Startseite  Spielberichte  Saison 2011/12  20.04.2012 Punktspiel

WSG gegen SpVgg

Zum Spiel erschienen: Rainer, Maik, Uwe K., Michael K.,Michael D., Philipp, Oli, Raphael, Marcus, Stefan, Dennis, Sebastian und Slawi

Die Start-Neun

Tor: Philipp

Abwehr: Michael K., Michael D., Sebastian

Mittelfeld: Slawi, Stefan, Raphael, Marcus

Sturm: Oli

Wechselspieler:

 

Zuschauer: 17

 

Kurzbericht:

13. Minute 0 : 1

52. Minute 1 : 1 Raphael

60. Minute 2 : 1 Raphael

63. Minute 2 : 2

 

Die glorreichen 9

Kurz vor dem Anpfiff zum Spiel auf Augenhöhe gegen die Spielvereinigung 1899 (Zweiter gegen Dritter) stellten neun sich warmmachende Spieler der WSG-Mitte die Frage. Wer kommt noch??? Die Frage war leicht beantwortet.

N i e m a n d.

Hatten wir an den vergangenen Spieltagen wenigstens noch mit Hängen und Würgen die Zahl 11 erreicht, sollte uns dieses "Kunststück" diesmal nicht mehr gelingen. Mit entsprechender Motivation, die mehr oder weniger in Galgenhumor mündete, schickten die am Spielfeldrand verbliebenen treuen Begleiter (Rainer, Heiko, Uwe) und rekonvaleszenten Spieler (Mike und Dennis) das vermeindliche Häuflein Elend aufs grüne Terrain. Unser Gegner, der sich bereits 20 Minuten vor Spielbeginn mit ca. 14 Mann beim Warmlaufen die Spielfeldmaße verinnerlichte, hätte eigentlich bei diversen Wettanbiedern die Siegquote bereits festlegen lassen können.

So begann das Spiel. Da Dennis das Lazarett der WSG durch seine Verletzung beim Spiel gegen den TSV 76 erweiterte, mußte die Abwehr wieder umgestellt werden. Um Micha D. im Zentrum gruppierten wir Sebastian und Micha K. Das Mittelfeld, welches natürlich defensiv eingestellt war, rekrutierte sich aus Slawi, Raphael, Stefan und Markus. Um unsere Offensive nicht ganz verkümmern zu lassen, sollte Olli die gegnerische Abwehr etwas bei Laune halten. Bliebe da noch Philipp, der hoffentlich so lange wie möglich unseren Kasten sauber halten möge. So verliefen die ersten 10 Minuten,in denen wir zumindest einmal in des Gegners Hälfte auftauchten und Olli einen Schuß aufs Tor abgab, halbwegs störungsfrei. Nach 13 Minuten war alles Geschichte. Ein Angriff über die rechte gegenerische Seite sah eine Flanke in unseren Strafraum. Keiner unserer Spieler konnte die Flugkurve des Balles entscheidend verändern, so dass dieser sein Ziel fand und ein Spieler der Spvgg. aus ca. 16 Metern die Lattenunterkante und von da ins Tor zur 1:0-Führung traf. Natürlich mußte uns allen klar sein, das es unter diesen Umständen nur eine Frage der Zeit war, wann es bei uns klingeln würde. Jetzt war es passiert. Nur nicht aufstecken und hängen lassen, mußte jetzt unsere Devise sein. nach zwei weiteren Minuten zog Stefan aus 20 Metern ab. Leider knapp rechts vorbei. Da der Gegner mit der Führung erst einmal zufrieden war und wir ihn auch nicht sonderlich gefährlich beschäftigen konnten, plätscherte das Spiel in Richtung Halbzeit dahin. Die Spielvereinigung machte viel zu wenig aus ihrer nummerischen Überlegenheit, spielte schlampige Pässe und leistete sich viel zu viele Unkonzentriertheiten im Spielaufbau Immer wieder konnten wir ohne allzu großen Kraftaufwand das gegnerische Spiel zerstören, aber leider nach vorn zwangsläufig nicht allzuviele gute Aktionen starten. Bei Ballbesitz sah sich Olli meist drei bis vier Abwehrspielern gegenüber. Spätestens am Dritten war es dann mit seiner Dribblingskunst vorbei. Kurz vor der Halbzeit konnten wir uns jedoch am gegnerischen Strafraum einmal festsetzen und nach einer Ecke trafen wir sogar das Lattenkreuz. Trotz des Rückstandes konnte zur Halbzeit Heiko positive Worte für unsere Jungs finden, die nie den Kampf aufgegeben hatten und mit dem Zwischenergebnis uns im Spiel hielten. Warum sollte hier nicht doch etwas möglich sein?

