Startseite  Spielberichte  Saison 2013/14  25.04.2014   Punktspiel

WSG Mitte gegen Glück Auf

Zum Spiel erschienen;

Christian Sch., Jonas, Michael D., Michael Kl., Tino, Vladislav, Steve, Maik, Raphael, Chris, Christian B., Marcus und Stefan

 

Trainer und Verantwortliche;

Thomas, Uwe, Heiko und Rainer

 

Die Start-Elf

Tor: Jonas

Abwehr: Christian Sch., Michael D., Michael Kl.

Mittelfeld: Tino, Steve, Marcus, Raphael, Maik

Sturm: Stefan, Chris

Wechselspieler: Christian B., Vladislav

 

Zuschauer: 49

 

Kurzbericht:

11. Minute: 0 : 1

11. Minute: Wechsel - Vladislav für Tino

15. Minute: Wechsel - Christian B. für Chris

41. Minute: TOOOR ! 1 : 1 Christian B.

46. Minute: Wechsel - Tino für Steve

50. Minute: TOOOR ! 2 : 1 Vladislav

56. Minute: Wechsel - Chris für Maik

69. Minute: TOOOR ! 3 : 1 Stefan

 

 

Verdienter Sieg im dritten Anlauf oder Raphaels Schwur

Es gibt so gegnerische Teams, die haben so gar nichts von einer Mannschaft, vor der man übergroßen Respekt haben muss. Unser Gegner vom letzten Freitagabendspiel, die Mannschaft von Glückauf 74, hatte es in dieser Saison dennoch geschafft uns zweimal mit einer Niederlage in die Kabine zu schicken. Zwar war die zweite Niederlage, die erst gut einen Monat zurück lag, nur ein Freundschaftsspiel, aber dennoch lag sie, wie auch die Hinspielniederlage, unseren Männern deutlich noch im Magen. Und so kam es nicht von ungefähr, dass Raphael vor dem Anpfiff noch in der Kabine den heiligen Schwur ablegte, dass es diesmal nicht wieder dazu kommen würde. Gleiches galt für alle Unterstützer der WSG, die bei wunderschönem Fußballwetter unter den diesmal auffällig zahlreichen Zuschauern ( auf Nachfrage bei der NSA wurden 49 gezählt) unserem Verein die Daumen drückten. Wir konnten endlich auch wieder aus dem Vollen schöpfen, was die Anzahl der Spieler betraf und hatten zwei Wechselspieler zur Verfügung. Diese waren zunächst Vladi und Christian B., die es gerade so geschafft hatten und beim Betreten des Sportplatzes bereits den ersten viel versprechenden Angriff unserer WSG sehen konnten. Raphael hatte in diesem Moment den sich in ausichtsreicher Mittelstürmerposition anbietenden Chris völlig freigespielt, doch dieser konnte den Ball an dem ihm entgegenlaufenden Torwart zwar vorbei aber auch weit am Tor vorbeispielen. Wer beim letzten Spiel in Holzhausen dabei war, erkannte die Duplizität der Ereignisse. Denn auch dort hätte Chris zum Winner des Spiels mit der ersten Aktion werden können. Aber hätte-hätte-Fahrradk......es sollte wieder nicht sein.

Glückauf, die ihren regulären Torwart, durch einen ihrer ältesten Mitspieler ersetzen mussten (Geophysik aus alten DDR-Tagen lässt grüßen), schüttelten diesen kurzen Schocker ab und begannen nun ihrerseits uns ihr Spiel aufzudrücken. Sie kamen mehrmals über ihre rechte Seite an unseren Strafraum heran und profitierten dabei auch von einigen Unzulänglichkeiten unserer Mannschaft. Der Schiedsrichter, welcher sich als ein kleinlicher Referee darstellte, pfiff auf jeder Seite alles was nach gegnerischer Berührung nur aussah. Dies tat er auch nach gespielten 11 Minuten. Ca. 25 Meter vor unserem Strafraum wurde ein 74 er aus seiner Sicht unfähr gestoppt und das Unheil nahm seinen Lauf. Der Ausführende schoß den Ball über unsere Mauer und über unseren Torwart genau unter die Latte zur 0:1 Führung. Da passte keine Zeitung mehr dazwischen. Eigentlich sollte uns nun dieses Tor endgültig wachrütteln, aber es hatte den Anschein, als würden wir mit Blei in den Beinen spielen. Trotz eines sofortigen Wechsels von Vladislav für Tino und kurz danach von Christian für den unglücklich spielenden Chris, konnten wir keine Ruhe in unsere Aktionen bringen. Raphael, den dieser Rückstand natürlich mächtig wurmte, zerrte an den Ketten. Aber auch ihm unterliefen immer wieder Fehler bei der Ballannahme und beim Passspiel. Stefan versuchte Situationen zu erzwingen, aber er rieb sich oft in der gut stehenden gegnerischen Deckung auf. Trotz viel Laufarbeit auch von Markus, Maik und Steve waren die Resultate eher mager. Kam einmal einer durch, wie nach einem guten Paß aus der Abwehr auf Steve, jagte dieser den Ball über das Tor. Weitere nicht weiter erwähnenswerte Chancen, wurden die Beute des wenig beschäftigten Torwarts, der in der ersten Halbzeit nicht ins Schwitzen geriet. Der böige Wind, der uns ins Gesicht blies tat sein übriges und unsere Abwehr um Micha D., Micha K. und Christian S. hatte ein um das andere Mal mächtig zu tun, um die weiten Abschläge bzw. Pässe aus der 74 er Abwehr in den Griff zu bekommen und die Abstimmung zu wahren. Da aber auch bei Glückauf keine Vollstrecker an der Tagesordnung sind, konnten wir die Angriffe abwenden und hatten fünf Minuten vor der Halbzeit das Glück, dass einer davon den Ball aus drei Meter Entfernung über unser Tor schaufelte. Tief durchatmen !! Trotzdem war nach 30 Minuten die Luft raus. Zumindest die aus dem Spielball. Irgendwie typisch für unser bis dahin laues Spiel.

