Startseite  Spielberichte  Saison 2012/13  10.08.2012 Pokalspiel

WSG gegen LVB Heiterblick

Zum Spiel erschienen: Thomas, Uwe K., Maik, Heiko, Philipp, Rainer, Michael D., Marcus, Raphael, Stefan, Christian B., Siggi, Christian Sch. und Mario

Die Start-Zehn

Tor: Philipp

Abwehr: Christian Sch., Rainer, Mario

Mittelfeld: Christian B., Stefan, Michael D., Raphael, Marcus

Sturm: Siggi

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 6

 

Kurzbericht:

07. Minute 0 : 1

35. Minute 0 : 2

46. Minute 1 : 2 Stephan

65. Minute 1 : 3

68. Minute 1 : 4

 

Pokalhürde zu hoch

10 unentwegte WSG´er trafen sich am Freitagabend um den von der Papierform favorisierten Absteiger aus der 1. Stadtklasse in der 1.Pokalrunde vielleicht doch etwas zu ärgern. Ärgern mußten sich jedoch vor Beginn des Spieles um 18:30 Uhr alle Beteiligten rund ums Spiel.

1. Wir, da uns die Trikots fehlten

2. LVB, da nur eine Handvoll Spieler sich in der Gästekabine verlor

3. Alle, da kein Schiedsrichter vor Ort war.

Nun die Abendgarderobe für unser Team war am schnellsten vor Ort. Stefan sorgte dafür. Bis 19:00 Uhr versammelten sich dann so nach und nach doch 11 Spieler der LVB auf unserem Platz. Nur der Schiri blieb verschwunden.

Ein Anruf beim Staffelleiter klärte nur bedingt auf. Es würde kein Schiri mehr kommen und unser Heimrecht sorgte dafür, dass Heiko sich eine noch schnell von Scholle besorgte Pfeife in den Mund schob und das Spiel endlich beginnen konnte. Über so eine Organisation schweigt des Sängers Höflichkeit.

Nach dem mittlerweile allseits bekannten Aderlass unserer Mannschaft vor Beginn der Saison (die Abgänge sind bekannt), stellte sich unser Team wieder einmal von selbst auf. Man kannte das ja von den Rückrundenspielen der letzten Saison. Durch zwei Neuzugänge (Mario linker Verteidiger, Christian S. rechter Verteidiger)verstärkt, stand unsere Abwehr um unseren Routenier Rainer und Micha D. gleich unter Druck. Das Mittelfeld mußte die Abwehr unterstützen und so hing Siggi als Spitze vollkommen in der Luft. Dem Überzahlspiel des Gegners konnten wir nur mit zerstörerischen Aktionen die Luft nehmen, was uns bis zur 7.Minute auch gelang. Da verlor Christian B. im Gegenzug nach einem abgefangenen Angriff allein gegen 3 sich ihm entgegenstellenden Gegner den Ball, unser Team war aufgerückt und so marschierte LVB über links auf unseren Strafraum zu. Die Flanke auf den rechts durchstartenden Stürmer konnte Rainer nicht mehr unterbinden. Dieser nahm den Ball dankend an und schoß diesen sofort direkt am herausstürtzenden Philipp vorbei zur Führung in die Maschen. Nun hieß es wieder Ordnung ins Spiel bringen und so teuer wie möglich weiter verkaufen.

