Startseite  Spielberichte  Saison 2011/12  11.06.2012 Punktspiel

MoGoNo gegen WSG

Zum Spiel erschienen: Rainer, Uwe K., Michael K., Michael D., Heiko, Slawi, Raphael, Marcus, Stefan, Dennis, Oliver, Sebastian, Benjamin, David, Jörg, Siggi, und Scholle

 

Die Start-Elf

Tor: Slawi

Abwehr: Michael K., Michael D., Sebastian

Mittelfeld: Jörg, Stefan, Benjamin, Raphael, Marcus

Sturm: Oliver, Dennis

Wechselspieler: Siggi, David

 

Zuschauer: 10

 

Kurzbericht:

36. Minute Wechsel: Siggi für Slawi und David für Michael K.

53. Minute 0 : 1 Michael D.

55. Minute Wechsel: Michael K. für Dennis

63. Minute 1 : 1

 

Maues Spiel zum Saisonausklang

Eigentlich sollte man über dieses Spiel den berühmten Mantel des Schweigens legen und alles ruhen lassen. Aber der Spielbericht ist nuneinmal Pflichtlektüre für jeden WSG-er, auch wenn er unangenehme Erinnerungen vom Montagabend enthält.

Als wenn es alle noch mal wissen wollten, kamen zum Spiel gegen die Gohliser tatsächlich 13 Spieler. Mit Freude konnte man registrieren, dass einige sich in den letzten Spielen sehr rar gemachte Sportkameraden, wie Jörg oder Olli, unsere lichten Reihen der Vergangenheit wieder auffüllten.

Und das im letzten Spiel der Saison bei unseren "Freunden" von MoGoNo, die uns ja im Frühjahr nach langer Zeit einmal wieder besiegt und aus dem Pokal geworfen hatten. Mit dem Aufgebot konnte einer gelungen Revanche nichts im Weg stehen zumal dem Gegner nur 9 Spieler zur Verfügung standen. Dachten wir. Aber der Reihe nach.

Das Spiel begann und wir setzten uns am gegnerischen Strafraum mit einer drückenden Überlegenheit fest. Der Gegner kam kaum zu Entlastungsangriffen und wir dachten, dass es nur eine Frage der Zeit sein könnte bis zum ersten Klingeln. Aber nachdem eine Viertelstunde vorbei war, hatten wir festgestellt, dass wir nur um den Strafraum herumgespielt hatten und Gohlis keine großartigen Chancen zugelassen hatte. Einfallslos wurden die Bälle in den Strafraum geschlagen, Doppelpässe sahen immer wieder den Gegner dazwischen gehen und die einzige Angriffsspitze von MoGoNo machte mehr Theater als unser ganzer Angriff zusammen. Eine endlich einmal schön geschlagene Flanke auf Raphael verpasste dieser nur knapp mit der Schuhspitze, diverse Schüsse gingen übers oder am Tor vorbei. Und kam mal was durch die vielbeinige Abwehr, dann stand der Torwart goldrichtig und fing die Bälle sicher ab.

Es war zum Verzeifeln. Es mußte doch möglich sein die zahlenmäßige Überlegenheit doch endlich einmal in Zählbares, sprich Tore, umzumünzen, Zumal der Gegner nun auch noch den neunten Spieler wegen Verletzung aus dem Rennen nehmen mußte. Aber es war kein Heilsbringer in unserer Mannschaft, der uns erlöste. Statt dessen rauschte die einzige Spitze der Gohliser, der immer auf Abwehrschläge seiner Getreuen an der Mittellinie lauerte, in einen Steilpass hinein und auf unser Tor zu. Slawi, der ja bisher nichts zu tun hatte, mußte sich gegen seinen Schuß aus der halblinken Position mächtig strecken, doch er bekam die Finger nicht mehr an den Ball. Zum Glück schlug dieser vor ihm an den Pfosten und bewahrte uns vor einer vorzeitigen Blamage. Ein weiterer Schuß aus ähnlicher Position verfehlte unser Tor auch nur knapp am langen Pfosten.

