Startseite  Spielberichte  Saison 2011/12  26.08.2011 Punktspiel

Spvgg gegen WSG

Zum Spiel erschienen:

Die Start-Elf

Tor: Sven

Abwehr: Jörg, Dennis, Sebastian

Mittelfeld: Michael K., Raphael, Michael D., Stefan, Marcus

Sturm: Jan, Christian

Wechselspieler: Rodrigue , Maik, Siggi

 

Zuschauer: ca. 20

 

Kurzbericht:

15. Minute 0 : 1 Marcus

28. Minute 0 : 2 Raphael

31. Minute 1 : 2

32. Minute Wechsel; Rodrigue für Jan

42. Minute 2 : 2

43. Minute Wechsel; Maik für Micha K.

45. Minute 3 : 2

46. Minute Wechsel; Jan für Maik

66. Minute 3 : 3 Jan

 

Punkt gewonnen oder Punkte verloren?

Zum Spiel gegen die Spvgg. 1899 war die Ausgangssituation nicht die Schlechteste. Zwar war es der wärmste Tag des Jahres (über 30 Grad im Schatten) aber die erste Elf stand und wir hatten 3 Wechselspieler zur Verfügung. Das letzte Spiel gegen den TSV 76 sollte mit einem Sieg vergessen gemacht werden. Und so begannen wir auch das Spiel. Nach anfänglichem gegenseitigen Abtasten übernahm unsere Mannschaft die Initiative und die ersten Chancen ergaben sich für uns. Was in der ersten Viertelstunde noch danebenging, sollte in der 15. Minute vollendet werden. Ein wunderbarer Angriff, der von Stefan mit einem feinen Pass in den Lauf von Raphael auf die rechte Seite begann, wurde von diesem mit einer halbhohen Flanke in unser Zentrum im 16 er weitergeleitet. Jan war zu kurz, Christian kam zu spät, aber ganz hinten links lief Marcus direkt in den Ball hinein, und obwohl er die schwierigste Position hatte, nahm er den Ball direkt aus der Luft und schlug diesen ohne großes Federlesen in den rechten Winkel zum 1:0 für unsere Farben. Uns verschlug es fast die Sprache, so schön war der Treffer. Die Spvgg. 1899 wurde nun noch unsicherer und wir quartierten uns fast ständig in ihrer Hälfte ein. Ein weiterer Treffer mußte aber, trotz vieler Chancen (u.a. Kombination Raphael-Jan), bis zur 28. Minute warten. Wieder war es Stefan, der aus einem Konter eine große Lücke auf der rechten Abwehrseite des Gegners ausgemacht hatte und Raphael, der in diese gelaufen war, wieder prima bediente und dieser den Ball am herausstürzenden Torwart ins rechte Eck hob. 2:0. Bis zu dieser Minute war eigentlich allen mittel- und unmittelbar Beteiligten klar, heute geht nur eine Mannschaft als Sieger vom Platz - die W S G. Zu klar war nun unser Übergewicht. Doch wie heißt es in dem sinnreichen Spruch. "... erstens kommt es anders und zweitens als man denkt". Drei Minuten später war es erstmal mit unserer Herrlichkeit vorbei. Ein Konter des Gegners, der durch unser nur langsam nachrückendes Mittelfeld nicht gestört und von unserer Abwehr erst am Strafraum empfangen wurde, endete nach Doppelpass 20 Meter vor dem Tor mit einem "Verzweiflungsschuss", der aber so unglücklich von Dennis abgefälscht wurde, dass unser Svenni keine Chance hatte, den Ball abwehren zu können. Ein völlig unnötiger Treffer, der aber für verhängnisvolle Folgen sorgen sollte. Jan ließ sich gegen Rodrigue auswechseln. Die Souveränität, die wir bis dahin ausgestrahlt hatten, war vom heißen Winde verweht. Die Halbzeit rettete uns und es wurde in dieser über die ausgelassenen Möglichkeiten diskutiert und dass der Gegner ja so schlecht nun auch nicht wäre. Das zeigte er uns dann auch sofort mit Wiederanpfiff. Die Spvgg. griff uns nun viel eher und massiver an, so dass uns plötzlich die Spielideen ausgingen und gelungene Kombinationen der Vergangenheit angehörten. In der 42. Minute wurde unsere völlig