Startseite  Spielberichte  Saison 2012/13  28.09.2012 Punktspiel

WSG Mitte gegen MoGoNo

Zum Spiel erschienen: Maik Sch., Uwe K., Heiko, Jörg, Raphael, Carsten, Rainer, Michael D., Marcus, Michael K., Christian Sch., Mario und Maik K.

Die Start-Elf

Tor: Michael D.

Abwehr: Jörg, Rainer, Marcus

Mittelfeld: Michael K., Maik K. Christian Sch., Raphael, Mario

Sturm: Carsten

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 9

 

Kurzbericht:

35. Minute 1 : 0 Jörg

46. Minute 1 : 1

 

Der Spatz in der Hand

vor einer Woche endete der Spielbericht zum Spiel gegen Brainstorm sinngemäß so: Mögen sich doch alle spielfähigen Männer unserer Mannschaft zum Spiel gegen MOGONO auf dem Platz einfinden und so unsere Reihen in diesem wichtigen "6-Punkte"-Spiel wieder stärken. Leider war nur der Wunsch der Vater des Gedanken. Zum Anpfiff kurz vor 18:00 Uhr standen wieder nur 10 Spieler am Anstosskreis. Wie so oft in dieser Saison fehlten Spieler, leider diesmal sogar einige ohne jegliche Endschuldigung. Das ist ganz schlechter Stil gegenüber denen, die sich wieder einmal 70 Minuten, auch für diese Mannschaftskameraden, den Hintern aufrissen und bis zur letzten Minute für die WSG kämpften.

Nun zum Spiel. Das Glück oder Schicksal, wie man es auch nennen soll, sendete uns auch nur 10 Gohliser in die Döllingstraße, so dass die Partie zumindest beim Anpfiff ausgeglichen beginnen konnte. Unsere Aufstellung ähnelte der vom Spiel gegen Brainstorm. Micha D. mußte wieder zähneknirchend ins Eckige, da wieder kein Torwart erschienen war. In der Abwehr organisierte erneut Rainer seine Mannen, aber diesmal standen Jörg und Marcus zu seiner Rechten und Linken. Das Mittelfeld um Raphael,Mario, Micha K.,Christian Sch. ergänzte unser Neuzugang Maik K., der, vorweggenommen, einen guten Einstand leistete. An vorderster Front wurde Carsten platziert.

Das Spiel verlief zunächst sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften versuchten offensiv zu punkten und so wogte das Geschehen hin und her. Die Abwehrreihen standen sehr diszipliniert, so dass große Chancen Mangelware waren. Nach ca. 10 Minuten zappelte dennoch der Ball in unserem Gehäuse, aber der Schiedsrichter hatte ein Foul des Gegners gesehen und so den Treffer aberkannt. Duchpusten und weiter. Wir bekamen das Spiel zunehmend besser in den Griff, die Gohliser versuchten jetzt mehr über Konter in unseren Strafraum zu gelangen, doch Micha D. hielt seinen Kasten sauber. Mario und Raphael probierten immer einmal über links den Durchbruchversuch zum Strafraum, was auf der anderen Seite Micha K. und Christian Sch. auch des öfteren versuchten. Maik K., unser Neuer rannte, was das Zeug hielt, jedem erreichbaren Ball hinterher und selbst Carsten versuchte mit seinen bescheidenen Mitteln etwas zum Spiel beizutragen. Mit unserem seit langem nicht für möglich gehaltenen Offensivspiel beeindruckten wir teilweise den Gegner und schnürten ihn in seiner Hälfte ein. Eine Ecke folgte der Anderen und fast mit dem Halbzeitpfiff wurden wir für unser engagiertes Spiel belohnt. Die letzte Ecke vor der Halbzeit, welche Micha K von rechts hereinschlug, flog butterweich in Höhe des kurzen Pfostens auf das Haupt von Jörg, der ihn von dort direkt ins Tor köpfte. 1:0 für die WSG. Eine Spielsituation, die diese Saison noch nie für uns existent war. Die Freude darüber war ganz auf unserer Seite. Nun wurde zur Halbzeit gebeten und das Pausenwasser schmeckte gleich nochmal so gut.

