Startseite  Spielberichte  Saison 2011/12  26.03.2012 Pokalspiel

MoGoNo gegen WSG

Zum Spiel erschienen: Rainer, Scholle, Uwe K., Michael K.,Michael D., Heiko, Jörg, Raphael, Marcus, Sebastian, Siggi, Stefan, Slawi, Oli, Benjamin und Dennis

Die Start-Elf

Tor: Slawi

Abwehr: Jörg, Dennis, Sebastian

Mittelfeld: Michael K., Stefan, Benjamin, Raphael, Marcus

Sturm: Oli, Siggi

Wechselspieler: Michael D. (wegen Arbeit erst zur 60. Minute bereit)

 

Zuschauer: 22

 

Kurzbericht:

35. Minute Gelb für Stefan

60. Minute Wechsel; Michael D. für Siggi

66. Minute 1 : 0 für MoGoNo

 

Serie gerissen

Als im Dezember 2011 die Paarungen für die 2.Runde im Stadtpokal ausgelost wurden, da schmunzelten sicher einige unserer Spieler. Denn die Ironie des Schicksals schenkte uns wieder einmal das Los MoGoNo. Die letzten Jahre kreuzten wir ja des öfteren miteinander die Klingen und wir gingen immer als Sieger vom Platz. Natürlich fängt jedes Spiel wieder bei Null an und es war die Frage, wer mehr motiviert war die Serie zu halten oder sie zu kippen. Wir mußten unsere Aufstellung der Siegerelf vom LFC-Spiel ein wenig umstellen, da Philipp,nach seiner durchaus guten Premiere im Tor der WSG, leider arbeitsmäßig verhindert war und Micha D. noch die Schulbank drückte. So begannen wir mit Slavi im Tor, Sebastian verstärkte die Abwehr für Micha D. und Siggi stürmte von Beginn an neben Olli.

Das dieses Spiel kein Selbstläufer wird, bekamen wir gleich zu Beginn zu spüren. Die Gohliser schienen motiviert bis unter die Haarspitzen zu sein. Jeder ballführende Spieler von uns wurde sofort attakiert und zur Reaktion gezwungen. Nach 7 Minuten landete der erste gefährliche Schuß von halblinks geschlagen zum Glück nur auf unserer Torlatte. Weitere Angriffe, die sehr oft über rechts vorgetragen wurden, konnten wir teilweise nur zerstören. Das eigene Angriffsspiel kam nur sehr zögerlich in Schwung. Siggi stand manchesmal auf verlorenem Posten, da sich Olli anfangs etwas zurückfallen ließ, um erstmal einen Aufbau unseres Spieles erfolgen zu lassen. Nach überstandenen Anfangsminuten konnten wir jedoch das Spiel ausgeglichener gestalten und setzten jetzt auch den Gegner mehr unter Druck. Siggi köpfte einen Ball Olli wunderschön in die Füße, der zog ab. Knapp vorbei. Raphael setzte einen Fernschuß über das Tor. Stefan versuchte sich immer wieder im Dribbling durch die vielbeinige und kompromisslos agierende Abwehr durchzusetzen. Olli zog einen Freistoss aus 20 Metern aufs Tor, aber der Torwart, der nicht immer den sichersten Eindruck machte, konnte nich ernsthaft in Gefahr gebracht werden. Auf unserer Seite mußte Slawi aber auch Kopf und Kragen riskieren, um einen Rückstand zu verhindern. Das Spiel wogte hin und her und Kondition war auf beiden Seiten gefragt. Der Einzige, der diese Kondition, im körperlichen wie auch im geistigen Sinne, an diesem Abend nicht nachweisen wollte, war der Spielleiter. Es wurden uns schon einige Exemplare dieser Spezies vor die Flinte gesetzt, aber dieser "schlug dem Fass die Krone ins Gesicht". Sein genialster Auftritt ereignete sich in der 35.Minute. Wir bekamen ca. 18 Meter vor dem Tor einen Freistoss zugesprochen. Die gegnerische Mauer zog sich wohlwollend 5-6 Meter vom Tatort zurück und harrte dort der Dinge, die dann ihren Lauf nehmen sollten. Der Mann in Grün und Schwarz korrigierte keinesfalls diesen Witzabstand, sondern forderte unsere Spieler auf den Freistoss auszuführen. Natürlich war dazu Keiner bereit und Stefan zeigte diesem Ignoranten was stolze 9,15 Meter in Schrittlänge bedeuten. Da erinnerte er sich, das er ja die Respektperson auf dem Platze darstellen sollte und fummelte die gelbe Karte aus seinem verschwitzten Trikot. S k a n d a l.

