Startseite  Spielberichte  Saison 2011/12  15.08.2011 Pokalspiel

Markkleeberg 1886 gegen WSG

Zum Spiel erschienen: Sven, Michael K., Uwe K., Dennis, Rainer, Heiko, Thomas, Steven, Raphael, Stefan, Maik, Oliver, David, Sebastian, Marcus, Rodrigue und unser Neuzugang Benjamin

Die Start-Elf

Tor: Sven

Abwehr: Michael K., Dennis, Heiko

Mittelfeld: Steven, Stefan, Michael D., Raphael, Maik

Sturm: Oliver, David

Wechselspieler: Marcus, Sebastian, Benjamin, Rodrigue

 

Zuschauer: 22

 

Kurzbericht:

12. Minute 1 : 0

20. Minute 2 : 0

28. Minute 2 : 1 Oliver

30. Minute Wechsel; Marcus für Maik (Verletzung)

36. Minute Wechsel; Benjamin für Michael K. und Sebastian für Heiko

55. Minute Wechsel; Rodrigue für David

69. Minute 2 : 2 Dennis

Verlängerung !

74. Minute 2 : 3 Stefan

76. Minute 2 : 4 Steven

78. Minute 2 : 5 Steven

 

Pokalsieg mit schmerzlichen Folgen

Eigentlich wollten wir da weitermachen, wo wir vergangenen Dienstag beim Punktspielsieg über den LFC 07 (4:2) aufgehört hatten. Das Spiel von hinten ruhig aufziehen und mit klugen Pässen unsere Kreativkapelle(Olli, Raphael und Stefan im Mittelfeld und Angriff) in Szene zu setzen und den Gegner ordentlich den WSG-Marsch zu blasen. Leider war dies nur Wunschdenken und nach 12 Minuten nur noch Makulatur. Denn da hatte sich auf der rechten gegnerischen Angriffsseite Maik vom Gegner ausspielen lassen, dieser zog in den Strafraum hinein und bediente einen ebenfalls schnelleren Mitspieler und dieser brauchte nur noch den Ball einzuschieben. Bis dahin und auch nach diesem Treffer hatten sicher wir mehr Spielanteile und Chancen, doch es kam nun mal anders. Unser Spiel war sehr von Nervosität und Unsicherheit geprägt, was sich in vielen Abspielfehlern, zu langen Pässen und unnötigen Zweikämpfen darstellte. Für den Gast am Rande des Geschehens alles andere als ein Augenschmauß. Als ob das Chaos, was zeitweise in unserem Strafraum herrschte, nicht schon genug war, zeigte der Schiri in der 20. Minute auf der gegnerischen halblinken Angriffsseite, nach einem "Abroller" auf Freistoss. Dieser, hervorragend aus ca. 16 Metern getreten, schlug hinter Svenni halbhoch ins rechte Angel unhaltbar ein. 0:2 aus unserer Sicht. Nun schien endgültig unser Vorhaben gescheitert. Waren wir doch zu leichtsinnig mit der Meinung über unseren Gegner aus der 1. Kreisklasse umgegangen? Das konnte doch noch nicht alles gewesen sein? Weiter wurde trotz dickem Hals gekämpft und gerackert und 8 Minuten später konnten wir durch eine schöne Einzelaktion von Olli jubeln. Er erlief sich einen Pass von Stefan, ließ erst den Verteidiger dann noch den Torwart ins Leere laufen und schob den Ball ins verlassene Tor. Jetzt sollte die Aufholjagd beginnen. Zwei Minuten später, wieder eine Hiobsbotschaft. Nach einem Angriff stürzte Maik über den bereits auf dem Ball liegenden Torwart und verletzte sich beim Abstützen schwer an der Hand. Nach erster medizinischer Vorortversorgung stand fest, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Es kam zum Wechsel. Marcus übernahm seine Position. Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr und so wurden die Seiten gewechselt. Zur Halbzeit wechselten wir Benjamin (Premiere) für Michael K. und Sebastian für Heiko auf den rechten und linken Außenverteidigerpositionen ein, damit vielleicht noch mehr Power von hinten unsere Angriffsbemühungen unterstützen sollten. Sicher gewisse Fortschritte brachten diese Wechsel, aber durchschlagende Erfolge ergaben sie erst einmal nicht. Immer wieder versuchten wir mit Kurzpassspiel den Gegner auszuspielen, was leider meistens an der Strafraumgenze sein Ende fand. Die Spieler des TSV kämpften mit allen Bandagen, nur um uns nicht in den Sechzehner zu lassen. Sie warfen sich in jeden Ball und kam doch mal einer frei zum Schuß, dann landete dieser in der Prärie. Auch mußten wir immer wieder einzelne gefährliche Konter über uns ergehen lassen. Einer wurde in Klassemanier von unserem Svenni aus Nahdistanz entschärft. Zu allem Unglück verletzte sich Olli in der 57. Minute in Höhe der Seitenauslinie bei einem Kampf um den Ball ohne gegnerisches Verschulden schwer am linken Fuß. David, der gerade erst eine Verschnaufpause eingenommen hatte, und gegen Rodrigue getauscht wurde, mußte wieder in den Kampf geschickt werden. Ja Kampf, das war das richtige Wort. Es wurde ein Kampf gegen die sich verzweifelt wehrenden Markkleeberger Jungs und gegen die Zeit. Die schien uns nun immer mehr davonzulaufen. Zwar war Nachspielzeit eingeplant (wegen den div. Verletzungen), aber auch die geht einmal zu Ende. Von dieser Ungewissheit erlöste uns Dennis eine Minute vor dem offziellen Ende, der von Raphael wunderbar freigespielt, auf der halblinken Seite den Ball am Torwart vorbei ins rechte Eck ruhig und überlegt einschoss. Eine Szene an die noch kurz zuvor niemand auch nur im geringsten geglaubt hätte. Der Schiri zeigte nun noch 4 Nachspielminuten an und jetzt waren wir am Zug. Wieder und wieder rollten die Angriffswogen auf das TSV-Tor, doch es sollte uns nicht gelingen die nun erzwungene Verlängerung von 2 x 10 Minuten durch ein Entscheidungstor zu verhindern. In der folgenden Pause schworen wir uns noch einmal für den Sieg ein und in der 4. Minute der Nachspielzeit war es dann soweit. Marcus schlug von halblinks einen Pass auf die rechte Seite zu Stefan, der erkämpfte sich den bereits verlorenen Ball zurück und schoss den Ball ins linke untere Eck zum 3:2. Zuvor hatte Stefan, der heute der agilste Spieler war, bereits zweimal mit scharfen Eingaben von rechts versucht Mitspieler zum Einschuß zu bewegen. Jedoch waren die berühmten Zentimeter immer im Wege. Jetzt hatten wir unser Ziel erreicht und jetzt wollten wir es uns auch nicht mehr nehmen lassen. Markkleebergs Widerstand war gebrochen und zwei Minuten später klingelte es wieder im TSV-Tor. Wieder war es Stefan, der sich rechts durchsetzend den Ball straff vor das Tor passte, an Raphael vorbei, jedoch nicht an Steven, der nur noch einschieben mußte. Und weil es so schön war, war Steven erneut zur Stelle, als er nach Freistossablage von Raphael auf Dennis, dessen Schuss, der sich in der Abwehr verfing, aufnahm und aus der Drehung wieder ins linke Eck einetzte. Alles, was sich WSG-Fan an der Seitenlinie nannte, jubelte ausgelassen und konnte es eigentlich gar nicht fassen, was hier vor unseren Augen gerade abgelaufen war. Markkleeberg konnte einem jetz schon wieder etwas leid tun, so waren sie von uns in den letzten Minuten überrannt worden. Auch die zweite Halbzeit der Verlängerung wurde von uns dominant weitergeführt. Jedoch verhinderten jetzt wieder kleine Unkonzentriertheiten und verspielte Einzelaktionen im Siegesrausch einen noch höheren Sieg. Aber diese Kritik soll nicht den letztendlich verdienten Sieg unserer Mannschaft schmälern. Ein Sieg, der leider etwas zu teuer erkauft wurde und deshalb an dieser Stelle alles Gute und gute Besserung an unsere beiden verletzten Mitspieler Maik und Oliver. Mögen sie bald wieder gesund unsere Reihen verstärken.

Uwe Krost