Startseite  Spielberichte  Saison 2013/14  20.06.2014   Punktspiel

SG Lausen gegen WSG Mitte

Zum Spiel erschienen;

Christian Sch., Jonas, Michael D., Michael Kl., Tino, David, Steve, Michael Kr., Maik, Marcus, Woldemar Chris und Stefan

Trainer und Verantwortliche;

Uwe, Heiko und Rainer

 

Die Start-Elf

Tor: Jonas

Abwehr: Christian Sch., Michael D., Tino

Mittelfeld: Michael Kr., Stefan, Marcus, Steve, Maik

Sturm: Woldemar, David

Wechselspieler: Michael Kl., Chris

Zuschauer: 62

 

Kurzbericht:

31. Minute: Wechsel; Michael Kl. für Maik

33. Minute: Wechsel; Chris für Michael Kl.

36. Minute: Wechsel; Michael Kl. für Tino

65. Minute: Wechsel; Tino für Chris

 

Erkämpftes Remis im erwartet schweren Spiel

Der Spielansetzer hatte wohl ein gutes Händchen als er vor Saisonbeginn unser Spiel bei der SG Lausen Draußen für den vorletzten Spieltag ansetzte. Denn er muss wohl geahnt haben, dass es in diesem Spiel noch um einiges für beide Mannschaften ging. Die Tabellenkonstellation vor dem Spiel konnte nicht spannender sein. Durch unseren Sieg gegen BW West und gleichzeitiger Niederlage von Lausen gegen den ungefährtet durchstartenden Spitzenreiter BSV Schönau II , waren wir mit dem Konkurrenten aus dem Südwesten unserer Stadt plötzlich Punkt-und Torgleich. Und da wir mehr geschossene Tore auf unserer Habenseite aufzuweisen hatten, waren wir sogar vor ihnen in der Tabelle platziert. So sollte es ein spannendes und umkämpftes Spiel werden. Unser Gegner wollte natürlich in seinem letzten Spiel der Saison vor heimischen Publikum noch mal alle Register ziehen und seine für ihn sicherlich enttäuschende Rückrundenbilanz von nur sieben Punkten aufbessern.

Unter den Klängen von „Hells Bells“ von AC DC liefen die Mannschaften auf. Ein sicherlich ungewöhlicher Beginn, aber unser Gegner wollte sicher gleich von Anfang an „St.Pauli-Athmosphäre“ verbreiten und uns anzeigen, wo heute die Glocke hängt.

