Startseite  Spielberichte  Saison 2013/14  23.05.2014   Punktspiel

WSG Mitte gegen LFC 07

Zum Spiel erschienen;

Christian Sch., Jonas, Michael D., Michael Kl., Tino, David, Steve, Maik, Raphael, Marcus, Woldemar und Stefan

Trainer und Verantwortliche;

Uwe, Heiko und Rainer

 

Die Start-Elf

Tor: Jonas

Abwehr: Christian Sch., Michael D., Michael Kl.

Mittelfeld: Steve, Stefan, Marcus, Raphael, Tino

Sturm: Woldemar, David

Wechselspieler: Maik

 

Zuschauer: 12

 

Kurzbericht:

11. Minute: Gelb für Christian

40. Minute: 0 : 1

42. Minute: TOOOR ! 1 : 1 Raphael (FE)

56. Minute: Gelb für Steve

62. Minute: TOOOR ! 2 : 1 Stefan

 

Trotz Wundertorwart das Spiel noch gedreht

 

 

 

Bei herrlischem Freitagabendwetter hatten wir die Elf vom LFC 07 zu Gast. Wer das Hinspiel am 09.09.2013 (Endstand 5:4 für uns nach 4:1 – Rückstand) live am Gontardweg erlebt hatte, der konnte damals was zu Hause erzählen. Natürlich war das eine Achterbahn der Gefühle, die an diesem Tag unsere Mannschaft durchleben musste. Jeder der unmittelbar Beteiligten hatte nicht die Absicht, dies wieder erleben zu müssen. Aber es sollte wieder ein spannendes Spiel werden. Der LFC kam mit der Empfehlung eines 3:1 – Sieges gegen Energetik, gegen die wir beim letzten Spiel gerade noch ein Remis geholt hatten. Und so spielten sie auch auf. Sie begannen uns von Anfang an zu pressen und unsere Hintermannschaft zu riskanten Abspielen zu verleiten. Wir benötigten eine Weile um uns von diesem Druck, der uns aber nicht in arge Bedrängnis brachte, zu lösen. Eine gelbe Karte gegen Christian, war aber dennoch die Folge und wir mussten auf der Hut sein, auch wenn sich alles außerhalb unseres Strafraumes abspielte. Es dauerte eine Weile bis wir unser Spiel aufbauen konnten, da immer wieder ungenaue Abspiele und Fehlpässe unser Spiel hemmten. Nach ca. einer Viertelstunde setzten wir die ersten Gegenstöße und hatten Erfolg. Fast. In eine herrliche Eingabe von Stefan schraubte sich Raphael mit dem Kopf hoch und beförderte mit diesem den Ball in Richtung LFC-Tor. Dort schlug er gegen den Innenpfosten und sprang von diesem gegen den machtlosen Torwart. Leider von diesem nicht ins Tor, sondern wieder hinaus. Gut - weiter gehts. Der Anfang war zu mindestens gemacht. Wir hatten unsere Duftnote am gegnerischen Tor hinterlegt. Es dauerte nicht lange, da zog diesmal Raphael rechts in Richtung Grundlinie und passte den Ball wunderbar auf den mit einlaufenden David. Der hatte das ganze Tor vor sich, aber wieder zog der eigentlich schon geschlagene Torwart den Ball magisch an, ohne selbst etwas dafür getan zu haben . Er stand unserem Führungstor damit wieder im Weg. Jetzt sollte es aber nun bald einmal beim LFC klingeln. Selbst kamen sie nicht mehr über Ansätze hinaus, wobei Raphael bei einem der wenigen Entlastungsangriffe einen Schuss von der Torlinie kratzen konnte. Stattdessen weiter Überlegenheit und Chancen im Minutentakt. Wieder ein Angriff über links. Stefan flankt in den Fünfmeterraum. Der Ball wird leicht abgefälscht. David geht mit artistischer Körperhaltung, fast in Rückenlage mit dem Kopf in den Ball und.... Was soll man sagen. Na was schon. Der Kister stand wieder goldrichtig zur weiteren Vereitlung einer Großchance unserer Mannschaft. Es folgte eine vierte und diverse Fernschüsse, die das Ziel leider auch verfehlten. Es war zum Haare raufen. Der LFC-Torwart, der eigentlich in seinem früheren Fußballerleben als Verteidiger schon bessere Zeiten beim LFC und seinen Vorgängermannschaften erlebt hatte, hatte wohl vor dem Spiel mit dem imaginären Fußballgott einen Deal abgeschlossen. Der Zufall stellte ihn in allen geschilderten und nicht geschilderten Situationen in unseren Weg um zu verhindern, das das Runde in sein Eckiges einschlug. Denn er selbst hatte doch eigentlich fast gar nichts dazu getan. Nun ja. Es war ein Phänomen. So konnten wir zur Halbzeit leider nur ein 0:0 verbuchen. Zwar eines von der besseren Sorte, aber das half uns auch nicht darüber hinweg. Heiko munterte alle noch mal auf. Die letzte Konsequenz fehlte leider noch und das quentschen Glück. Beides sollte in der folgenden 2.Halbzeit besser werden. Wir begannen, wie wir die erste Halbzeit beendet hatten, mit Forechecking gegen den Strafraum der 07´er. Wieder war es Stefan, der nach einem prima Querpass von der linken Seite, aus halbrechter Position aus 20 Meter – Entfernung direkt die Pille aufs Tor drosch. Doch was soll man sagen. Dort stand wieder unser Freund und bugsierte diese Granate, die bei jedem anderen kleineren Torwart unhaltbar über ihm eingeschlagen wäre, über das Tor. Es kam, wie es kommen musste. Wenn der Optimist keine Nahrung mehr bekommt, wird er zum Pessimisten. Das Spiel hätte längst entschieden sein müssen und wir krebsten immer noch bei einem 0:0 herum. Ein Angriff unserer sehr weit aufgerückten Hintermannschaft über links, konnte durch Michael Kl. per Flanke nicht abgeschlossen werden, da sie von einem gegnerischen Spieler abgeblockt wurde. Der Ball sprang zu dem einzigen noch verbliebenen LFC-Spieler, der sich an der Mittelinie schon gelangweilt hatte. Der nahm den Ball an und stürmte in unwiderstehlicher Manier in Richtung unseres Gehäuses. Markus nahm die Verfolgung auf, konnte aber nur Begleitschutz liefern und der Strafraum nahte. Dort übernahm Michael D., der ebenfalls über die Mitte zurückgelaufen war, den Part und setzte zum Sliding-Takling an. Leider genau zum falschen Zeitpunkt. Jonas kam in diesem Moment aus seinem Tor heraus, um ebenfalls schlimmeres zu verhüten . Micha spitzelte, statt zu schlagen, den Ball dem Gegner zwar vom Fuß, der hatte ihn aber nach zwei Metern wieder und brauchte ihn nur noch in unser verwaistes Tor zu schieben. Da konnten Jonas und Micha nur noch dem Ball traurig hinterherschauen. Was war das denn. Das Tor war für alle WSG-er wie eine schallende Ohrfeige. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. War denn der Fußballgott heute wirklich ein 07`er?

