Startseite  Spielberichte  Saison 2011/12  25.05.2012 Punktspiel

WSG gegen Brainstorm

Zum Spiel erschienen: Rainer, Uwe K., Michael K., Michael D., Philipp, Slawi, Raphael, Marcus, Stefan, Dennis, Sebastian, Benjamin, David, Siggi, Scholle und Christian

 

Die Start-Elf

Tor: Phillipp

Abwehr: Michael K., Dennis, Sebastian

Mittelfeld: Benjamin, Stefan, Michael D., Raphael, Marcus

Sturm: Slawi, David

Wechselspieler: Siggi, Christian

 

Zuschauer: 10

 

Kurzbericht:

50. Minute 0 : 1

 

Das Spiel der vergebenen Chancen

Der 25.05.2012 sollte bei allen Spielern, die im Herbst am Hinspiel bei Brainstorm teilgenommen hatten, dick im Kalender angestrichen worden sein. Denn am vergangenen Freitag fand das "Rückspiel" bei uns statt und einige unserer Spieler hatten noch offene Rechnungen mit dem Kontrahenten von der Wettinbrücke. Das Spiel begann ungewöhnlich pünktlich, sprich fünf Minuten zu früh, aber scheinbar hatte niemand wirklich etwas dagegen. Die Voraussetzungen für ein gutes und endlich mal wieder erfolgreiches Spiel waren gegeben. Unser Aufgebot bestand diesmal aus sage und schreibe 11 Mann und mit Siggi stand sogar ein Wechselspieler zur Verfügung. Völlig ungewöhlich für unsere bisherigen Verhältnisse in diesem Frühjahr. Da macht doch das Spielen gleich wieder Freude und so begannen wir auch das Match. Von Anfang an zeigten wir wer Herr im Hause heute sein sollte und drückten dem Spiel unseren Stempel auf. Die Abwehr mit Dennis, Micha K., Micha D. und Sebasian stellte den Gegner gleich hinter der Mittellinie und baute über die Mittelfeldlinie Slawi, Benny, Raphael und Marcus das Angriffsspiel für unsere in vorderster Linie spielenden Stefan und David auf. Nach guten 5 Minuten Spielzeit lag allen WSG-Fans der Torschrei schon auf den Lippen, aber es sollte nicht sein. Stefan hatte im Strafraum einen auf ihn gespielten Ball direkt aufs Tor verlängert. Der Torwart konnte nur abklatschen und Stefan nahm den abprallenden Ball direkt und zog ihn mit Schmackes auf die Kiste. Doch leider sprang auch dieser Ball nicht ins Tor, sondern an den Innenpfosten, von wo er wieder ins Spielfeld gelangte. Nun ja, wir haben ja noch die ganze Spielzeit vor uns. Beim nächsten Mal wirds schon werden. Dachten wir. Weiter wurde unermüdlich gerackert. Eine Eingabe von links wurde von Raphael aus ausichtsreicher Position (ca. 1 Meter vor dem Tor) angeschaufelt übers Tor befördert. Ein sehenswerter Angriff von rechts wurde durch Benny mittels Flanke auf links zu Slawi geschlagen. Slawi nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor und beförderte das Leder direkt aus der Luft ins Zentrum. Dort stand Raphael wieder frei und traf den Ball leider nur mit seinem schwächeren linken Bein und der Torwart konnte wiederum nur unzureichend parrieren. Das Nachsetzen von Raphael und David brachte leider auch nicht die erhoffte Erlösung. Weitere oder ähnliche, nicht ganz so zwingend erscheinende Situationen, lösten einander ab. Aus Standarts, wie Ecken und Freistössen, wurde nichts gemacht und so wich der Druck aus der Anfangszeit und der Gegner setzte nun immer wieder feine Nadelstiche in Richtung unserer Abwehr. Obwohl Brainstorm nur mit einer Spitze spielte, beschäftigte dieser doch einige Male unsere Jungs in der hinteren Reihe. Micha K. stand dabei immer wieder im Mittelpunkt und hatte wohl die meisten Ballkontakte seit langem. Fünf Minuten vor der Halbzeit hätte es beinah bei uns eingeschlagen, als ein Freistoss aus rechter Position kurz hinter der Mittellinie direkt aufs Tor von Philipp geschlagen wurde und zum Erstaunen von ihm wie ein Stein auf die Latte knallte. Der Halbzeitpfiff ertönte nach einer Minute Nachspielzeit und außer einer gelben Karte für Brainstorm wegen Festhaltens an Bennys Trikot, war es ein faires Spiel.

