Startseite  Spielberichte  Saison 2014/15  03.09.2014   Punktspiel

BW West gegen WSG Mitte (Punktspiel)

Zum Spiel erschienen;

David, Steve, Stefan, Mathias, Woldemar, Mario, Marcus, Raphael, Michael K., Tony, Christian Sch. und Jonas

Verantwortliche:

Rainer, Thomas, Uwe, Heiko

 

Die Start-Elf

Tor: Jonas

Abwehr: Christian, Mathias, Michael K.

Mittelfeld: Steve, Raphael, Marcus, Tony

Sturm: Woldemar, David, Stefan

Wechselspieler: Mario

 

Zuschauer: 12

 

Kurzbericht:

08. Minute: TOOOR !!! 0 : 1 David

13. Minute: TOOOR !!! 0 : 2 Stefan

36. Minute: Wechsel ! Mario für Steve

52. Minute: Wechsel ! Steve für David

65. Minute: Gelb für Raphael

69. minute: TOOOR !!! 0 : 3 Woldemar

 

Verdienter Sieg an der Kieler Straße

Nicht viel Zeit hatten wir, um die Niederlage vom letzten Freitag bei der Spvgg. 1899 zu verarbeiten. Vielleicht auch ganz gut so, um nicht so lange darüber nachzudenken. Wir wollten einen Haken daran und beim nächsten Spiel einiges wieder gut machen. Dazu kam uns unser nächster Auswärtsgegner BW West gerade zur rechten Zeit vors Visier. Die guten Erinnerungen an die zwei letzten Spiele gegen unseren Gastgeber (Siege mit 3:0 und 1:0) aus der letzten Saison taten ihr Übriges. So waren alle guten Mutes und das Spiel konnte beginnen. Mit Jonas im Tor und Matthias, der wieder unsere Abwehr leitete, sowie Mario, der zunächst auf der Bank Platz nahm, waren drei Spieler wieder dabei, die den Kraftakt vom Freitag nicht über sich ergehen lassen mussten. Die Gebrüder Sven und Tony U. hatten die Rekonvaleszenzphase des Wochenendes nutzen können und liefen nach ihren verletzungsbedingten Ausfällen vom letzten Spiel ebenfalls wieder von Anfang an auf.

