Startseite  Spielberichte  Saison 2014/15  15.09.2014   Punktspiel

Roter Stern gegen WSG Mitte (Punktspiel)

Zum Spiel erschienen;

Marcus, David, Woldemar, Steve, Raphael, Jonas, Michael Kl., Michael D., Christian Sch., Mathias, Heiko

Verantwortliche:

Thomas, Uwe

 

Die Start-Zehn

Tor: Heiko

Abwehr: Michael Kl., Mathias, Christian Sch.

Mittelfeld: Steve, Raphael, Michael D., David, Jonas

Sturm: Woldemar

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 19

 

Kurzbericht:

02. Minute: TOOOR !!! 0 : 1 David

30. Minute: Gelb für Roter Stern

40. Minute: Gelb für David

45. Minute: TOOOR !!! 0 : 2 Woldemar

60. Minute: Gelb für Woldemar

 

Revanche geglückt mit Tor des Monats

Es ist ein knappes Jahr her, da liefen 9 Spieler unseres Vereins zum Punktspiel bei Roter Stern auf. Nach 15 Minuten waren es 10. Wir verloren das Spiel mit 5:2. In diesem Jahr liefen wieder nur 10 Spieler auf und wir gewannen 2:0. Was war geschehen?

Es deutete sich schon nach der Pokal-Niederlage am letzten Freitag gegen LOK an, dass die Mannschaft am Montag sich wieder von allein aufstellen wird. Absagen von Tony, Michael Kr. aus beruflichen Gründen, dazu Marcus, der sich verletzt hatte. Wer sollte das abfangen? Da war als erstes Raphael, der seine Verletzung soweit auskuriert hatte, dass er spielen konnte. Und da war Steve, der trotz einer Erkältung die Töppen schnürte. Der Rest war die Truppe, die am Freitagabend dem 1.FC LOK zumindest eine Halbzeit ordentlich Paroli geboten hatte. Marcus unterstützte die Mannschaft von der Bank aus. Unser Gegner war vollzählig, so konnte das Spiel beginnen.

Und es begann super für uns. Der Minutenzeiger hatte noch nicht seine zweite Umdrehung beendet, da schepperte es schon im Kasten der Sterne. Unsere erste Ecke im Spiel von David getreten, schlug, phantastisch mit Effet getreten, hinten im langen Eck ein. Wir waren alle baff. Keiner konnte sich daran erinnern, wann das letzte Mal einem Spieler der WSG so ein Kunststoß gelungen war. Das gab natürlich einen ungeheueren Auftrieb für unser Spiel. Ehe sich unser Gegner auf uns einstellen konnte, waren wir immer einen Schritt schneller. Woldemar und David griffen den ballführenden Spieler schon weit in seiner Hälfte an und zwangen ihn Alibiabspiele und Fehlpässe zu produzieren. Das Mittelfeld rückte schnell nach und Raphael, Steve, Jonas und Michael D. nahmen die abgefangenen Bälle als Grundlage für schnelle Konter hinein in die teilweise überforderte Sterne-Abwehr. Nach 10 Minuten hatten wir den nächsten Torschrei auf den Lippen. Woldemar war halb links Richtung Strafraum durchgebrochen, hatte seinen Gegenspieler zweimal versetzt und zog von der 16-Meter-Linie mit dem rechten Außenrist den Ball aufs Tor. Der Torwart, nicht sehr groß an Wuchs, musste den Ball über sich passieren lassen, konnte sich aber bei der Latte bedanken, denn die hielt das Leder leider auf.

So wie auch ca. 10 Minuten später. Wieder war es Woldemar, der heute alle Register zog und seinem Gegner das Leben sauer machte. Er erhielt ein wunderbares Anspiel aus dem Mittelfeld ca. 15 Meter nach der Mittellinie und tankte sich Richtung Strafraum in zentraler Position durch. Ein Schuss wie ein Strich folgte und wieder hörte man das Aluminium singen. Irgendwie mussten sie dort einen Magneten angebracht haben. Das Spiel hätte hier schon lange entschieden sein können und wir beruhigt weiterspielen können. Die Sterne versuchten natürlich unserem Spiel zu begegnen und ihre zahlenmäßige Überlegenheit zum Tragen zu bringen. Aber das, was sie anboten, konnte unsere Abwehr nicht beunruhigen. Matthias, wie bereits die letzten Spiele souverän, kontrollierte das Tempo aus der Abwehr heraus. Christian und Michael Kl. hatten die Außen gut im Griff. Und kam doch einmal ein Spieler durch, dann stand Heiko goldrichtig und pflückte die Bälle ohne Stress herunter. Auch Jonas bewährte sich in seinem zweiten Spiel auf ungewohntem Terrain und legte seine anfängliche Nervosität schnell ab. Michael D. scheute wieder keinen Zweikampf und ging jedem verlorenen Ball hinterher. Von Außen hatte man den Eindruck, es konnte nur eine Frage der Zeit sein, dass wir das zweite Tor schießen und somit die Vorentscheidung erzwingen würden. Weiteren Schüssen, die leider das Tor verfehlten, folgte kurz vor der Halbzeit eine der größten Chancen im Spiel. Raphael wurde ca. 12 Meter auf halb links vor dem Tor im Strafraum völlig frei gespielt. Er hatte nur noch den Torwart vor sich und wollte es ganz besonders gut machen. Doch er konnte die große Möglichkeit nicht nutzen und spielte den Ball in der Art eines Rückpasses dem Kister in die auffangbereiten Arme. Wieder eine gute Gelegenheit versiebt.

