Startseite  Spielberichte  Saison 2011/12  23.04.2012 Punktspiel

Aufbau Entwurf gegen WSG

Zum Spiel erschienen: Rainer, Maik, Uwe K., Michael K.,Michael D., Philipp, Oli, Raphael, Marcus, Stefan, Dennis, und Slawi

Die Start-Zehn

Tor: Philipp

Abwehr: Michael K., Rainer, Heiko

Mittelfeld: Slawi, Stefan, Raphael, Oli, Marcus

Sturm: Siggi

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 12

 

Kurzbericht:

20. Minute 1 : 0

58. Minute 2 : 0

 

Steter Tropfen höhlt den Stein oder Hoffnung auf bessere Zeiten

Nach dem grandiosen Spiel am Freitagabend wurde zwar mit einem bzw. mehrereren Bierchen angestoßen, aber doch ziemlich nüchtern über das kommende Spiel gegen Aufbau Entwurf philosophiert. Als Heiko die potentiellen Spieler für das Montagspiel in Gedanken durchging und danach ansprach, wurde ihm und allen Anderen klar, dass das nächste Spiel nicht eine Spur einfacher werden würde. Und so kam es dann auch. Wieder einmal versammelte sich ein verbliebenes Häuflein von zehn Spielern kurz vor 18:30 Uhr auf dem Sportplatz am Völkerschlachtdenkmal. Die Abwehr mußte wieder umgestellt werden, da nun auch Sebastian und Micha D. wegen schulischer Verpflichtungen dem Spiel fernblieben. Zum wiederholten Male in dieser Saison mußten sich unsere Oldies Siggi (Sturm) und Rainer (Abwehr) zur Verfügung stellen und auch unser Kapitän Heiko bestieg das WSG-Schiff, um es nicht gleich beim ersten An(Sturm) untergehen zu lassen. Über Taktik brauchen wir ja im Moment gar nicht zu reden, sie ist inzwischen diesen Männern seit einem Monat so vertraut, dass sie sie wie im Schlaf beherrschen. Hinten zu und vorne hilft der liebe Gott. Und dies möglichst lange. Am Freitag ging dieses Motto 13 Minuten gut, am Montag immerhin bis zur 20. Minute. Bis dahin hatte uns der Gegner so gut wie keine Chance gelassen, einmal das Grün auf der anderen Seite des Spielfeldes in Augenschein zu nehmen. Ein Angriff rollte nach dem Anderen auf unser Tor. Diverse Bälle pfiffen an und über unserem Tor mehr oder weniger knapp vorbei. Neun Mann verteidigten das von Philipp bis dahin wohlbehütete Tor und hatten Schwerstarbeit zu verrichten. Nach vorn ging so gut wie Nichts. Siggi stand auf verlorenem Posten, an Nachrücken und Ausschwärmen nach gewonnenen Zweikämpfen war gar nicht zu denken. Aufbau war immer einen Mann und Gedanken schneller. In der 20. Minute wurde das ständige Pressing belohnt. Ein auf Halbrechts nicht mehr schnell genug angegriffener Spieler zog aus ca. 20 Metern ab und hob den Ball über Philipp in die Maschen. Das sich das Tor abgezeichnet hatte, war eigentlich allen klar. Dennoch wurde Weiterkämpfen als Parole ausgegeben. Der Gegner hatte nun sein erstes Ziel erreicht und gönnte sich eine kleine Atempause. Das verhalf uns zu wenigen, aber dennoch nicht ungefährlichen Gegenangriffen, hauptsächlich über unsere linke Seite. Marcus wurde mehrfach in diese Angriffe mit eingebunden, wurde aber immer wieder durch den Gegner an seine spielerischen Defizite (Ballannahme-und Weiterleitung) erinnert. Der beste Angriff, der von Raphael mit einem schönen Linksschuss am linken Außenpfosten endete, vollzog sich etwa nach 25 Minuten. Da kam so etwas wie Hoffnung auf den Rängen auf, aber es sollte sich leider nicht wiederholen. Der Gegner beließ es nun bei gelegentlichen Attacken in unsere Abwehr, die aber immer kreuzgefährlich waren (u.a. Lattenschuß. Zum Glück für uns, wurden die meisten Chancen egoistisch in Einzelaktionen versiebt oder wir konnten sie zerstören. Zur Halbzeit machten wir uns Mut. Schließlich lagen wir gegen die Spvgg. 1899 ja auch 1:0 zur Pause zurück. So ging es natürlich ohne Wechsel in die zweite Runde. Siggi machte sein Kreuz zu schaffen, Heiko hoffte auf das Duchhalten seiner Beine und manch Anderer spürte nun langsam das Freitagspiel in seinen Knochen. Am Spielverlauf änderte sich nicht viel. Die Rollen waren entsprechend verteilt. Aber heute sollte es uns nicht gelingen, das Spiel zu drehen. Trotz Kampf und letzter abgerufener Reserven bekamen wir zu selten Entlastung in unser Spiel. Olli versuchte allein gegen die Abwehr sich durchzusetzen. Es gelang nur phasenweise und nicht mit dem gewünschten Abschluß. Stefan konnte seine Schnelligkeitsvorteile aus vielen vergangenen Spielen nicht genügend abrufen. Die nötigen Anspielstationen für überraschende Aktionen waren nur selten vorhanden. Raphael hatte hinten in der Abwehr viel zu viel zu tun, als sich noch nach vorne einzuschalten. Es war nur eine Frage der Zeit, wann das 2. Tor fallen sollte. Dies geschah dann in der 58. Minute. Ein Schuß auf unser Tor wurde von Philipp zu kurz abgewehrt, ein gegnerisches Bein spritzte im 5-Meterraum dazwischen und beförderte den Ball üner die Linie. Nun war der letzte Strohhalm geknickt. Jetzt konnte es nur heißen: Kopf hoch und die WSG-Ehre nicht abschlachten lassen. Die Beine wurden immer schwerer und das Zurücklaufen bei unseren wenigen Angriffen war für Einige eine Qual. Olli versuchte es nochmals gegen Ende des Spiels mit einem Solo durch die Abwehr und konnte sogar abschließen. Aber nur in die auffangbereiten Hände des Entwurf-Torhüters, der einen relativ ruhigen Abend hatte. So ging das Spiel mit einer unspektakulären Niederlage zu Ende, über die sich zumindest aus unseren Reihen Niemand wunderte, denn unser Glück und Geschick hatten wir ja wahrscheinlich bereits am Freitag voll ausgeschöpft. Unterm Strich wieder einmal ein Spiel (es war bereits das Fünfte in dieser Saison), welches unter anderen personellen Umständen niemals verloren gegangen wäre. Bleibt die Hoffnung, dass dem Seuchenmonat April der WSG-Wonnemonat Mai folgen wird.

Uwe Krost