Da sich Spielertausche auf beiden Seiten erübrigten, wurde in gleichbleibender Aufstellung die Seite gewechselt. Der Schiedsrichter, welcher sich bisher einer eher zurückhaltenden als in den Mittelpunkt stellenden Arbeitsweise bediente, wandte seine Gunst nun mehr den Gohlisern zu und Freistösse gegen uns säumten jetzt mehr und mehr seinen Weg. Wir mußten einige brenzlige Siuationen überstehen, aber mehr als Schüsse, die sonstwohin gingen, aber nicht aufs Tor, mußten wir nicht registrieren. Anders in der 46. Minute. Ein Ball den Rainer vor der Strafraumgrenze herausschlagen wollte, wurde durch ein, vom Schiedsricher nicht geahndetes "Darüberhalten" des Gegners nicht zur Mittellinie sondern retour in Richtung unseres Strafraumes befördert. Dort reagierte ein Gohliser am schnellsten, da einige immer noch auf den ausbleibenden Pfiff des Schiris warteten und in einer eigenartigen Starre verharrten. Er schlug einen kurzen Haken und hob den Ball aus ca 11 Metern ins, aus seiner Sicht, linke obere Eck. Micha D. war dabei chancenlos. Der Schiri ließ sich von unseren Protesten nicht beeindrucken und zeigte auf den Anstosspunkt. Nun ging es wieder bei Null los. Minuten später wurde das gleiche Foulspiel in unserem Strafraum, wie o.a. geschildert, erneut nicht geahndet. Zum Glück ohne Auswirkung für uns. Scheinbar liefen solche Aktionen bei unserem Schiri unter Normalität ab. Aber er hatte auch lichte Momente, pfiff Abseitsstellungen des Gegners, die sicher so mancher Referee durchgewunken hätte. Es war von außen schon absehbar, dass jetzt Gohlis das Heft des Handelns immer mehr in die Hände bekam und den Schwung des Ausgleiches in die folgenden Aktionen übernehmen wollte. Kaum noch eine gesteuerte duchdachte Aktion unserer Mannschaft war zu sehen. Wir rührten langsam aber sicher immer mehr Beton an, um unseren Punkt in die Tabelle zu zementieren. Gelegentliche Ausbruchversuche endeten meistens an der Mittelinie und das gegnerische Tor war nur mit dem Fernglas zu sehen. Derweil versuchten die Gohliser immer wieder in unser Heiligtum, den Strafraum einzudringen, aber sie taten sich schwer. Unsere vielbeinige Abwehr schlug alles hinaus was nicht niet- und nagelfest war. Der Torwart der Gohliser, eigentlich der Spielmacher des Teams, sprang teilweise 20 Meter vor dem Tor von einem Bein auf das Andere, da die Chancen seiner Mannschaft alle vergeben wurden. Das Ende nahte und der Schiri zeigte noch 3 Minuten an. Das mußte doch zu halten sein. An mehr war sowieso nicht zu denken. Diese 3 Minuten schienen zur Ewigkeit zu werden und die letzte Aktion sah doch tatsächlich den gegnerischen Torwart in Aktion. Er führte den Ball aus seiner Hälfte ohne Einbeziehung seiner Mitspieler in unsere hinein und schoß aus ca. 30 Metern den Ball mit Schmackes auf unser Tor. Viel passte nicht mehr zwischen den Ball und die Latte. Aber er war trotzdem drüber. Abstoss und Abpfiff. Ein nicht mehr gekanntes Gefühl erfasste alle WSG-er und alle waren sich über das am Ende doch gerechte Resultat einig. Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Endlich konnten wir einmal wieder im Sportcasino auf einen Punktgewinn anstossen und es wurde sogar wieder gelacht.

Uwe Krost