Die Halbzeit kam und wir schworen uns noch einmal auf gute 35 weitere Minuten ein. Auch wenn schon einigen jetzt ein Wechsel ganz gut getan hätte. Es nützte nicht viel, aber unser Spiel hatte bis jetzt auch nichts vom Gegner zu befürchten. Nur die Führung war eindeutig zu niedrig ausgefallen. Das Spiel war bisher relativ fair. Nur Roter Stern hatte einmal gelb gesehen. Für uns war die Ausgangslage weiterhin komfortabel, da die Sterne dem Rückstand weiterhin hinterher rennen mussten und uns Gelegenheit gaben sie auszukontern. Zu diesem Zweck lauerte Woldemar weiter an der Mittellinie, um im Ernstfall seine Sprintstärke zum Einsatz zu bringen. Das sollte sich auch gleich zeigen. Wieder hatte er sich in vorderster Front einen Ball erkämpft und zog aus ca. 16 Metern aufs Tor. Was soll man sagen? Aller guten Dinge sind drei oder das gibt’s doch gar nicht. Wieder hatte der Torhüter in der Gestalt des rechten Pfostens seines Tores einen Verbündeten. Gut es war jetzt die andere Seite. Das konnte doch nicht so weitergehen. Und es ging auch so nicht weiter. Nachdem David wegen Meckern gelb erhalten hatte, wurde er auch noch einmal so richtig motiviert. Einem schon verlorenen Ball in des Gegners Hälfte ging er nach und griff den zurücklaufenden letzten Man der Sterne an. Der spielte die Pille in seiner Not auf den sich anbietenden Torwart. David sofort mit Vollgas weiter auf den Torwart. Dieser versuchte den Ball an ihm vorbei auf den rechten Verteidiger zu spielen, aber der wurde bereits von Woldemar angegriffen. Woldemar holte sich im Zweikampf den Ball und ging mit dem Leder bis an den 5-Meterraum. David bot sich sich zum Anspiel an, doch nach dreimal Alu war jetzt Woldemar-Time. Er drosch den Ball wieder an den linken Innenpfosten, aber von dort sprang er ins das Sterne-Netz. 0:2. Das war wie eine Erlösung. Es waren zwar noch 25 Minuten zu spielen. Aber unser nicht nachlassendes Kampfspiel hatte endlich weitere Früchte getragen. Nun ließen wir dem Gegner aber mehr Spielraum und zogen uns teilweise sehr weit zurück, so dass den Sternen das Mittelfeld überlassen blieb. Matthias forderte seine Mitspieler immer wieder auf aufzurücken, was aber bei fortschreitender Zeit nicht mehr allen so leicht fiel. Steve kämpfte um jeden Ball und hatte bei einer Ecke Pech, dass er den Ball mit dem Kopf nicht richtig traf. Woldemar blieb sich jetzt immer mehr allein überlassen um vorn Betrieb zu machen. Und auch die Fehlpässe häuften sich leider. Dennoch konnte unser heutiger Gastgeber kein Kapital daraus schlagen. Das Spiel, was sie nun immer mehr vor unserem Strafraum aufzogen, sah teilweise nicht schlecht aus, aber es fehlte der Zug zum Tor. Sie versuchten es immer wieder mit Flanken an und in den Strafraum, die aber entweder zu hoch oder zu tief angesetzt waren und unsere, nun durch das zurückgezogene Mittelfeld unterstützte Abwehr nicht vor große Probleme stellte. Heiko musste sich einmal strecken. Und auch das nur um ganz sicher zu sein, dass der Ball am Tor vorbeiging. Kurz vor Schluss gab es wieder einen Konterversuch von Woldemar, der kurz vor der Mittellinie von einem gegnerischen Spieler, der vielleicht von seinem Tempospiel die Nase voll hatte, armtechnisch in Höhe des Gesichtskreises blockiert wurde. Da der Schiri, wie auch bei einigen anderen Situationen (Fouls, Abseits etc. pp.), nicht auf der Höhe der Situation war und weiterspielen ließ, griff Woldemar zur Selbstjustiz und foulte zurück. Der Schiri belohnte diesen Akt von Selbstverteidigung mit dem gelben Karton. Aber das war es dann auch an Aktionen auf dem grünen Rasen der roten Sterne, die mit dem Ergebnis aus unserer Sicht noch ganz zufrieden sein konnten. Wir waren es auch, denn mit dem Tor des Monats, ach was des Jahres, hatte heute alles für unsere Mannschaft begonnen. Die Revanche für die letzte Niederlage am Goethesteig war gelungen.

Uwe Krost