entblöste rechte Abwehrseite, die bis dahin bereits einige Male tüchtig schwamm, mit einem Pass aus der gegnerischen Abwehr ausgehebelt und der Linksaußen jagte allein auf unser Tor zu. Zwar konnte er vor dem Strafraum nochmals gestoppt werden, aber wieder fehlte letzte Konsequenz in unserer Abwehrarbeit und ein anderer Angreifer der Spvgg. holte sich den Ball und schoss diesen, nach dem er ein, zwei Mann von uns ausgespielt hatte, mit links scharf vom Strafraum ins Tor. Wieder war Svenni ohne Chance. Micha K. ließ sich sofort auswechseln, da er in dieser Situation sicher nicht die beste Figur zusammen mit Jörg auf unserer rechten Abwehrseite gemacht hatte. Aber es war noch nicht unser "Abwehrhöhepunkt" erreicht. Maik sollte der traurige Pechvogel werden, denn er wurde nun für Micha eingewechselt. Trotz seiner in Markkleeberg erlittenen Armverletzung, hatte er sich der Mannschaft wieder zur Verfügung gestellt. Wie sich 2 Minuten später herausstellte - zu früh. Der Gegner hatte nun "Lunte" gerochen und brüllte sich untereinander regelrecht auf den in der Luft liegenden Führungstreffer heiß. Ruhe und Ordnung waren jetzt Fremdworte in unseren Reihen und promt klingelte es wieder in unserem Kasten. Ein Ball, der bereits unseren Strafraum nach Außen wieder verlassen hatte, wurde von Maik ohne Bedrängnis aus unbegreiflichen Gründen dem nächststehenden Spvgg-Spieler in die Beine gespielt, so dass dieser gar nicht anders konnte, als das Geschenk anzunehmen. In Richtung unseres Tores zu laufen und aus ca. 16 Metern den Ball links oben unter die Latte zu hämmern war eins. Das war doch nicht zu fassen. Der Gegner, der nach einer halben Stunde aus unserer Sicht bereits mausetot war, hatte das Spiel unter gütiger Mithilfe unserer Mannschaft gedreht. Man, man, man. Maik verlies konsterniert sofort den Platz, sein Arm hatte ihn bei dieser Aktion angezeigt, es geht noch nicht. Jan ging nun wieder ins Sturmzentrum. Es waren ja noch fast 25 Minuten zu spielen. Zusammenreißen und Kopf hoch. Es konnten doch nicht alle das Spielen plötzlich verlernt haben. Das Spiel gestaltete sich nun wieder ausgeglichener, denn der Gegner hatte ja nun erstmal alles erreicht, was er sich sicher nicht so schnell erträumt hatte. Wir übernahmen wieder nach und nach die Initiative und hatten Chancen. Die Größte von Rodrigue, der einen schönen Paß aufnahm, aber statt den Ball über den aus seinem Tor herausstürtzenden Keeper a´la Raul zu lupfen, versuchte er diesen auszuspielen und wurde dadurch zu weit abgedrängt. Der Schuß verendete.

Die Zeit verging, ohne das spektakuläre Aktionen auf beiden Seiten zu schildern wären. Olli, der unsere Reihen außerhalb des Spielfeldes nach seiner Verletzung mit seiner Anwesenheit wieder verstärkte, hätte am liebsten seine Krücken weggeworfen und wäre aufs Spielfeld gelaufen. Ein letzter verzweifelter Wechsel erfolgte. Micha K. ging nochmal ins Rennen. Für ihn verabschiedete sich Sebastian aus diesem Spiel. Dennis löste seinen Abwehrposten, wie in Markkleeberg, auf und begab sich an die Angriffsfront. In der 66. Minute sollten dann unsere Bemühungen endlich belohnt werden. Ein Freistoß von Dennis erreichte im Strafraum irgendwie unseren Jan und im Gewühl hob er diesen Ball am Torwart vorbei zum 3:3. Allen Unkenrufen zum Trotz hatte es doch noch geklappt. Doch zu mehr waren wir in der verbleibenden Zeit nicht mehr in der Lage. So waren dann auch nach Spielschluß die Meinungen geteilt. Punkt gewonnen oder Punkte verloren?

Uwe Krost