Startseite  Spielberichte  Saison 2012/13  31.05.2013 Punktspiel

WSG Mitte gegen Brainstorm

Zum Spiel erschienen: Ibrahim, Heiko, Raphael, Stefan, Rainer, Thomas, Marcus, Michael K., Mario, Christian Sch., Siggi, Philipp, Michael G. und Uwe K.

Die Start-Elf

Tor: Philipp

Abwehr: Christian, Michael G., Michael K.

Mittelfeld: Maik, Raphael, Marcus, Stefan, Mario

Sturm: Ibrahim, Siggi

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 8

 

Kurzbericht:

43. Minute 0 : 1

52. Minute 0 : 2

 

Gutes Spiel - falsches Ergebnis

Nachdem es unserer Mannschaft letzte Woche endlich gelungen war, den hartnäckigen Bock umzustoßen und das erste Spiel der Saison zu gewinnen, sollte es nun möglichst im nächten Heimspiel gegen die Mannschaft von Brainstorm so weitergehen.

Nach der fußballerischen Weisheit - "Never change a winning Team" standen bis auf Ausnahme von Michael D., der entschuldigt verhindert war und Carsten, der seine Verletzung vom letzten Spiel noch nicht auskuriert hatte, alle alten Kämpen auf dem Feld. Unterstützung erhielten sie von unserem derzeitigen noch aktiv spielenden Alterspräsidenten Siggi im Sturm sowie Maik im Mittelfeld.

Natürlich wußten alle, dass Brainstorm ungleich schwerer zu bezwingen sein würde als der TSV 76, den wir letzte Woche geschlagen hatten. Auch hier hatten wir im Hinspiel an der Wettin-Brücke eine Packung bekommen. Dies sollte sich nicht wiederholen.

Da unser Gegner, wie wir, auch 11 Mann (und darüber hinaus noch mehrere Wechsler) zusammen bekommen hatte, begann das Spiel zumindest anzahlmäßig ausgeglichen. Brainstorm übernahm in den ersten Minuten das Heft des Handelns und wir mußten gleich alle Sinne zusammennehmen, um das erste Klingeln in unserem Kasten zu vermeiden. Ein Angriff über Brainstorms rechte Angriffsseite ergab eine Flanke in unseren Strafraum, dort wurde nicht lange gefackelt und ein Schuß aus ca. 10 Metern von Philipp gerade noch abgewehrt. Fast im Gegenzug erspielten wir uns die erste Chance, aber Stefan scheiterte ebenfalls am Torwart. Eine folgende Ecke von Stefan gelangte auf den Kopf von Ibu, der am rechten Pfosten den Torwart zu einer Parade zwang. Wieder kurz danach zog der immer wieder im Spielverlauf an den Ketten ziehende, kilometerfressende Stürmer der Stormer von rechts auf unserer Grundlinie in den Strafraum und servierte dort einem Mitspieler den Ball auf den Fuß. Gedankenschnell sich breit machend, reagierte Philipp auf der Linie und hielt diesen eigentlich tödlichen Schuß aus einem Meter Abstand. Den Rest besorgten unsere Hinterleute. Puh, dass war ein Auftakt. Zu aller Freude der an der Linie weilenden Zuschauer der WSG, gesellte sich nun unser alter Torwart Svenni zu uns und unterstützte unsere Mannen mit manchen sinn- und unsinnreichen Sprüchen, die uns wieder an alte Zeiten erinnern ließen. Ja Svenni, vielleicht gibt's bald ein Wiedersehen bei der WSG?

Nun, unsere Truppe würde sich freuen und versuchte auch im weiteren Spielverlauf dem Gegner nichts abzuschenken. Spiele gegen Brainstorm sind ja bekannterweise keine Sandkastenspiele und es gab bisher in jeder Begegnung was auf die Schienbeinschoner. Der bereits o.a. Stürmer der Stormer wird ein Lied davon singen können, denn als er plötzlich völllig freigespielt allein vor Philipp stand, ging dieser sehr rustikal in Ball und Gegner und gewann damit den Zweikampf. Ein von ihm daraufhin geforderter Pfiff des Schiris blieb aber aus. Das Spiel wogte her und hin. Teilweise liefen unsere Spielzüge wie auf der Schnur gezogen ab, aber am gegnerischen Strafraum fehlte der Knipser vom Dienst. Ibu bot sich immer wieder an, die langen Pässe aus dem Mittelfeld aufzunehmen und aufs Tor zuzugehen. Marcus war immer wieder anspielbereit und zog mit Raphael und Stefan das Tempo an, um die vielbeinige und gutstehende Abwehr auszuspielen. Stefan scheiterte wieder, sich gut links durchtankend mit einem schönen scharfen Heber am gut reagierenden Torhüter. Dieser, nicht immer souverän wirkende Kister, bekam aber zu wenig Gelegenheiten durch uns, seine Unsicherheiten zu verstärken. Die personelle Stürmermisere in unseren Reihen, Siggi zog zwar immer wieder bravourös an den Ketten, kann man eben im Spielverlauf nicht ausgleichen. Wir mußten zum Ende der ersten Halbzeit aufpassen, dass bei unseren Angriffsbemühungen, das Loch im Mittelfeld zur Abwehr nicht zu groß wurde, da auf dem nassen, aufgeweichten Platz, jede Bewegung ganz schön in die Beine ging und das Rückwärtslaufen mächtig schlauchte. Den Halbzeitstand von 0:0 hatten wir uns hart erarbeitet und Brainstorm hatte gemerkt, dass sie vor uns auf der Hut sein mußten und ihre Abwehr niemals vernachlässigen durften.