Die zweite Halbzeit begann und nach 10 Minuten stellte man am Rande des Spielfeldes fest, dass unsere Mannschaft noch nicht ein einziges Mal über die Mittellinie gestoßen war. Die Spvgg. schnürte uns in unserer Hälfte förmlich ein, jedoch wie bereits erwähnt, ohne uns entscheidend treffen zu können. Chancen nach Eckbällen, Schüsse aufs Tor wurden entweder unplaziert oder unkontroliert vergeben bzw. sorgte unser Philipp dafür das nichts anbrennen konnte. Ein einziger Schuß, der plaziert aus dem Fußgelenk auf unser Tor kam hätte sicher das Tor gefunden, aber er strich knapp am linken Torpfosten vorbei. Ein Weiterer wurde von Philipp übers Tor gefaustet. So kam es, dass wir uns langsam wieder etwas befreien konnten und einer unserer ersten Gegenangriffe nach ca 15 Minuten sollte den nicht für möglich gehaltenen Ausgleich bringen. Einem Einwurf von Micha K. auf Stefan folgte ein kurzes Dribbling nach links, eine Flanke (oder sollte es ein Torschuss werden?) zwischen Elfer und Sechzehner. Dort reckte sich Goldköpfchen Raphael unter Bedrängnis dem Ball entgegen und gab dem Ball eine entscheidende Richtungsänderung ins, aus unserer Sicht, linke Angel der Spvgg.. Ein herrliches Tor mit dem zu diesem Zeitpunkt niemand gerechnet hatte. Unser Gegner war wie versteinert. Mit einem Mal übernahmen wir das Zepter und kurz danach klatschte ein 20 Meter Schuß von Olli, der sich einmal von seinem ständigen Schatten befreien konnte, über den bereits geschlagenen Torhüter an die Querlatte. Als wenn wir plötzlich die zweite Luft bekommen hätten wurden wir immer kecker. In der 60 Minute erhielt Stefan, der wieder unermüdlich kurbelte, einen Paß ca 25 Meter vor dem Tor aus unserer Abwehr zugespielt. Ein kurzes Festhalten des gegnerischen Spielers wurde sofort vom Schiedsrichter, der diesmal einen sehr guten Part abgab, geahndet. Raphael, durch sein erzieltes Tor zusätzlich motiviert, legte sich das Leder zurecht und hob den Ball mit Schmackes über die Mauer und über den Torwart zur 2:1 Führung für unsere Farben ins Netz. Das war fast schon zuviel für unsere mittlerweile zum Zerreißen angespannten Nerven. Diese N e u n hatten das Spiel gedreht. Unglaublich. Aber es waren noch gute 10 Minuten auf der Uhr und die Spvgg. wollte dieses Spiel natürlich bei dieser Konstellation nicht verlieren. Wütende Angriffe waren jetzt die Folge und drei Minuten später mußten wir noch einmal der Unterzahl Tribut zollen, denn nachdem wir mehrfach den Ball aus der jeweiligen Gefahrenzone nicht konzentriert herausschlagen konnten, durfte ein halbrechts frei stehender Spieler der 99´iger aus ca 18 Metern den Ball volley ins linke obere Eck schießen. Auch dieses Tor war unhaltbar. Noch sieben Minuten hieß es jetzt durchhalten. Und das waren lange sieben Minuten. Die Kraft ließ immer mehr nach, aber der Gegner war nun auch nicht mehr in der Lage siegbringende Kräfte auszupacken. Trotz wahrgenommener Wechselmöglichkeiten konnte er keine entscheidenden spielerischen Akzente setzen. Wir fieberten dem Schlußpfiff entgegen und als der Schiri uns endlich den Gefallen tat, da war die Freude über dieses, vor dem Anpfiff nicht für möglich gehaltene Ergebnis riesengroß. Ein großes Kompliment für diese kämpferische Leistung an alle 9 Spieler. Die 3 Kästen Bier, welche in der Kabine auf unsere Spieler warteten (vielen Dank den edlen Geburtstagsspendern Rainer, Mike und Markus), wurden dann auch kräftig reduziert und das unglaubliche Spiel noch einmal detailliert ausdiskutiert.

Uwe Krost