Die vergebenen Chancen waren natürlich einige Diskussionen wert und die betroffenen Spieler ärgerten sich verständlich. Bekommen wir diese Möglichkeiten noch einmal oder sollten wir Ihnen am Schluß noch hinterhertrauern? Die Antwort sollte uns die 2.Halbzeit geben. Christian, der auch noch unsere Reihen verstärkte, wurde nach ca. 10 Minuten für Slawi eingewechselt, der ein prima Spiel bis zu diesem Zeitpunkt für die WSG gemacht hatte. Dennoch wurden unsere Angriffsaktionen immer mehr von Unkonzentriertheiten und spielerischen Unzulänglichkeiten geprägt. Der letzte Pass, der in der ersten Halbzeit unsere gefährlichen Aktionen auszeichnete, kam nicht mehr beim Mitspieler an. Brainstorm hatte sein passives Spiel umgestellt und sich neu geordnet. Stefan kam nicht mehr ins Spiel. Sein Gegenspieler verfolgte ihn fast auf die Toilette und auch alle anderen Gäste spielten jetzt aggresiver. Damit kam unser Spiel nicht mehr klar. In der 50. Minute hatte unser Gegner das, was uns bis dahin abhanden gekommen war. Das Glück. Ein Freistoss, aus der eigenen Hälfte in Richtung unseres Tores hoch geschlagen, landete in Höhe unseres Strafraumes unbedrängt auf dem Kopf eines Brainstormers. Der verlängerte den Ball mit dem Hinterkopf über unsere gesamte Abwehr gegen den linken Pfosten und von da hinter die Linie zur Führung. Da hatten wir den Salat.

Ein Spiel, was sich nach unseren vergebenen Chancen zur Nullummer entwickelte, stand plötzlich auf dem Kopf. Jubel beim Gegner, der damit sicher auch nicht unbedingt gerechnet hatte und gesenkte Köpfe bei unserer Mannschaft. Aber es waren doch noch 20 Minuten zu spielen. Jedoch die Unsicherheiten auf allen Mannschaftspositionen nahmen immer mehr zu. Brainstorm ging jetzt noch vehementer zur Sache, was uns gar nicht mehr schmeckte. Die heiklen Situationen am Strafraum des Gegners reduzierten sich spürbar. Christian mit einem 18 Meter-Schuß übers Tor aus unbedrängter Position. Freistösse von Stefan und Raphael, die ebenfalls über das Tor gingen, als ob dort ein Magnet hängen würde. Der Torwart, der im Spiel einen nicht immer sicheren Eindruck machte, wurde einfach nicht zu entscheidenden Fehlern gezwungen, der Strafraum von Brainstorm immer mehr zur Tabuzone für unsere Mannschaft. Durch Abspielfehler wurde der Gegner zu Kontern eingeladen. Micha K. verlor bei einem ausichtsreichen Angriff den Ball am gegnerischen Strafraum. Mit zwei Spielzügen war die Spitze von Brainstorm freigespielt, jedoch Philipp stellte sich ihm in den Weg und verkürzte den Winkel, so dass ein Abspiel auf einen mitgelaufenen Spieler erfolgte, der den Ball wieder ans Lattengebälk zimmerte. Ein 2:0 wäre der sichere K.o. für uns gewesen. So versuchten wir weiterhin auf den Ausgleich zu spielen. Aber ein Spielen war das schon lange nicht mehr. Die Pässe aus der Abwehr wurden nur noch hoch nach vorn geknallt. David hatte keine Chance diese zu erlaufen und Stefan hatte, wie oben bereits beschrieben, keine Entfaltungsmöglichkeiten mehr. Die Zeit rannte uns davon und wir hatten mittlerweile Glück, dass Brainstorm seine Konterchancen, die jetzt immer häufiger auftraten, reihenweise versiebten.

So kamen die vom Schiedsrichter angezeigten letzten zwei Minuten. Nochmals bekamen wir eine Ecke zugesprochen. Philipp löste den Torwartposten auf und lauerte an der Strafraumgrenze. Aber warum sollte uns das Glück nun ausgerechnet bei dieser letzten Aktion hold sein? Philipp bekam tatsächlich den Ball auf den Fuß, aber er schlug den Ball mit der Innenseite rechts am Tor vorbei. Der Vollspann wäre vielleicht der Richtigere gewesen. Aber hätte, wenn und aber. Der Schiri hatte nun keinen Grund mehr länger das durchaus, mit einigen wenigen Ausnahmen, relativ faire und anständige Spiel weiterlaufen zu lassen. Das Spiel der vergebenen Chancen, für das wir uns soviel vorgenommen hatten, war zu Ende. Aus Sicht aller Beteiligten unserer Mannschaft eine unnötige Niederlage, die hoffentlich keine negativen Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Saison haben wird.

Uwe Krost