In der Halbzeit wurden alle nochmal angefeuert, so weiter zu fighten und wachsam zu sein. Die Abwehr hatte auf unserer linken Seite durch Micha K. einen zuverlässigen Mann, der seinen Gegner gut im Griff hatte und viele Zweikämpfe gewann. Christian auf rechts hatte vielleicht etwas weniger zu tun, da viel über die rechte Angriffsseite des Gegners kam. Aber auch er hatte nicht viel zugelassen. Micha G. sorgte für Ruhe im Abwehrzentrum. Und - last but not least - nicht zu vergessen - Philipp hatte uns mit seinen Paraden im Spiel bleiben lassen.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten wir über unsere linke Seite mit Ibu einen Angriff, der sich schön gegen mehrere Gegner durchsetzte und leider mit Schuß am Torwart scheiterte. So sollte es auch weitergehen. Wir versuchten immer wieder, durch gewonnene Zweikämpfe dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen und das Match in deren Hälfte zu verlagern. Leider war das Glück nicht mit uns. Ibu war es wieder, der von rechts in den Strafraum eingedrungen war, den Ball bereits auf seiner linken Klebe hatte, aber leider den Paß zu einem links mitgelaufenen Mitspieler spielte, der dann scheiterte. Schade, ein wenig Egoismus, den ein echter Stürmer in dieser Situation hätte, wäre hier angebracht gewesen.

So kam es, wie es dann bei solchen vergebenen Chance kommen mußte. Brainstorm, die sich jetzt immer mal wieder auf's Kontern verlegten, überspielten unsere, auf der linken Seite bis dahin souveräne, Abwehr mit Micha K. und Micha G. und der Dauerläufer der Stormer hatte wieder nur noch Philipp vor sich. In letzter Sekunde konnte dieser aber gemeinsam mit Micha G. diesen Angriff hart aber herzlich unterbinden und uns vor dem drohenden Rückstand bewahren. Kurz danach war es aber doch passiert. Über links setzte sich der Gegner gegen Marcus durch, wurde beim Lauf auf Höhe des Strafraumes von unserer Abwehr nur begleitet statt ersthaft gestört (Micha G.) und nach Ablage auf einen freien sich anbietenden Mann, erzielte dieser aus ca. 18 Metern mit feinem Innenseitschuß das 1:0 in unser linkes Angel. Philipp konnte nur noch hinterhersehen. Das war schon wie so ein kleiner Dolchstoß in unser bis dahin mit recht stolzes WSG-Herz.

Aber wir gaben nicht auf. Marcus, der immer wieder aufopferungsvoll jedem fast verlorenen Ball hinterher rannte und meist zurückholte, wurde ca. 5 Minuten nach unserem Rückstand rechts freigespielt und zog endlich einmal mit rechts ab. Der Torwart bekam die Fäuste noch hoch und konnte klären. Jetzt kam wieder die Zeit, wo es hin und her ging, aber Keiner so richtig durchdachte Aktionen zustande brachte. Klar mußten wir jetzt kommen, aber das Spiel hatte schon sehr viel Kraft gekostet. Brainstorm spielte sich mal wieder an unseren Strafraum heran und in der 52. Minute schlug wieder ein ungehinderter Distanzschuß aus ca. 20 Metern von der rechten Seite geschossen, in unserem linken Eck ein. Der Ball sah von Außen haltbar aus, obwohl er scharf und platziert geschossen war. Nun war wohl der Käse für Brainstorm gegessen, dachten diese vielleicht. Aber wieder rissen sich alle WSG-er nochmals zusammen und kämpften weiter. Eine Flanke von rechts durch Stefan erreichte Ibu im Strafraum auf links. Dieser drehte sich einmal um seinen Gegenspieler und zog mit seinem linken Fuß direkt am Torwart vorbei ins Tor - dachten wir. Aber dort auf der Linie stand ein Spieler im orangenen Trikot und köpfte den Ball von der Linie. Es sollte nicht sein. Weitere Versuche verendeten auf beiden Seiten zwischen den Strafräumen. Alle Spieler mußten dem schweren, nassen Platz, der bereits teilweise das Zuspiel zum nächsten Mann zum Risikopaß werden ließ, Tribut zollen. Der Schiri, der zumindest aus unserer Sicht, souverän sein Pensum abspulte und sich auch nicht von teilweiser Unruhe der Brainstormer in der ersten Halbzeit von seiner Linie abbringen ließ, pfiff pünktlich das alles in allem faire Spiel ab. Natürlich waren wir nicht begeistert über den Ausgang des Spieles, zumal alle Außenstehenden unserer Mannschaft eine gute, wenn nicht so gar bessere Partie als gegen TSV 76 zustanden. Allein das Ergebnis machte den Unterschied.

Uwe Krost