Unser Spiel sah danach teilweise nicht so schlecht aus. Gerade auf der linken Seite machten Stefan im Zusammenspiel mit Christan und Marcus einige gelungene Spielzüge, die aber dann am genauen letzten Pass scheiterten, so daß diese leider allesamt verpufften. Der gegnerische Torwart, der auch nur als Verlegenheitslösung im Tor der Straßenbahner stand, mußte sich in der 1.Halbzeit nur bei einem direkt geschossenen Freistoss von Stefan einmal krumm machen und den schlecht getimten Ball aufnehmen. Eine sich später noch ergebende Halbchance für Christian aus spitzem Winkel fast von der rechten Eckfahne geschossen ging links am Tor vorbei ohne sein Können abzurufen. Weitere attraktive Schusspositionen mit entsprechenden Abschlüssen konnten auf dem Notizzettel der WSG-Verantwortlichen nicht registriert werden. Auf der anderen Seite knallte ein Fernschuß in der 12.Minute ans Gebälk von Philipp, der damit sicher auch nicht gerechnet hatte. Das hätte schon die Vorentscheidung gewesen sein können. So sehr sich unsere Hintermannschaft auch mühte, immer wieder rollten Angriffe auf unser Tor und konnten nur mit letzter Kraft ins Aus oder zur Ecke befördert werden. Die Halbzeit nahte und wieder legte sich ein LVB´er den Ball zur Ecke zurecht. Der Ball schwebte in den 5-Meter Raum und - Pfiff. Halbzeit? Nein Tor. Tatsächlich-eine direkt verwandelte Ecke. Irgendwie war Rainer an der kurzen Ecke nicht mehr an den Ball gekommen. Philipp hielt noch kurze Zeit die Hände nach vorn, als wollte er noch auf den Ball warten. An-und Abpfiff. Sehr unglückliche Situation.

In der Halbzeit wurde analysiert und festgestellt, dass LVB die bessere und gefährlichere Spielanlage präsentiert hatte und verdient führte.

Unvertrossen begannen wir die 2.Halbzeit und konnten die Mannen von der Neuen Linie etwas von unserem Strafraum fern halten und daas Match ausgeglichener gestalten. Wenige Kontermöglichkeiten boten sich uns, die aber auch schlecht abgeschlossen wurden. Technische Fehler und überhastete Aktionen waren leider an der Tagesordnung. Das kreative Spiel fehlte in unseren Reihen. Stefan versuchte sich jetzt mehr als Vollstrecker und nach einer Flanke von Raphael auf ihn in der 46.Minute tauchte er völlig frei im rechten Strafraum von LVB auf und legte den Ball am Torwart vorbei ins Netz zum Anschlußtreffer. Gerechnet hatten wir zu dieser Zeit eigentlich nicht mehr mit einem Aufbäumen unserer Mannschaft und unser Gegner auch nicht. Knappe 20 Minuten konnten wir nun mehr oder weniger gut Paroli bieten, ohne noch einmal zu so einer großen Chance zu gelangen. Dagegen begann es wieder in unserem Strafraum zu brennen. Hauptsächlich über unsere linke Abwehrseite versuchten nun die LVB´er die Flucht nach Vorn anzutreten. Wir hatten sie etwas eingelullt, das wollten sie jetzt korrigieren. Immer wieder stürzten sich Mario, Micha und Rainer in die Angreifer und wenn dies nicht mehr half, dann war ja noch Philipp da, der in einer Situation ca. 10 Minuten vor Schluß den Gegner mit 3 Paraden fast zur Verzweiflung trieb. Doch 5 Minuten vor Schluß war das alles nur noch Makulatur als wieder ein Angriff über diese Seite unsere Abwehr nicht mehr so konzentriert sah und ein Schuß aus ca. 11 Metern ins linke lange Eck einschlug. Der Käse war gegessen und drei Minuten später wurden wir noch mal klassisch über die gegnerische rechte Seite ausgespielt. Der Paß von der rechten Seite in den Strafraum mußte nur noch über die Linie gepustet werden. Stefan hatte fast mit dem Schlußpfiff noch eine Gelegenheit aus fast gleicher Situation wie zum 1:2 nochmals zu verkürzen, aber er schloß zu überhastet ab und setzte den direkt genommenen Ball am Tor links vorbei. 1:4 aus unserer Sicht. Das war der Endstand. Unter dem Strich bleibt festzustellen, dass alle gekämpft hatten, sich keiner hängen ließ und mit erhobenen Haupt die Niederlage angenommen wurde. Alle in unserer Mannschaft wissen, dass in diesem Jahr die süßen Trauben (Punkte) wieder etwas höher hängen als in den vergangenen, aber alle sind gewillt, die Einen oder Anderen doch zu pflücken. Diesmal war diese Pokalhürde, um mit Olympia zu sprechen, doch etwas zu hoch.

Uwe Krost