Startseite  Spielberichte  Saison 2014/15  13.04.2015   Punktspiel

LFC gegen WSG Mitte

Zum Spiel erschienen;

Michael D., Raphael, Christian Sch., Jonas, Stefan, Maik, Michael Kr., Mathias, David, Patrick und Christian B.

Verantwortliche:

Uwe, Heiko, Rainer, Thomas

 

Die Start-Zehn

Tor: Jonas

Abwehr: Christian, Mathias, Michael Kr.

Mittelfeld: Patrick, Raphael. Michael D., Stefan, Maik

Sturm: David

 

Zuschauer: 12

 

Kurzbericht:

11. Minute: 0 : 1 Patrick

30. Minute: 1 : 1 FE

33. Minute: Gelb für Stefan

41. Minute: Gelb für Mathias

57. Minute: 2 : 1

65. Minute: 3 : 1

 

Am Gegner und am Schiedsrichter gescheitert

Die Rückrunde begann für unsere Mannschaft verspätet, denn das 1. Spiel gegen MOGONO konnte aufgrund des Nichterscheinens des angesetzten Schiedsrichters am vergangenen Freitag nicht stattfinden. So hatte unser Gegner vom Montag, der LFC 07, schon mehr Punktspielpraxis als wir. Und dazu noch erfolgreich (1:0 Sieg bei der Spielvereinigung). Die Hinrunde hatten wir, aufgrund ständiger Spiele in Unterzahl, mit unbefriedigenden Ergebnissen beendet. Das sollte in der Rückrunde besser gemacht werden. Doch ein Blick auf die Anzahl der Mannen, die sich vor dem Spiel warm machten, belehrte den WSG-Anhänger eines Besseren. Mit Hängen und Würgen waren 10 Mann erschienen. Kurzfristig fielen Marcus und Christian B. aus, von den längerfristig Verletzten und Kranken ganz zu schweigen. Diese Konstellation besteht in unserer Mannschaft ja nun schon leider seit längerer Zeit und man hat gelernt, damit zu leben und das Jammern auf kleiner Flamme zu halten. Das Wetter hatte es gut mit den Beteiligten gemeint und ein Schiri (von dem später noch zu reden sein wird) hatte sich auch auf den Platz verirrt. So konnte es losgehen. Unser Team stellte sich auf einen in voller Stärke antretenden Gegner ein und lies ihn erst einmal kommen. Die Mannen vom Gontardweg machten in den ersten Minuten auch das Spiel, ohne aber große Akzente setzen zu können. Wir standen kompakt in der Abwehr, die sich wieder um Mathias und Michael D. gruppierte, und hatten kaum eine heikle Situation zu überstehen. Stefan und David lauerten immer wieder auf Abspielfehler des Gegners um Konter zu starten. Ein solcher gelang in der 11.Minute. Ein langer Pass aus dem Mittelfeld heraus, erreichte Michael Kr. auf rechts durchlaufend. Er begab sich in einen Zweikampf mit seinem Gegner und zog zur Grundlinie. Obwohl der gegnerische Spieler signalisierte, dass es zu einer angeblichen Ballüberschreitung der Grundlinie gekommen war, lies der Schiri weiterspielen und unser neuer Mitspieler Patrick, gab seinen Toreinstand, indem er den Ball, der von Micha Kr. in den Fünfmeterraum zurückgepasst wurde, am Torwart vorbei ins Netz zur Führung beförderte. Ein Start nach Maß. Der LFC, der bis dahin mehr vom Spiel hatte, war fürs Erste konsterniert. Dennoch versuchten sie, weiter das Spiel zu dominieren und wir spielten unsere Taktik des Kräftesparens aus der Konterstellung weiter. Das Spiel näherte sich nun immer mehr unserem Strafraum und wir mussten alle Konzentration aufbieten, um unser Abwehrspiel erfolgreich zu gestalten. Jonas hatte bisher einen guten Tag erwischt und pflückte alle Bälle, welche auf seinen Kasten kamen, herunter. Selbst einen schwer zu haltenden Distanzschuss aus ca. 20 Metern parierte er großartig. Auch das Mittelfeld arbeitete gut in der Defensive und Maik reagierte am schnellsten, als ein LFC-er einen gut durchgesteckten Ball kurz vor dem Tor erlaufen wollte und klärte im letzten Moment. Wir versuchten natürlich das Spielobjekt von unserem Tor fernzuhalten und hatten Mitte der 1.Halbzeit einen schönen Angriff über die linke Seite zu verzeichnen. Stefan war von hinten geschickt worden und konnte in den Strafraum eindringen. Leider bekam er den Fuß nicht brauchbar hinter den sich auf dem Kunstrasenplatz zu schnell fortbewegenden Ball und konnte die mitgelaufenen Raphael, Patrick und Michael Kr. nicht bedienen. So ging der Ball leider links am Tor vorbei. Eine unserer größten Chancen. Der LFC machte aber weiter Druck und versuchte mit kleinen Nicklichkeiten, wie Festhalten und Zerren am Trikot, uns aus dem Tritt zu bringen. Der Schiri, der sich bisher relativ zurückgehalten hatte, aber schon eine kleine Tendenz anzeigte, welches Team ihm heute sympathischer erschien, ahndete diese Sachen kaum, pfiff dagegen kleinlich alles was von uns ausging. Fünf Minuten vor der Halbzeit zeigt er sein wahres Gesicht. Mathias, dessen Gegenspieler ihn bereits einige Minuten vorher gefoult hatte, wurde nach einer Flanke in unseren Strafraum am Trikot fest gehalten. Bei diesem Gerangel machte er sich frei und der Gegner geriet ins Straucheln. Dabei bemerkte dieser, dass er sich ja noch im Strafraum befand. Nichts schneller als das, fiel er, wie vom Blitz getroffen um und lag auf