Startseite  Spielberichte  Saison 2012/13  21.09.2012 Punktspiel

Brainstorm gegen WSG Mitte

Zum Spiel erschienen: Thomas (Scholle), Uwe K., Heiko, Jörg, Raphael, Carsten, Rainer, Michael D., Marcus, Michael K., Christian Sch., und Mario

Die Start-Elf

Tor: Michael D.

Abwehr: Christian Sch., Rainer, Marcus

Mittelfeld: Michael K., Jörg, Raphael, Mario

Sturm: Carsten

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 24

 

Kurzbericht:

06. Minute 1 : 0

29. Minute 2 : 0

37. Minute 3 : 0

53. Minute 4 : 0

67. Minute 5 : 0

 

Keine Chance an der Wettinbrücke

Zum 4.Auswärtsspiel in diesem Spieljahr traten wir am Freitagabend bei der Mannschaft von Brainstorm an. Ja Brainstorm, da war doch noch was. Fast auf den Tag vor einem Jahr gab es doch dieses aus unserer Sicht skandalöse 1:2, dass fast mit einem Abbruch geendet hatte und einer Zuschauerbank das Leben kostete. Nun, damals spielten wir um die Spitze in der 2.Stadtklasse mit. Das waren noch Zeiten. Heute kamen wir als arme Kirchenmäuse mit 0 Punkten im Fußballgepäck an die Wettinbrücke. Und die Ausgangssituation vor dem Spiel war wieder einmal deprimierender denn je. Neun Spieler standen zur der Begrüßung des Gegners um 18:00 Uhr an der Mittellinie und allen war bewußt, es werden heute wieder nicht mehr. Da zum Spiel diesmal auch kein Torwart da war (Slawi steckte im Stau, Philipp mußte arbeiten) zog sich Micha D. die Torwarthandschuhe über und wir mußten dadurch einen Abwehrspieler opfern. Rainer stand nun als Abwehrorganisator im Mittelpunkt, ihm zur Seite Christian Sch. und Marcus im Austausch mit Mario, der ins Mittelfeld wechselte. Da durch den frühzeitigen Abgang bei TSV 76 Stefan zumindest für dieses Spiel ausfiel, war die Kreativabteilung von vornherein sehr eingeschränkt, zumal Michael G. auch nicht in Leipzig weilte und Christian B. wohl in Kanada zu erreichen war.

Nun, alles Jammern half nichts. Immerhin fand unser Jörg einmal wieder auf den Sportplatz und er wurde gleich mit Micha K., Raphael und, wie bereits erwähnt, Mario im Mittelfeld eingesetzt, um dort ein Bollwerk zu schaffen, dass uns die Angriffe der Brainstormer vom Halse halten sollte. Einzige Spitze war Carsten, der das Neun-Mann-Team komplettierte.

Wer aber nun erwartete, dass mit dem Anpfiff eine Angriffswelle nach der Anderen auf unser Tor zulief, sah sich erst einmal getäuscht. Mutiges nach Vorn gehen mit entsprechendem Pressing trotz Unterzahl war die Devise und der Gegner zeigte sich beeindruckt. Die erste Ecke war unsere und leichte Verunsicherung mit unkontrolliert geschlagenen Bällen ins Aus waren die Folge. Leider hielt dieser Zustand nur 6 Minuten an. Der erste richtige Gegenangriff, als Konter eingeleitet, brachte die Führung für die Gastgeber. Ein in die Spitze geschlagener Ball setzte vor Rainer auf, der hinter ihm durchlaufende Spieler nahm den Ball an und bevor Micha D. aus seinem Kasten heraus war, schob dieser das Leder zum 1:0 in die Maschen.

