieler in unseren Fünfmeterraum zu dringen. Matthias dirigierte verbal einen imaginären in diesem Moment nicht anwesenden Verteidiger zu diesem Spieler, anstatt selber diesen anzugreifen. Der Angreifer sah seinen einlaufenden Mitspieler und spielte das Leder vor das Tor. An diesen Ort war Michael D. mit seinem Gegenspieler geeilt, kreuzte jedoch den Ball, ohne ihn zu treffen. Dafür stand hinter ihm der unglückliche Michael Kl., der bei seinem Abwehrversuch den Ball in die eigenen Maschen schob. Blödere Tore, wie diese beiden geschilderten, kann man nicht erhalten. Die Spielvereinigung wusste doch eigentlich gar nicht, wie sie zu diesen Geschenken, anders konnte man das Zustandekommen nicht bezeichnen, gekommen waren. Sicher waren Sie, auch durch die zahlenmäßige Überlegenheit, prozentual mehr am Spielgeschehen beteiligt, aber Chancenmäßig waren wir ebenbürtig. Nur konnten wir uns mal wieder nichts dafür kaufen. Die Realität zur Halbzeit war nüchtern genug. 0:2 – das sagt alles. Die Fehler wurden mit Namen und Adresse angesprochen, aber auch Mut gemacht für die kommende Halbzeit. Jonas, der heute in vielen Situationen sehr unsicher wirkte, als wäre er mit dem falschen Bein aus dem Bett aufgestanden, hatte aber auch sichere Momente, in denen er uns im Spiel hielt. Dieses Gefühl sollte er wieder bekommen und verbales Schulterklopfen auch für Mathias, der heute ähnlich drauf war, machte die Runde. So gingen wir in die zweite Halbzeit. Und die begann gut für uns. Im Gefühl noch einmal alles zu wagen, machten wir das Spiel und konnten uns die Spielvereinigung, die natürlich auch etwas ruhiger loslegte, von unserem Strafraum fernhalten. So versuchte Stefan immer wieder an den Ketten zu ziehen, aber da er meist ohne größere Unterstützung allein blieb, verpufften die meisten Gegenangriffe. Ein wunderbar getretener Freistoss aus ca. 25 Metern konnte vom Torwart der Spielvereinigung gerade noch am Tor vorbeigelenkt werden. Leider war es dabei schon vorbei mit unserer Gefährlichkeit. Nicht dass es schon genug war, dass wir in Rückstand lagen, jetzt kamen auch noch Verletzungen bei unseren verbliebenen Spielern dazu. Bei David hatte sich schon in der ersten Halbzeit eine alte Knöchelverletzung aus einem vergangenen Spiel wieder in Erinnerung gebracht, so dass er keine großen Spielanteile mehr hatte. Christian hatte sich in einem übermotivierten Einsatz eine Brustwirbelprellung zugezogen und das Atmen viel ihm schwer. Und bei Michael Kl. machte die Achillessehne zunehmend auf sich aufmerksam. Das führte dazu, dass wir in der 52.Minute das 0:3 bekamen. Der Gegner spielte sich vor unserem Strafraum den Ball solange hin und her, bis einer, ohne dass er angegriffen wurde, aus ca .18 Metern knallhart einnetzte. Unhaltbar für Jonas. Der Junge konnte einem schon leidtun, aber er musste tapfer sein. Denn fünf Minuten später wollte Christian eine Flanke des Gegners mit dem Körper auf ihn zurückspielen. Das misslang vollständig und unsere Gäste bedankten sich mit dem nächsten Tor. Trotz dieses nun nicht mehr wettzumachenden Rückstandes kam es noch einmal zu einem kleinen Aufbäumen unseres Teams. Stefan, der sich am rechten Flügel, nach Pass von David, in Richtung Strafraum begab, schob den Ball auf den sich am Elfmeterpunkt völlig frei anbietenden Tino. Dieser blieb zwar mit seinem Schuss aus der Drehung am gegnerischen Kister hängen, aber Patrick der die Situation am schnellsten erfasste, konnte im Nachschuss zu unserem Ehrentreffer einlochen. Der unauffällig leitende Schiedsrichter, dem es beide Parteien heute auch sehr leicht machten, hätte jetzt eigentlich abpfeifen können, aber es waren noch 10 Minuten zu spielen. Wären es noch 7 Minuten gewesen, so hätte ein 1:4 auf der Anzeigetafel gestanden. So aber schlug es in den letzten 3 Minuten noch dreimal bei uns ein. Unsere Abwehr war nur noch ein Hühnerhaufen in den der Fuchs eingedrungen war. Wieder ein Distanzschuss aus 16 Metern, des o.a. Schützen, der sich die Ecke ausgucken konnte, dann ein Pass über unsere Abwehr auf den mit Ansage einlaufenden freien Mann mit schönem Heber über Jonas und zum Schluss unser armer Torwart selbst, der erst hervorragend mit letzter Fußabwehr klären konnte, aber danach den Ball sich selbst ins Tor beförderte. Der Schiedsrichter kannte leider keine Gnade und pfiff pünktlich ab.

Nach solch einem Spiel ist die Ernüchterung groß und die Stimmung natürlich im Keller.

Aber wie sagte schon Dragoslav Stepanovic (Steppi) zu Bundesligazeiten bei Eintracht Frankfurt:

„Lebbe geht weida“.

Auf jeden Fall in zwei Wochen gegen BW West

Uwe Krost