dem Boden. Der Ball ging ins Seitenaus. Unsere Bank ging von einem Einwurf aus. Aber der Pfiff des Schiris und seine unmissverständliche Geste folgte auf dem Fuße. Elfmeter. Das war ein Witz. Draußen machte der Begriff Konzessionsentscheidung die Runde, aber zur Beruhigung unserer Nerven konnte das nicht beitragen. Nun eine Rücknahme erfolgte, trotz unserer massiven Proteste, nicht. Der Ball lag bereit und wurde zum Ausgleich verwandelt. Jonas war chancenlos. Die letzten 5 Minuten passierte nicht mehr viel, außer dass sich Stefan noch eine Gelbe wegen Meckerns einhandelte und David jeden Ball, der ihm vor die Füße rollte, meilenweit ins Aus beförderte. Das aufgestaute Adrenalin musste einfach raus. So ging es in die Pause. Ja was sollte man, nach so einer gerade passierten Spielsituation, den Spielern für die 2.Hälfte mit auf den Weg geben. Natürlich alles wieder mit der nötigen Ruhe beginnen und Leidenschaft auf dem Spielfeld und nicht in Diskussionen zu zeigen. Das wir den schwarzen Mann heute nicht mehr auf unsere Seite bekamen, war hier schon eindeutig geklärt und zeigte sich sofort in unserer ersten guten Chance. Die 2. Halbzeit begann und diesmal waren wir am Zug. Ein wunderschöner Pass von Maik erfolgte über die linke Angriffseite in die Gasse auf den sich anbietenden Michael Kr. Der lief wieder zur Grundlinie, spielte seinen Gegner aus und legte wunderbar auf den in den Strafraum eingelaufenen Stefan ab. Dieser wurde dort von zwei Abwehrspielern in die Zange genommen und umgerissen. Nach der o. a. geschilderten Situation, wie unser Gegner zu seinem Strafstoss gekommen war, hätte hier nur eine Entscheidung des „Unparteiischen“ folgen müssen. Aber dieser hatte auch in dieser Situation nicht diesen Namen verdient. Er lies das Spiel ohne Unterbrechung fortsetzen. Mathias bekam auch noch eine Gelbe als Dankeschön. Es war zum Verzweifeln. Eine weitere Chance, nach schöner Flanke von Patrick, der sich auf der rechten Seite durchsetzte, vergab der heute unermüdlich spielende Michael Kr. Er nahm den Ball, der wunderbar auf seine linke Seite gespielt wurde, direkt mit links, aber am Tor vorbei. Leider wurden nun die Ausflüge unseres Teams in die Hälfte der LFC-er immer seltener und Michael Kr. stand meistens allein auf weiter Flur in vorderster Position. Wir bekamen kein konstruktives Spiel mehr zustande und die Kräfte schwanden. Der Kister vom LFC hatte sogar noch Zeit sich mit unserer Bank anzulegen. Ein Punkt wäre zu diesem Zeitpunkt ein hohes Gut gewesen und man machte sich so seine Gedanken. Die brenzligen Momente in unserer Abwehr häuften sich nun vehement und Maik testete mit einer Kopfballrückgabe, ob Jonas noch alle Sinne geschärft hatte. Die hatte er und konnte die Pille über seine eigene Latte lenken. Jedoch in der 57. Minute half das Alles nichts mehr. Mehrere Querpässe vor unserem Strafraum hatten einen Teil unserer rechten Abwehrseite herausgelockt. Ein Pass wurde hinter diese Abwehr flach gespielt und der dort völlig allein gelassene Stürmer konnte den Ball nach einer Drehung auf zwei weitere eingelaufene Kameraden nach rechts passen. Diese hätten sich noch beinahe selber über den Haufen gerannt, aber Jonas war gegen den dann doch abgegebenen Schuss machtlos. Eine Abseitsposition konnte ausgeschlossen werden, da ein Spieler von uns diese aufgehoben hatte. Da war nun guter Rat teuer, denn an ein großes Aufbäumen war in unseren Reihen nicht mehr zu denken. Geknickt vom Spielverlauf mit seinen teilweise nicht nachvollziehbaren Entscheidungen und natürlich vom nie nachlassenden Gegner, begaben wir uns in die letzten guten 10 Minuten. Aber ein Ruck sieht anders aus. Im Bemühen, noch mal eine Schippe draufzulegen, versandeten unsere wenigen Entlastungsangriffe in unkoordinierten Einzelaktionen, auf die sich der Gegner schon seit geraumer Zeit eingestellt hatte. Im ständigen Clinch mit dem schwarzen Mann konnte unser Spiel nicht besser werden. 5 Minuten vor Schluss stand er wieder im Mittelpunkt, als er ein Foul an einem LFC-er gesehen hatte. Ca. 20-25 Meter vor dem Tor auf halb rechts legte sich der Freistossschütze den Ball zurecht. Den scharfen Schuss direkt aufs Tor machte zwar Jonas zunichte, konnte aber den Ball nur nach vorn abwehren. Der Nachschuss landete zum 3:1- Endstand in unserem Netz. Das sich der vor Freude überschäumende Torschütze im Nachgang seines Trikots entledigte, war dem freundlichen Herrn der Pfeifengilde nur eine höfliche Ermahnung vor dem Wiederanstoß wert. Die statistische Erfassung des dritten Tores hatte seine gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Mangelnde Konsequenz an seinem einseitigen Stil konnte man ihm nun wirklich nicht vorwerfen

Das Fazit des Spiels:

Es ist kein Spiel zu gewinnen, wenn man gegen 12 Mann kämpfen muss.

Auf ein Neues am 24.04. gegen die Spielvereinigung.

Uwe Krost