 

Doch wie sagt man in so einer Situation. Genau. Mund abputzen und weiter geht’s. Zwei Minuten später war unsere Welt zumindest etwas wieder gerade gerückt. Was war passiert? Micha Kl. hatte unseren immer wieder sich in der Spitze anbietenden Woldemar mit einem wunderbaren Reisepass bedient und als dieser seinen lästigen Abwehrspieler abschütteln wollte, legte dieser ihn mit einem astreinen Foulspiel auf die Strafraumbretter. Kein Zögern des Schiedsrichters diesmal, der leider öfters sehr undurchsichtige Entscheidungen sein Eigen nannte. Der Ball lag auf dem Punkt. Da Stefan beim letzten Spiel erst im Nachschuss erfolgreich war, trat diesmal Raphael an. Und der Goldjunge schickte unseren Wundertorwart vom LFC doch tatsächlich einmal in die falsche Ecke seines Tores. Jetzt waren wir wieder auf der Erfolgsspur und wollten uns nicht wieder davon abbringen lassen. Zum Erfolg benötigten wir aber noch zu mindestens ein Tor. Und auch der LFC wollte nun nicht gleich abschenken. Es ging wieder munter hin und her und der LFC konnte eine kleine Chance, welche zumindest in die Nähe unseres Tores kam, verzeichnen. Es wurde teilweise mit Haken und Ösen gekämpft und Steve geriet in der 56. Minute in so eine Kampfszene. Dabei kreuzte er einen angreifenden LFC´er, der daraufhin zu Fall kam und ihn als Dankeschön mit einer Beinschere in den Schwitzkasten nahm. Da sich Stefan emotional einmischte und diesem Spieler mal kurz aus dem Jacket schütteln wollte, kam es zu einer Rudelbildung. Der Schiri, der wieder einmal überfordert schien, übersah gönnerhaft die letzt genannte Aktion und bestrafte beide Duellanten mit einer nicht gezeigten, aber gegebenen gelben Karte. Ein lustiges Schmankerl für alle Zuschauer auf den Traversen.Sechs Minuten später zeigte Stefan aber wieder einmal warum er in unserer Mannschaft zur Zeit der Mann mit den Goldfüsschen ist. Ein von Markus hinter der Mittellinie herrlich halbhoch fast schon zu weit geschlagener Ball, nahm Stefan mit der Fußsspitze herunter, liess den mitgelaufenen Verteidiger ins Leere laufen, schlug einen Haken nach links und zog sofort ab. Der Ball konnte nur im Tor landen. Und das tat er dann auch. Das Spiel war gedreht und wir wurden doch noch für unser aufwändiges Spiel belohnt. Denn das war der Endstand in einem Spiel, welches wir ruhig zu Ende spielten und dem Gegner kein Zurückkommen mehr zuliessen. Beim wohlverdienten Bierchen in der Kantine feierten wir unseren siebten Sieg in dieser Saison und können stolz auf die bisher in der Rückrunde geleisteten Ergebnisse sein.

Und zum Schluß noch diese Erkenntnis aus dem Spiel. Auch ein Wundertorwart hat manchmal nur begrenzte Kräfte.

Uwe Krost