Startseite  Spielberichte  Saison 2012/13  27.08.2012 Punktspiel

LSV Stahlfeuer gegen WSG Mitte

Zum Spiel erschienen: Thomas, Uwe K., Maik, Heiko, Philipp, Rainer, Michael D., Marcus, Raphael, Stefan, Michael K., Siggi, Christian Sch., Slawi und Mario

Die Start-Elf

Tor: Slawi

Abwehr: Christian Sch., Rainer, Mario

Mittelfeld: Michael K., Stefan, Michael D., Raphael, Marcus

Sturm: Siggi, Philipp

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 31

 

Kurzbericht:

11. Minute 1 : 0

13. Minute 1 : 1 Raphael

14. Minute 2 : 1

20. Minute 3 : 1

45. Minute 4 : 1

51. Minute Gelb für Philipp

60. Minute 4 : 2 Philipp

 

Die verflixte 1. Halbzeit

Als Heiko vor dem Spiel das Spielprotokoll ausfertigte, da standen wieder einmal nur elf WSG-Spieler ohne Reservespieler darin. Auf das Spielfeld liefen dann jedoch nur 10 Mann, da Philipp aus beruflichen Gründen erst später zur Mannschaft stoßen konnte. Ein leider altbekanntes Bild. In und neben der Wechselbank fanden sich jedoch viele altbekannte Gesichter aus näheren (Dennis und Benny) und ferneren Tagen (Jan), unser Rekonvaleszent Maik sowie wie immer Heiko, Scholle und Uwe. An gutgemeinter lautstarker Unterstützung sollte es uns nicht fehlen.

So begann das Spiel gegen eine völlig neu aufgestellte gegnerische Mannschaft, in der so gut wie kein bekanntes Gesicht aus der letzten Saison mehr dabei war. Viele junge Spieler standen uns gegenüber, die auch gleich wie die Feuerwehr loslegten. Man mußte schon in den ersten Minuten Angst um unsere Mannschaft haben, so kamen die Bälle immer wieder hoch geschlagen in unseren Strafraum hinein. Da wir die Platzwahl leider verloren hatten, mußte Slawi mit Mütze der sich immer tiefer senkenden Abendsonne entgegensehen und sich in die Bälle hineintasten. Leider ging das nur bis zur 11.Minute gut. Da tankte sich der gegnerische Linksaußen auf seiner Position an Christian vorbei, die Flanke an den Strafraum wurde noch leicht abgefälscht und ein weiterer Spieler bekam den Ball genau in den Fuß. Ein trockener Schuß und es stand 1:0. Nach dem der Anstoß vollzogen wurde, konnten wir den Ball geraume Zeit behaupten und Stefan versuchte mit einem Solo auf den Strafraum zuzulaufen. Er wurde per Foulspiel vor dem Strafraum vom Ball getrennt und es gab direkten Freistoss. Ein feine Finte unserer Spieler in der gegnerischen Mauer ergab eine sofortige Schussposition durch Raphael, der den Ball aus ca. 18 Metern auf das Tor und dem Torwart durch die Hosenträger zum Ausgleich schoss. Leider dauerte unsere Freude auf und neben dem Platz nur 1 Minute. Da stand es 2:1 für Stahlfeuer. Im sofortigen Gegenzug nach Anpfiff wurde wieder eine hohe Vorlage in unseren Strafraum geschlagen, Slawi lief diesem Aufsetzerball entgegen, kam aus den bekannten Sichtgründen zu spät und der Ball sprang über ihn in Richtung Tor. Ein nachsetzender Spieler brauchte nur noch einzuschieben. Drei Tore in drei Minuten. Doch wir konnten uns über soviel Unterhaltung nicht gerade freuen. Wieder liefen wir einem Rückstand hinterher. Und es sollte noch ärger kommen. Stahlfeuer drückte uns immer wieder in unsere Hälfte hinein und versuchte über die Außen uns auszuspielen. Alle stemmten sich dagegen, aber unser Angriffsspiel war wieder einmal so gut wie nicht vorhanden. Stefan nahm es teilweise mit drei Mann auf. Siggi versuchte mit viel Einsatz seine spielerischen Defizite und Größenunterschiede auszugleichen und rannte fast jedem Ball hinterher. Die Abwehr stand ständig unter Druck und produzierte leider auch Fehler. In der 20.Minute erfolgte wieder ein Angriff nach demselben Muster. Ein Paß aus dem angreifenden Mittelfeld hebelte unsere Abwehr im Zentrum aus und wieder schlug ein Schuß in unserem Tor ein. Gute Gefühle konnten da nicht aufkommen und als es zum vierten Mal kurz danach klingelte, hatten wir Glück, dass der Schiri eine Abseitsposition des Gegners gesehen hatte.

Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit lief Philipp für unsere Farben auf und endlich waren wir bei der Anzahl der Spieler wenigstens gleichwertig.

Jetzt merkte man die Erleichterung aller Spieler an und kleine Verbesserungen unseres Spielaufbaus waren jetzt zu erkennen. Der Halbzeitpfiff erlöste uns erst einmal und alle konnten kräftig durchschnaufen. Der Kampf gegen die zahlenmäßge Überlegenheit sowie gegen die Sonne war allen Jungs anzusehen. Los weiter und jetzt noch mal ne Schippe drauf. Das sollte die Losung für unsere 2.Halbzeit sein.

Mit Philipp zog merklich mehr Kreativität ins Spiel ein. Die Bälle wurden jetzt mehr gespielt, nicht geschlagen. Doppelpässe wurden ansatzweise erkennbar und der Einsatz aller Spieler erhöhte sich. Hier geht vielleicht noch was. Leider war nun die Sonne untergegangen und der gegnerische Torwart brauchte kein Mütze mehr für die zweiten 35 Minuten. Es kam aber auch zu wenig diekt in Richtung seines Tores, so dass er sich keine Sorgen machen mußte. Eine Ecke, die Siggi am kurzen Pfosten stehend mit dem Kopf aufs Tor weiterleiten wollte, war da schon ein Highlight. Leider verlor auch der Schiri im Laufe des Spieles immer mehr an Substanz. Hatte er bereits in der ersten Hälfte einem klaren Handspiel des Gegners die fällige gelbe Karte verweigert, so traf er in der 45. Minute eine für uns folgenreiche Entscheidung. Nach einem Zweikampf auf unserer linken hinteren Mittelfeldposition mit anschließendem Ausball durch den Gegner, dachte Marcus wahrscheinlich, er wäre im falschen Film. Anstatt einen Freistoss, aber zumindestens einen Einwurf für uns zu pfeifen, zeigte der Pfeifenmann auf Einwurf für Stahlfeuer. Die Fassungslosigkeit und momentan ausgelöste Starre unserer Hintermannschaft auf so eine Frechheit, nutzte der Gegner radikal aus. Der Einwurf wurde blitzschnell ausgeführt, in den Strafraum weitergeleitet und von dort ins Tor befördert. 4:1. Unsere Bemühungen schienen unbelohnt zu bleiben, zumal sich jetzt auch noch der Schiri auf die Seite des Gegners zu schlagen schien. Philipp platzte kurz danach verbal der Kragen, als eine klare Ecke für uns, nach schönem Einsatz von ihm, nicht gegeben wurde. Seine Beschimpfungen wäre sicher eine Verwarnung wert gewesen, aber auch hier beließ es der Mann in Grau bei einer Ermahnung. Kurz danach bekam Philipp den gelben Karton dann doch zu sehen. Der Grund ist nicht erwähnenswert. Neun Minuten später zeigte Philipp jedoch, dass er nicht nur im Tor eine gute Figur machen kann, sondern auch mit dem Haupt. Da nahm er im Strafraum eine wunderbar von Raphael geschlagene Flanke von der linken Seite direkt mit dem Kopf und der Ball senkte sich ins rechte Eck hinein zum 2:4 aus unserer Sicht. Resultatskosmetik - mehr nicht. Denn danach passierte zwischen den Strafräumen nicht mehr viel. Slawi hielt alle Bälle auf unser Tor sicher. Die Abwehr ließ keine weiteren Durchbrüche zu und Mittelfeld und Angriff hatten sich stabilisiert. Das Spiel endete mit der Erkenntnis vielleicht das nächste Mal gleich mit der zweiten Halbzeit zu beginnen und dann nach 35 Minuten aufzuhören. Denn dann hätten wir jetzt schon nach zwei Spieltagen 4 Punkte!

Uwe Krost