Nachdem sich beide Teams gegenseitig abgetastet hatten, unterbrach der Schieri für einige Minuten das Spiel, da, in Absprache mit unserer Mannschaft, ein langjähriger Spieler der Lausener gebührend verabschiedet wurde und nun die Hymne der Toten Hosen „An Tagen wie diese“ intoniert wurde. Wie gesagt, musikalisch und dazu entsprechend laut wurden wir zu Beginn prächtig unterhalten. Nun sollten aber endlich auch die Teams zu einem unterhaltsamen Abendspiel beitragen. Da zu den üblichen Verdächtigen unserer Mannschaft niemand mehr hinzu gestoßen war, standen außer Raphael, der entschuldigt war, alle aus dem letzten Punktspiel wieder auf dem Platz und bildeten die erste Elf. Chris verstärkte das Auswechselkontingent zusammen mit Micha Kl., der sich magenmäßig nicht so toll fühlte. Für ihn spielte Maik von Anfang an. Die Lausener übernahmen gleich zu Beginn das Zepter und wir versuchten aus einer geschlossenen Abwehrformation, wieder mit Micha D. als Leuchtturm im Zentrum, den Angriffen des Gegners die Luft zu nehmen. Das gelang uns ganz gut, dennoch hatten wir ständig auf der Hut zu sein, um nicht gleich zu Beginn in Rückstand zu geraten. Wir versuchten aus der Konterstellung zu agieren, leider gelangen uns entsprechende Spielzüge zu selten. Woldemar, der vorne auf seine Chance lauerte, bekam einen Pass in die Spitze, konnte sich aber leider nicht gegen seine Gegenspieler durchsetzen und scheiterte an der Strafraumgrenze. David wurde auf links geschickt, stürmte über diese Seite Richtung Tor und konnte den Ball unter Bedrängnis nur rechts am Tor vorbei schießen. Die größte Chance für uns, bei der es dann auch im Verlauf des Spieles blieb, war die von Woldemar. David bekam an der Mittellinie aus der Abwehr den Ball zugespielt, zog rechts an seinem Spieler vorbei und bediente ihn mit einem Zuckerpass genau in die Schnittstelle. Woldemar zog seinem Gegenspieler davon und hatte nur noch den herausstürzenden Torwart vor sich, doch dieser parierte seinen Schuss. Das waren sie auch schon unsere größten Chancen in der 1. Halbzeit. Dadurch, dass sich permanent zwischen unserem Abwehr/Mittelfeldbereich und unserem Sturm eine viel zu große Lücke auftat, hingen unsere zwei Stürmer Woldemar und David öfters in der Luft und mussten sich die Bälle (David) teilweise in unserer Hälfte holen. Der Weg Richtung gegnerisches Tor, auf diesem ziemlich großen Platz, wurde dadurch für sie immer länger. Da Lausen recht gut die Situation im Griff hatte, waren die gefährlicher anzusehenden Aktionen meist in unserer Hälfte anzutreffen. Eine weite Flanke von rechts in unseren Strafraum geschlagen, erwischte ein hinten links einlaufender Spieler noch, konnte den Ball aber nicht mehr kontrolliert auf unser Tor drücken. Von links und rechts kamen die Flanken in und an unseren Strafraum heran. Die meisten wurden jedoch von unserer gut verteidigenden Mannschaft herausgeschlagen. Und das was doch durchkam, wurde eine Beute von unserem wieder hervorragend haltenden Jonas. Ob Hand- oder sogar Fußabwehr, ob Fausten oder Fangen. Jonas hatte wieder den richtigen Riecher in der jeweiligen Situation. Große Szenen können hier nicht weiter geschildert werden, denn sie waren einfach nicht da. Lausen hatte Übergewicht, aber sie nutzten ihre Möglichkeiten zu wenig. Wir bekamen keine richtige Ordnung in unseren Laden und waren einfach zu ungefährlich in des Gegners Hälfte. Außer vereinzelten Nadelstichen gelang uns nicht viel. Kurioses am Rande. Vier Minuten vor der Halbzeit zeigte Maik an, dass seine alte Oberschenkelverletzung sich wieder bemerkbar machte und ein Wechsel Not tut. Micha Kl. machte sich darauf schnell warm und ging auf seine angestammte Position hinten links. Nicht eine Minute war er auf dem Platz, da war er schon wieder runter. Grund: Ein Schuss aus Nahdistanz (1 Meter) schlug unbarmherzig mitten in seinem Gesicht ein. Folge: Nasenbluten und kurze Orientierungslosigkeit. Die war schnell vorbei, aber die Nase wollte nicht so recht. Das hieß, der nächste und letzte Wechsler Chris musste aus dem Stand ins Spiel eingreifen.

