Startseite  Spielberichte  Saison 2012/13  07.09.2012 Punktspiel

WSG Mitte gegen Nonplusultra

Zum Spiel erschienen: Uwe K., Heiko, Carsten, Rainer, Michael D., Marcus, Michael G., Stefan, Michael K., Siggi, Christian Sch., Slawi und Mario

Die Start-Elf

Tor: Slawi

Abwehr: Christian Sch., Rainer, Mario

Mittelfeld: Michael K., Stefan, Michael D., Michael G., Marcus

Sturm: Siggi, Carsten

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 9

 

Kurzbericht:

22. Minute 0 : 1

28. Minute 0 : 2

30. Minute 1 : 2 Stefan

40. Minute 1 : 3

50. Minute 1 : 4

51. Minute 2 : 4 Siggi

57. Minute 2 : 5

67. Minute 2 : 6 Christian Sch. ET

69. Minute 2 : 7

 

Klare Niederlage trotz Siggis Traumtor

Zum Spiel am Freitagabend konnten wir wieder zwei neue Sportfreunde (Carsten und Michael G.) in unseren leider sehr gelichteten Reihen begrüßen. Eigentlich nur ein Neuer, da Michael G. ja bereits die Töppen für die WSG in den Jahren 1998 bis 2006 geschnürt hatte und den aus dieser Zeit verbliebenen Kameraden noch in sehr guter Erinnerung war. Wer aber nun dachte, dass damit unser quantitatives Problem gelöst wäre, sprich endlich Spieler auf der Reservebank Platz nehmen durften, sah sich wieder einmal enttäuscht. Elf Spieler ohne Hinterland traten zum wiederholten Mal den schweren Gang aufs Spielfeld an, um gegen den Absteiger aus der 1. Stadtklasse, die Mannschaft von Nonplusultra, bestehen zu wollen.