Natürlich sah das von draußen wieder einmal sehr unglücklich aus, aber in unserer Situation kein Wunder. Das Konzept, möglichst lange die 0 zu halten, war dahin und wir mußten jetzt wieder aufpassen, dass sich unsere Schleusen nicht gänzlich öffneten. Brainstorm übernahm nun das Kommando, wie von Anfang an erwartet und die Abwehrschlacht begann. Von links und rechts versuchte der Gegner in unseren Strafraum zu gelangen. Mit Glück und Geschick verteidigten alle Mann das Tor und hatten Massel, dass es mit den Schußversuchen der Brainstormer nicht weit her war und die Bälle überall hinflogen, bloß nicht ins Tor. Vereinzelt konnten wir uns befreien und zaghafte Konter mit ein, zwei Spielern wagen. Einer davon hätte etwa in der Mitte der ersten Halbzeit zum Ausgleich geführt, wenn Raphael bei seinem Direktschuß aus ca. 25 Metern nicht der linke Pfosten im Weg gestanden hätte. Der Ball klatschte für den chancenlosen Torhüter an das Aluminium und unsere einzige richtige Chance in der 1.Halbzeit war dahin. Brainstorm schüttelte sich kurz und drängte uns nun noch mehr in unsere Hälfte, die teilweise erst 20 Meter vor unserem Tor begann. In der 29.Minute wurde dann unsere rechte Abwehrseite ausgetanzt, da keiner so richtig dagegenhielt und der Gegner mit einer relativen Leichtigkeit das 2:0 erzielte. Bis zur Halbzeit übten wir uns in Schadensbegrenzung und das Pausenwasser wurde anschließend dankbar entgegengenommen.

Große Reden werden mittlerweile in der Halbzeitpause nicht mehr geführt, da jeder im Stillen weiß, dass dies in unserer Situation sowieso nicht den erhofften Effekt erzielen kann. Ein zumindest aufmunterndes Auf-die-Schulter-klopfen war jedoch noch drin und so wurden die Seiten getauscht.

Doch was helfen alle positiven Gedanken und Mutzusprüche, wenn nach kaum gespielten 2 Minuten der Gegner wieder in Jubelpose zur Mittellinie zurückläuft. Ein Freistoß, ca 20 Meter vor unserem Tor in halblinker Position, wird kurz nach links auf einen ungedeckten Mitspieler gespielt, der zieht in den Strafraum an der Mauer vorbei und drischt sofort mit links Micha D. den Ball über den Scheitel ins Tor. Null Abwehrchance. Wie letzte Woche bei TSV 76 kassierten wir das 3:0 kurz nach Wiederbeginn. Noch fast 35 Minuten zu spielen und das Spiel war endgültig entschieden. Wo sollte noch der Mut nach vorn zu spielen herkommen. Micha K. versuchte es mit einem Sololauf auf der rechten Seite und Schuß aus ca. 25 Metern aufs Tor. Natürlich eine Beute des bis dahin fast arbeitslosen Torwarts des Gegners. Aber mal wieder ein Zeichen - wir leben noch. Dann jedoch wieder Tristesse und grauer Alltag in unserem Spiel. Selbst die Mittellinie schien teilweise meilenweit entfernt und Brainstorm spielte mit uns Katz und Maus. Glücklicherweise inkonsequent und unkonzentriert, so dass wir aus mancher Situation noch mit einem blauen Auge davon kamen. In der 55.Minute war der Druck zu groß geworden und über die rechte Angriffsseite, die bis dahin des öfteren unsere linke Seite in Bedrängnis brachte, wurde das 4:0 erzielt. Aber Umstellungen, über die am Rande des Spielfeldes diskutiert wurden, hätten hier sicher auch nichts mehr gebracht, da alle mehr oder weniger schon auf den Felgen liefen und Auswechslungen ja von Anfang an ausgeschlossen waren. Stattdessen mußten wir die letzten Minuten nur noch mit 7 Feldspielern durchstehen, da Raphael nach einem "Ausbruchversuch" aus unserem Kessel bei einem Schussversuch am gegnerischen Strafraum umknickte und am Knöchel verletzte. Er mußte sich das Drama nun von draußen ansehen und registrierte noch den 5:0-Endstand, der fast mit dem Abpfiff fiel. Der Schiedsrichter hatte scheinbar Mitleid mit uns und ersparte uns die letzten zwei Minuten nach Heikos Uhr.

Müde, abgekämpft und desillusioniert-so standen, saßen und lagen alle unsere Mannen anschließend am Spielfeldrand. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt und das nächste Spiel am nächsten Freitag wirft bereits seine Schatten voraus. Unsere "Freunde" von MOGoNo kommen zu uns. Ein sogenanntes 6-Punkte-Spiel. Da sollten doch noch einmal alle Kräfte abgerufen werden und alle spielfähigen Mitglieder unserer WSG eine Teilnahme absichern, damit sich nicht wieder zum Anpfiff 17:45 Uhr 9 Spieler in die Augen sehen müssen.

Uwe Krost