Da nichts weiter im Spiel passierte, wurde beim Stande von 0:0 die Seiten gewechselt. Natürlich waren wir hin und her gerissen. Auf der einen Seite Stand die 0, auf der anderen Seite aber unser nicht zufrieden stellendes Spiel vor allem in der Abstimmung zwischen Mittelfeld und Angriff. Das wollten wir nun anders machen. Wir spielten jetzt gegen den teils böigen Wind und hofften, dass der Gegner genauso wenig damit anfangen könnte, wie wir in der ersten Hälfte. Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte jedoch wieder ein Dämpfer für unsere Farben. Tino, der auch diesmal bis dahin ein engagiertes Spiel ablieferte, verletzte sich bei einem Einsatz am Mann und musste aus dem Spiel. Nun war wieder unser Micha Kl. gefragt, der aber, Gott–sei-Dank, die Nase nicht mehr voll hatte und zum zweiten Versuch aufs Feld auflief. Je mehr nun Spielzeit ins Land ging, wurde das von beiden Seiten relativ fair geführte Spiel immer ruppiger. Lausen sah seine Chance auf einen Sieg in Gefahr und teilweise wurde mit Ecken und Kanten gekämpft und auch unsaubere Methoden ins Spiel gebracht. Woldemar wurde zweimal auf dem Weg Richtung Tor unfair bearbeitet und trug aus diesem Spiel auch eine leichte Kopfverletzung über der Augenbraue nach Hause. Der Schiedsrichter würdigte diese und andere Szenen gegen uns viel zu wenig und der Unmut auf unserer Bank gegen seine teilweise nicht nachzuvollziehenden Entscheidungen wuchs. Das Spiel wurde davon auch nicht besser. Zerfahrenheit bestimmte auf beiden Seiten die Szenerie. Fehlabspiele, Flanken ins Leere, mangelnde Ballkontrolle waren an der Tagesordnung. Mitte der zweiten Halbzeit zogen wir für einige Minuten das Spiel an uns und konnten den Gegner auch mehrmals in seiner Hälfte stellen, aber der Mut zum Direktschuss (Markus) fehlte. So wurden die Bälle immer wieder im Zweikampf verloren und im Ansatz gut aussehende Situationen leichtfertig verspielt. Torszenen unsererseits können an der Stelle nicht geschildert werden, denn es gab sie einfach nicht. Stefan rieb sich, wie alle im Mittelfeld kämpfenden Spieler, immer wieder auf und konnte keine gefährlichen Angriffe durchführen bzw. unterstützen. Micha Kr., Steve und Markus versuchten alles, aber gelingen tat nur wenig. Lausen machte es, wie gesagt, auch nicht viel besser. Das Bemühen, uns mit überfallartigen Angriffen in die Knie zu zwingen, war sicher von Außen erkennbar, aber der Abschluss war von Lausener Seite unbefriedigend. Die weiten Flanken, die immer wieder Richtung unseres Tores geschlagen wurden, erledigte teilweise der Wind, der sie ins Aus trug oder Jonas war wieder da und hatte aufgepasst. Christian haute sich in jeden Ball, den er nur annähernd erreichen konnte hinein, vereitelte so einiges. Micha D. war mit dem Kopf immer zur Stelle. Die Laune von Lausen wurde nun teilweise aggressiv und so musste sich Jonas eines Angriffs eines gegnerischen Spielers erwehren, der ihm versuchte, den schon sicher gefangenen Ball aus der Hand zu schlagen. Aber weder diese Aktion noch der darauf folgende Abschluss in unser Tor, wurde vom teilweise hilflos wirkenden Referee geahndet. Auch die Wiederholung dieser letztgenannten sinnlosen Aktion, des gleichen Spielers, einige Minuten später, hätte jetzt zu mindestens den gelben Karton gefordert. Allein sie blieb aus. Wahrscheinlich ist Weiterspielen nach Pfiff des Schiedsrichters nicht Bestandteil des Regelwerkes des Unparteiischen. So rückte das Ende des Spieles unaufhaltsam auf uns zu. 5 Minuten waren noch auf dem Zeiger, da meldete Chris urplötzlich Probleme mit sich und der um ihm ablaufenden Fußballwelt an und rannte, nach Signalisierung des Wechsels, wie von der „Tarantulla“ gestochen, vom Platz, so dass unser bereits angeschlagener Tino gerade noch die Möglichkeit hatte, die Unterzahl unserer Mannschaft auf dem Feld auszugleichen. Tino war es auch, der im Zusammenspiel mit Jonas, dem letzten gegnerischen Angriff in unserem Strafraum die Luft nahm und wir mit einem schwer erkämpften Remis im erwartet schweren Spiel vom Platz gehen konnten. Das letzte Spiel gegen Roter Stern wird zeigen, was es für uns wert war.

Uwe Krost