Das Spiel verlief in den ersten zwanzig Minuten sehr ausgeglichen. Michael G., der im Mittelfeld für den entschuldigten Raphael das Spiel aufnahm, versuchte mit einigen Aktionen seinen aus den früheren Zeiten bekannten Stil als Führungsspieler abzurufen. Fast ständig gingen die Aktionen über ihn los und Stefan hatte sicher den Eindruck, dass sein eigenes offensives Spiel dadurch Unterstützung bekommen würde. Der Gegner, der sich zu Beginn auch erst finden mußte, ließ sich beeindrucken und wir konnten ihn teilweise in der eigenen Hälfte binden. Eine Situation, die uns ja aus den letzten Spielen fast völlig fremd geworden war. Dennoch bekamen die Mannen von der Südkampfbahn das Spiel immer besser in den Griff, da wir dem o.a. recht ordentlichen Beginn nicht die Krone aufsetzen konnten, d.h. ein Tor zu erzielen. Stefan, der sich in zwei Situationen freigspielt hatte, bekam beim ersten Mal das Bein nicht voll hinter den Ball und traf beim zweiten Mal diesen ebenfalls nicht voll. Der Gegner machte es dagegen besser. Die immer mal wieder angesetzten Konter hatten unsere Abwehr bisher noch als Sieger gesehen und konnten zerstört werden. Aber man sah bereits, dass dies nur mit einem enormen Kraftaufwand zu schaffen sein würde, der uns über kurz oder lang die Substanz raubt. Bis zur 22. Minute ging unser Konzept auf. Da wurde unsere rechte Abwehrseite ausgespielt, ein Paß zum völlig frei stehenden Mann im Strafraum geschlagen und dieser drosch den ersten noch von Slawi aus Nahdistanz abgewehrten Ball im zweiten Versuch mit Schmackes durch die Hosenträger zur Führung. Ärgerlich allemal, da sich das Spiel bis hierher ganz gut von Außen ansah. Leider passierten jetzt wieder Fehler, die einfach nicht mehr zu kompensieren waren. Die Sicherheit ging verloren und der Gegner nahm nun seinen Platz in unserer Hälfte ein. Nach verlorenem Ball an den Gegner konnte dieser in aller Ruhe den Ball von halbrechts aus 25 Metern über Christian flanken und den dort hinter ihm einlaufenden Spieler bedienen. Direktannahme und den Ball von der Grundlinie an Slawi vorbei ins Tor zu schieben war fast ein Akt. Das war in der 28.Minute. Oje, wieder ein Zwei-Tore-Rückstand. Aber die Mannschaft zeigte Charakter und so konnte Stefan nach schöner Flanke von Micha G., der sich auf der rechten Angriffsseite bis in den Strafraum durchgetankt hatte, im Nachschuß nach seinem Lattenkopfball zum Anschlußtreffer einnetzen. Kurz vor Schluß der ersten Halbzeit kassierten wir noch einen Pfostentreffer, aber das Ergebnis hatte bei Abpfiff des unauffälligen Schiris noch Bestand. Der Blick in die Gesichter unserer vom Spielfeld kommenden Spieler zeigte schon, dass die meisten bereits am Limit angekommen schienen. Und wenn man auf das Endergebnis sieht, hätte man es durchaus diesesmal nach den ersten 35 Minuten bewenden lassen können. Aber das ahnte da noch niemand. Da wieder einmal keine Wechselmöglichkeit bestand, mußten alle elf Mann wieder den Rasen betreten und irgendwie über die Runden kommen. In der 40.Minute schlug der Gegner wieder zu. Unsere aufgerückte Mannschaft verlor den Ball. Ein Paß von hinten über das gesamte Feld auf unsere entblöste rechte Abwehrseite. Chrstian war nicht mehr in der Lage entscheident einzugreifen. Der Stürmer nahm den aufsetzenden Ball direkt mit Innenseite und schlenzte diesen rechts an Slawi vorbei ins Tor. Zehn Minuten später war unsere Abwehr auf links ausgespielt, ein Paß von rechts durchlief alle in den Strafraum stürtzenden Spieler und der am linken Pfosten hineinspringende Gegner drückte den Ball über die Linie. Das sah schon sehr nach Auflösungserscheinungen aus. Dennoch ging nochmal ein kleiner Ruck durch die Mannschaft und Siggi sollte bald im Mittelpunkt des folgenden Geschehens stehen. Wir bekamen eine Minute nach diesem Treffer eine Ecke zugesprochen, die von Stefan ausgeführt wurde. Diese wurde sauber in den Strafraum geschlagen und von Siggi per wuchtigem Kopfstoss zum Tor des Tages unhaltbar für den Gästetorhüter zum 2:4 verwandelt. Dabei stand Siggi einen gefühlten Meter in der Luft. Wir konnten es am Rande des Spielgeschehens gar nicht glauben, aber da hatte es der kleinste Mann auf dem Spielfeld allen Anderen gezeigt, wie man ein Tor macht. Leider konnte uns das Tor nicht den entscheidenden Schub geben und nochmal alle Reserven abzurufen. Sie waren bereits aufgebraucht und nun zahlte jeder Tribut. Der Gegner, der mit dieser Aktion sicher nicht mehr gerechnet hatte, zu klar waren jetzt die Spielanteile, schüttelte sich und in der 57.Minute fiel das 2:5 aus unserer Sicht. Man spare mir jetzt weitere Details zur Entstehung diess und der folgenden Tore. Unser, von jetzt immer mehr einsetzenden Verletzungen und Krämpfen geschütteltes Team, konnte dem Gegner nichts Entscheidentes mehr entgegensetzen. Micha G. merkte, dass er lange nicht mehr gespielt hatte, seine Aktionen versandeten immer mehr. Stefan kam nicht mehr zu Entlastungsangriffen und unsere Abwehr war nur noch ein Hühnerhaufen. In der 67.Minute schob Christian in seiner verzweifelten Abwehraktion auch noch den Ball selber ins Netz. Die Mannschaft konnte einem leid tun. Slawi wußte nicht mehr, bei den ständig vor ihm allein auftauchenden Gegenspielern, ob er rauß kommen soll oder im Tor bleiben. Als Ergebnis dieser immer mehr um sich greifenden Unsicherheit stand eine Minute vor Schluß das 2:7 auf der imaginären Anzeigetafel. Der Schlußpfiff erlöste uns von diesem Trauerspiel.

Völlig kaputt schlichen alle WSG-er vom Platz. Selbst Siggi konnte sich nicht so richtig über sein J a h r h u n d e r t t o r freuen. Zu klar waren die Verhältnisse am Ende des Spiels. Nun, die Zeit zum Wunden lecken ist kurz. Am Montag wartet die Elf von TSV 76 auf uns.

Uwe Krost