Die Pause erlöste uns Zuschauer und unsere Spieler und in jedem Gesicht stand ein riesengroßes Fragezeichen. Die Begründung, es gehe ja um Nichts mehr, konnte nicht akzeptiert werden. Wir kamen einfach mit der nummerischen Überlegenheit nicht klar. Die letzten Monate hatten wir ja jede Begegnung in Unterzahl gespielt und der Gegner die Überzahl auf dem Spielberichtsbogen und auf dem Feld. Da spielt es sich halt anders und da kämpfst du anders. Von Kampf war eigentlich bisher nur bei den nunmehr sieben Gohliser Feldspielern die Rede, denn die warfen sich in jeden Ball der auf ihr Tor kam und versuchten dennoch immer wieder auch spielerisch etwas zu erreichen, was ihnen natürlich nur bedingt gelang. Nun, die zweiten 35 Minuten sollten uns doch reichen den Sieg davonzutragen. Siggi ging im Tausch mit Slawi, der sich kaum eine Duschberechtigung erspielen konnte, ins Tor und David ersetzte Micha K.in der Abwehr auf der rechten Seite.

Getreu dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein" rannten wir wieder das Bollwerk MoGoNo an. Aber die Einfälle wurden nicht besser. Olli versuchte es immer wieder durch die Mitte. Stefan versuchte sich auf Außen anzubieten um die Abwehr auseinanderzuziehen. Er bekam kein Anspiel. Dennis rannte, wie bereits teilweise in der ersten Halbzeit, nur jedem dritten Ball nach und beschwerte sich ständig über die schlechten Anspiele. Und alle anderen, die sich natürlich um Verbesserung ihres eigenen Spieles bemühten, standen sich teilweise selbst im Weg. So ging die Zeit ins Land und Gohlis schöpfte vielleicht schon Hoffnung, da erhielten wir wieder eine von unzähligen Ecken in diesem Spiel. Dennis legte sich den Ball zurecht und schlug ihn flach aufs kurze Ecke. Dort spritzte Micha D. hinein und endlich stand es 1:0 nach 53 Minuten für unsere Farben. Sollte doch noch ein halbwegs gutes Ende für uns drin sein? Wir brachten Micha K. nochmal rein für Dennis und drückten weiter aufs 2.Tor. Aber es sollte nicht mehr gelingen. Stattdessen zog der Schlendrian in unsere Abwehr ein und in der 63.Minute passierte das, was in der 1.Halbzeit noch der Pfosten verhindert hatte. Die einzige Spitze von MoGoNo, der bei jedem aus dem Strafraum geschlagenen Notball sofort reagierte ging einem Ball nach, der bereits von Sebastian klar auf unserer linken Seite unter Kontrolle schien. Jedoch spielte er den Ball nicht zurück zum Torwart oder einem Mitspieler, sondern verlor diesen an den nachsetzenden Gegner. Micha D.,der mitgelaufen war, versuchte noch zu retten, aber auch er bekam den Ball nicht in seinen Besitz. Plötzlich standen drei Rote ohne weitere Gegenwehr vor unserem armen Siggi und konnten sich die Ecke aussuchen. Ausgleich. Gute Nacht. Das gibt es doch gar nicht. Gibts ja wohl. Der Höhepunkt eines von Anfang an verkorksten Spiels. Die restlichen Minuten ein Spiegelbild der Vorherigen. Es gab kein Durchkommen mehr. Im Gegenteil, eine Abseitsposition des Flügelflitzers der Gohliser rettete uns vor der totalen Ernüchterung in der allerletzten Sekunde.

Die sehr gut begonnene Saison, die uns mit 14 Punkten einen Hinrundenrekord aufstellen ließ und die aufgrund der ständigen Unterbesetzung holprige Rückrunde hatten eigentlich ein solches Finale mit den ungleichen Voraussetzungen nicht verdient. Dementsprechend war die Stimmung, die dem grauen und regnerischen Abend gleichte.

In der "Goldenen Höhe" wurde der Frust mit ein paar Bierchen zum Abschluß der Saison bekämpft. Thomas wertete in einer kurzen Rede das Spieljahr aus und überreichte Stefan als Torschützenkönig unseres Teams den Pokal und eine Flasche Champus. Schade nur,daß der Koch von unserer hungrigen Anwesenheit völlig überrascht wurde und Siggi nach zu langer Wartezeit nur mit Bier im Bauch den Heimweg antreten mußte.

Uwe Krost