Startseite  Spielberichte  Saison 2013/14  23.08.2013 Punktspiel

SV Glück Auf 74 gegen WSG Leipzig Mitte

Zum Spiel erschienen: Ibrahim (Ibu), Michael D., Raphael, Tino, Vladislav (Vladi), Mario, Christian Sch., Carsten, Max, Maik, Ibrahim, Siggi

Trainer und Verantwortliche; Heiko, Rainer und Uwe K.

Die Start-Elf

Tor: Max

Abwehr: Christian, Michael D., Maik

Mittelfeld: Mario, Vladislav, Marcus, Ibrahim, Tino

Sturm: Carsten, Siggi

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 12

 

Kurzbericht:

03. Minute 1 : 0

08. Minute 1 : 1 Ibrahim

55. Minute 2 : 1

 

Pech und kein Glück

Das letzte Spieljahr endete mit dem glanzlosen Abstieg unserer Mannschaft aus der Stadtklasse. Nun, in der Kreisklasse angekommen, sollte sich doch eine gewisse Stabilisierung wieder in unserer Mannschaft breitmachen. Das hofften wir.

Glückauf 74 sollte dazu als Testgegner im ersten Punktspiel nach der Sommerpause gerade gut genug sein. Mit drei Neuen im Aufgebot (Max, Vladi und Tino) konnten wir erstmals seit langem wieder eine E l f (bestehend aus 11 Spielern) auf den Rasen schicken.

Natürlich lag eine große Frage über dem Spiel. Wie würde diese neu aufgestellte Mannschaft das Spiel gestalten und miteinander funktionieren? Die erste schmerzliche Antwort darauf erhielten wir bereits nach 3 gespielten Minuten. Da wurde unsere linke Seite, die in Form von Maik und Tino zu weit aufgerückt und daher völlig entblößt war, mit einem Paß ausgehebelt. Die hohe Flanke in unseren Strafraum segelte über Max und der hinter ihm einlaufende Gegner brauchte nur noch seinen Kopf hinzuhalten. Schon stand es 1: 0 für Glückauf. Sch.... Beginn. Dennoch bewahrten wir die Ruhe und als hätte es dieses Wecksignal geben müssen, starteten wir jetzt unsere ersten Aktionen in Richtung Strafraum des Gegners. Fünf Minuten später belohnten wir uns mit dem Ausgleich. In dieser 8.Minute spielte Christian hinter der Mittellinie einen wunderbaren Paß auf Raphael auf die linke Außenseite. Der trickste seinen Gegner aus und paßte in die Mitte zu Ibu, der dort hineingelaufen war. Ibu nahm den Ball an drehte sich nach links und vollende mit einem leichten aber dafür plazierten Schuß in die von Ihm aus gesehene rechte Ecke. Nun ging es wieder bei 0 los. Wir nahmen den Schwung des Ausgleiches mit und hatten für eine Viertelstunde den Ball und Gegner relativ im Griff. Ibu, Vladi und Raphael versuchten immer wieder im Doppelpaß den Gegner auszuspielen, Maik, Mario und Tino diese durch intensives Nachrücken zu unterstützen und Micha und Christian hatten die Abwehr im Griff. Siggi und Carsten im Angriff versuchten immer wieder, trotz ihrer begrenzten Mittel, den Gegner beim Aufbauspiel zu stören. Natürlich ergaben sich auch Torchancen. Leider störten sich bei der größten Gelegenheit Ibu und Siggi gegenseitig, so dass Siggis Schuß diesen für Ibus linken Fuß gedachten Abschluß, nach einem prima Solo von ihm, in den auffangbereiten Armen des Glückauf-Torhüters endete. Da Konzentration und Präzision im Aufbau und Abschluß unseres Angriffsspieles so nach und nach weniger wurden, bekam der Gegner Oberwasser und wir hatten wieder in unserer Hälfte mehr Abwehrarbeit zu leisten. Dabei wurde unsere linke Abwehrseite, wie bereits beim 1:0 immer mehr unser Sorgenkind. Tino, in seinem ersten Spiel für unsere Farben, hatte Mühe mit seinem Stellungsspiel und der Kondition, dadurch lbrannte es leider viel zu oft auf dieser Seite, so dass Micha mehr als ihm sicher lieb war, aushelfen mußte. Da Maiks Gegenspieler immer öfters das Zentrum am Strafraum suchte, zog er Maik von links mit ab. Glücklicherweise hatten diese Situationen keine negativen Auswirkungen mehr für unser Spiel in der ersten Halbzeit. Chancen für Glückauf waren, bis auf einen Schuß aus halblinker Position, der an unserem linken Pfosten vorbeiging, nicht zu verzeichnen. Dagegen hatten wir noch eine fast 100% ige. Raphael tauchte nach einem Schuß aufs Tor, den der Torwart abwehrte, vor seinem Kasten auf und bekam den Ball mit seinem Körper einfach nicht über die Linie. Nach mehrfachem unübersichtlichem Hin und Her zwischen ihm und dem Kister der Glückaufer hatte der Torwart den Ball endlich, aus seiner Sicht, unter Kontrolle. Raphael war verständlicherweise sichtlich verärgert. Die Chance auf die Führung war zu groß.