Nach kurzem anfänglichen Hin- und Her – Geplänkel übernahmen wir die Initiative und gestalteten die folgende Viertelstunde zu einer einseitigen Angelegenheit. Mit einem drei Mann-Angriff der sich aus Woldemar, David und Stefan zusammensetzte, wurde der Gegner mit einem Forechecking bearbeitet, das denen Hören und Sehen vergang. Permanent setzte auch unser Mittelfeld jedem Ball nach und fing spätestens an der Mittellinie noch jeden kleinsten Versuch eines Gegenangriffes ab. Zwangsläufig musste BW-West Fehler machen. Es war nur eine Frage der Zeit. Erste Schussversuche gingen zwar noch vorbei oder blieben in der vielbeinigen Abwehr hängen, aber in der 8.Minute hatten wir das erste Mal in diesem Spiel etwas zu jubeln. Da hatte Raphael, der wieder einen Angriff des Gegners hinter der Mittellinie beendet hatte, den Ball wunderschön in den Lauf von David gespielt, der in den Strafraum eingelaufen war. David nahm den Ball wunderbar mit, schüttelte seinen Gegenspieler ab und hob den Ball am herausstürzenden Torhüter vorbei in die Maschen. Und es sollte noch schöner kommen. Fünf Minuten später holte sich Micha K. in der Abwehr den Ball und bediente David, der sich in der gegnerischen Hälfte angeboten hatte. David sah, dass Stefan von rechts Richtung Strafraum einlief und passte genau auf ihn. Auch Stefan ließ keinen Gegner mehr an sich ran und schob das Leder ähnlich, wie davor David, am chancenlosen Torhüter der Westler vorbei zur 2:0 – Führung ein. Zwei Angriffe, zwei Tore, wie an der Schnur gezogen. Das war ein Start nach Maß. Wir hatten das Spiel voll im Griff und den Gegner erst einmal vor vollendete Tatsachen gestellt. Natürlich musste jetzt BW-West kommen und uns würden sich entsprechende Räume bieten. Wir spielten ruhig weiter. Matthias baute über unsere Außenverteidiger Micha K. und Christian immer wieder das Spiel auf und teilweise sahen die Spielzüge nach vorn gut und flüssig aus. Marcus, Steve und Tony versuchten die Bälle an unsere Stürmer weiterzureichen, die natürlich heiß waren, weitere Treffer zu landen. Weitere Chancen folgten, aber die Genauigkeit im Abschluss war nicht mehr so vorhanden, wie in der ersten Viertelstunde des Spieles. Der Torwart der Westler (eigentlich ein gelernter Abwehrmann) verhinderte mehrfach gute Gelegenheiten, da er trotz der zwei Gegentore immer an der Strafraumgrenze lauerte, wenn wir zu Kontern ansetzten und die Pässe nicht richtig getimt waren. Aufgrund der sicheren Führung und der dadurch etwas nachlassenden Konzentration wurde unser Gegner wieder mutiger und er versuchte mit einigen Angriffen unser Tor zu gefährden. Das sah teilweise bis zum Strafraum ganz nett aus, aber echte Angst kam dabei in unserer Abwehr nicht auf. Jonas hatte die Situationen, die durch unsere Abwehr kamen jederzeit im Griff und er musste sich auch im weiteren Spielverlauf nicht groß bemühen. Es kam bis zur Halbzeit aber keine Spannung mehr auf, da bis auf einen Kopfball von Woldemar, der als Bogenlampe knapp das Tor verfehlte, keine weiteren Hochkaräter von Außen zu betrachten waren. Zur Halbzeit wurde gewechselt. Mario kam jetzt für Steve aufs Feld, da ihn die 1. Hälfte nach seiner Verletzung doch mächtig geschlaucht hatte. Wir behielten unser System erst einmal bei, obwohl man natürlich davon ausgehen konnte, dass jetzt die Männer von der Kieler Straße noch einmal alle Register ziehen würden, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Die erste Szene zeigte uns auch dieses Vorhaben. Ein Angriff über links mit anschließendem Schuss auf unser Tor, sah Jonas auf dem Posten. Er konnte per Fußabwehr klären. Und auch die nächsten Szenen spielten sich mehr in unserem Strafraum als in der anderen Hälfte ab. Unsere Mannschaft hatte alle Füße voll zu tun, um sich die nun ständig angreifenden Westler vom Hals zu halten. Sicher waren dabei ihre Mittel begrenzt und unsere Abwehr hatte immer wieder ein Bein oder einen Kopf dazwischen, aber die Ruhe und Ausgeglichenheit, die uns in der ersten Halbzeit zum bisherigen Spielstand gebracht hatte, war nicht mehr vorhanden. Im Gegenteil. Unruhe und Unfairness nahm jetzt den größten Teil des Spieles ein. Zu einer Deeskalierung sollte in solchen Fällen eigentlich immer der Schiedsrichter beitragen. Was man aber leider (wieder einmal) von unserem nicht sagen konnte. Stets viel zu weit weg von den „Brandherden“ des Spiels reagierte er meistens falsch, zu spät oder gar nicht. Dass unsere Spieler (hauptsächlich Woldemar) in der ersten Halbzeit ständig von hinten bei der Ballannahme behindert wurden, indem sie weg geschoben wurden, interessierte ihn überhaupt nicht. Passable Angriffe mit Pässen genau in die Schnittstellen des Gegners, welche in der zweiten Halbzeit für uns sehr gute Gelegenheiten versprachen, wurden von ihm aus 30 Meter Entfernung wegen angeblichen Abseits einfach abgepfiffen. Die reine Ignoranz. Das dabei natürlich mächtig viel Theater auf dem Platz und auf den Rängen aufkam, war abzusehen. Woldemar, der öfters was auf die Socken bekommen hatte und aus seiner Sicht ein Foul an ihm zum Elfmeter führen musste, den er aber nicht bekam, war außer sich. Er musste vom Team beruhigt werden, sonst hätte er das (schöne) Ende gar nicht erlebt. Nach 52 Minuten hatte sich das Spiel für David erledigt. Verletzungsbedingt musste er den Platz verlassen und Steve, der sich wieder erholt hatte, spielte das Match bis zum Schluss runter. Und hatte fast nach seiner Einwechslung den nächsten Treffer auf dem Schuh. Aber er traf in guter Position den Ball nicht voll, so dass er am Tor vorbeiging. Auch an unserer nächsten, endlich wieder gefährlichen, Szene war er beteiligt. Stefan arbeitete sich auf der linken Angriffseite regelrecht im Dribbling durch die ihn angreifenden Verteidiger, spielte mit letztem Einsatz Steve, der sich angeboten hatte, wunderbar frei. Der nahm den Ball an,lief noch ein Stück in den Strafraum hinein und schob ihn halbhoch nach rechts in die Mitte, wo Woldemar in Richtung 5-Meterraum hineingelaufen kam. Leider konnte der den guten Pass nicht verwerten und streifte ihn nur Richtung Grundlinienaus. Aber Woldemar, der heute unbedingt noch ein Tor schießen mußte, sollte seine Chance bekommen. Eine Minute vor Schluss wurde aus dem Mittelfeld wieder einmal ein Pass auf ihn Richtung West-Strafraum geschlagen. Der wieder aufmerksame Torhüter kam aus seiner Kiste heraus und ..... schlug am Ball vorbei. Woldemar dies sehen und mit dem Ball aufs Tor- das war eins. Der letzte Mann von BW-West holte ihn sogar noch ein, aber er konnte das Tor selbst mit akrobatischer Rettungsaktion nicht mehr verhindern. Der Ball war hinter der Linie und Woldemar knallte ihn vor Freude und zur Sicherheit (man weiß ja nie – bei dem Schiri) in die Maschen. Kurz danach war Schluss und der lachende Matthias konnte sich einen Spruch gegenüber David nicht ersparen. „Als du draußen warst, lief es besser.“ Damit hatte er aber spaßeshalber nur seine eigene Meinung dargestellt. Denn mit Davids Tor fing heute alles an.

Uwe Krost