So pfiff der Schiri pünktlich zur Halbzeit und unsere Mannschaft kam mit saurer Miene zum Pausentee. Heiko überließ Scholle die Ansprache, denn er wollte aufgrund seiner emotionalen Erregung keinen Spieler persönlich beleidigen. Denn da hatte sich nach betrachten der 1. Hälfte sicherlich einiges angestaut. Das wussten natürlich alle selbst ganz genau und Selbstkritik wurde reichlich geübt. Mit dem Wissen, dass alles viel besser gehen kann, wurden die Seiten gewechselt. Dennoch spielte Glückauf weiterhin ordentlich mit, auch wenn unsere Aktionen jetzt geordneter wirkten. Immer mal führten sie kleine Nadelstiche in Richtung unseres Strafraumes vor allem über die linke Seite und allerhöchste Aufmerksamkeit war geboten. Aber man merkte jetzt unseren Bemühungen an, dass wir den Rückstand nicht so einfach hinnehmen wollten. Die Angriffsversuche unserer Gäste wurden jetzt immer mehr von unserer sicher stehenden Abwehr geblockt und entsprechende Konter gefahren. Einer dieser Gegenangriffe endete mit dem Ausgleich 6 Minuten nach Wiederanpfiff. Christian, der sich kurz hinter der Mittellinie aufhielt, erhielt einen Pass aus unserer Hälfte, nahm den Ball mit dem Rücken zum gegnerischen Tor an, drehte sich kurz und schoss den Ball aus knapp 25 Metern über den etwas zu weit vor dem Tor postierten Keeper ins Netz. Ein Schuß wie ein Strich. Christian war die Freude anzumerken, denn er hatte lange nicht mehr für unsere Farben getroffen. So konnte es weiter gehen. Und es ging so weiter. Sofort nach dem Anstoß marschierten wir auf den Gegner los und ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Glückauf-Tor. Die nächste 100% ige Chance hatte Markus, der aus 20 Metern den Ball leider nur an die Latte platzierte und keiner in der Nähe war, der den Abpraller veredelte. Heiko wechselte noch einmal. Der sichtlich platte Steve wurde herausgenommen und Tino kam noch einmal ins Spiel. In der 50.Minute ging Stefan nach wunderbaren Zuspiel von Raphael von links in den Strafraum, passte von der Grundlinie auf den u.a. mit eingelaufenen Vladi und dieser musste nur noch das Bein hinhalten. Der Ball fand seinen Weg danach allein ins Netz. Spiel gedreht, jetzt sollte es doch nur eine Frage der Zeit sein wann die nächsten Tore fallen würden. Aber trotz massiver Überlegenheit, Glückauf kam nur noch zu spärlichen Gegenstößen, die keine Gefahr auslösten, wurden klarste Chancen nicht genutzt. Stefan wollte nun auf Teufel komm heraus auch sein Tor machen. Allein er übersah bei seinen Alleingängen die zum Teil besser postierten Mitspieler und scheiterte anschließend an seinem eigenen Ego. Aber auch Markus wollte es noch einmal wissen, sein direkt genommener Ball vor der Strafraumgrenze, ging als Kerze kurz hinter dem Tor herunter. Christian knallte einen Schuß knapp am Tor vorbei. Weitere Chancen unerwähnt. Es hätte für drei Spiele reichen können. Glücklicherweise rächte sich diese Chancenverwertung nicht und in der 69.Minute spielte Vladi aus einem abgefangenen gegnerischen Angriff heraus einen genialen Pass auf den sich wieder anbietenden Stefan. Und jetzt war seine Zeit gekommen. Stefan nahm den Ball an, lies seinen Gegenspieler stehen, sah den Torwart wieder zu weit vor seinem Kasten postiert und schoss aus ca. 30 Metern den Ball über ihn in die Maschen zum Endstand von 3:1 für unsere Farben. Auch wenn der Gegner bei 2 Minuten Nachspielzeit noch einen Freistoß vor unserem Strafraum zugesprochen bekam, konnte unser wieder prima haltender Jonas den Klasseschuss an die Latte lenken und die darauf folgende Chance zunichte machen. Der sehr genaue Schiri, der nur in einer Situation seine Linie verlies (keine gelb-rote Karte nach Ballwegschlagen und Trikotausziehen eines bereits in der ersten Halbzeit verwarnten 74 ers) pfiff nach der folgenden Ecke ab. Aufgrund einer sich wesentlich gesteigerten Mannschaftsleistung auf allen Positionen konnten wir uns verdient in den Armen liegen und das von Uwe bereitgestellte Geburtstagsbier im Anschluss geniesen. Raphaels Schwur hatte gewirkt.

Uwe Krost