So ging es nach lebhaften 35 Minuten in die Halbzeit und manche Situation wurde ausgiebig nochmals durchgegangen. Mit Anpfiff des Spieles zur zweiten Halbzeit versuchte Glückauf mehr Druck zu machen, aber wir hielten dagegen. Die Entlastungen waren jetzt zwar nicht mehr so zahlreich, aber wir bekamen wieder unsere Möglichkeiten. Nach 5 Minuten wurde Ibu in halblinker Position wunderbar freigespielt, er überspielte seinen Gegenspieler, drang in den Strafraum ein und wurde gefoult. Leider hatten er und unsere Mannschaft die Hoffnung auf einen Elfmeter exklusiv. Denn der Schiri beteiligte sich nicht an dieser Spekulation und entschied auf weiterspielen. Da konnte Ibu schimpfen wie er wollte. Der Schiri, der bis dahin und auch im weiteren Spielverlauf einige merkwürdige Entscheidungen traf, zog auch in dieser Situation seine nicht immer zu teilende Auffassung vom Spiel durch. Wieder sollte uns damit ein eventueller Machtball nicht gelingen. Da das Spiel weiter ausgeglichen ablief, hatte nun wieder Glückauf eine Chance. Von rechts zog ein Spieler an Tino vorbei an unsere Strafraumgrenze und schloß mit einem schönen Schuß auf unser Tor ab. Glücklicherweise rettete die Latte uns vor einem Rückstand. Dieser folgte dann dennoch in der 55. Minute. Ein Fehlpaß in unserem Aufbauspiel sah unsere gesamte Abwehr aufgerückt. Ein Glückauf-Angreifer stürtze wie ein Habicht in diesen Fehlpaß und versuchte aus der Mitte kommend über die linke Seite in unseren Strafraum zu gelangen. Christian sah seine einzige Chance, eine gute Situation des Gegners zu verhindern darin, ihn am Weiterlaufen per Festhalten zu hindern. Das Ibu mittlerweile hinter ihm die Seite absichern wollte, konnte er nicht mehr registrieren. So kam es zu einem Freistoß an unserer Strafraumgrenze aus gegnerischer halblinker Position gesehen. Der Ball wurde scharf in Richtung Fünfmeterraum geschlagen und ehe Max die Hände hochbekam, klingelte es hinter ihm zum 2:1 für die Gastgeber. Wieder liefen wir einem Rückstand hinterher. Wir hatten zwar noch 15 Minuten zu spielen, aber konnte sich diese erstmals zusammenspielende Mannschaft nochmal aufraffen und zurückkommen? Die Kräfte schwanden, unser Angriff fand fast nicht mehr statt. Carsten und Siggi standen auf verlorenem Posten in der gegnerischen Abwehr. Ibu lief sich ein ums andere Mal fest. Da mußte das Mittelfeld nochmal anziehen. Und dies geschah auch in den letzen Minuten. Vladi, der in der zweiten Halbzeit etwas zurückhaltender spielte, baute mit Raphael wieder auf. Mario ging mal rechts offensiv auf den Strafraum zu und zog ab. Leider ohne Erfolg. Glückauf wollte jetzt den nahen Erfolg verwalten und reagierte nur noch. Leider war das Glück an diesem Tag nicht auf unserer Seite. Das konnte jeder bestätigen, der die letzten 5 Minuten dieses Spieles live erlebte. Wir hatten uns am Strafraum festgebissen und eine Flanke landete im Strafraum. Drei Spieler von uns hatten hintereinander die Chance das Runde lns Eckige zu befördern. Doch Ibu, Mario und zuletzt Raphael scheiterten auf der Linie am Torwart und diversen aufopferungsvoll sich in den Ball werfenden Gegnern. Als WSG-Anhänger ein Fall zum in die Luft gehen. Das gabs doch gar nicht. Kurz danach noch eine Riesenchance für uns. Wieder wurde Ibu am rechten Strafraumeck gefoult. Diesmal ahndete der Schiri die Situation (warum erst jetzt?). Alle rechneten mit einem Direktschuß von Raphael aufs kurze Eck. Aber dieser sah unseren Christian von hinten mit an den Strafraum heranlaufen und legte auf diesen ab. Christian nahm den Ball an und zog kurz und trocken auf das gegnerische Tor und die vom Torwart nicht abgedeckte linke Seite. Leider stand dort wieder auf der Linie noch ein Abwehrmann und köpfte diese Granate ins Grundlinienaus. Es sollte einfach nicht sein. Der Schiri legte noch etwas drauf, aber auch diese Zeit verstrich und das Spiel war aus.

"Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu". Der alte Spruch von Jürgen (Kobra) Wegmann aus längst vergangenen Zeiten hatte uns wieder mal schmerzlich in der Gegenwart ereilt.

Uwe Krost