Der Freistoss, den Olli dann dennoch über die Mauer schaufelte, blieb natürlich beim Keeper nach zweimal nachfassen kleben. In der darauf folgenden nicht enden wollenden Nachspielzeit waren wir so geladen, das noch mehrere Schüsse, u.a. von Benny und Stefan aufs Tor kamen, bzw. Benny eine feine Einzelaktion in den rechten Strafraum startete. Aber im Abschluss fanden diese immer im gegnerischen Torwart ihren Meister und verpufften. So ging es in die Halbzeit. Das Ergebnis war sicher irgendwo gerecht, aber die letzten Aktionen hatten uns doch ganz schön aufgeregt.

Die zweite Halbzeit begann mit guten Angriffen von uns und Gohlis hatte jetzt das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Nach gespielten 5 Minuten bekam Stefan einen Ball in mittlerer Postion 20 Meter vor dem Strafraum zugespielt, setzte sich gegen seinen Kontrahenten durch und zog ab. Der Torwart ließ den Ball prallen, Raphael setzte nach und ein Spieler klärt auf der Linie. Den zurückprallenden Ball köpft Raphael an die Latte. Unsere bis dahin größte Chance. Weitere gute Angriffe von Stefan (scharfer Schuss von rechts am langen Pfosten knapp vorbei) Marcus in guter Schusspostion usw. waren leider nicht von Erfolg gekrönt. Es sah so aus, als hätten wir nach 15 Minuten unser Pulver verschossen, zumal das Tempo immer noch enorm war und die Zweikämpfe immer verbissener geführt wurden. Dank des Pfeifenmannes wurde ja auch so gut wie keiner für irgndwelche Tätlichkeiten bestraft. Gohlis stieß jetzt immer häufiger in unsere etwas aufgerücktere Abwehr. Ein Konter hätte da schon zur Vorentscheidung führen können, denn Slawi sah sich plötzlich zwei Gegnern gegenüber, die ihn locker hätten ausspielen können. Aber Slawi nahm sich ein Herz. Er rannte einfach dem Ballführenden entgegen und dem versagten plötzlich die Nerven indem er den Ball unkontrolliert nach links spielte, wo Jörg als einziger Nachhinteneilender den Ball ins Aus schlagen konnte. Diese Szenen wurden jetzt aber immer häufiger und da das Abseits für den "besten Mann" auf dem Platz ein Fremdwort schien, mußte man mit allem rechnen, wenn nicht Obacht gegeben wurde. Micha D. der den ausgepumpten Siggi in der 60.Minute erlöste, versuchte nochmal unsere Abwehr zu stärken und Impulse nach vorn zu geben, aber es sollte einfach nicht sein. So kamen die letzten Minuten heran und eine Aktion des Gegners in unserem Strafraum, die schon elfmeterverdächtig war und Slawi zur Ecke mit einem klasse Reflex leiten konnte, sollte die Entscheidung bringen. Die Ecke, wie auch fast alle bisherigen, sehr gefährlich in unseren Strafraum geschlagen, sah einen heranstürmenden Gegenspieler, der die Kugel unhaltbar mit dem Kopf einnetzte. Das wars. Trotz erneuter längerer Nachspielzeit gelang es uns nicht mehr Ordnung ins Spiel zu bringen und einen erfolgversprechenden Gegenangriff zu starten. Zu groß war die Enttäuschung und mit Wut im Bauch (Dennis) kann man nun einmal nicht ein Spiel in der letzten Minute herumreissen. Tröste dich. Im Juni treffen wir wieder auf Gohlis. Und noch was fürs Phrasenschwein. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Nächstes Jahr greifen wir wieder an.

Uwe Krost